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Dienstag, 11. August 2026

verlupft

Ich hab's im Kreuz. Einen Hexenschuss wie schon lange nicht mehr.
Hatte mich gestern verlupft. „Mir isch's neigfahra“, als ich die zweijährige Enkelin auf den Arm nahm.

„So schlemm Greizweh“ hatte ich die letzten dreiunddreißig Jahre nicht mehr.
Damals „isch's mir neigfahra“, als ich die zweijährige Tochter auf den Arm nahm.

Wie die Zeit vergeht.

Mittwoch, 18. März 2026

Profi

 Bin ich eher nicht. Und wenn es ums Schwimmen geht, schon zweimal nicht.

Trotzdem gehe ich seit über drei Jahren regelmäßig schwimmen. Als Ausgleich, für die Fitness, fürs Wohlbefinden und weil mir das damals in der Reha geraten wurde. Vier- bis fünfmal die Woche, 30 Minuten.

Für meinen Körper.

Für meinen Kopf.

Für mich.

Und dann gibt es noch die anderen.

Rasierte Beine, rasierte Brust, rasiert alles, was sichtbar ist. Badekappe nicht wie aus unserer Jugend, sondern aus Gummi, mit Aufdruck, gerne auch neonfarbig. Schwimmbrille mindestens verspiegelt oder besser noch gold-bronze-versprenkelt. Smartwatch oder Fitnessarmband, eventuell sogar ein Brustgurt, um die Atmung aufzuzeichnen.

Die Badebekleidung: keine schlabberige Badehose, aber auch nicht diese ordinären Speedos. Man richtet sich auf seiner Bahn ein. Der Trainingsplan liegt einlaminiert am Beckenrand. DIN A4.

Und gar nicht zu vergessen: eine Getränkeflasche.

Eine Getränkeflasche? Im Wasser? Beim Schwimmen? Ernsthaft?

Ich nehme doch kein Hähnchen mit zum Wienerwald.

Ich bin immer versucht, mal demonstrativ ein Weizenglas an den Beckenrand zu stellen.

Wenn man unterwegs Durst im Wasser bekommt, kann man den stillen. Wieso haben die dann nicht auch eine Windel an, falls die Flüssigkeit raus muss? Oder nehmen sie deshalb Flüssigkeit aus einer separaten Flasche?

Ich selbst gehe übrigens vor dem Schwimmen aufs Klo. Und danach. Nur fürs Protokoll.

Jetzt gehe ich ja nicht mehr ins Stadtbad Kornwestheim, sondern ins Vereinsschwimmbecken meines Schwimmvereins. Die Profis sind dort in deutlicher Überzahl. Aber es sind einfach richtige Profis. Nicht das Pseudo-Gehabe der Wannabes im Stadtbad.

Ich erkenne schon, wer gleich zur Umkleide reinkommt: Wenn man das hektische Klacken von Radschuhen hört, dauert es nur noch eine Hundertstelsekunde, bis der zugehörige Athlet auftaucht, hektisch sein Trikot in die Ecke pfeffert und immer noch im Laufschritt die Radschuhe aus- und die Badekleidung anzieht.

Und erstaunlich ist, dass beim echten Triathlon erst das Schwimmen kommt und nicht umgekehrt. So wie die auftreten, könnte man meinen, sie kommen angeradelt, gehen kurz schwimmen, radeln noch mal 180 Kilometer und laufen danach nach Hause.

Egal.

Ich bin im Schwimmverein nur, damit ich ganzjährig schwimmen gehen kann. Zu einem günstigen Preis.

Profi bin ich keiner.

Dafür regelmäßig.

Donnerstag, 9. Oktober 2025

Urlaubssplitter: gut

Das Wetter?
Gut. Ich solle nicht immer so negativ sein hieß es - Alles positiver sehen.

Das Wetter?
Gut. Die Sonne blendet. Ich seh die Fleischmassen am Pool nicht.

Das Wetter?
Gut. Der Wind übertönt die Mittouristen.

Das Wetter?
Gut. Ich schwitz – also bin ich. Ein Pauschaltourist.

Das Wetter?
Gut. Der Regen wäscht die Liegen ab.

Das Wetter?
Gut. Die Wolken – dichter als der Zimmernachbar.

