Kaum hatten wir uns in unsere Sitze im Flieger gequetscht, dürstete es mich.
Flugs griff ich zu meiner Colaflasche, um sie zu öffnen, was mir so gut gelang, dass gefühlte sechs Siebtel der lauwarmen, süßklebrigen Masse explosionsartig ihre Behausung verließen, sich über mich und die Gattin ergossen, aber auch Kollateralschäden an im Mittelgang stehenden Mitreisenden verursachten.
Was war ich angepisst: Anstatt nicht mehr durstig, quasi trinksatt zu sein, war ich klebrig wie diese Fliegenklebestreifen in einer Zwiefalter Gastwirtschaft seit 1958.
Mein Ärger war dann aber vermutlich deutlich geringer als der der ca. 40- bis 45-jährigen Kollateralschädin, der ich auch drei Tropfen meines Getränks für ihren weißen Pulli gespendet? Verschwendet? hatte.
Und noch bevor ich ihr mit einem „Glotz ned so bled, i be au vrschrogga“ oder „Was schdoschd du au so bled rom?“ eine Mitschuld geben konnte, keifte sie schon:
„Ja, prima, Cola, des bekommt man gar nicht mehr raus.“
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