Sonntag, 28. Juni 2015

Typ Kopfsprung

Im Freibad, einfach auf den Startblock und beherzt nach vorne unten springen. Nicht dieses zögerlich, bis zum Knöchel, bis zum Knie und fünf Minuten später bis zum Sack reingehen um dann in 3/4 aller Fälle wieder raus zu gehen. Ich wünschte ich  würde mir den Kopfsprung öfter trauen.

unausgegoren

Die Griechen sind pleite, am nächsten Dienstag dann. Die Troika, die jetzt ganz in orwelscher Manier nicht mehr Troika heisst, sondern 'die drei Institutionen', haben die Geduld verloren, wollen die dringend benötigt Überbrückungkredite nicht überweisen. Übermorgen sind die Griechen pleite.

Der Stammtisch hat es ja schon längst gewusst, das Geld sehen wir nie wieder, das hätte man schon früher machen sollen. Das ist doch klar, wenn die auch so früh in Rente gehen, wenn die auch jedem Lokführer 6800 € im Monat zahlen muss, und faul, faul sind die auch noch, hocken in der Sonne und wir bezahle das, die Pleitegriechen.

Dieser GREXIT macht natürlich den Stammtisch und die denkbefreiten 4 Buchstaben Zeitungsleser zu diplomierte Volkswirten. Ich habe mich aus ein paar Gründen aber auf die Seite der Griechen geschlagen.

Samstag, 27. Juni 2015

Wurst im Biss

Landau in der Pfalz heute. Mit der Schwiegermutter auf der Gartenschau in Landau, das ist aber ein anderes Kapitel. Lustigerweise hatten wir das Auto eine Querstrasse von der Wurst im Biss Bude abgestellt.

20150627_143035Wenig Andrang, am Stehtischchen verspeist Einer seine Wurst mit Frizz. Das Mädl hinter der Theke ist fix. “Was bekommen Sie ?” - tja Was wohl ? ne Currywurst mit Brötchen. Die Frage rot oder weiß ist gleich beantwortet, wobei ich leicht verwundert bin, auf der Grillplatte liegen nur 2 dünne Rote.

Das Mädl holt aus dem Kühlschrank eine lange, dünne Bratwurst im Darm und legt die auf die Grillplatte. Hab ich auch schon ein Weilchen nicht mehr erlebt, dass die Wurst wirklich frisch zubereitet wird.

“Wie scharf wollen Sie es denn haben ?”, mir fällt die Inferno-Skala auf dem Plakat in der Bude auf. Beworben vom Hot-Mama Vertrieb, machen die den Scoville Hype auch mit. So mittelscharf (gut, mittelscharf ist wie halb hart, ist einfach nix halbes, nichts ganzes) also mittelscharf.

Die junge Frau nimmt ne Pommesschale, träufelt Soße Nummer 2 und in der anderen Ecke Soße Nummer 3 darauf, für mich, der sich nicht dem Schärfewahn hingibt ist die Nummer 2 schon scharf genug, die 3 wäre nur mit Mühe für mich essbar, von genießbar kann man da schon nicht mehr sprechen. Also Soße Nummer 2 nachher.

20150627_142705Ich warte noch ein wenig auf die frisch zubereitete Wurst, zahl schon mal 2,50€ und erhalte, kurz danach die Speise meiner Wahl.

Erhalte, die dünne, lange, Bratwurst im Darm, durch den Vertikalhäcksler gelassen und mit Soße Nummer 2 überzogen, leicht überpulvert. Ein Aufbackweckle dazu.

Es ist reichlich, die Wurst harmoniert mit der Soße, sehr würzig ohne eine Batteriesäurehaftige Schärfe zu besitzen, ich bereue nichts, wenn ich nochmal in der Nähe bin komm ich wieder

Samstag, 20. Juni 2015

Howie’s Grill

20150620_153714In Vöhringen, an der Iller, gleich nach dem Kreisverkehr beim Rewe. Fest gemauert in der Erde steht der Grill aus….ach lassen wir das, es ist jedenfalls eine massiv gemauerte Bude und kein Pressspanwägelchen.

2 Räume, einmal Grill und mit Abstand nochmal einer mit Toiletten - Toiletten bei einem Imbiss, nicht schlecht. Klar hat es ein Bisschen von Bus Wartehäuschen, aber wieso eigentlich nicht mal ordentlich, rein optisch gefällt es.

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…und ja, das ist die Klotüre, die mit dem  I <3 Currywurst verziert ist. Nett.

Vor uns noch ein Mädel, das gerade mal 4 Hotdogs zum Mitnehmen geordert hat, das bremst den Griller ein wenig aus, obwohl er in den letzten Zügen liegt, hochkonzentriert marinierte Fleischstreifen erst in seine Grillpfanne schlichtet und anbrät. Mit einer zenartigen Gelassenheit dreht er uns den Rücken zu und scheint höchst konzentriert. Jetzt nimmt er das aufgeschnittene Brötchen bestreichte es, nimmt Salat aus einer Tupper, holt sich die fertig gegrillten Fleischstreifen türmt diese auf den Salat und kleckst den unvermeidlichen Balsamico drüber.

Das der Griller kein Freund des Multitasking ist merken wir schon aus der Tatsache, dass er uns während der ganzen Kochzeremonie keines Blickes würdigt, geschweige den mal abcheckt, nach was es uns nachher gelüstet. - Die Chefin geht derweilst aufs Klo. Nachdem der nun Vierte Hotdog in der Tüte verschwunden ist, bedient Herr Grillmeister seine Kasse und kassiert bei dem Mädel ab. Dann wischt er kurz sauber, bereit für neue Aufträge, nämlich meinen.

Ich frage nach der Vampierbeißer Currywurst und der Meister zerrt mit seiner Zange eine düne Rote, so eine Art Debreziner hervor um es mir zu erklären. Danke Nein, ich nehm eine ganz normale Currywurst, die Chefin will nur ne Rote im Wecken.