Das Wetter?
Gut. Der Himmel tut, was er will – ich auch.

Das Wetter?
Gut. Es ist nur Wetter. Und das ist gut so.

Alles Gut?
Gut,  Alles  - und ich sage nicht wie's mir wirklich geht.

Mittwoch, 1. Oktober 2025

Drohnenwall – oder: Ursula fordert

Unisono berichten die Medien: Ursula von der Leyen fordert einen Drohnenwall. Oder Drohnen-Wall – uneins schon in der Schreibweise.

Fordert. Das tut sie immer. U.v.d. Forderung – Meisterin des Forderns, Verweigerin des Lieferns.

Diesmal also: Drohnenwall - für den gesamten Kontinent.

Nur: Drohnen fliegen. Ein Wall ist eine Erdaufschüttung. 

Aber Ursl, Drohnatella von den Laien – Kompetenz war nie ihr Hindernis.

Als Bundesverteidigungs-Ursel, besser bekannt als Flinten-Uschi, hat sie die EuroHawks auch nicht zum Fliegen, sondern auf den Schrott gebracht.

Und was meint sie mit „gesamter Kontinent“?

Die Landmasse? Dann Belarus, Russland und ein Stück Türkei gleich mit.

Nur die EU? Dann auch die Schweiz einmauern. Was machen wir mit der Ukraine ?

Norwegen raus – und was tun mit Monaco, dem Einfallstor der Oligarchen und Superjachten? Helfen da Drohnen auch?

Dafür bleibt Helgoland, unsere Hochseeinsel, womöglich unbedrohnt.

Oder war mit „gesamter Kontinent“ das ESC-Europa mit dem ESC-Universum gemeint?

Mit Israel (unsere Gnadenpunkte-Lieferanten) und Australien – Hauptsache bunt für die Euro-Liga.

Und gleich weiter gedacht: Bekommen dann auch Guadeloupe, Curaçao und Grenada den Drohnenwall? Praktisch – da schützt er gleich noch gegen Hurricanes.

So groß die Worte, so klein die Definition.

Europa nach Funkmast: dort, wo Ursula von den gelöschten SMS mit der Rüstungslobby noch genug Empfang hat, um Milliarden am Parlament vorbeizumauscheln.

Ich könnt schon wieder kotzen.

Bis zur nächsten Forderung von Ursl von der Mauschelei. 

Montag, 4. Dezember 2023

04.12.2023 - Teil 2 - Patient 60 männlich Luxation

Die beiden Sanitäter kümmern sich um mich. Ich soll mich erst mal nicht bewegen.

„Bevor ich mich um Ihren Fuß kümmere, untersuche ich Sie erst einmal."

Ich werde am ganzen Körper abgetastet, ob irgendwelche Verletzungen fühl- oder tastbar sind. Ob ich mich an den Sturz erinnern kann? Natürlich, das ist mir ja so peinlich, zu doof zum Laufen. Ich soll im Rahmen meiner Möglichkeiten meine Gliedmaßen bewegen und auch sagen, ob ich darin etwas fühle.

Nachdem dieser Test abgeschlossen ist, werde ich auf eine Trage geschoben und in den Rettungswagen gelegt.

Angenehm warm ist es im Wagen. Ich zittere trotzdem.

Mir werden die Jacke und der Hoodie ausgezogen, Blutdruck wird gemessen und Herzsensoren geklebt, die Temperatur gemessen. 35,7 Grad. Ich bin leicht unterkühlt.

Der Sanitäter möchte meinen Schuh aufschneiden. Die Sanitäterin versucht es ganz normal mit Aufschnüren, das gelingt. Mein linker Fuß wird freigelegt. Vorsichtig.

Ich wage einen vorsichtigen Blick und sehe einen räumlichen Versatz zwischen Unterschenkel und Fuß.

Es sieht schmerzhaft aus.

Erstaunlicherweise habe ich fast keine Schmerzen.

Nachdem wir abfahrtbereit sind, mache ich erst mal ein paar Selfies von mir im Krankenwagen.

Natürlich. Das machen viele, sagt die Rettungskraft.

Die Gattin sollte ich nochmal erreichen. Sie schläft noch immer. Also mache ich ihr eine WhatsApp. Nicht zu dramatisch. Ich denke ja immer noch, ich kann heute noch heim. Morgen wieder arbeiten. Und in dann 30 Tagen Projekt X.

