Freitag, 23. Oktober 2026
Überlebensmodus?
Samstag, 1. August 2026
bodenlos
Freitagabend. Kochkraft durch KMA auf der Schwaneninsel in Waiblingen. Minibühne.
Eintritt nach Selbsteinschätzung: 20, 25 oder 30 Euro. Ich nehm die Mitte. Zahl 25 Euro – das schmerzt den Schwaben in mir. Noch mehr schmerzt mein Mittelmaß: Warum keine 30?
Vor dem Konzert esse ich noch einen Wurstsalat. Drückende Hitze. Zirka fünfzig Zuschauer.
Kurz nach acht fängt es an.
Die vier auf der Bühne scheinen riesigen Spaß zu haben. Junge Leute, die etwas machen. Vom ersten Takt an ist Lana in Bewegung. Singt, hüpft, tanzt, macht.
Fast noch begeisterter ist die Frau am Keyboard. Sie freut sich, lacht und grinst. Sollte sie keinen Spaß haben, weiß ihr Gesicht nichts davon.
Es beginnt zu tröpfeln. Wind zieht auf.
Die Band will weiterspielen.
Das Volk sowieso.
Alle haben Bock.
Mein übliches Kopfnicken, meine nur für mich erkennbare Gewichtsverlagerung auf den linken Fuß. Plötzlich hält es mich nicht mehr.
Ich wippe. Erst nur angedeutet, von einem Bein aufs andere.
Dann mehr. Dreißig Sekunden lang, ohne Sauerstoffzelt. Ich bin selbst erstaunt.
Einen ganzen Song? Nein. Aber ein Anfang.
Warum ausgerechnet Kochkraft mich so mitgenommen hat? Keine Ahnung. Vielleicht dieses Underdog-Ding. Mit Underdogs identifiziere ich mich.
Gerne und oft.
Vermutlich zu Unrecht.
Vier Menschen machen Musik. Scheißegal, was die Welt davon hält.
Die ziehen es durch. Die machen ihr Ding.
Erzählen nebenher, dass sie alle noch arbeiten müssen.
Heute Morgen los, im gemieteten Kleinbus. Duisburg–Waiblingen.
Den zu kleinen Bus bekommen. Zwei Sitzreihen ausbauen müssen. Cases zurückgelassen. Trotzdem kein Platz für Merch.
Kein Nightliner. Ein Fiat Ducato.
Kein Heli für die letzten Meter. Zu Fuß vom Parkplatz hierher.
Kein Catering. Wurstsalat. Wie meiner.
Mehr Jugendhaus als Rock am Ring.
Und dann dieser Spaß. Wie kann man so einen Spaß versprühen? Einfach nur Spaß.
Nicht: Seht her, was wir erreicht haben.
Eher: Seht her, wir sind da.
Dreiundsechzig. Ich bin der Älteste. Bestimmt.
Dieses Unbeschwerte hätte ich gern. Diese Selbstverständlichkeit, mit der man hüpft, tanzt, macht, ohne sich vorher eine Genehmigung dafür zu holen.
Von meiner eigenen Alterskohorte fühle ich mich längst entfremdet. Doch hier muss ich nirgends dazugehören.
Und ich stehe anonym zwischen all den Menschen, die mich nicht kennen. Die nichts von mir erwarten. Die nicht wissen, wer ich bin, wer ich sein sollte und woran ich gerade scheitere.
Es gibt keine Gegner.
Nicht einmal Mitbewerber.
Advantage me.
Ich muss mich nicht behaupten.
Ich bin keiner.
Und genau deshalb kann ich ich sein.
Scheiße:
Ihr habt Spaß?
Den will ich auch.
Eine Viertelstunde später bin ich für meine Verhältnisse völlig ekstatisch.
Ich springe. Beidbeinig.
Nicht besonders hoch. Nicht besonders lange. Nicht einmal besonders rhythmisch.