Eine Bratwurst im Darm, wird mit der Zange auf ein Schneidebrett befördert und dort manuell (von Hand) zerstückelt. Sieht man leider auch nur noch viel zu selten. Schade dass der Speisenartist kein gutes Augenmaß hat und sehr unterschiedliche Stücke schneidet. Egal. Aus einem Top klatscht er Sauce drauf, die sichtbar Bröckele enthält. Die Rote für die Gattin ist gleich gemacht, er reicht mir das Tablett und ihm fällt ein, dass mein Wecken fehlt, den er umgehend nachliefert. 5,40 koschd der Schbass.

 

20150620_153246Der Wecken, wie so oft, fast eine Spur zu gut, eine Papschale, Holzgabel, eigentlich kann man aufs erste gar nicht viel aussetzten. Geschmacklich geht das Teil in Ordnung, fruchtige Soße, wie weit die Schwebstoffe und Bröckele zum Geschmack beitragen läßt sich nicht sagen, es sieht jedenfalls nach guter Speisenmanufaktur aus.

Schade, dass das ganze Konglomerat seine Temperatur aus der Soße, die Wurst selbst konnte aus der Zeit in der Grillwanne temperaturtechnisch nicht profitieren und Chefins Rote war kalt. Das ist doof.

Andererseits ist es mal wieder erfreulich auf eine Bude zu treffen, in der es nicht das obligatorische Formfleisch am Drehspieß sondern mal wieder Würschtle gibt und so ein klares Daumen hoch.

hier dann auf dem Currywurst Atlas

Dienstag, 16. Juni 2015

auf den Sack

Radio morgens, so um 5.00 Uhr, Radio über Samstag und Sonntag, Radionachrichten, wenn mal wieder die Volontäre an der Reihe sind, wenn die kurz vor der Pensionierung stehenden Alkoholiker mal wieder in den ungeliebten Zeiten Chef vom Dienst sein dürfen. Eine Beleidigung an den Intellekt eines jeden durchschnittlich gebildeten Mitteleuropäers so sollte man denken.

Heute Morgen um 5 im Radio, ich zitiere (Un)sinngemäß: die Nummer zwei der Alkaida wurde im Jemen bei einem Drohnenangriff getötet. Kann aber auch sein, dass er nicht getötet wurde, da dies noch nicht bestätigt wurde. Wer die Drohne gesteuert hat ist ungewiss, die Amerikaner haben sich nicht geäussert.

JA WAS JETZT ??? tot oder nicht tot, die Amis, die Käppla oder gar der wilde Kim, weil selbst die Alkaida über die Frisur des dicken Kindes aus Nordkorea lacht. Oder wars gar ein Selbstmordattentat der Nummer zwei ? ist er womöglich mit dem Fernsteuersender vorm Bauch auf seinen Toyota gestiegen, die Piste entlang gebrettert, und hat sich selbst ins Visier genommen.

Mir geht das Alles zur Zeit so auf den Sack. Ich könnt schon wieder kotzen

Freitag, 12. Juni 2015

genervt

…der ursprüngliche Plan war, gemütlich an einem sonnigen Freitag Nachmittag, in Schmollingers Biergarten zu sitzen, die rosa Rosetten zu hören, die Ex-Kolleginen zu treffen, und einen netten Abend zu haben. Das war der Plan.
Der Kollege hat einen Tag Urlaub eingereicht, ich arbeite länger, komme in Streß. Sollte noch tanken, die Jungen abholen und Geld brauch ich ja auch noch.
Lange Rede, kurzer Sinn, ich war schon genervt, bevor alles los ging. Beim Schmollinger angekommen, die Kollegen gleich gefunden und auch Flo in der Nähe, so weit, so gut. Das die Veranstaltung erst so richtig kurz vor acht los geht obwohl ich sieben dachte, verschaffte mir eine kleine Verschnaufpause, die ich…
…richtig an der Warteschlange an der Verpflegungsstation verbrachte.

20150612_192608Die Warteschlange ist schon ganz beachtlich, als ich mich dann nach langer Zeit endlich bis zum Tresen gekämpft habe, wird das Problem schnell klar, People in dem Wagen sind wirklich bemüht aber durch die beengten Platzverhältnisse hoffnungslos überfordert. 4 Leute am Ausschank und am bedienen, bei einem schlecht laufendem Bier, es ist ihnen einfach nicht möglich alle Zapfhähne zu besetzen, die Chefin an der Kasse ruft zwar die Wünsche in tinitusverdächtiger Lautstärke aus, boniert aber nicht, niemand weiß genau was er gerade machen soll, der Mann am Grill kann nicht schneller machen, geht aber im allgemeinen Chaos mit unter, da er nicht alle Bestellungen erinnert.

Um es abzukürzen, 20 Minuten später bringe ich die Bestellung an den Platz und zur Gattin. Ein alkoholfreies Weizen, ein Zitronenwasser statt eines Zitronensprudels eine Thüringer und natürlich auch eine Currywurst. Die Currywurst ist mehr als genießbar, schön gegrillte Oberländer mit einer ganz leicht ins süßliche abdriftenden Soße, die aber fein abgestimmt würzig schmeckt. Wirklich ein Spitzenprodukt die Zusammenstellung.

Leider wird die Schlange der Wartenden grösser statt kleiner obwohl die Rosetten zwischenzeitlich rocken.  Als dann eine Pause ist und wir noch immer keine Lust haben 1 Stunde Lebenszeit an einer Getränke Ausgabe zu verschwenden, suchen wir das weite

Sonntag, 7. Juni 2015

Freibad

"Was soll i denn macha, meh als nex ässa gohd doch ned; ond i nemm emmer no zu"  die Vorsitzende der Adipositas Familie, die gerade hinter uns links das Handtuch ausgebreitet hat. Der Gatte still, ca 40. Ca 40 Jahre alt, ca 40 kg über sein Idealgewicht von 110 kg entfernt und 40 IQ nach unten vom Kartoffelsalat entfernt. Eine der engagierten vollzeit Hausfrauen Mamas, permanent die Klappe auf, permanent die Kinder, die sich ihrem Schicksal scheinbar ergeben haben, am bespassen.
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Wozu die junge Frau 3 verschiedenen Tuben Sonnencreme braucht bleibt unklar, ebenso wieso ihr komplett 4 Schönheitskategorien hässlicher Freund die Gelegenheit nicht nutzt sie einzucremen.
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von oben bis unten tätowiert, konsequenter kann man seinen B Berufswunsch 'Litfaßsäule' nicht umsetzen.
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solange die Würstchen noch nicht fertig sind haben die ersten am Freibad Kiosk schon die ersten 3 Weizen in ihrem Schädeldecke versenkt.
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Ganz ehrlich ?  Mich stört es nicht, dass die Mustls ihre Töchter nicht ins Freibad lassen.
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Bodyshaping mit Hilfe von Currywurst Frizz und Weizenbier.
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Samstag, 6. Juni 2015

Mist

Die Wohnung haben wir renoviert. Erstaunlich, wie viel Müll und Krempel sich da über die Zeit ansammelt. 6 oder 7 mal hab ich den Turan vollgepackt und bin auf die Deponie gefahren. Kinderspielzeug Zeitschriften Krimskrams aus 25 Jahren. Erstaunlich.

