Sonntag, 30. Oktober 2011

Poser

Wir hatten noch fast eine Stunde bis die Veranstaltung begann. Drüben im italienischen Café gab’s noch Platz. Es gab sogar reichlich Platz. Wieso er mir da nicht gleich aufgefallen ist weiß ich nicht. In der Ecke, der Tüph. Die Nachfrage nach Eiskaffee ist so gering, dass es heute gar keinen gibt. Dann für mich auch einen Cappuccino, ja wie bei meiner Frau. Der Tüph telefoniert, er sitzt in meinem Rücken, ich hör in nur.

Namenlos mit “Hallo” meldet er sich, Sie muss ihn doch kennen, allein die Stimme. Er kommt gleich auf den Punkt, die hat sich heute bei ihm gemeldet, will nur noch ihre Stiefel bei ihm abholen, heute Mittag nur kurz. Was glaubt denn die ? Aber ihm ist es egal, Rad gefahren ist er dann, nein, gerade ist er nicht so in Form, über die Käffer, das Albtal entlang, nö, gemütlich, jetzt sitzt er im Café trink eine Latte. Ob sie nicht auch kurz vorbei…? Ja, schon klar, das Konzert heute Abend. Nein er hat erst als er das von den Stiefeln…, die glaubt doch nicht er hat nichts besseres zu tun als auf ihren Anruf zu warten. Klar war er Zuhause, die muss doch nicht glauben, dass nur weil er jetzt…, nein, beziehungsweise ja, abgekanzelt hat er die schon, ist aber auch klar… so einfach vorbei kommen wollen und die Stiefel abholen, klar ist er dann lieber Rad fahren gegangen. Ihm doch egal, dass die noch eine SMS mit “Danke dass du mir den Tag versaut hast” schrieb, ihm doch wirklich egal. Na dann, falls das Konzert nicht ist kann sie ja noch kurz vorbei…eher nicht, anschließend noch was vor ? Peter ? Dann bis die Tage.

“Hallo, Haalloooooooo, … Hallo ? Moment”

“Ja jetzt Hallo, jetzt hörst Du mich”, nach wenigen Worten entwickelt sich auch dieses Telefonat wie der Vorgänger. Ein “Moment” ermöglicht ihm es wild mit dem Latte Glas winkend Nachschub zu bestellen, wie ich bemerke als ich mich umdrehe. Wieso es ein Land nicht schafft, Radklamotten in Gaststätten zu verbieten bleibt mir ewig schleierhaft. Vermutlich hält sich der Tüph für eine Mischung aus Bono Vox und Louis Armstrong. Von Ersterem hat er windschnittigen gelben Gläser seiner Brille, die ihn auch jetzt noch vor Wind und Sonne schützen. Dass der richtige Radler unter die Radlerhose keine weitern Textilien zieht ist mehr als deutlich im breitbeinigen Schritt zu erkennen. Ihm doch egal, und wenn ? “Danke dass du mir den Tag versaut hast” wer denkt an ihn ? Wieso nur war mir schon vorher klar, dass ich ein angebissenes Obst auf der Handyrückseite sehen werde ? Er nervt, der Tüph

Samstag, 29. Oktober 2011

Kabarett II

Und wieder nicht Comedy (zum Glück). Max Uthoff, “Oben bleiben” das aktuelle Programm, bei den Spiegelfechtern in der Orgelfabrik Durlach. Eine winzige Location, geschätzt hundert Leute im ausverkauften Saal. Beginnt die Veranstaltung fünf Minuten verspätet, indem er drei Sätze vom Blatt abliest. Das die Bundesregierung verstaatlicht worden sei fand ich schon ganz witzig.
Die linke Hand in der Hosentasche, die Rechte am Mikrofon steht er da und hadert mit Gott, der Gesellschaft und der Welt. Verhalten die Spitzen über die Politik, vielmehr nimmt er sich im ersten Teil die Menschen, Facebook, die Religion vor. Schön wie er demonstriert wie wir weichgekocht werden, wie wir Banalitäten, Belanglosig- und Unwahrheiten durch ständiges Wiederholen als gegeben hin nehmen. Übers eigene wahrgenommen werden wie die eigene Wahrnehmung Spitzen über die Gesellschaft im Allgemeinen, politisch weniger. Gut, die FDP kommt gar nicht gut weg im ersten Teil des Programms, das ist einfach. Das man den Ast auf dem Man und die seinen sitzt nicht absägt, ist klar. Er vermittelt es genial. Vor der Pause dann noch die Frauenquote, ich hatte den Eindruck dass da der einen oder anderen, wie natürlich auch dem einen oder anderen das Lachen im Hals stecken blieb.
Nach der Pause reibt er sich an nicht Bundespräsidenten, an Angela, die alle Themen über kurz oder lang für sich aufnimmt. Profalla, Profalla nicht vergessen, aber auch  Die Linke, die SPD und natürlich die Grünen, jetzt bekommt jeder sein Fett weg. Wirklich kurzweilig. Kurzweilig und böse, aktuell auch, der HRE Rechenfehler von gestern ist ebenso verarbeitet, wie Gaddafis Tod, und wenn er nur frustriert ist dass ihm der Begriff Rohrkrepierer nicht als erstes eingefallen ist. Schön

Mittwoch, 26. Oktober 2011

Urbanex

Da war schon immer die Faszination, aufgegeben Gebäude und Anlagen zu durchstöbern. Heute bin ich darauf gestoßen dass es schon wieder eine richtige Szene dafür gibt. Von Urban Exploration kommt der Begriff und Ihr könnt nachschlagen, was Wikipedia dazu weiß. Jetzt bin ich einfach mal meine Fotos durchgegangen, da ist mir aufgefallen, wie viele Urbanex Locations ich schon erstöbert habe. Auf die Bilder klicken um die Alben zu öffnen !

