Montag, 22. Juni 2026

erkannt - Urlaub

Pizzeria Laghetto, Carlazzo, Provinz Como, Lombardei

Nicht nur an den Muscle-Shirts – und den unrasierten Achseln.
Nicht nur an den kurzen Hosen – mit 21 Taschen.
Nicht nur an den Trekking-Sandalen – und den ungepflegten Füßen.
Nicht nur an den Sitzplätzen auf der Terrasse – in der prallen Sonne.

Vor allem an der Warteschlange – weit vor der Öffnungszeit.

Daran erkennt der Italiener uns Touristen.

(Oder am Eiskaffeefleck auf heller Hose?)

Sonntag, 21. Juni 2026

siebenundfünfzig

Erster richtiger Urlaubstag.

Oberhalb des Luganer Sees in einem traumhaften AirBnB. Seit 7:30 Uhr zufrieden, gelöst, in Shorts und T-Shirt auf der Terrasse gesessen. Tee getrunken. Ins Tal geblickt. Den Tag intensiv mit Genießen verbracht.

Norditalien. Fünfzig Kilometer bis Mailand. Modehauptstadt. Man achtet auf sein Outfit und seinen Style. Oder ist zumindest ordentlich gekleidet.

Da verbietet es sich fast, in meinen Jeans – oder schlimmer noch – in meinen abgeschnittenen Jeans außer Haus zu gehen.

Seit bestimmt acht Jahren hatte ich keine helle Hose mehr getragen. Keine helle Hose. Seit acht Jahren.

In drückendster Nachmittagshitze gegen vier haben wir dann doch beschlossen, rüber zum Comer See zu fahren.

Gegen vier im klimatisierten PKW bei drückendster Nachmittagshitze. Mit der frisch angezogenen hellen Hose und geschlossenen Schuhen. Aufgebrochen zum Comer See. Menaggio.

Wir schlendern am See entlang. In drückendster Nachmittagshitze. Helle Hose. Geschlossene Schuhe.

Einen Eiskaffee haben wir uns gegönnt. An der Strandpromenade. In drückendster Nachmittagshitze. Helle Hose. Geschlossene Schuhe.

Exakt siebenundfünfzig Minuten hat es gedauert zwischen:

Ich ziehe mir in drückendster Nachmittagshitze eine helle Hose an. Geschlossene Schuhe.

und:

Ich kleckere meinen Eiskaffee darauf.


Samstag, 20. Juni 2026

Route 90 Grill & More

Genau so heißt der Laden  direkt an der Landebahn vom Flughafen Zürich. Ein wenig karibisches Saint Martin feeling kommt auf. Nicht weil es dort einen schönen Strand gibt sondern weil die Jets scheinbar direkt neben einem landen. 

Ein kostenloser(?)  Parkplatz und ein paar Imbissbuden. War natürlich klar, dass ich mich für den Route 90 Grill & More Imbiss entschieden habe. Gibt es dort doch zu meiner Freude eine Currykult Wurst Swiss Style.

Mit einer Bratwurst, hausgemachter Bratensauce, Röstzwiebeln und rassigem Madras Curry - so die Beschreibung.

Das alles flott zubereitet in einer nicht sehr sparsamen Portionsgröße dargereicht. Was will man mehr? Kein Sand durch Jet-Blast in den Zähnen sondern nur die gute Wurst, einer rassigen Madras Sauce - und noch ganz en passant die #90 bei meiner #ImbissbudeMitNummer abgehakt. 

Mittwoch, 10. Juni 2026

60/40

Das 60/40 - auch ein Grund Konzerte im Schlachthof Wiesbaden zu besuchen. Ich mach mir Gedanken, sechzich/vierzigstel was für ein Name für ein Lokal. 
Das wissen wir doch seit der Schulzeit, dass man das kürzen kann. Und ich frag mich wieso nicht anderthalb. 

Rindercurrywurst mit Coleslaw und Pommes mit Dip nach Wahl - ich weiss noch immer nicht wie man den hippen Krautsalat ausspricht. Egal. 

Rindercurrywurst, wieso nicht Schwein läßt mich auch stutzen. Wieso Rind? Weil dann Muslime auch zuschlagen und bestellen können. Dabei denkt wieder niemand an Hindus die jetzt leer ausgehen. Geflügelwurst wäre eine Alternative. Da weiß ich nicht ob das bei Voodoo nicht ganz schlecht ist. 

Serviert wurde eine Rindswurst am Stück, mir scheint gebrüht. Frizz und Kohl Slow (wieso Kohl Langsam?) auch dabei. 

Gut wars. 
Das Konzert auch.