Und wenn ich es richtig erinnere fiel mir schon als der Karton noch in der Luft war, sich im rotieren öffnete und auf dem Weg in den Müllbunker seinen Inhalt offenbarte, fiel mir also auf, dass das die Mallorca Reisetasche und meine schwarze Shorts sind, die sich da in den Müllschlund verabschiedeten.

Heute will ich ins Freibad, vermisse  die Mallorca Tasche,  b e i d e   Shorts, die  Adiletten, die pseudo Birkenstocks, Schwimmflossen und Schnorchel Badehosen aus 3 Jahrzehnten  und 2 Midlifecrisis Base Cape.  Mist

Montag, 1. Juni 2015

angepisst

mein Blogeditor, das Programm oder Tool, mit dem ich normalerweise meine Blogposts verfasse und veröffentliche funktioniert seit ein paar Tagen nicht mehr. Deshalb bin ich angepisst.

Jetzt sind sich Microsoft, die den Live Writer kostenlos zur Verfügung stellen und Google, die den Webspace bei Blogger bereitstellen nicht immer ganz grün und bis jetzt hatte ja alles tadellos funktioniert. Hoffe mal, die raffen sich und das Problem wird kurzfristig gefixt.

Samstag, 30. Mai 2015

aktuell

wie immer ganz aktuell ist der Urban Priol. Diesmal in Donaueschingen. Und nicht blos ein Halbsatz über die FIFA, nein er widmet der FIFA / Blatter Lachplatte schon ein paar Minuten, kommt auch in anderen Bereichen seines Programms immer wieder darauf zurück.

FIFA, NSA, die Kanzlerin, die FDP die Maut und TTIP. Schlag auf Schlag, hin und wieder hat man den Eindruck er ist etwas zu schnell für sein Publikum. Ein Publikum, das nicht erkennt dass mit "den Beigen" und den Silberlocken genau Sie gemeint sind. Gemeinsam ist dem Publikum nicht so sehr der soziale Status sondern mehr dieses 50+ Alter

Sonntag, 24. Mai 2015

Diätresistent

Achtung, gleich stinkts, jetzt lass ich gleich Eigenlob raus und das nicht zu knapp. Wie ihr wisst, entwerfe ich doch meine T-Shirts selbst, trage auch nur noch selbst designte T-Shirts.

Heute grinstens mich erstaunlich viele Menschen an, die mir entgegen kommen. Oft auch nur ein ganz schüchternes Grinsen, dass sie zeigen, wenn sie bemerken, dass ich es bemerke. Konnte es mir den Tag über wieder nicht erklären, bis es eine junge Dame dann im Thalia meines Vertrauens aussprach. “Tolles T-Shirt”.

Wieso toll ? Ganz normal dunkelblau, kein gezeichnetes Motiv, nur ein schlichter Schriftzug in ARIAL gesetzt.

DIÄTRESISTENT

20150523_154655Und dann immer wieder erstaunlich, wie einen wildfremde Menschen plötzlich ansprechen, ja sie werden kommunikativ die Shirts, Urlaubsreif, wählt mich, Currywurst statt Vollkornkost, immer wieder werde ich drauf angesprochen und - ganz wichtig - fühle mich bestätigt und bauchgepinselt.

Danke

Freitag, 22. Mai 2015

Liebe - mal wieder

Seit 2004 gehen wir hin und wieder zu Hagen Rether ins Kabarett. Und seit Anbeginn heißt sein Programm Liebe. Heute im Neubausaal in Schwäbisch Hall. Wenig Neues seit dem letzten Besuch.

Es ist nicht tagesaktuelles, politisches Kabarett, es ist mehr eine langatmige Philosophie Vorlesung. Rether erzählt und hält uns 2 Stunden lang den Spiegel vor, bevor er eine Pause macht. Danach nochmal 1 1/2 Stunden. Das muss man wollen. Man wünscht sich nicht die 8. Wiederholung, ein wenig mehr Tempo würde dem Programm gut tun.

Sonntag, 17. Mai 2015

Trend

Es ist natürlich so, dass ich nicht unbedingt der Trendsetter bin. Habe aber mit meinen feinen Antennen festgestellt, dass Imbiss Essen oder noch besser Essen aus Imbisswagen im Trend liegt. Im gleichen Trend wie Burger. Burger in allen Variationen. Oder Vegetarisches - noch besser Veganes. Pulled Pork und Asiatisches. Und schöne Imbisswagen.

Das alles haben wir dann auch gesehen, beim ersten Stuttgart Street Food Market. Stuttgart Nord - Nordbahnhof Gebiet - nicht wir haben es in den Mittelstand geschafft grüne Chic des Lehenviertels (kannte doch bis vor 5 Jahren auch kein Schwein) - nein, Stuttgart Nordbahnhof Baustelle. Dieses Kreuzberg für das alternative Schwäblein. Und hätten wir uns einen Hipster fangen wollen, wären wir hier richtig gewesen.

1Schwarze Bomberjacken oder um es freundlicher zu sagen, Security Anoraks, am Absperrgitter zu einer Eintrittsfreien Veranstaltung. Wenigstens sind sie freundlich, ich habe aber kein Verständnis, dass sich jeder dahergelaufene Vollhonk so einen Anorak überzieht, und sich berufen fühlt meine Taschen zu durchsuchen. Auf welcher Grundlage. Erstaunlich wie gerne wir uns so etwas gefallen lassen (ich auch - allerdings nicht gerne). Sie würden Glasflaschen suchen - aha.