Aber der Körper – für Mikrosekunden ohne Bodenberührung.
»In der Luft« wäre übertrieben.
Das Publikum um mich herum hat mehr davon. Die Band sowieso.
Ich habe Spaß.
Für Mikrosekunden ohne Bodenberührung.
Dienstag, 23. April 2024
Birds in Row
Birds in Row waren letztes Jahr in Stuttgart, ich war nicht dort und hatte damals nur das Plakat gesehen. Allerdings hatte ich mir die damals auf Spotify angehört und war begeistert. Da es eine "kleine" Band aus Frankreich ist sah ich kaum eine Chance die mal live zu hören.
Unter der Woche an einem Dienstag waren sie im La Laiterie in Strasbourg. Ich hab mir Urlaub genommen und war dabei. Das la Laiterie hat Club und eine Halle, die Vögel waren im Club. Das Ding ist ungefähr so groß wie das Jugendhaus West - und ungefähr genau so gut belüftet. Pünktlich um 8 begann Support Quentin Sauvé wie ich nachher bemerkte der Bassist der Birds. Mit einem Loop oder Bandgerät wie wir früher sagten hat er gesungen und sich mit diversen Gitarren begleitet. Ganz nett, ich hab vom Gesang nichts verstanden, vermutich war es englisch - seine Ansagen dazwischen waren auf französich, lang und ich war komplett raus. Ich frag mich, was das soll, wenn er mit vorgegebenen Rhytmus, und begleitung spielt, wieso nicht einfach eine CD anhören.
Montag, 4. Dezember 2023
Unfall
Donnerstag, 15. Juni 2023
Tip I
Sie ist die letzte noch in Betrieb befindliche Drehscheiben-Fähre der Welt. Die Fähre legt immer von seitlich vorne an, hinten ist das Führerhäuschen. Damit die Autos nicht rückwärts herunterfahren müssen, drehen die Fährleute den Teller einfach um 180 Grad herum – per Hand.
Einen ausführlichen Bericht gibt es hier
Und Seehunde hat man natürlich auch gesehen
Sonntag, 16. April 2023
HIP-HOP RULES oder Stempel 2
Sonntag, 2. April 2023
Stempel
Beim Blick in die Handfläche werden Erinnerungen wach, der Stempel vom Jugendhaus ist noch nicht vollständig weggewaschen. Was waren wir stolz vor 47 Jahren als wir das erste Mal beim Jugend Schwof in der Kirchengemeinde so ein Stempel damals natürlich noch auf den Handrücken erhalten haben stolz haben wir ihn präsentiert wochenlang haben wir uns an diese Stelle nicht gewaschen.
Gefühlte oder auch tatsächliche 45 Jahre später sind mir die Stempel eher peinlich, normalerweise verlasse ich die Location nicht um mir die Peinlichkeit zu ersparen. Jetzt ging es mal wieder nicht. Und es war original das Jugendhaus, das zur Einlaßkontrolle mir heute den Stempel aufdrückte. Diesmal wenigstens direkt in die Handinnenfläche, dass ich es schnell abwaschen oder verstecken kann.
Freitag, 7. Februar 2020
SUM 41
Aufregen wollte ich mich. Ein Konzert in der Porsche Arena, das kann doch Stuttgart auch nicht. Auf dem Wasen geparkt, 6€ typisch Stuttgart denken, aber sehr nah an der Halle geparkt, rauf über die Brücke wenige Leute vorm Eingang, Silbermond spielt heute auch. Für SUM 41 sollen wir um die Halle. Typisch Stuttgart, die können nix denke ich. Auf der Rückseite der Halle geht es relativ zügig zur Sicherheitskontrolle. Das Sicherheitsmädel traut sich fast nicht mich abzutasten lächelt aber freundlich und arbeitet zügig. Mein typisch Stuttgart kann ich vergessen, war es doch diesmal wirklich kein Hauptschulabbrecher mit Security Bomberjacke der aggressiv die Schlange blockiert.