2011-09-11 008

Urbanex für Weicheier, hier gibt es Wege, Waldwege, offizielle Wege. Und nur wer alt genug ist, vielleicht die Strecke auch mal aus dem hohen Sitz des Reisebusses gesehen hat kennt ihn noch, den “Albaufstieg.” Heute steht nur die Stützmauer, die Autobahn ist verlegt, die alte Strassendecke begrünt

2010-10-26 156Zufall, jedenfalls viel viel mehr Zufall als sonst, war es als ich diese Brandruine entdeckte. Im idyllischen schwäbischen Wald. Eine Wanderung, alleine. Ich wollte den Weg abkürzen, Wanderwege gab’s da schon lange nicht mehr, Warnhinweise, Warnhinweise gab’s. Für mich sieht’s nach einem Brand aus, bestimmt schon ein Weilchen her

2011-05-22 199Urbanex Stadt Erforschung, das Gerber Viertel wurde abgerissen. Nach zwei Runden um das Areal entdeckte ich dann doch noch das Loch im Bauzaun. Unter dem ehemaligen Eingang der Commerzbank war eine Lücke, durch die selbst ich schlüpfen konnte. Mitten in der Stadt, Schiss hatte ich wie ein Großer, gut Sonntag Morgens aber trotzdem hatte ich kein gesteigertes Interesse mein Tun irgend jemandem zu erklären. Viel viel Abriss Bilder sind entstanden, belohnt wurde ich mit dem sensationellen Treppenhaus. Schaut nur mal auf die Fenster, jedes anders geschnitten, um die Wendeltreppe zur Geltung zu bringen scheint es. Jetzt ist alles platt, ihr kommt zu spät

2011-08-14 138

Ein Waldgasthof, am Arsch der Welt, will nicht wissen, wie lange die Feuerwehr von der Meldung des Brandes bis zum Eintreffen brauchte. Zu retten gab es nichts mehr. Seit meinem ca. 6. Lebensjahr kenn ich das Gebäude, hab schon das eine oder andere mal dort gegessen, – nie wieder. Schön wie sich das Grün seine Wege bahnt.

2011-06-12 141Noch ein “Lost Place” für Weicheier, für Schisser. 2008 hat die Bahn den Auto(Reise)Zug Betrieb in Kornwestheim aufgegeben. Die Anlage war nur in den Sommerferien ausgelastet. Jetzt ist sie gar nicht ausgelastet und verrottet vor sich hin.
Ob das besser ist ?

 

2011-04-17 261 - Kopie

Es war Liebe” steht noch in einem der Zimmer. Wie romantisch. Das Haus steht auch nicht mehr, wurde jetzt im frühen Sommer abgerissen. Ich war vorher noch drin.

 

 

 

 

 

 

2011-05-28 038

“Lost Place” oder auch ein vergessener Ort, wie man leicht anders sagen könnte. Die Wagon Waage hat bei der Anschaffung bestimmt auch ein paar Märker gekostet. Das restliche Gelände wirkt genau so abgefuckt.
Damals hab ich das Post einfach Nord genannt.

P1130750Fachklinik und meistens lies man die weitere Bezeichnungen weg. Steht jetzt seit fast einem Jahr leer. Ein richtiger vergessener Ort in der Mitte von Nirgendwo klasse.

Sonntag, 23. Oktober 2011

die neue Fünfzig

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tja, die halbe Tafel Schokolade, mit nur 40 % Gewicht, bei deutlich höheren Kosten.
wär bestimmt auch ein Fall für Ilses Lebensmittelklarheit

Volksabstimmung

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Ich bin das Volk, oder wenigstens ein Zehn-Komma-Sieben-Fünf-Millionstel des Baden - Württembergischen Volks, ein Sieben-Komma-Acht-Millionstel  des Baden - Württembergischen Wahlvolks. Und in den dreißig Jahren meiner Wahlberechtigung ist mir das so noch nicht passiert, dass ich konkret über eine Sache mit abstimmen darf. Wobei – (<-Gedankenstrich)

Wobei Sie ja gesagt hatten, wir stimmen über “Oben bleiben” oder “Weiterbauen” , über “Pro Stuttgart 21” oder “Contra Stuttgart 21” ab, also wenn wir die Wahl gewonnen haben. Jetzt hat sich das doch noch gegenüber vor der Wahl anders dargestellt. Laut Merkblatt gibt es jetzt eine:

Volksabstimmung über das S 21 – Kündigungsgesetz
am 27. November 2011

und um mir als ganz Dummen das noch ein bisschen klarer zu machen folgt erläuternd:

Die Gesetzesvorlage, über die am 27. November 2011 abgestimmt wird, hat folgenden Wortlaut:

“Gesetz über die Ausübung von Kündigungsrechten bei den vertraglichen Vereinbarungen für das Bahnprojekt Stuttgart 21
(S 21 – Kündigungsgesetz)

§ 1 Kündigung der Vereinbarung

Die Landesregierung ist verpflichtet, Kündigungsrechte bei den vertraglichen Vereinbarungen mit finanziellen Verpflichtungen des Landes Baden-Württemberg für das Bahnprojekt Stuttgart 21 auszuüben.

§ 2 Inkrafttreten

Dieses Gesetz tritt am Tag nach seiner Verkündung in Kraft.”

Was jetzt ??? Nachdem man dem Stimmvieh ins Gesicht gelogen hat, man könne eine Volksabstimmung über den Stopp oder Weiterbau von Stuttgart 21 herbeiführen, geht es jetzt um “ist verpflichtet Kündigungsrechte…auszuüben.”

Das heißt selbst wenn sich jetzt die Mehrheit für einen Stopp von Stuttgart 21 sind, somit für (also mit “Ja”) das Kündigungsgesetz stimmen. Wenn also die anderen die für Stuttgart 21 sind, hell genug sind um mit “Nein” (zum Kündigungsgesetz) stimmen, in der Minderheit sind, dann – (<-nochmal ein Gedankenstrich)

dann ist die Landesregierung verpflichtet, Kündigungsrechte zu Stuttgart 21 auszuüben. Die Ausgestaltung der Kündigungsrechte, beziehungsweise ob Diese existieren, bleiben im Unklaren, die Effekte ebenfalls. Heißt Kündigung:

  • das Land Baden-Württemberg kündigt, Stuttgart 21 wird nicht gebaut ?
  • das Land Baden-Württemberg kündigt, gibt kein Geld und entzieht die Baugenehmigung(en) – geht das ? - Und S21 wird nicht gebaut ?
  • das Land Baden-Württemberg kündigt, die Bahn pocht auf die Einhaltung der Verträge, stellt Regress, Baden-Württemberg muss zahlen und S21 wird gebaut ?
  • das Land Baden-Württemberg kündigt, der Bund springt ein, S21 wird gebaut ?
  • das Land Baden-Württemberg kündigt, die Bahn zieht das Projekt im Alleingang durch und S21 wird gebaut ?
  • das Land Baden-Württemberg kündigt, die Bahn hat eh die Schnauze voll und stellt ihrerseits das Projekt ein, S21 wird nicht gebaut ?

