Donnerstag, 30. Juli 2026

Ich würde es ja so machen — Embargo

Ich würde es ja so machen.

Ich würde ein Land aushungern.

Nicht mit Bomben.
Mit Sanktionen.

Das klingt ordentlicher.

Ich würde es ja so machen.

Kein Öl für den Staat.
Medikamente werden knapp.
Die Energieversorgung bricht zusammen.

Nicht alles verbieten.
Nur alles verknappen.

Ich würde es ja so machen.

Dann würde ich warten.

Nicht mehr drohen.
Nicht mehr fordern.

Nur warten,
bis die staatliche Versorgung
von selbst zusammenbricht.

Ich würde es ja so machen.

Dann würde das Land
private Energieunternehmen erlauben.
Private Apotheken.
Private Altenpflege.

Freiwillig,
würde es heißen.

Eine souveräne
Entscheidung.

Ich würde es ja so machen.

Und plötzlich
dürfte ich wieder liefern.

Nicht an den Staat.
Das bliebe verboten.

An private Firmen.

Und wenn mich einer fragt,
wer hier wen erpresst —

Ich würde sagen:

niemand.

Das Land
hat seinen Markt
doch selbst geöffnet.

Inspiriert von einer Meldung des Deutschlandfunks vom 30.07.2026 über die Öffnung kubanischer Wirtschaftssektoren für Privatunternehmen.

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