2Wer mich und mein Faible kennt, weiss nach was ich suche. Suche ohne fündig zu werden, wie ich nach einer Runde über das Gelände feststellen muss. Entnervt begnüge ich mich mit einem Currywürschtle im Teigmantel, mit Tomatensoße. Ein Maultäschle mit eingebackener Bratwurst auf einer viel zu fruchtigen Tomatensoße. Eine mutiertes Miracoli Tortellini oder Ravioli. Dazu eine dünne Scheibe eines Laugenbagetts - gut geht anders.

Und natürlich bin ich ein RainMan, ich will Altes, Bewährtes, nicht immer neuen Schnickschnack, wie hätte ich mich gefreut mal ganz klassisch ein Würschtlesstand zu finden. Zusammen drehen wir noch eine zweite Runde. Asiatisch, und Burger in allen Stilrichtungen, alles auch Kalorienbefreit, vegetarisch meist sogar vegan. Wer es braucht.

Beim Laugenbekenntnis findet dann wenigstens Sylvia noch etwas. Einen HotDog im Laugenwecken. Großes Ding, gute Wurst, nicht hammermäßig scharf, wie die Jalopenos versprochen hatten. Der Biß den ich machen darf schmeckt mir. Gut.

Gegen später füllt sich das Gelände zusehends, die Schlangen vor den Buden werden immer länger. Dann fallen mir tatsächlich noch die Best Friends Currywürste in den Blick, ich kenn die aus Reutlingen und nehme halt was bewährtes.

 

Montag, 4. Mai 2015

Splitter

ja, ich bin zur Zeit ein Wenig in Streß, wobei ich es im Augenblick durchaus als positiven Streß bezeichnen möchte, deshalb einfach ein paar Dinge die mir so en passant aufgefallen sind.

BND Affäre

unser liebe Geheimdienst, Bundesnachrichtendienst - wie er offiziel heisst - hat getan, wofür er da ist. Hat Nachrichten beschafft. Allerdings vor allem Wirtschaftsnachrichten, gerne auch aus deutschen oder europäischen Industrieunternehmen und die gleich mal freudig zwecks Terrorabwehr oder vielleicht auch nur als Wirtschaftsspionage nach Amerika geschickt. Die Bundesregierung, die doch durchaus als Aufseher über auch diese Behörde sein sollte, weiß (mal wieder) von nix. Traurig.

G36

Das Standardgewehr der Bundeswehr. Verteidigungsursl wird da immer mal wieder was um die Ohren gehauen. Dass das G36 Probleme hat, wenn es heißgeschossen ist oder aber und das ist bedenklicher in heißer Umgebung verwendet wird, soll da nur noch als Totschläger taugen. Bekannt ist das auch schon wieder seit ein paar Jahren, nur ist Reißleinenzieher Bemelmanns (Sie erinnern sich “Euro-Hawk-Drohne” ?), ist dieser wunderlichebare Staatssekretär nicht mehr im Amt. Ursl herself hat jetzt dem Sturmgewehr das Misstrauen ausgesprochen, schauen wir mal ob sich was tut.

Sonntag, 3. Mai 2015

nie verkehrt

nieverkehrt

Vollkornbrot, Tofuschnitzel, Mehrkornbrötchen, Dinkelkekse, Gemüseauflauf Karottensticks - hier alles richtig geschrieben.

Erstaunlich, dass unser Auge, die vertauschten Konsonanten in jedem Wort überliest, wir nehmen die Worte komplett wahr.

Komplett wahr genommen haben heute auch die Würschtlesbudenbesitzer die Worte, freuten sich aber an meiner Kernaussage, dass Currywurst nie verkehrt ist.

Vielleicht wissen die und Ihr natürlich auch nicht, dass man so ein T-Shirt gerne mal bei mir hier kaufen kann.

Verkauft haben die mir dann von ihrem Wurst Salon Imbiss Wagen eine Currywurst. Eine Currywurst rheinische Art. Leider nicht ganz mein Fall, ich mag lieber gut gegrillte Oberländer statt diese auf einer Roten basierenden Currywürste. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich vorher noch ne Rote gegessen hatte und einfach nicht den richtigen Hunger aufbrachte. Deshalb spare ich mir heute eine Kritik der Currywurst aus Schwäbisch Hall.

Bilder gibt es trotzdem

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Samstag, 2. Mai 2015

Atze

20150502_195043Die Tochter hatte die Karten von uns geschenkt bekommen. Atze Schröder in München, Circus Krone Bau. Richtig Fremdgehen heißt das aktuelle Programm.

Der ‘Der’, die Gattin, die Beschenkte und ich in München. 20 Minuten vor Einlass angestanden. Danach ging es flott. Ein stationärer Circus Bau. Die Sitze schmal für meinen breiten Hintern. Die Sicht dafür gut. Sehr gut sogar.

Das Publikum eher nicht so öko-links-Doppelnamen-alternativ-revolutionär. Atze steht ja auch nicht unbedingt dafür. Alter zwischen 30 und 60.

Comedy. Comedy pur. Lachen über die Anderen, die Frauen, die Männer, manchmal auch über sich selbst. Kein Kabarett, wenn Politiker(innen) Namen ins Spiel kommen dann nur im Bezug auf ihr Geschlecht, Aussehen, Sex. Egal, das war zu erwarten und kam erwartet.

Schön, wie auch hier die Pointen Schlag auf Schlag kommen, welche großartigen Bilder und Übertreibungen Schröder findet. Toll.

Ein weiterer Aspekt: kaum eine schon bekannte Pointe, vielleicht haben wir Atze schon lange nicht mehr im TV gesehen, vielleicht ist das Programm zu  neu. Aber so kurzweilig habe ich mich schon eine ganze Zeit nicht mehr unterhalten. Schön.

Auch schön, dass bei diesem Thema nie das böse F-Wort oder sonstige andere ordinäre Ausdrücke fallen, der Mann aus Essen benennt die Körperteile, die Vorgänge auf vielfältige Weise, nie jedoch derb oder vulgär. Da tat sich letzte Woche Herr Hoffmann wesentlich schwerer.

kontemplativ

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den guten alten Thorens Plattenspieler wieder aktiviert. Angeschlossen. Piktors Verwandlungen von Anyone’s Daughter im Regal gefunden.

