Noch dunkel. Ich ziehe die Tür des Ferienhauses hinter mir ins Schloss und stapfe durch frischen Neuschnee Richtung Bäcker. In der Ferne ein grünes Glühen. Bewegt sich unentschlossen, wie etwas, das noch nicht weiß, was es sein will.
Zu tief für eine Drohne. Zu hoch für einen Mähroboter. Ich frage mich kurz, ob hier bereits die ersten Nachbarn ihrer Räumpflicht mit gepimpten Staubsaugrobotern nachkommen. Ein Winter-Bot mit Mood Light? Oder E.T.? Der müsste eigentlich wissen, dass bei dem Wetter nichts mit Fahrradfahren ist.
Das Licht eiert weiter auf mich zu, und langsam erkenne ich: Hubertus von höheren Weihen lebt den Traum. Er sieht sich als heroischen Schlittenhund beim Iditarod, irgendwo auf dem Trail zwischen Anchorage und Nome – während sein Herrchen nur als Handicap mitgeführt wird. Kein Leittier, kein Einfluss, nur Ballast auf zwei Beinen, den Hubertus stoisch in meine Richtung zerrt.
Ein Leuchthalsband im giftigen Neon-Look, damit der Fiffi nicht unter den Schneepflug gerät. Während er durch Eis und Matsch an mir vorbeidackelt, frage ich mich, ob man die Töle eigentlich aufladen muss. USB-C, Micro-USB – oder geht das inzwischen induktiv? Legt man ihn einfach auf die Doging Station – neben den Fitness-Tracker und die Smartwatch?
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