Wir sind zeitig dran und ich kümmere mich um Essen und Getränke. Der nächste bitte. Ich lasse den Herrn hinter mir dran, da ich die Meinen noch gar nicht gefragt hatte was sie wollen. Wir diskutieren es aus. Eine weitere Servicedame kommt an den Tresen. “ein Schnitzelbrötchen und ein Fleischküchle habe ich schon gehört, sonst noch etwas ?” Häääh ? ich komme um mich aufzuregen und werden so freundlich und schnell bedient, was ist denn da los ?
Freitag, 31. Januar 2020
Murphys
Nein, nicht Murphys Law, die Dropkick Murphys in Mannheim. Der Der begleitet mich, gabs doch die Karten als Geburtstagsgeschenk von Lilo und ihm. Dropkick Murphys, bei mir erstmals auf dem Radar als Hallenmusik vor den Broilers Konzerten. Rose Tattoo, nach Johnny Cashs Follsome Prison Blues.
Tja, Maimarktgelände Maimarkthalle. Schnell einen Parkplatz gefunden, Wetter gut, so war es kein Problem ein paar Minuten auf den Einlass zu warten. Publikum ein wenig anders als sonst, nicht mehr die übrig gebliebenen lederhosen rotes Karohemd Restrocker, nicht ausschließlich Metaller, keine ganz jungen. Kaum Spießer wie ich. Viele Celtic, Schotten, Iren Verkleidungen, viele Kurze Hosen oder gar Kilts und durchaus der eine oder andere gut vorgeglüht. Ach ja, Dropkick Murphys, aus Boston, Irish Punk Rock aus USA. Auch nicht schlecht.
2 Support, der erste alleine geklampft in Kneipen Strassenmusikantenmainer, wem es gefällt - mir nicht. Danach Frank Turner und die Irgendwas. Alternative Brit Rock, spassig und gut.
Zur Zugabe holen sich die Murphys reichlich Fans auf die Bühne, hauptsächlich Mädels, späte Mädels aus den ersten Reihen, nicht mehr ganz frisch und oft nicht untergewichtig diese Stephanies, diese Annas, Julias und Jessicas. Gerne noch die Handtasche in Busenspaltermanier umgehängt, gerne in Stiefeletten und weißem Mickey Mouse T-Shirt. Und während das Volk unten pogt, hüpft und springt, zelebrieren diese Mädels diesen Tanzstil aus den Achtzigern, ein Schritt nach Rechts, ein Zwischenschritt, ein Schritt nach Links und die nach unten hängenden Arme auf halbe Körperhöhe anwinkeln. Wie in der Dorfdisko LIchtenstein-Unterhausen in de Achtzigern.
Die Tochter hatte es ausgesprochen, mit dem Papa auf dem Konzert, mit geschlossenen Augen und erhobenem Kopf wackeln, oder von links nach rechts schütteln. Tanzen, hüpfen, springen ist nicht, ein Tribut an das stattliche Alter und das Übergewicht. Die Beinarbeit beschränkt sich darauf, auf dem rechten Bein zu stehen und das linke Bein rhythmisch zu entlasten.
Ein ganz anderes Bild lieferte dagegen die Fitness App meiner Smartwatch, bescheinigt diese mir doch über 6000 Schritte, 5,8 km spazieren und ein Verbrauch von mehr als 450 cKal . Während des Konzerts der Dropkick Murphys.
Samstag, 16. März 2019
Lisa Eckhart: die Vorteile des Lasters
Im Renitenz in Stuttgart, Lisa Eckhart, für uns schon zum dritten Mal. Frau Eckhart wie gehabt. Provoziert in Aufzug und Sprache, macht aber natürlich Spass. Das Publikum passt.