Freitag, 21. Oktober 2011

Ilse (schon wieder) Update

und dann ist mir noch Ilses heroischer Kampf gegen Facebook eingefallen. Adresssammler, Datenkrake, usw…

aber:

auf der Lebensmittelwarnung.de Seite ist ein Facebook Like Button eingebunden. Wird dem nicht nachgesagt, dass er auch unbetätigt Daten über den Seitenbesuch nach USA funkt ?

Update II

Und wenn sich die Bunteregierung schon zutraut einen Bundestrojaner selbst zu programmieren, dann wär es doch chic, wenn man auf der Verbraucherseite nach Produktgruppe oder Bundesland sortieren / filtern könnte

Ilse (schon wieder)

Meine Dauerfeindin, Ilse Bilse, keiner will Se Aigner. Löst Ihre Probleme oder wenigstens die Probleme der Verbraucher gerne mal virtuell. Am Computer halt. Und wenn das Verbraucherministerium Angst hat von der (Lebensmittel) Industrie oder dem Handel eine auf den Sack zu bekommen, richtet man mal schnell ein “Verbraucherportal” im Internet ein, da können dann die Verbraucher ihren Frust über Mogelverpackungen los werden.

Und weil das so granatenmäßig eingeschlagen hat, hat die Ilse schon das nächste Projekt am Start: Lebensmittelwarnung.de hier können die Landesbehörden … und jetzt aufgepasst ! die Landesbehörden können bundesweit vor Schadstoff belasteten Lebensmitteln warnen, der geneigte oder kritische Verbraucher muss also vor dem Einkauf nur kurz die Seite aufrufen schon sieht er vor welchen Lebensmitteln er sich hüten sollte.

Gut, dass jetzt der Wanderslebener Narrenclub auf seinem

Knackwurstring, 124 g; gereifte Rohwurst verkauft am 17.09.2011 auf dem Wanderslebener Wochenmarkt

sitzen bleibt ist eher unwahrscheinlich, dass die Wurst wegen Fehlreifung mit Hohlstellen, amtlich nachgewiesen Schimmelpilze aufweist, wurde leider erst am 14.10.2011 bekannt und veröffentlicht, da war die Wurst

  • a) schon gefressen verzehrt
  • b) schon gekauft

Montag, 17. Oktober 2011

Chromosomensatz

Wenn die einzige Qualifikation für einen Vorstandsposten der Chromosomensatz ist, wenn Frau Ministerin eine Quote einführen will, bei der nicht die Fähigkeiten sondern das Geschlecht bestimmt.
Hängt aber eventuell auch damit zusammen, dass man (Frau) sonst nix gebacken bekommt.

und es ward Licht

oder wenigstens hell, das Blogdesign denke ich. Vielleicht ist es so besser lesbar. Falls es jemand ausdrucken will, dann ist’s auf jeden Fall besser

Sonntag, 16. Oktober 2011

Horror

Vor mir an der Kasse:
“Wardet Se, i hans bassend”

Kabarett

Eine kleine Halle, nicht mal ausverkauft, nein vielleicht ein Drittel der Plätze sind besetzt. Freie Platzwahl, da wir recht früh dran waren haben wir schöne Plätze ergattert. Ja, Kabarett in der Provinz, kein aktuelles Programm eigentlich. Wie muss das sein, wenn man als Künstler von der Bühne die vielen leeren Plätze in der kleinen Halle sieht, während die Comedy Privatfernseh Ikonen Stadien füllen ?
Achso; Django Asül in der Stadthalle Aalen wir waren dabei. Das Publikum nicht ganz der bunte Zoo wie bei den größeren Veranstaltungen. Aalener Intellekt und Intelligenz, gut gemischt mit den fünf Alternativen oder auch Ewiggestrigen Späthippis. Wie beim Kollegen Ceylan auch “gemischte” Pärchen, fällt mir so sonst nicht auf.
Pünktlich um Acht geht es los, er schäkert erst mal mit der Provinz, macht sich lustig, der Applaus verhalten, die Lacher auch. Danach werden schön die Themen diesen und des vergangenen Jahres durchgegangen. Schwarz-Gelbe Koalition, Merkel, Sarrazin, Köhler Rücktritt und natürlich Griechenlandhilfe. Das Publikum tut sich schwer, lieber lacht man darüber, dass Rössler als Chinese bezeichnet wird, als über Merkels Nichtregierung, lieber lacht man über abgetragene Anzüge, als über den blauäugig eingefädelten Alpe-Adria Deal. Steinmeiers Übergewicht scheint lustiger als das nicht vorhanden sein einer SPD Opposition. Vielleicht wurde die Generation Kabarett tatsächlich durch Generation Comedy verdrängt.
Er arbeitet die Themen ab, ein wenig anstrengend, da auch für uns der niederbayrische Dialekt nicht so geläufig ist. Kurzweilig ist’s allemal. Eine Alternative zum samstäglichen Fernsehabend mit “Schlag den Raab” oder anderen Krämpfen sowieso.

Dienstag, 11. Oktober 2011

meditativ

Wenn ich dann ganz, ganz entspannt bin, so richtig tiefenentspannt sozusagen. Wenn ich also ganz bei mir bin, mit mir und der Welt mehr als zufrieden. Oder wenigstens wenn ich mich in so einen Zustand bringen will. So einen Moment, in dem man die Zeit nicht mehr vergehen spürt. Dann lege ich mir eine Schallplatte auf.

Fast schon hypnotisch, das Drehen des Labels, das Schweben des Tonarms über die Platte, dann vorsichtig abgesenkt, darauf dieses Knistern in der Einlaufrille. Dieses Wissen um die Reihenfolge, diese Sicherheit auch, zu wissen, was als nächstes kommt. Ja das Wissen, dass es mehr als einen Maus Click, mehr als einen Druck auf die Skip Taste benötigt um ein anderes Stück zu hören. Man muss seinen Fettkadaver wieder zum Abspielgerät bewegen,

Man macht sich schon vorher Gedanken, was man sich jetzt anhört. One Hit Wonders fallen weg, man macht sich nicht die Mühe wegen nur eines Stücks.