Die Sanitäterin telefoniert Krankenhäuser ab.

Robert Bosch wäre am nächsten. Hat Chirurgie, aber keine Kapazitäten.

Das nächste ebenso.

Das dritte nimmt uns.

Immer derselbe Spruch.

Patient, 60, männlich, Luxation.

Luxation.

Mit meinem Schwarzwaldklinik / Dr. House / Grey's Anatomy Fachwissen verstehe ich sofort, dass ich mir was ausgekugelt habe.

Puh.

Dann ist es ja nicht so schlimm.

Dann muss man einmal kurz auf einen Lederriemen beißen, das Teil wird schmerzhaft wieder eingerenkt und Projekt X kann starten.

→ Weiter mit Teil 3: Eiserne Jungfrau

04.12.2023 - Teil 3 - Eiserne Jungfrau

Vor genau diesen Schmerzen habe ich Angst. Vor diesem Western-Einrenken. Einer hält fest, einer zieht, ich schreie kurz, dann ist gut.

Der Fahrer, der Jüngere der beiden, hat voll Bock auf Noteinsatz. Viel Trara, Blaulicht, Tamtam. Losbrettern.

Erst als ich die Kollegin frage, ob der Aufwand wegen mir wirklich so groß ist, bittet sie ihren Kollegen, es gemütlicher und ohne Martinshorn anzugehen.

In der Notaufnahme müssen wir erst mal warten. Es ist gerade Übergabe und alle sind gechillt.

Ich liege da halt rum.

Nachdem ich auf eine andere Trage umgebettet wurde, kommt einer mit Kittel und zieht an meinem Fuß. Druck rausnehmen ist der Plan.

Es wäre cool gewesen, hätte er vorher die Bremsen angezogen und mich nicht durch die halbe Notaufnahme gezogen.

Danach werde ich entkleidet.

Mit der Schere.

Aus einer guten Levi's 501 wird eine Stoffbahn.

Zum Glück war wöchentlich frischer Unterhosen-Montag. Und zum Glück wurde ich vorhin von den Rettern so klaglos mitgenommen. Danke, liebe Eltern, für den Tipp. Trotzdem musste die strahlend weiße Schiesser für mein Missgeschick leiden und wurde auch mit Hilfe der Schere in einen sauberen weißen Stofffetzen transformiert.

Nach dem Röntgen kommt der Anästhesist.

Nein, ich habe seit gestern Abend nichts gegessen. Nur um 4:30 Uhr drei Schluck Tee. Ich bin 186 cm groß und hatte heute Morgen 88 kg – nackt und ungeschissen.

Danach gibt es ein intensives Schläfchen für mich.

Die paar Male Vollnarkose habe ich ja immer versucht, auf mehr als 10 zu zählen.

Auch diesmal gelingt das nicht.

Als ich wieder aufwache, liege ich im Ruheraum.

Aus meinem Bein wächst eine eiserne Jungfrau.

Gestänge.

Eisen.

Blut.

Noch 31 Tage bis Projekt X.

Donnerstag, 16. März 2023

Streik

 

Schade, nachdem ich heute ganz gut aus dem Geschäft gekommen bin entdecke ich an "meinem" Schwimmbad dieses Schild.

Ja meine Bademeistereinnen streiken heute warn. Und sicher haben auch die Gründe mal mehr Geld zu fordern. Ich finds ok.

Dienstag, 1. Februar 2022

alt

 Jetzt bin ich also alt. Alt sind die mit Krückstock (heute Rollator) und Hörgerät. Seit heute habe ich auch ein Hörgerät - genauer gesagt 2 Hörgeräte, für jedes Ohr eines. Dass dies eine längst notwendiges Hilfsmittel sein würde, fürchtete ich schon seit Jahren. In letzter Zeit wurde mein Hörvermögen immer schlechter und ich hab mich endlich durchgerungen mich darum zu kümmern. Nach 2 aufwändigen Hörtests, einmal beim Ohrenarzt, einmal beim Akustiker habe ich die Dinger jetzt.