Freitag, 1. März 2019
Urlaubssplitter: Johanna
The London Palladium, ein altehrwürdiges Theater. Entspanner Einlass, ein kurzer schneller Blick in Sylvias Rucksack gekoppelt mit einem “Thank You, have a nice evening”. Viel Deutsch hört man. Und ja, wir sind die Kücken, sind mit unsern 55 Jahren die Jungen.
Kurz vor 8 gehen Saaldiener durch die Reihen und halten Schilder hoch, nicht zu fotografieren und Smartphoones abzuschalten. Passt scho.
Pünktlich um 8.00 fängt es an, Frau Baez begleitet von einem Gitarrist und ihrem Sohn als Perkussionist beginnt. Don* Think Twice, It’s All Right, Bob Dylan Cover, ein wenig tiefer gesungen als am Anfang der Kariere, was solls, die Frau ist 78. Nach jedem Lied wird die Gitarre gewechselt, oft am Tee genippt, eine leichte Erkältung hat sie sich eingefangen scheint mir. Farewell Angelina als drittes, nochmal ein Dylan Song klingt bekannt. Erstaunt bin ich wie gut Sie Gitarre spielt. Die allermeisten Songs bekannt, diei Autoren auch Dylan, Arlo Guthrie, Tom Waits, Simon n Garfunkle, Kris Kristoffersons Me and Bobby Mc Gee, John Lennons Imagine,nach anderthalb Stunden noch 3 Zugaben, dann ists rum. Sehr sehr schön wars.
We shall overcome hat gefehlt, wielleicht kann Sie es selbst nicht mehr öfen.
Samstag, 23. Februar 2019
Wieso ?
Im LKA sind der DER und Ich. Zu Weihnachten gab es für mich die Karten. Punk ist eher nix für unsere Mädels, gehen halt wir hin. Das Abschlusskonzert von Wizo. Support als erstes Grimskunk, Dominik gekennt die natürlich, ich bin schnell begeistert, was die Frankokanadier so vollführen, 2x Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboard. Interessant für Punk.
Danach Turbobier aus Wien, schon einmal gesehen als Support für Betontod. Nicht total schlecht, aber vor allem jetzt auch nicht besonders genial. Natürlich Punk und Bier und Alkohol und Nixtun und Bullenbashing, das ist aber einfach zu wenig, zumal mal wie eine Volksfestband immer wieder Prost Pausen einlegen muss.
Freitag, 8. Februar 2019
zwiespältig
Mit Nichte und Neffen sind wir heute unterwegs. Kabarett. Ein Weihnachtsgeschenk an die Heranwachsenden. H.G. Butzko in Göppingen. Herrn Butzko haben wir selbst schon ein paar mal gesehen und waren auf das neue Programm sehr gespannt.
Odeon, im alten E-Werk in Göppingen, schöne Veranstaltungsstätte, locker bestuhlt, ein riesen Pluspunkt. Ein paar Getränke und Butterbrezeln, zu sehr günstigen Preisen. Man sollte viel öfter hier her kommen.
Um halb neun beginnt die Veranstaltung. Herr Butzko ist Mitglied im hiesigen Kulturverein, wie Hagen Rether, bei dem wir übrigens mit meiner Schwester vor 12 Jahren an eben dieser Stätte auch waren.
Ein Rückblick auf 23 Jahre Kabarett, die 3 Jugendlichen waren damals noch nicht auf der Welt, kennen die Anspielungen auf Kohl und Schröder maximal aus der Erzählung der Eltern, in der Schule wird das als Geschichte vermutlich nicht gelehrt. Danach Sexismus, Diskriminierung, AfD, Wessis Ossi. Butzko bringt zum nachdenken, wie privilegiert wir eigentlich sind, weiß, männlich, Wessi. Dreht den Spieß und die Kolonialgeschichte um, zeigt uns wie es wäre, Afrika würde uns so dominieren, wie es andersherum ist. Wir können dem folgen und gehen d’accord.