Und dann machts auch nichts aus, wenn man die volle Dröhnung auf die Ohren bekommt oder aber auch mal Dinge hört, die man seit Jahren nicht mehr gehört hat. Notfalls auch mal Andreas Vollenweider, notfalls auch the River vom Boss Point Blank ist da nicht schlecht.

Sonntag, 9. Oktober 2011

Fischerviertel

2011-10-09 024
Ulm, nicht beim Münster, sondern unten an der Donau, das Fischerviertel. Dort das schiefe Haus, eines der ältesten Ulmer Häuser. Heute ist ein Hotel drin.
Es macht neidisch, das Rauschen des Wassers, von links und rechts ist das Haus vom Wasser umspült. Oder der chillige Liegestuhl im Garten.

Freitag, 7. Oktober 2011

Schlagzeilen

ein paar der heutigen Schlagzeilen im Spiegel online:

Kandidaten für Nobelpreis
Weiblich, jung, friedlich

Spekulationen über den Friedensnobelpreis der heute ausgerufen werden soll, wird es eine Dame des arabischen Frühlings, wird es wieder ein chinesischer Häftling, oder doch wieder eine Verlegenheitslösung ein Verlegenheitsskandal wird es wieder Obama ?

Afghanistan-Krieg in Bilder
Ein Land am Abgrund

was ist besser geworden heute am zehnten Jahrestag des Afghanistan Einsatzes, wie erfolgreich war oder ist der Kampf gegen den Terror, was hat es den Afghanen und uns gebracht ?

CSU-Parteitag
Wer hat Angst vorm schwarzen Peter ?

CSU-Parteitag ist, Peter Gauleiter äh Gauweiler kandidiert für den stellvertretenden Vorsitz, schon das eine Frechheit, bei einer Wahl eine Auswahlmöglichkeit zu bieten. Zerbricht die CSU ? Wird  Rechtsaußen und Euroskeptiker Gauweiler die CSU spalten ?

USA
Wall-Street-Proteste erreichen Washington

Nach dem arabischen Frühling jetzt ein amerikanischer Frühling. Das Volk geht auf die Strasse, macht mobil gegen die Mächtigen, nicht die Regierenden, sondern Geld regiert die Welt, gegen Banken und die Wallstreet

…und sonst so ? Immer noch Nachrufe auf den gestern gestorbenen Steven Jobs und Dauerthema Griechenland, zwölf Neuwagen unter 10.000 Euro.

Mittwoch, 5. Oktober 2011

trostlos

Ich bin ja leidenschaftlicher spät abends Einkaufer. Heute vor mir im Rewe eine Frau, hängt mich locker auf dem Weg zum Speiseöl ab, biegt zu den Alkoholika ab und eh ich mich versehe ist sie schon mit der Flasche Wodka auf dem Weg zur Kasse, der einzige Artikel, den sie kauft. trostlos

dreist

!!! Achtung Polemik !!!

Ich als Otto Normal Stammtisch Mitschwätzer bekomm dann aber schon so mein Bauchweh. Da wird mal hoppla hopp, also eine Woche nach den Papst – Besuch, weil da wollt man nicht so richtig, da wollt man sich ja global national heilig sprechen lassen. Eine Woche nach dem Papst – Besuch wird dann der EFSF beschlossen, 212 Mrd. Euro als Bürgschaft für schwächelnde EU-Mitgliedstaaten, nicht nur für Griechenland. Und wie immer war das alternativlos.

Und noch keine Woche später kommt dann CSU-Amigo Rammsauer auf die Idee eine PKW Maut einzuführen. Irgendwann stehen wir Blöden dann mal auf, vielleicht demonstrieren wir mal wie die Griechen gegen Steuererhöhungen – und dann will ich nicht im Rammsies Haut stecken

ein Ei, es ist ein Ei

Dieser verwunderte Ausspruch einer Henne, gesehen auf einer Karikatur vor Jahren. Voller stolz rennt das Huhn durch die Gegend: ein Ei, es ist ein Ei

Und so haben sich die Jünger der Church of Jobs mal wieder in die Warteschlange gestellt um Wunder über Wunder, nein kein Ei – ein fortentwickeltes iPhone zu begrüssen. Es sei gelungen bei diesem Modell die Antenne so anzubringen, dass der Empfang nicht mehr durch die Hand gestört wird. Ja wunderbar

Dekolleté

Jetzt ist es ja nicht so, dass wenn eine Madame mit viel Balkon, mit tiefem Ausschnitt vor mir steht, ich den Blick total abwende. Vielmehr bleibt der Blick ab und zu einen Augenblick dort hängen.

Hängen blieb der Blick dann auch bei der Madame, die dieses Dekolleté mit tätowierten Katzenpfoten Schritten verziert hatte. Und ich glaubte schon im Ansatz zu erkennen, dass die Zeit nicht mehr lange ist, bis aus den Schritten Sprünge werden.

Dienstag, 4. Oktober 2011

passt

Gerade im SWR1 Radio einen Bericht über Amanda Knox, die ihre Mitbewohnerin erstochen haben soll.
Dann Musik:
“The First Cut Is The Deepest”

Kattas

2010-08-28 160Das Modetier, der Modehalbaffe der Saison. Mir ist es jetzt im Augsburger Zoo aufgefallen. Eine neue schöne Anlage, durch die die Besucher spazieren können. Die Kattas lassen es sich gut gehen.
Nein, in Münster im Allwetterzoo, in Mulhouse springen die Viecher lustig durch das Gehege, Sie stehlen den üblichen Verdächtigen, den Erdmännchen und den anderen Affen schon die Schau.



Samstag, 1. Oktober 2011

Besserwisser

Mein Streichelhandy hat ein GPS Modul. Dies und die entsprechende Software ermöglicht es, es als Navi zu missbrauchen. Jetzt hab ich ja zu Navis eine recht ambivalente Einstellung, einerseits belächle ich Navifahrer, die die einfachsten Strecken nicht finden, andererseits freu ich mich auch mal, wenn ich ohne großes verfahren ein Ziel erreiche.

Ganz komisch wird es aber wenn mein Navi und ich anderer Meinung sind, wenn dreißig Jahre Erfahrung auf technisch verspielte Besserwisserei treffen. Noch schlimmer, wenn ich einen offensichtlichen Fehler finde. Wenn das Navi schon nix von der Sackgasse vorm Haus weiß, wie soll es mich dann nach München, Hamburg oder Ulan Bator führen ?

Ein Zweifel bleibt.