Ja, es hat etwas von einer asiatischen Tee Zeremonie. Die Platte ins andere Zimmer tragen, die Platte vorsichtig aus der Hülle ziehen. Am Rand mit beiden Händen anfassen. Den Deckel des Plattenspielers, ja Plattenspielers nicht Turntable, öffnen mit dem Finger der linken Hand, die Platte vorsichtig ablegen. Den linken Wahlschalter auf 33 stellen. Den Tonarm gefühlvoll über den Plattenrand führen. Mit der Rechten am Wahlschalter den Tonarm absenken.

Klar, ein Knistern, klar keine Überraschung, man hat die LP schon einige Male gehört.

Genießen.

Sonntag, 26. April 2015

mir doch egal

die Bayern sind (wie so oft) vorzeitig Meister geworden - mir doch egal

traditionell

...sei die Wurstbraterei Silzer in Heilbronn, quasi schon immer an diesem Standort in der Großen Bahngasse in Heilbronn. Geradezu missioniert hätte die Fimrmengründerin die Bevölkerung in dem sie die Currywurst populär machte, als gebürtige Berlinerin die Curry von der Roten übrigens. Diesen ganzen Klugschiss habe ich auch nur nachgelesen, bin ich doch auch eher selten in Heilbronn, habe das Etablissement aber durchaus gezielt aufgesucht.

20150426_134441“Wurstbraterei Silzer seit 1961” steht auf dem Schild. Tische draussen, die Sonne scheint.

Drei (gewesene) Mädels hinterm Tresen. Zwei für die Würste, jede mit eigener Kasse, eine für die Getränke.

Stehtische drinnen; und Spielautomaten - und Menschen die um 12.11 Uhr kleine Pommes bestellen nur um von der Dame vom Grill gefragt zu werden “willsch au was dringa ?” und nach der ‘eigentlich hab ich ja gar keinen Durst aber zum glück fragt die endlich’ Pause - doch “nochmal ne Halbe” zu bestellen. Oder aber die “ja aber dann geht die nächste Runde auf mich” Trinkerkumpels

Samstag, 25. April 2015

Aprikosenmarmelade

für Uneingeweihte schwer zu finden, der Neubau-Saal in Schwäbisch Hall, sucht man unter diesem Namen doch automatisch etwas neues, modernes. Tatsächlich ist der Neubau-Saal ein 500 Jahre altes Profangebäude, das vermutlich als Lager oder sonstiges gebaut wurde.

20150425_191855Hier soll also “Ich weiß nicht ob Sie es schon wussten...” Rüdiger Hoffmann auftreten. Durch den privaten Stress, den wir die letzte Zeit hatten, hatten wir mal wieder das Bedürfniss, eine Veranstaltung zu besuchen, spontan, ohne Vorbestellung, einfach geschaut, was es in der Umgebung gibt. Rüdiger Hoffmann, der Westfale mit dem verzögerten Duktus. Unser Alter.

Pünktlich um 8 beginnt das Programm, “ich weiß nicht, ob Sie es schon wussten...” Pärchenurlaub, unterhaltsam lustig, leider doch die eine oder andere Pointe vorhersehbar oder bekannt. Erstaunt hat mich im Laufe des Programms, wie oft der Meister in die Tasten des Flügels drückt, etwas anderes aber halt Comedy.

Weiterhin fällt auf, dass viele Spässe auf einem Fritzleswitz Niveau sind, der Sex scheint doch noch eine große Rolle zu spielen, von einem über 50 Jährigen wünsche ich mir trotz T-Shirt und Turnschuhen mehr Tiefgang.

Dienstag, 21. April 2015

eröffnet

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gut, ich komme ein paar Tage zu spät. Sensationell ist im Augenblick das Wetter. Wir nutzen es um in der Schwaneninsel noch eine Kleinigkeit zu essen und trinken.

Und ja ich rege mich heute schon das zweite Mal darüber auf, dass die Organisation, gelinde gesagt, nicht ganz optimal ist.

Zur Saisoneröffnung brauchte ich fast eine halbe Stunde um an den Bons anzustehen, dann am Getränk anzustehen um dann nochmals an der Essensausgabe anzustehen.

20150421_183846Heute hat es nicht ganz so lange gedauert, es blieb ein wenig mehr Zeit die Gäste zu begaffen, ein riesen Spaß wie immer.

Montag, 20. April 2015

schnell

schon ein paar Mal ist es mir aufgefallen, das Bild des jungen Mannes am Holzkreuz an der B312, wenn man von Metzingen kommend nach Reutlingen fährt. Wir sind immer zu schnell, dass wir den Namen des blonden Jungen erkennen könnten. Das Jack Daniels Shirt erkenne ich jedesmal.

Sonntag, 19. April 2015

Beste Freunde

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Die rote Signalfarbe hätte es gar nicht gebraucht, heute hatte ich ich vorab im Internet schlau gemacht, wo es in Reutlingen ausser dem UDO-Snack noch ne Wurstbude gibt. Und so steuerte ich die Bude vorsätzlich an.

Best Friends, Currywurst & Pommes der Slogan, des hoffentlich bald über die Grenzen des Schwabenlands bekannten Unternehmens. Bereiten sich auf den verkaufsoffenen Sonntag vor. Ein großer Holzkohlegrill verspricht eigentlich höchsten Currygenuss. Leider sind die Würste noch käsebleich, “habt ihr erst aufgelegt ?” wird mit “Ja” beantwortet. Gut, komm ich eine halbe Stunde später nochmal...

 

Eine halbe Stunde später ist die Situation einen etwas andere. Kunden stehen vor dem Stand. 3 Aushilfen sind an der Kasse und hinterm Tresen. Aushilfen, die der pfiffige Chef vermutlich extra für diesen Tag eingestellt hat, die aber auch leicht den Eindruck machen als ob sie heute das erste mal da sind.

20150419_130247Der Cheffe telefoniert permanent, Stromausfall, und das heute zischelt er mir zu. Ich entscheide mich dann doch für eine Currywurst, aus der Oberländer mit Brötchen. 2,50 € soll mich der Spass kosten.