Ungewohnt natürlich, schon die Anpassung ist nix für jemanden wie mich, der es gar nicht brauchen kann, wenn an ihm rumgezupft wird,  weder am Hemdkragen noch an den Zähnen, den Augen, dem restlichen Körper und natürlich auch nicht im Ohr. Madame Akustiker hat das aber souverän und gut gemacht und ich versuche mich jetzt an die Hörhilfen zu gewöhnen.  

Erstaunlich, dieses erste Hören, ich höre, wenn ich über den Arm rubble, wenn die Akustikerin auf ihrem Sitz rumrutscht. Vieles klingt blechern oder scheppert. Auf der Heimfahrt höre ich meine Jacke rascheln wenn ich den Hals drehe, viel klingt ungewohnt. Sylvia bemerkt die Dinger gar nicht. 

Am nächsten Tag bin ich erstaunt, was alles Geräusche macht, ich hör die Uhr im Klo ticken, meine Schritte, Türen quitschen, vorm Haus die Heizung brummen, Blätter rascheln. Im Geschäft bis ich morgens alleine der erste, auch da quitscht die Tür, der Staubsauger der Putzfrau macht einen infernalischen Lärm. 

Gespräche verstehe ich jetzt deutlich besser, wobei das alles sicher noch nicht optimal ist. 


Freitag, 17. Mai 2019

10 Jahre rauchfrei

Vor zehn Jahren habe ich die Raucherei aufgegeben. Vor zehn Jahren, zu einer damals psychisch schwierigen Zeit, die Gattin war schon mehrere Wochen in Kur, die pubertierende Tochter war nicht einfach, dann musste auch noch das Auto in die Inspektion, was mit 1900€ inkl. Zahnriemen und Radlager und all dem Mist zu buche schlug. Ich war verzweifelt. Auf dem Rückweg vom Kurbesuch der Gattin die Zigarettenschachtel aus dem Auto geworfen. Schluß Ende.

Eine schwierige Zeit danach, Suchtdruck und stark sein müssen wollen. Ich habe es geschafft, liebe die Vorzüge nicht mehr rauchen zu müssen. Bin aber sicher, sobald ich einmal an einer Zigarette ziehe, wieder innerhalb von Minuten wieder auf Droge zu sein.

Daumendrücken auch nach 10 Jahren, dass es so bleibt

Samstag, 20. August 2016

stimmt

durch den Ort gebummelt, die Gattin und ich. Bei den kleinen Lädchen haben wir durchaus verschiedene Interessen. Nachdem die Frau in einem Klamottenladen verschwunden war, habe ich eine Buchhandlung entdeckt. Als die Angetraute, nach einiger Zeit noch nicht wieder da war, ging ich die kleine Straße zurück, sie zu suchen.

“Darf ich ihnen helfen ?”

“ich suche meine Frau”

“mit beiger Hose ?” – aha, mir sieht man mein Alter jetzt endlich an

“nein, mit einem Kleid mit blauen Punkten”

“ach so eine ganz Schmale, mit einer ganz ganz tollen Kurzhaarfrisur ?”

“ja, genau die”

“die war da, SAGEN SIE IHR DAS MIT DER FRISUR”

machte ich, machte mich und die Gemahlin stolz, zumal sie diese Frisur immer selbst schneidet, alleine der Mut das zu tragen ist bewundernswert.

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Samstag, 6. August 2016

gefreut

“Sie haben aber ein tolles T-Shirt an, woher haben Sie das denn ?”, fragt die Kassiererin in der Tanke. Ich bin dann ja immer ein wenig verklemmt und nuschle dann in meinen nur spärlich vorhandenen Bart: “selber gemacht”

“Ja wie, im Internet ? – Da kann gibt’s doch solche Seiten, da kann man sich das zusammenklicken ?” fasst sie nach.

“Nein, selber gezeichnet, am Computer”, mein Stolz ist ja auch schnell gekränkt, wenn die meinen, ich hätte das nur zusammengeklickt.

“Ja, dann sind Sie wohl Grafiker ?”, sie lässt nicht locker.

“Nee, nee, nur zum Spass als Hobby”, und ab.