Mittwoch, 28. September 2011

Deutschland

Gerade eben im Industriegebiet Oeffingen. Der Eine, zirka 40 jährige schiebt vorsichtig den Rasenmäher über die 30x5 Meter große Firmen Grasfläche. Der Kollege läuft wichtig neben her und weist ihn ein.

So sind wir, selbst für so eine banale Aufgabe wie Rasenmähen braucht es bei uns erst mal eine Einweisung. Vermutlich gibt,s nachher sogar noch ne Unterschrift für die ordentliche Schulung.

Dienstag, 27. September 2011

Currywurst: immer wieder Hutt

 

2011-09-27 15.33.58Fast perfekt, diese Currywurst, Oberländer Bratwurst, nackt, Fabrikweckle dazu, Holzpickser, keine Currysauce sondern nur Ketchup, Paprika- und Currypulver. Einziger Punktabzug: die Plastikschale. Hier noch die Pappschale und es wär ne glatte 10 in der Optik Note.

 

 

Donnerstag, 22. September 2011

aufgeblitzt

Nur kurz aufgeblitzt die ganze Aktion. Meine Online-Medium, der Focus gab gestern bekannt, dass in Amerika mal wieder die Todesstrafe vollzogen werden soll. Und man berichtet nicht deshalb darüber, weil man sowieso schon kritisch gegen die Todesstrafe eingestellt ist, sondern weil der Angeklagte von Vielen für unschuldig gehalten wird. Wenn ich weitere Berichte lese scheint es tatsächlich so, dass doch der eine oder andere Zweifel an der Schuld des Verurteilten bestehen. So fehlen jegliche DNA Spuren, Fingerabdrücke des Delinquenten, es fehlt die Tatwaffe. Verurteilt wurde er trotzdem, gab es doch neun Augenzeugen.

Seit mehr als zwanzig Jahren kämpft der Verurteilte jetzt gegen das Todesurteil. Sieben der Zeugen haben ihre Aussage zurück gezogen, der Hauptzeuge hat sich in der Zwischenzeit selbst dieser Tat bezichtigt. Drei mal die Hinrichtung schon aufgeschoben, heute steht wieder ein Termin an. Und der Focus hat’s auch gemerkt. Jimmy Carter, Friedensnobelpreisträger, der Papst, Amnesty International, die üblichen Mahner haben natürlich auch schon appelliert, gemahnt. Friedens Nobel Obama, gut von dem hab ich nichts gehört, der muss aber die ganze Welt retten, da ist es vor der eigenen Haustüre natürlich schwierig. Heute vor der Frühschicht hab ich nochmal kurz ins Internet geschaut, irgendein oberstes Gericht hat einen Hinrichtungsaufschub bis zum Ende der Beratung erwirkt.

Heute ist der Papst auf Deutschland Besuch, zwei Güterzüge sind aufeinander gefahren, ein Wagon ist explodiert, das Wochenende scheint schönes warmes Wetter zu bringen.

Troy Davids wurde dann doch noch mit der Giftspritze hingerichtet, nachdem die Kanüle mehrere Stunden im Arm war und der Gerichtshof seine Entscheidung bekannt gab

unwichtig

zu uns nach Stuttgart kam der türkische Ministerpräsident Güll
nach Freiburg kommt der Papst

Wer hat’s jetzt besser ?

Unter der Präsidentschaft von Friedensnobelpreisträger Obama wird in Georgia im vierten Anlauf mal wieder ein unschuldiger Schwarzer hingerichtet. Und selbst wenn nicht,

Vier mal Vorbereitung zur Exekution. Gelten Scheinhinrichtungen nicht auch als Folter ?

Samstag, 17. September 2011

Sonntag

Wenn der Künstler aus direktester Nachbarschaft kommt, wenn er aus Waiblingen kommt und eine zumindest lokale Größe ist, sollte man sich das auch mal anschauen. Ich hatte Geburtstag, die Gattin ein Geschenk, wir waren bei Christoph Sonntag im Theaterhaus in Stuttgart.
Christoph Sonntag, bei SWR3 Hörern als AZNZ – Alte Zeiten, Neue Zeiten Produzent bekannt. Jeden Sonntag ein einminütiges Jingle, vielleicht auch zu viel um immer gut zu sein. Doof wird es, wenn er wie Hermanns von der Großtante erzählt, die Dir mit Spucke das Gesicht sauber macht, wer hat da bei wem abgeschrieben ?

fünfzehn bis zwanzig

Inlinern ist doch auch schon seit ein paar Jahren out. Fast schon so fünfzehn Jahre sind die out die Inliner, zumindest für Menschen jenseits der Zwanziger. Eine Tatsache, die einen Menschen mit so fünfzehn bis zwanzig Kilo Übergewicht nicht daran hindert, sich im Klimax (altgriechisch für “Höhepunkt” aber das nur so nebenbei), sich also im Klimax seiner Midlife Crisis nicht daran hindern die Dinger wieder unterzuschnallen.

Ob es jetzt nur das Übergewicht oder die Midlife Crisis war, die mich veranlasst hat mich nochmal auf Inliner zu stellen, weiß ich nicht. Fakt ist jedoch, dass ich wohl ziemlich lächerlich ausgesehen haben muss, mit meiner oldschool Shorts, meinen oldschool Knie- und Ellenbogen Schützern. Wackelig und lange nicht so souverän wie ich mir das vorgestellt habe bin ich dann mal losgewackelt. Kein schienenartiges fast schwereloses Dahingleiten, vielmehr ein unsicheres und den Unwägbarkeiten einer ziemlich aggressiv gebärdenden Erdanziehungskraft geschuldeten herumgestaxe. Immer darauf bedacht meinen beiden Handgelenken nicht zumuten wollen, meinen fettleibigen Körper im Fallen abfangen zu müsse. Gerade so Trümmerbrüche sind doch eine große orthopädische Herausforderung.

Erst mal aus dem sichtbaren Bereich vorm Haus weg, hinten raus auf die Felder. Im Augenblick sehe ich noch keine Passanten Weit und Breit keine Seele. Dies ändert sich, als ich links Richtung Schießsportzentrum abbiege. Ein menschliches Pacecar in Form eines Alten mit Rollator begleitet von seiner nicht minder alten Gattin brauchen den ganzen Weg für sich – ich auch. Ich huste sie zur Seite, die Masse ist in Bewegung, der Weg steigt an, “No One Can Stop Me Now “ ich brauch den Platz. Wenngleich die Bewegungen schon längst nicht mehr so ausholend sind, die Steigung beträgt doch bestimmt mehr als ein Halbes Prozent und das Übergewicht… – Ich transpiriere. Nur das Wissen über die Parkbank da vorne läßt mich noch weiter machen. Dann setzte ich mich erschöpft hin. Die ersten dreihundert Meter sind geschafft.