Die Hilfswilligen am Rost bemühen sich, drehen nochmals die Wurst, erkennen aber einen nur leichten Bräunungsgrad. Egal, das Teil kleingehäckselt, eine Soße drüber und ein wenig Pulver.

Hier ihre Wurst, die ich erst noch kurz fotografiere und dann warte, und warte, und bevor sie kalt wird das erste Stückchen probiere und die Jungs am Grill nach dem Brötchen frage. Und nochmal ein Stückchen Wurst esse, die wirklich gut ist, toller Biss, richtige Temperatur. Die Soße passt, wird erst im Abgang etwas scharf, ich bin begeistert - wäre begeistert, wenn das Brötchen. Aber auch das kommt nach der 3. Reklamation.

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Samstag, 18. April 2015

Wiedererkennung

20150418_160003als ich dann auf den Wagen in Rechberghausen zugegangen bin, ist mir eingefallen, dass ich den doch schon mal gesehen habe. Richtig, eine Saison stand das Ding doch in Fellbach als Neuer Imbiss, neben der Fertighausausstellung.

Steht heute also neben dem Edeka in Rechberghausen. Wenig los. Eine kleine Currywurst bestell ich, eine 180 gr. XXL Wurst für 3,70 Euro ist mir jetzt einfach zuviel, zumal ich ja schon vorher mal in Ludwigsburg eine schlechte Wurst hatte. Selbst diese “eine kleine Currywurst” Bestellung muss die Chefin notieren und ihrem Griller nach hinten brüllen. Der legt dann erst auf. Zeit für Madame mein T-Shirt mit den Betriebsstunden zu bewundern, klar hat sie mich damit, zumal sie eine der ersten ist, die das Motiv komplett erfasst. Und das Wetter. Ist doch kälter als am Mittwoch.

 

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Nach einiger Zeit kommt dann eine dicke Oberländer ohne Grünzeugs, klein geschnitten mit einer vermutlich selbst gemachten Currysauce die “soll i no Majo drüber machen ?” - “Nein danke” -pur bleibt. Einen guten Appetit wünscht die Dame. Doof ist, dass die Wurst sich ein wenig weich beisst, ich mag diesen Babybreieffekt einfach nicht, ein bisschen bissfester ist das, was ich mag. Befremdlich auch immer noch die dazu gereichte Plastikgabel.

Geschmacklich lässt sich sonst nichts schlechtes finden, weder ranzig noch kalt noch zu leis, einfach gerade richtig. Passt scho.

Bis zum nächsten Mal in ???

 

Montag, 6. April 2015

Ostermarkt

dann hat es in der einen oder anderen Gemeinde Tradition, an Ostern oder doch lieber am Ostermontag noch einen Markt abzuhalten. Oft ist dies aber eine alte Tradition, nicht dieses werdet ihr wohl konsumieren wollen Thema, sondern ein fast schon klassischer Markt. So auch in Creglingen. Ganz rechts oben in Baden-Württemberg, Tauberfranken die Region, eine 97er Postleitzahl, zwischen Rothenburg o.T.  und Bad Mergentheim.

Einer der vielen Käffer, wo erstens die Zeit stehen geblieben scheint und die zweitens, zwar als Stadt bezeichnet werden, in anderen Gegenden aber nicht mal als Wohnviertel durchgehen. In diesem Creglingen waren wir um natürlich zu shoppen und vielleicht eine Kleinigkeit zu essen.

20150406_140203Und natürlich hatte der örtliche Metzger auch einen Stand, auf dem Würste und Schnitzel, sowie - und das erfreut besonders mich - Currywürste angeboten wurden. 2,50D fürs Würschdle ist fair, wobei ich nicht weiß, ob das hier auch so ist.

Gekommen ist eine grobe Bratwurst, mit eher geringem Durchmesser, in einer sehr flüssigen Currysoße, die durch ein paar Klopfer Pulver aufgepeppt war. Der Wecken war gute 20150406_135846handwerkliche Tradition, da hat noch irgend ein Bäckermeister die Dinger von Hand geknetet und gebacken. Soweit OK.

Die Wurst ansich, hatte Biss, genügend Bräunung war aber leider kalt. Trotzdem habe ich mir die Zunge verbrannt, da die Soße fast schon Blasen gebildet hat. nicht so toll

Freitag, 3. April 2015

Karfreitag 2015

IMG_20150403_183006steht das Kar für Carne, also Fleisch ? und bedeutet das, dass es kein oder extra Fleisch geben soll. Für uns ist es schon lange Tradition uns da ein Steak reinzuhauen. Heute im Maredo Stuttgart, für die Gattin:, 200gr Rib-Eye, englisch - mit Kartoffel und Kräuterbutter. Das Gleiche für mich auch. Gut wars.

Samstag, 28. März 2015

Heimweh

IMG_20150328_124334Der Betreiber von Erle’s Bratwurst Express scheint dann doch ein wenig Heimweh ins schöne Dortmund zu haben. Das ist der Grund, dass der BVB Schal die Bude schmückt. Eine Frau werkelt in dem Wägelchen am S-Bahnhof in Sindelfingen. Vom Idiom her, sicher nicht hier in der Gegend geboren.

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Nebenan dreht ein multikultureller Kollege Brathähnchen und bietet auch Currywürste an, aber halt keine Schweinsbratwürste. Die beiden Kunden vor der Bude lösen gerade die Probleme der Welt und überhaupt, die Zeitarbeit und alles Mist.

 

IMG_20150328_124706Eine Currywurst mit Brötchen bestelle ich zur Abwechslung. 2,50€ ist mittlerweile ein fairer Preis denke ich. Die Pearle schnappt sich eine grobe Bratwurst, die dem Bratwurst Express sicher den Namen gegeben hat, in den Häcksler damit. Eine Kelle von der selbstgemachten Soße drüber und reichlich Pulver. gut.

Donnerstag, 19. März 2015

Soll

Und dann weiß zum Beispiel auch die Süddeutsche, die ich hier verlinke: Beate Zschäpe soll heimlich Döner gegessen haben

Der Konjunktiv für

  • Beate Zschäpe
  • heimlich
  • Döner

kann es sein, dass so eine vermutete Terrorhelferin nicht nur Sauerkraut, Leberwurst, und Kartoffeln isst, oder hat sie vielleicht schon wieder jemanden ausgespäht - wir wissen es nicht, die Süddeutsche auch nicht,  der Nachrichtenwert geht doch sowieso gegen Null.