Die Pause wird eingeleitet, von der Sicht des Künstlers ins Publikum, in der er vom Handyschein erleuchtete Gesichter zu sehen schein. Unvorstellbar, bei diesem Altersschnitt. Mit der Aufforderung das Smartphone mal in der Pause nicht anzuschauen entlässt er uns in diese.
Samstag, 19. Januar 2019
Irish Folk and More
“Peatnik Seán steht für eine bunte Mischung aus traditioneller irisch-keltischer Musik und zeitgenössischem britisch-amerikanischem Folkrock: frisch, frech, fulminant.” steht so auf der Seite des Fellbacher Kunstvereins. Am Mittwoch wurde die Gattin durch eine Anzeige im Stadtanzeiger auf die Veranstaltung aufmerksam. Vater und Sohn Cole sowie Seán Duffy spielen mehrere Instrumente und singen wunderbar dazu.
In den Räumen des Kunstvereins, ein kleiner Gewölbekelller in Fellbach. Eine winzige Bühne, an den Seitenwänden jeweils eine Bierbank, hinten ein paar Stühle, im Raum drei Stehtischchen, das wars. Ein seltsames Publikum,
Samstag, 15. Dezember 2018
verzaubert
einmal etwas anderes, die diesjährige Betriebsweihnachtsfeier. In meinem stattlichen Alter kann man sowieso auf eine erstaunliche Anzahl von Betriebsweihnachtsfeiern zurückblicken wobei man sich an die eine oder andere nicht mehr erinnern kann – oder will. Diesmal hat der Chef geladen, die kaufmännischen Mitarbeiter nach Stuttgart in Strotmanns Magic Lounge.
Schöne Location wie man wohl neudeutsch sagen würde, im schicken Gelände am Römerkastell in Münster. Eine gemütliche Halle mit Bar, Hochtische mit Barhockern. Für uns gab es leckeres Fingerfood, und Getränke zur Wahl. Mir persönlich hat es sehr gut geschmeckt.
Nach einer Stunde ging im Saal ein Vorhang auf und wir kamen zu unseren Plätzen auf einer Tribüne. Der Magier war lässig, nicht dieses altbackene Zauberer Dingens, wo natürlich die Tricks ? Illusionen ? Zaubereien ? vom Grunde her die gleichen waren, die man schon als Kind gesehen hat, Gegenstände die verschwinden, Kartetricks. Alles aber sehr sehr unterhaltsam präsentiert unter starker Einbindung des Publikums.
Mit einer Pause um nochmal kurz was zu trinken war es ein sehr sehr kurzweiliges Programm und es ergab sich während der Pause und danach noch viel Gelegenheit, auch mal über so etwas zu sprechen und nicht nur immer um das Geschäftliche zu reden. Ich war massiv begeistert.
Danke Chef
Sonntag, 9. Dezember 2018
Ekstase
Im Kunstmuseum in Stuttgart, mich hat die Ausstellung nicht in eine solche versetzt. Nur ganz ganz wenige der Exponate konnten die Ekstase so richtig mitreißend darstellen. Dank Museumspass hat es mich wenigstens nicht finanziell gereut.
Sonntag, 2. Dezember 2018
Lust
Lust der Täuschung heißt die Ausstellung in der Kunsthalle in München. Unser Ding, nicht die alten Schinken und nicht die ultra abstrakten Dinger. Sonntagmorgen Halbelf und schon ganz schön Andrang. Die Schließfächer sind schon voll.
Täuschung, in allen möglichen Facetten, in allen verschiedenen Arten, zweidimensionale Bilder so exakt gezeichnet, dass sie plastisch wirkten. Oder die Mimikri, bei den Tieren, Insekten, die wie Blätter aussehen – oder Äste. Wandbilder die in der Draufsicht eine Landschaft darstellen und bei einer Betrachtung strikt von der Seite ein paar Gesichter zu zeigen. Obst so realistisch, dass reinbeissen möchte, wäre es kein Kunstobjekt sondern aus Porzelllan geformt.