Trotzdem sprengt es fast meine T-Shirt vor stolz geschwellter Brust. Ja, eigentlich find ich das Shirt auch ganz gut gelungen. Es handelt sich um das Motiv:

NOthing

NothingShirt

 

 

 

 

 

 

 

 

Ihr könntet auf die Shirts klicken, dann öffnet sich gleich die Bestellseite

Oder ihr schaut einfach mal was ich sonst noch so verbrochen habe hier

https://leuti.spreadshirt.de/

Samstag, 30. Juli 2016

Stammplatz

Jetzt haben wir es also geschafft. Als wir heute um 9.35 Uhr im Freibad einlaufen sagt eine Dame in unserem Alter (aber weitaus nicht in unserer Gewichtsklasse) „oh entschuldigung, das ist doch ihr Platz“ und zieht mit ihrem Handtuch 5 Meter weiter.

Sonntag, 17. Juli 2016

break-even point

Es ist ja gerade auch bei diesem Sommer schon im Frühjahr eine schwierige Entscheidung. Jahreskarte fürs Freibad oder nicht. Bis jetzt ist der Sommer noch nicht richtig in die Gänge gekommen, und trotzdem haben wir eine Dauerkare gekauft. Das Ding muss sich doch einfach amortisieren, schließlich bin ich Schwabe.

Der break-even point ist nach 20x Freibad erreicht, wir müssen also ich war bis jetzt 4x, Syylvia 8x, wir müssen also noch 8x ins Freibad, dass sich die Anschaffung gelohnt hat.

eingeparkt

Ich wurde eingeparkt. Eingeparkt vom neuen Auto. Das Auto kann das. Langsam die Strasse entlang fahren, bis am Armaturenbrett neben dem Parkplatzsymbol ein kleiner Pfeil nach rechts auftaucht. Rückwärtsgang einlegen, Parkautomatik mit OK. am Lenkrad bestätigen und das Fahrzeug zieht in einem Zug in die Parklücke.

Ich als alter Einparklegastheniker bin halbwegs geplättet. Hätte ich mir vor 35 auch nicht träumen lassen. Jetzt fürchte ich, werde ich mich so daran gewöhnen, dass die Restfähigkeiten des selbst einparken könnens, ziemlich bald verschwinden.

Sonntag, 26. Juni 2016

fabulös

...der Schwager macht Musik, schon ewig. Seit einiger Zeit ist er Teil einer Combo, die sich 'Fab and the Chunk Funk Connection' nennt. Sehr sperriger Namen für eine,  wie sich dann herausstellte, erfrischende Musik. Gestern durften wir beim Marktplatzfest in Ludwigsburg ein wenig davon hören.

Kurz um, ich war begeistert, was da 4 Mittfünfziger und ein aufgrdrehter junger Hipphopper fabrizieren. Es ist gar nicht so verkehrt, wenn Leute die das Gitarrengejaule der Siebziger in perfektion beherrschen, mit Tastenakrobaten die jeden Stil aus dem FF hervorzaubern, mit Bassern die das ganze ziemlich funky mit dem Schlagzeuger zusammenhalten von einem unter ADHS Verdächtigen quirligen und fordernden Frontmann geführt, Musik abseits des üblichen machen.

Samstag, 26. März 2016

alles falsch

NieVerkehrt

Das ist ja alles falsch, sagte die mir unbekannte Dame die gerade unverhohlen mein T-Shirt betrachtete. Sie sei Deutschlehrerin und ich hätte die ganzen Worte falsch.

Ich mache sie darauf aufmerksam, dass Currywurst nie verkehrt ist. Ob es bei ihr zu einem Aha-Erlebnis und zur Erkenntnis des Sinns diesesn T-Shirts führt bezweifle ich.

Verwundert aber auch auf diese typisch deutsche Eigenschaft alle und jeden verbessern zu wollen oder müssen.

Achso, T-Shirts natürlich hier:

http://leuti.spreadshirt.de/

Freitag, 25. März 2016

Tradition

TraditionKarfreitag. Familie L. ist mit der Tochter im Tempel der Fleischeslust. Wie schon immer an Karfreitag im Maredo. Für die Eltern gab es jeweils 200 gr. Rib Eye, die Tochter genehmigte sich einen Burger. Gut wars.

Sonntag, 31. Januar 2016

Schreck

Ein neues billig Notebook, Netbook habe ich mir geleistet. Lenovo Ideapad 100s 11iby. Als Surfbrett, Email Reader, Spotify Bedienpannel leistet es gute Dienste. Völlig Lüfter- und Geräuschlos. Prima.