Und damit, dass sie uns solchen Müll um die Ohren hauen, lenken sie uns davon ab, dass ein V-Mann bei der Ermordung eines Menschen anwesend war, dass der Tod eines Hinweisgebers auf die wahren Polizistenmörder von Heilbronn  zu schnell als Selbstmord abgetan wird.

Samstag, 14. März 2015

Paradigma

IMG_20150314_211638Django Asül in Buchen im Odenwald. Seitenbacher City. Alles ein wenig allgemein gehalten. Und trotz unserer auch süddeutschen Wurzeln braucht es ‘Högschde Kondendradion’ um dem Herrn folgen zu können. 2x 50 Minuten hat er angekündigt und gehalten.

Ursl von der Leyen, durch den Kakao, natürlich auch Berlin, nicht ätzend, gemäßigt. Eine Alternative zum Samstäglichen auf dem Sofa vor dem TV Schlaf auf jeden Fall

schöner Tag

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“Zum hier essen ?” - immer die erste Frage, wenn ich im Diez im Breuningerland eine Currywurst hole.

“soll ich Schaschlik Soße drüber machen ?” - die zweite Frage. Immer.

Klar, Klaro, Klar soll sie Schaschlik Soße drüber machen. Dieses dürre nur schwach angebrutzelte Würstchen, dass die da als Currywurst unter die Leute bringen wollen, braucht diese Soße.

“Bitte noch einen zweiten Wecken dazu !”, auch wie immer, meine Bitte.

Ein samstägliches Ritual, wenn wir im Breuningerland in Tamm sind. 2,49 € für die Würschd, ein paar Cent fürs zweite Weckle, was will man mehr. Und wenn man dann vor seiner Currywurstschaschlicksoßensuppe sitzt, ist der Tag plötzlich dein Freund. Genial.

Donnerstag, 12. März 2015

geholt

Hinterm Gustav Sigle Haus in Stuttgart hatte ich einen Parkplatz entdeckt, eng aber vielleicht komm ich da am Straßenrand rein. Aus der Schneiderei kommt ein gut gekleideter Herr, zeigt auf den vorne stehenden älteren Daimler und mir, dass er ein Stück vor fährt, damit ich  leichter einparken kann.

 
"Danke", sage ich dem  freundlichen Herrn.
"Hahsch Du  Führerschein bei ALDI geholt odr was ?", sagt der Anzugträger verschmitzt.
"war nur Schbass" setzt der lustige anatolische Altersgenossen nach.

"Ja -  ‘aahb  isch  Aldi geholt", fällt mir nur noch ein, weil ich lachen muss.

Cool, wenn wir miteinander so lachen können

Samstag, 7. März 2015

Das Original

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Thüringer Grillhexle, Das Original steht an den Wägelchen vorm Modepark in Endersbach.

Mich gelüstet erstaunlicher Weise nicht nach einer Thüringer, sondern mehr so nach einer Currywurst. Currywurst gibt es auch.

Die Cheffin äh Gattin schaut sorgenvoll auf den Rost, nicht dass noch bevor wir an der Reihe sind die dunkelbraunen Thüringer alle sind. Sind sie nicht. Trotzdem bestellt die Gattin als erste eine schwarze Thüringer, ich eine Currywurst.

Eine Currywurst HOT-DEVIL “SPECIAL” (scharf) mit Brötchen *1,2,3,4   2,70€

So richtig mein Fall, signalisieren doch die 4 Ziffern hinter dem Sternchen, dass da bestimmt genügend Zusatzstoffe dabei sind. Bei jedem Wort, dass der Mann hinterm Thresen von sich gibt wird mir auch bewusst, wieso das Ding irgend etwas mit Original und Thüringer heisst.

IMG_20150307_133252Egal, schließlich geht es um die Wurst, die in einer Pappschale (gut) mit Plastikstupfer (so mittel) und halbem Baquett Wecken (geht gar net) daher kommt.

Ich will zu meiner Currywurst ein möglichst billiges einfaches Fabrikweckle, nix selbst erhitztes, nix halbes, nix vierteltes nix mit Körner und keine Brotscheibe.

Das aber nur dazu. Die Wurst war oder ist natürlich eine grobkörnige Thüringer, und natürlich für eine Currywurst wie ich sie mag eigentlich im Durchmesser zu schmal, geschmacklich aber definiert und schmeckbar. Gut.

Darüber hat der original Thüringer aus einem Bottich die HOT-DEVIL Sauce geklatscht, die warm, von dickflüssiger Konsistenz und aufs erste honigsüss rüber kommt. Erst im Abgang zeigt sich dann, dass dieses HOT-DEVIL nicht nur Marketing sondern real ist. Scharf ohne gleich Atemnot oder Ohnmachtsanfälle auszulösen. So ist das OK.

Freitag, 6. März 2015

blos ned

Flight AB975W from Berlin to Alicante is declarying an emergency

So war die Meldung als ich Sie zum ersten mal sah. In Flightradar24 konnte man dann sehen, dass die Maschine kurz vor Künzelsau nach Nordwesten abdreht, wird wohl in Frankfurt landen. Das zum Zeitpunkt der Aktion deutlich nähere Stuttgart war wohl keine Option.

Unbenannt

Donnerstag, 5. März 2015

Scheiße

 

das sind wieder dies unfavbaren Tweets, wo Du als Fünfzigjähriger noch so einen dicken Klos im Hals bekommst. Du willst die Betroffene nur in den Arm nehmen. Hoffst das sich doch noch Alles zu einem Guten wendet.

1000

Aufmerksam wurde ich als mir die vielen Sonneunter- und aufgänge mit dem Hashtag #1000SonnenfürMia entdeckte.

Der Mia Mo hatte ich einen Sonnenaufgang geschickt, von einem unserer ersten Mallorca Urlaube, Mia liebt Sonnenaufgänge und das Meer.