Schon nach einer knappen halben Stunde ist mein Puls wieder auf ein erträgliches Maß gefallen. Ich muss weiter, zumal die Alten schon fast bei meiner Bank angelangt sind. Jetzt aber auf direktem Wege Nachhause zu fahren verbietet der Stolz. Ich fahre im Winter auch nicht mit der Seilbahn den Berg runter, solange auf der Talabfahrt noch Schneefragmente zu finden sind. Unter der Umgehungsstraße durch geht’s kurz runter, ich hol Schwung. Was will der Alte da vorne mit den beiden Stöcken und dem Fernglas ? Ein Spanner ? Nordic Stalking ? Die Frage bekomme ich heute nicht mehr gelöst. Ein Puls der den Kardiologen meines Vertrauens beunruhigen würde, veranlasst mich, mich auf einen Rückweg zu machen, der mir eine Heimkehr in Würde ermöglicht.

Vorbei am Schmidener Sportplatz, die vierbeinige Scheißhaufenmaschine sucht Schutz bei Herrchen und Frauchen, zu furchteinflösend walze ich vorbei. Zwei Kinder hüpfen auf die Seite, Übergewicht, früheres Rauchen und das stampfen der Inliner auf dem Asphalt lässt sie Deckung suchen.
“No more speed I’m almost there” (Radar Love – Golden Earing), ich werde ruhiger, fast schon euphorisch lasse ich es rollen, jetzt Nachhause, der Wind kühlt in Kombination mit dem Schweiß den Körper, der Weg führt bergab, ich werde schneller, dass ich noch immer nicht richtig bremsen… Was ist das da vorne ? Ein Vater mit zwei Kids fährt mit Fahrrädern in den Weg rein, scheinbar Engländer, sie fahren auf der linken Straßenseite, gut dann nehm ich auch dem Feldweg die andere Seite. Der Tüp mit seinen Bälgern auch. Bei geschätzten zwanzig Stundenkilometern, wechsle ich nochmals die Straßenseite. Wieso die drei Spacken fast die ganze Breite brauchen bleibt mir rätselhaft.

Das ich Probleme mit dem bremsen… der Vollpfosten wechselt schon wieder die Seite, seine Tochter auch, ich natürlich auch, irgendwie muss ich vorbei. War es Vorsatz ? Wusste er was er da für einen Mist gezeugt hat, ist er mit Absicht auf den Feldweg gefahren ? Am Begegnungspunkt jedenfalls kreuzt das kleine Arschloch, das vermutlich sein Sohn oder wenigstens der Sohn seines Briefträgers ist, meinen Weg. Junge, weg da, auf Dich rollen gerade mehr als neunzig Kilo mit mehr als zwanzig Stundenkilometern zu, du bist platt, du wirst deinen fünften Geburtstag im Krankenhaus verbringen – weg da. Vermutlich hat er die Dummheit vom Vater geerbt, er geht nicht weg. Ich kann nicht bremsen !!! Weg oder Du bist tot !!!

Ich vermeide die Kollision mit dem Bonsai Volldepp und weiche in den Acker daneben aus. Zuhause erfahre ich aus dem Radio, dass die Physikalisch Technische Bundesanstalt in Braunschweig meinen Einschlag registriert und mit fünf auf der nach oben offenen Richterskala bewertet hat. Die Schneise die ich in den Acker fräse lässt noch Tage später die Beobachter an die Notlandung eines A380 denken. Wenn es rechtzeitig angemeldet hätte, hätte ich einen neuen Guiness Rekord in Saltos am Stück einreichen können. Mein aktiver Fluchwortvorrat hat sich soeben potenziert. Ich sortiere die Knochen, komme zu mir.

Die Arschlochfamilie ist weitergeradelt. Ich möchte sie töten

Die Knie-, Ellenbogen- und Handprotektoren sind, wie ich auch über und über mit Lehm verschmiert. Die Klumpen an den Füßen scheinen die Inliner zu sein, die Shorts haben einen Riss. Bis auf die Shorts entsorge ich Alles vor Ort, soll der Bauer den Mist unterpflügen. Auf Socken geht’s nach Hause.

Ich bin zu alt für diese Scheiße

Sonntag, 11. September 2011

Tagelöhnerhaus

2011-09-11 045

Oder Häusle, 2 Räume Küche und Wohn- Schlafzimmer, im Bauernhausmuseum in Wackershofen bei Schwäbisch Hall

11. September

Nine Eleven 911 wie die Amerikaner sagen. Heute zum Zehnjährigen hab ich den Eindruck, dass sich der 11. September zum Lieblingsfeiertag der Deutschen entwickelt.
Betroffenheit, Mitleid zeigen ohne Schuld an der Kacke zu haben, ohne sich entschuldigen zu müssen und ganz wichtig ohne zu zahlen.. Was will man mehr ?

Freitag, 9. September 2011

Hot Summer Night

Nein, Nein, Nein jetzt geht es nicht um den nicht statt gefundenen Sommer; es geht um... Musik. Von welchen Liedern seit Ihr sozialisiert worden ? Welche Lieder, Songs habe bei Euch einen bleibenden Eindruck hinterlassen ? Bei Welchen Songs wisst ihr noch genau auf welcher Platte die sind, wo ihr die Platte gekauft habt, was ihr gemacht habt, als ihr den Song zum ersten Mal gehört habt.
Wenn ihr das Lied nicht kennt, dann solltet ihr euch natürlich noch eine knisternde, knackende Einlaufrille vorstellen.
Dann eine dunkle, leicht hallige Männerstimme: “On a hot summer night, will you offer your throat to the wulf with the red roses”Darauf die am Anfang fast schon hart klingende Frau: “Will he offer me his mouth”
On a hot summer night.
Would you offer your throat to the wolf with the red roses?

Will he offer me his mouth?
Yes
Will he offer me his teeth?
YesWlll he offer me his jaws?
Yes
Will he offer me his hunger?
Yes
Again. Will he offer me his hunger?YesAnd will he starve without me?
Yes
And does he love me?
Yes
Yes
On a hot summer night.
Would you offer your throat to the wolf with the red roses?