Leider ist bei geringem eingebauten Speicher auch gleich ein Haufen Mist mit installiert. Lenovo hat irgend einen Schrott drauf gepackt und auch Microsoft will mir permanent ein Office 2016 Abo verkaufen und zu installieren.

Habe dann also, nochmals Windows 10 neu und sauber installiert. Bei Microsof kann man sich ein MediaCreationTool runterladen und auch das Windows. Da mittlerweile die Seriennummer bei Microsoft hinterlegt ist, kann man das problemlos neu installieren.

USB Stick präpariert, den Speicher formatiert und ab geht die Luzie. Im Hochfahren scheint noch alles Bene. Leider keinerlei Reaktion auf Tastendrücke und Touchpad. Der Treiber fehlt. Mit einer externen USB Tastatur und Maus konnte ich den WLAN-Schlüssel eingeben. Jetzt installiert das Kistchen auch alle Treiber. Inklusive der Tastatur.

Schön war ich da erschrocken.

Jetzt fluppt das Teilchen aber besser als zuvor.  

Samstag, 12. September 2015

trau schau wem

Eine gewisse Datenparanoia habe natürlich auch ich, immerhin bin ich ja mit Orwelles 1984 sozialisiert worden. Andererseits, habe ich schon immer meine Daten relativ sorglos weitergegeben (“habe ja nix zu verstecken”) beziehungsweise habe mir den einen oder anderen Alias zugelegt um in meiner scheinbaren Anonymität im Netz unterwegs zu sein.

Und wir Älteren, haben doch sorglos unseren intimsten Daten auf eine Postkarte eingetragen, wenn die Chance bestand eine Kiste Bier, eine Wolldecke oder eine Reise nach Capri zu gewinnen - dies aber nur am Rande.

Ihr, die ihr mein bei Google gehostetes Blog lest, werdet von der Datenkrake gleich mit dem Tüyph aus Fellbach verknüpft und steht somit gleich unter besonderer Beobachtung. Auf eurem Android, Windows oder iOS Phone werden eure Kontakte und deren Adressen, Rufnummern und weitere Einträge ziemlich sicher an Google, Microsoft oder Apple weitergereicht.

Seit ein paar Wochen bin ich zahlendes Spotify-Mitglied, gebe Geld für einen Musikstreamingdienst aus. Und natürlich hat Spotify meine Daten, schon alleine dadurch, dass ich auch mit PayPal zahle. Jetzt ändert Spotify die Datenschutzbestimmungen, zwingt mich wenn ich den Dienst weiterhin benutzen will, diesen bis nächste Woche zuzustimmen.

In einem ersten Entwurf nahm sich Spotify das Recht heraus, auf meine Kontakte, meine Bilder, meinen Standort, meine Blutgruppe, zuzugreifen und diese Daten nach Schweden zu transferieren. Mit einem netten “take it or leave it” Zusatz. Vermutlich war der Dienst, dann von der Reaktion des Netzes ziemlich überrascht, hat doch Spotify es in die Twitter Highlights geschafft.

Reaktion, wie bei einem ganz normal aufziehenden Shitstorm - abwiegeln, war doch gar nicht so gemeint, versprochen die Dinge zu ändern und sich einen weiteren Zeitrahmen ausgebeten…

Letztendlich ist es aber bei mir so, dass wenn ich dann über den Skandal gebloggt haben, meinen Protest hinausgeschrien habe und mich fertig aufgeregt habe, ich dann doch weiter im Trott mitmache und die Sache akzeptiere. Und Spotify hat die Bedingungen ja auch entschärft, schreibt beispielsweise:

Ihre Kontakte: Wir werden niemals Ihre Kontakte scannen oder importieren, es sei denn Sie erlauben es.

…heißt aber für mich immer auch: “wir werden niemals…bla bla bla (obwohl wir es könnten !)

Sonntag, 28. Juni 2015

Typ Kopfsprung

Im Freibad, einfach auf den Startblock und beherzt nach vorne unten springen. Nicht dieses zögerlich, bis zum Knöchel, bis zum Knie und fünf Minuten später bis zum Sack reingehen um dann in 3/4 aller Fälle wieder raus zu gehen. Ich wünschte ich  würde mir den Kopfsprung öfter trauen.