Oder aber auch dieses tolle Stück, ein Schrank präzise gezimmert, als ob es sich um ein verzerrtes Abbild aus einem Videobild handelt. Erstaunlich. Die langen Schlangen bei den VR Geräten sparen wir uns, wir sind nicht zum Anstehen gekommen.
Die zerflossenen Tassen haben mich persönlich auch beeindruckt. Alles in Allem, eine wunderbare Ausstellung, die ich allen nur empfehlen kann
Samstag, 1. Dezember 2018
Obacht
Rolf Miller hat ein neues Programm. Obacht, für Vorsicht, Achtung. Landshut im Prunksaal des Rathauses, nett. Wir haben noch Plätze in der ersten Reihe ergattert und somit auch genügend Beinfreiheit. Dass man gut auf die Bühne sieht hat uns auch nicht gestört. Pünktlich um 8.00 betritt er die Bühne, mit seiner obligatorischen Sprudelflasche. Eiwandfrei.
Schlag auf Schlag, gibt es wieder Halbsätze über Gott und die Welt, und natürlich die vergeigte Fußballwm.
Samstag, 24. November 2018
Cordhosenpublikum
‘Am Tag als der Grenzstein verrückt wurde’, so nennt Werner Koczwara sein Jubiläumsprogramm. Casino Kornwwestheim, ein sehr spontaner Besuch, aben wir doch ers um Drei beschlossen dort hin zu gehen.
Anderthalb Stunden vor Beginn sind wir dort. Ein Saal mit Tischen und Stühlen, wir nehmen ein Stehtsichchen hinten im Saal, mit Barhocker. 2 reichliche Portionen Wurstsalat. Super.
Wir senken das Durchschnittsalter des Publikums, wenn nicht nach Lebensjahren, so doch nach innerer Einstellung. Die vorherschende Haarfarbe der Männer ist grau, alle mit ordentlichen braunen Lederschuhen. Cordhosen, dass es immer noch Leute mit Cordhosen gibt…. und Frauen mit frechen Bicolorfrisuren.
Der Künstler springt hin und wieder durch den Saal. Schwäbisch ordentlich fängt es dann um 20.00 Uhr an. Er müsse jetzt, sei ihm gerade aufgefallen, sein Jubiläumsprogramm und nicht sein schwäbisches Programm spielen, kein Problem für ihn er hat es ja drauf, überhaupt ist er ein toller Typ, lässt gerne und oft einfließen, wie lange er schon auf der Bühne steht und dass er sogar schon für Harald Schmidt geschrieben hat – ich lausche ehrfürchtig.
In der ersten Hälfte spielt er sein Juraprogramm, das wir auch schon mal vor Jahren in Uhingen gesehen haben. Unterhaltsam, stellenweise aber auch bekannt, so bekannt, dass die Mittfünfzigerin neben mir, die Pointen ihrer Freundin verraten kann. Toll.
Donnerstag, 15. November 2018
Vernissage
Sylvias ehemaliger Kunstlehrer war und ist noch im Hauptberuf Künstler, hat sein Atelier schon seit über 40 Jahren in Fellbach. Jetzt ist er 90 und anlässlich dieses Jubiläums ehrt ihn die Stadt Fellbach mit einer Einzelausstellung in der städtischen Galerie und nat+rlich mit einer Ehrung im großen Saal des Rathause.
Wir waren dort.
Zuerst die Bilder geschaut, die Mary und die Balkonserie, wie der Künstler sie benannt hatte. Die Balkonserie ist mein Favorit, die Bilder schön dynamisch. Die Mary Serie nicht ganz mein Fall, Körperstudien.
Der eine oder andere kauft der Gattin noch schnell ein Bild, nicht zu teuer, im oberen dreistelligen – oder sehr niederem vierstelligem Bereich. Und angesichts des hohen Alters des Malers vielleicht schon kurzfristig eine lohnende Investition ?


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