Yes
I bet you say that to all the boys.

So pendelt der Dialog immer schmalziger werdend so lange hin und her, bis der Wolf (der Mann) die Auserwählte so weit rum bekommen hat, bis sie ihm in einem letzten dahin schmelzenden “Yes” ihre Kehle dem Wolf mit den roten Rosen anbietet.
Und dann der Hammer, der mich jetzt schon seit 1981, also dem ersten Mal hören jedes mal begeistert:
- I bet you say that to all the boys -

Meatloaf: You took the words out of my mouth (oder aber auch “Hot Summer Night”)
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Witzigerweise hab ich mir die Platte gar nicht wegen diesem Lied gekauft. Erworben hab ich die Platte in Cannstatt, im oberen Stockwerk des Gebäudes am Wilhelmsplatz, das heute den Burger King beherbergt, wegen einem anderen Lied. Gekauft hatte ich mir:
Bat out of Hell von Meatloaf wegen
Paradiese at the Dashboard light. Noch epischer als Hot Summer Night, Erklärt hat mir das Lied Martin, ein Klassenkamerad in der elften Klasse. Ich vermute aber, dass das ein extra Post geben muss.

Donnerstag, 8. September 2011

Mulhouse

2011-09-08 018Einen Zoo haben die auch, die Nachbarn im Westen, im Elsass in Frankreich.




abschalten

Nicht nur die Kernkraftwerke, die natürlich auch. Nein abschalten will ich dann oft mein SWR1-Radio. Mein Radio, das früher in der vermeintlich guten alten Zeit SDR3 geheißen hat. Das Radio, von dem ich dann hoffte alt werden zu können.
Aktueller Aufreger folgender Bericht zum Tag des Weltalphabetisierungstages:
In Baden-Württemberg können laut dem Volkshochschulverband mehr als 1 Million Erwachsener nicht richtig lesen und schreiben
Wenn ich so etwas höre gehen mir die verschiedensten Ding durch den Kopf:
  • woher kennen die mich, tu ich mich mit dem richtig schreiben auch schwer
  • wer legt fest, wie richtig lesen und schreiben ist
  • wie geht das ? Hat da unser Schulsystem so versagt, hat man mindestens 9 Jahre nutzlos verstreichen lassen ?
  • wie viel Einwohner hat Baden-Württemberg eigentlich ?
Unterstützt wird dann diese Aussage durch kleine Reportagen, von Menschen, die in der Gesellschaft aufgefallen sind weil sie das obige Problem haben.
Mal ernsthaft, so ein Rundfunkredakteur, übernimmt der alle Meldungen so ungeprüft ? Vertraut er darauf, dass der Volkshochschulverband schon richtig informiert ?
Baden-Württemberg hat ungefähr 10.755.000 Einwohner (Kinder eingerechnet). Davon können also mehr als 10 % der Erwachsenen nicht richtig lesen und schreiben ? Jeder Zehnte ?
Ich bitte Euch, zehn Prozent Alkoholiker, ja, das ist vermutlich noch zu tief gegriffen, aber das ? Ist man in so einem Funkhaus so weit weg vom richtigen Leben ? Ich bin schon versucht abzuschalten.
Das Ersatzaufreger Thema, also falls das mit dem Weltalphabetisierungstag nicht so richtig zieht: Zehn Jahre Anschläge von Amerika, zehn Jahre Anschläge vom 11.September – was haben Sie für Erinnerungen, wo waren Sie ?
Wieso nicht dieses Thema, hat es doch uns Alle bewegt, weiß doch jeder von uns wie er am 11.September 2001 von den Anschlägen erfahren hat. – Allein, wenn ich heute auf den Kalender schaue haben wir heute den 8.September, und somit auch keinen Jahrestag

Sonntag, 4. September 2011

UNESCO Welterbe Hallstatt

Hallein
Die UNESCO vergibt den Titel Welterbe, Weltkulturerbe. Hallstatt im Salzkammergut in Österreich, südöstlich von Salzburg gehört auch dazu. Wir waren dort, gefühlte 2 Millionen Japaner auch. Uns unterschied vor allem, dass wir ein bisschen mehr Zeit hatten.

trittsicher

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…sollte man sein. Hier in den Chiemgauer Alpen. Stabiles Schuhwerk und einen Allwetter Blazer sollte man besitzen und nutzen.
Der frühe Wurm wird gevögelt - oder so ähnlich lautet das Sprichwort. Wir waren jedenfalls in der ersten Gondel auf den Rauschenberg bei Ruhpolding. Herrlich, “Herrlich ist’s” sagte damals vor 20 Jahren die Pensionswirtin am Telefon, als ich für den nächsten Tag telefonisch eine Unterkunft buchte. Am nächstens Morgen war dann die Aussage eher in der Art, dass es jetzt aber mal wirklich an der Zeit, aber auch gut war, dass es heute Nacht geschneit hat.  Verkaufen verkaufen lautete vermutlich schon damals die Devise, wenn man es mit der Wahrheit schon nicht so genau genommen hat. Herrlich ist’s

Samstag, 3. September 2011

der Weg ist das Ziel - II

2011-09-03 591
Wenn einmal
Kurt Mair: Die Hochstraßen der Alpen
zu den Lieblingsbüchern zählt, wenn
Denzel: Großer Alpenstraßenführer
zum Geburtstagsgeschenk erkoren wird, sollte uns doch manches nicht wundern.
Ja, ich fahre seit über einem Jahrzehnt nicht mehr Motorrad, bereue dies immer bei freier Zeit und schönem Wetter, beglückwünsche mich aber auch immer wieder zu diesem Entschluß, wenn ich mal wieder an einem Unfall vorbei komme oder wenn es Katzen hagelt. Fakt ist aber, egal wie stark Sylvia es hasst, ich mindestens einmal im Jahr einen Pass, sehen und befahren muss und wenn es “nur” mit dem Auto ist.
IMG_0011Dieses mal wurde es die Großglockner Hochalpenstraße, österreichisch unbescheiden auch die Königin der Alpenstraßen genannt. Königlich besser fast Kaiserlich die Maut von 29 €uro. Neuerdings gilt dieser stattliche Obolus als Tageskarte und für alle Abschnitte und Attraktionen der Straße. Musste man doch früher für jeden extra Stich, für jeden Parkplatz nochmals extra bezahlen. Trotzdem 29 €uro. Richtig wichtig für den Alpentransit ist die Straße nicht, die Panoramastraße. Aber wie in der Überschrift gesagt: “der Weg ist das Ziel”

