Laut einem aktuellen SPON-Artikel sollen sich neben der Bundeswehr auch zivile Stellen auf einen möglichen Krieg ab 2029 vorbereiten.
Möglich ab 2029.
Eine Zeitangabe wie der Eröffnungstermin eines deutschen Großprojekts.
Krieg 2029. Was mich daran am meisten stört: diese schlampige Planung. Kein Datum, keine Uhrzeit, keine Kalenderfreigabe.
Die Olympischen Winterspiele 2030 in Nizza beginnen am 1. Februar. Das steht fest. Der Weltkrieg bekommt nur ein Jahr.
Über den nächsten Weltkrieg wird inzwischen geredet, als ginge es um das nächste Großevent.
Olympiade mit Sprengstoff.
Heute reicht ein Haushaltsbeschluss, um mitzuspielen. Deutschland spielt mit. Meist als Spielball.
Symbolpolitik in Schutzhelmen.
2029 der moderne Dreikampf. Der Irre in Washington, der Großmachtsträumer aus Moskau, der stille Verwalter der Welt aus Peking.
Der eine sammelt Kontinente wie Immobilien. Grönland, Golfregion. Hauptsache Lage, Lage, Lage. Zwischendurch ein Hotelprojekt, die „Riviera des Nahen Ostens“, ein geschenkter Jumbojet.
Der andere träumt von zaristischer Größe und sucht sich Europa als nostalgisches Ausbaugebiet.
Der dritte holt sich, was er braucht. Ohne Pressekonferenz. Ohne Pathos. Mit Liefertermin.
Die Qualifikationen laufen längst. Ukraine, Gaza, Venezuela.
Warmspielen nennt man das jetzt wohl.
Und Nordkorea steht daneben wie das dicke Kind auf dem Schulhof, das niemand ärgern will, weil es ein Messer dabeihat.
Nur größer.
Noch ungefähr 1100 Tage bis zum Krieg. Das ist kürzer als bis zu meiner Rente.
Krieg ist terminiert. Mein Ruhestand nicht.
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