2011-09-03 579Im Naturpark Hohentauern gelegen verbindet sie Oberösterreich mit Kärnten. Ich merke wie sich der Puls beschleunigt, merke meine Vorfreude auf das kommende. Bei ein bisschen mehr als 1000 Metern nach der Mautstelle fängt es an. Kurvenreiche Strecke auf 23 km und Steigung 17 % – meine Lieblings Verkehrsschilder, das Wohnwagenverbot fehlt, geschenkt.
2011-09-03 592In Nord – Süd Richtung gehen oder fahren wir es an. Beständig kurvend geht es bergauf. Ich muss mich zwingen, nur jeden zweiten Parkplatz zum fotografieren zu nutzen, will die Strecke ja noch vor Einbruch der Dunkelheit hinter uns bringen. So am Anfang der Strecke scheinen auch die vielen Radfahrer guten Mutes und frisch, die ganze Sache angehen zu wollen.
Ist es schon Gletscher ? oder liegt es nur an dem mistigen Sommer ? Die Schnee- und Eisfläche fasziniert. Wir fahren weiter. In 500 Meter Schritten fallen mir die Schilder auf, 1500 ü NN, 2000 ü NN dann der Parkplatz beim Fuschertörl 2428 m. Die Stichstrasse hoch, zur Edelweißspitze, für Busse und Fahrzeuge über 3,5 to gesperrt, aber für uns doch nicht. Bikers-Point. Egal wo die mit dem Moped rauf fahren, fahr ich mit dem Turan allemal 2571 m ü.NN Edelweiß-Spitze. Klar, dass wir da auch aussteigen, imerhin gibt’s 30 Dreitausender zu bestaunen.

Donnerstag, 1. September 2011

Hangar 7

Mal abgesehen davon, wie sympathisch oder unsympathisch man  Dietrich Mateschitz hält, oder wenn man den nicht kennt, wie sympathisch oder unsympathisch man seine Produkte besser sein Produkt findet. Bekannt ist sein Logo bekannt sind seine Farben, und wo immer was mit “Action” geboten ist ist RED BULL dabei.
Als Neider kann man viel gegen den Herrn Mateschitz sagen, kann ihm neiden, dass er seit Markteinführung seines Produkts vor demnächst 25 Jahren mehr als 5 Milliarden Euro gescheffelt hat. Mit einem Produkt, das er nicht mal vollständig selbst erfunden hat. Und nur weil die Weltbevölkerung so doof……. ist doch alles egal. Ein wenig läßt er die Allgemeinheit an seinem Reichtum teilhaben.
Am Flughafen Salzburg ist die Basis für Mateschitz’ Technikbegeisterung. Im Hangar 8 werden die fliegenden Spielzeuge gewartet. Leider für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Durch das offene Hallentor seh ich eine P38 Lightning und die B25 steht auch rum. An einer Pilatus wird geschraubt, auf der Freifläche stehen zwei Alpha Jets.
Öffentlich zugänglich und das auch noch   k o s t e n l o s   den Schwaben in mir freut es. Zwei freundliche Damen händigen uns Eintrittskarten für die Spielzeugausstellung im Hangar 7 aus, nachdem wir ihnen sagte, dass wir diese besichtigen wollen. Wozu Eintrittskarten für eine kostenlose Ausstellung ? Nicht mein Problem, freundlich waren die Mädels auf jeden Fall, die Aussicht sich mit der Besichtigung bis 22.00 Uhr Zeit lassen zu können. – manchmal frage ich mich, wieso wir Deutschen immer so überheblich über all die Anderen lächeln, dies ist doch mal wirklich großzügig und bequem -  entspannt betreten wir die futuristisch wirkende Halle.

Suchtdruck

UPS! Zu hungrig gewesen? Auf dem Teller befand sich ein Stück Sachertorte.
Suchtdruck Ersatzdroge - Tag 4. beim. Currywurst Entzug

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???

Wie blöde Touristen, die wir zu diesem Zeitpunkt ja auch waren sind wir durch Salzburg gelaufen. Es beginnt zu regnen.
Uns kommt Mustafas Traum entgegen, so ein schwarzer Ninja, bis auf einen schmalen Sehschlitz vermummt.
Wieso braucht die einen Regenschirm ???

UNESCO Welterbe Salzburg (Altstadt)

Um Salzburg hat sich die UNESCO auch gekümmert, die Altstadt hat den Welterbe Status erhalten. Uns fällt zuerst die beeindruckende Burg, die Salzburg auf, als wir uns der Stadt nähern. Beeindruckend der PKW Verkehr, beeindruckend, dass jede deutsche Stadt mindestens ein Auto abkommandiert hat um sie kennzeichentechnisch zu repräsentieren, so scheint es jedenfalls. Wir entscheiden uns dann schnell für das Parkhaus “Altstadt” direkt in den Felsen unterhalb der Burg gehauen. Zu Fuß geht es in die Altstadt.
Zuerst fällt auf, dass wir vermutlich nicht die Einzigen sind, die heute auf die Idee gekommen sind, die Stadt zu besuchen. Würde ich eine freie Strecke zum joggen suchen, würde ich eher an einem sonnigen Herbstsonntag über das Cannstatter Volksfest laufen, als heute durch das trübe Salzburg. Das Gewusel in den Gassen ist schon gigantisch. Souvenirs, Souvenirs sollte man kaufen, Jankerl, Taschen, Becher, Kerzen, Spazierstöcke, Spardosen, T-Shirt – die Meisten mit Amadeus oder halt Salzburg Aufdruck. Mein Traum während ich noch überlege wie sich eine Amadeus-Duftkerze bei uns zuhause machen würde, ist Sylvia schon in so einen Laden des Grauens verschwunden. Ich kann sie (mich) retten, indem ich sie beherzt aus dem Laden raushaue.
Und dann muss ich mich mal wieder selbst zitieren wo bin ich ? Die Beliebigkeit, der Geschäfte entlang der Gassen. Allerliebst da, die “Nordsee” ist ja auch so ein typisches Salzburger Ding, so ein Heringsbrötchen. Die anderen Touristen scheint es nicht zu stören, die Schlange läßt darauf schließen.