Mia macht eine Chemotherapie. Mia hat einen Hirntumor. Scheiße

Mittwoch, 4. März 2015

auch wahr

mein Tweet des Tages von @isyme14

wahr

"Neuseeland hat nur 16 Einwohner pro qkm...seufz"
"Ja, und Kasachstan nur 7."
"FRESSE"

Donnerstag, 26. Februar 2015

IMBISS

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Imbiss steht an der Bude. Gebaut bestimmt Anfang der Achtziger, die Stadt Winnenden hatte bestimmt versucht, die Bahnhofstraße mit der Einkaufsstraße zu verbinden. In einer Stadt, die durch die B14 geteilt ist oder war. Ambitioniertes Vorhaben. Geworden ist es dann eine Unterführung. Einer Unterführung ohne Bahnanschluss. Beton. Viel Beton. Ich bin gar nicht runter, vermutlich waren da unten sogar noch Läden geplant.

Der Imbiss ist übrig geblieben aus diesem Städtebauprojekt. Ein Imbiss, von Griechen betrieben. Da bin ich doch immer ein wenig skeptisch

Dienstag, 24. Februar 2015

Impfverweigerer

Nein, es ist nicht so, dass wir im Augenblick nur keine bessere Pandemie haben. In Deutschland sind die Masern mal wieder ausgebrochen und jetzt ist das geheule natürlich groß, vor allem bei denen, die sich nonkonformistisch dem Impfdiktat der Pharmaindustrie nicht gebeugt haben. Ich setz mal einen Merker in einem Jahr um zu schauen, was daraus geworden ist

Samstag, 21. Februar 2015

drastisch

Volker Pispers, schwer an Karten zu kommen. Schwer auch darauf zu kommen, dass dieser Herr Kabarettist ist. Vom Fernsehen her ist es doch eher schwierig, zu deutlich die Worte, zu deutlich das Bekenntnis.Wir dann in der Phönix-Halle in Mainz. Von aussen äusserst cool, von innen leider ein bisschen zu eng bestuhlt.

Kurz nach 8 beginnt der Meister. Sinniert über die Politik und die Welt, erklärt die Krisen, weiß ein paar Argumente zum Ukraine Konflikt. Macht die Riesterrente, die etablierten Parteien und die Kanzlerin runter. Rechnet schonungslos mit der unsozialen rot grünen Politik nach der Jahrtausendwende ab, lässt aber auch an der neuen Regierung nichts Gutes.

Das Finanzsystem ist schon auch sein Thema – wieso nicht. Macht nach einer Stunde eine halbe Stunde Pause um dann noch mal anderthalb abzulästern. Mir ist klar, dass viele mit Herrn Pispers schwierigkeiten haben, wird ihnen doch bewusst, dass Sie auch nichts am System ändern, oder sehen an den erkennbar tiefroten Ansichten des Künstlers keinen gefallen.

Andererseits – wenn man den politischen Stillstand betrachtet, beziehungsweise wenn man sich wie Pispers es ausdrückt mal überlegt, was sich die letzten 30 Jahre positives für das ärmste Drittel der Bevölkerung getan hat … und auch bei dieser 6 wöchigen Nachdenkzeit fällt halt nix ein.

glücklich

2015-02-21 024“blau macht glücklich”, war doch die Werbung von VW. Und ja, die Armaturenbeleuchtung in blau hat uns sehr gefallen. Heute in Main waren wir natürlich auch in der Kirche St. Stephan. Marc Chagall hat dort einige der Kirchenfenster gestaltet. Blaugrundig. Wir waren glücklich. Ein Tiefes blau im Chor, ein helleres blasseres Blau in den Seitenfenstern. Der ganze Kirchenraum in diesem mysthischen blau.

Die Figuren wieder mit einer Leichtigkeit, ich bin begeistert.

Beindruckt scheint auch die Besuchergruppe in den Bänken. Fasziniert schauen die Menschen auf die Fenster, bis Sie angesprochen werden. Sie seien ja wegen der Orgel da, der Herr wird sie ihnen erklären, auch ein paar Stücke spielen.

2015-02-21 038Ich bin glücklich, schon alleine darüber wie glücklich der Organist über sein neues Instrument, ist. Wie schön und leicht und filligran es sich in die Kirche einfügt, wie toll es zu den Fenstern passt.

Die Firma Klais, hat dieses Werk geschaffen. Luftig wie die Orgelpfeiffen frei schwebend in der Kirche zu hängen scheinen. Im metallischen Glanz der Pfeiffen spiegelt sich die Lichtstimmung der Fenster. Sein Instrument würde hervorragend klingen. Ich bin Laie, kann es nicht beurteilen, das aber, das ich höre gefällt mir gut.

 

 

 

 

Freitag, 20. Februar 2015

frühlingslike

das Stuttgarter Käseblatt listet mich schon seit Jahren nicht mehr als Abonennten, wird von mir aber auf Twitter verfolgt. Den Frühenbird haben die mit diesem Tweet abgeschossen:

 

Heute wird es also nochmal frühlingslike - da frag ich mich, wie spricht man das ‘ü’ den anglo-amerikanisch korrekt aus ?

Donnerstag, 19. Februar 2015

recht hat er

Gemischtwaren

der Schweizer Rundfunk DRS3 twittert:

bei dem Gampel Openair treten also bis jetzt auf:

  • die toten Hosen
  • the Prodigy
  • die Beatsteaks
  • Stressmusic
  • Adel Tawil
  • Simple Plan
  • Steffanie Heinzmann

ist doch für jeden was dabei - oder aber, ist für jeden was dabei wieso er nicht hingehen würde.

die toten Hosen, im Augenblick doch so eher die Höhner, nur halt aus Düsseldorf

und so Prodigy Hörer, legt sich zum runterkommen doch gerne mal was vom Adel auf...

und nur weil Frau Heizmann auch das “unforgiven” weichspült passt das nicht zu den Beatsteaks

Ich hasse diese Gemischtwarenläden, wo es wirklich alles gibt, alles und nix rächts  heisst es da schnell. Nur weil man wirklichen jeden und alle anlocken will ein an sich inkompatibles Gemisch zusammenstellen. Nicht mein Ding.

Appell

...dann wurde wieder appelliert, “die Gewaltschäden im letzten Jahr sind wieder angestiegen, bitte liebe LKW Fahrer sind sie doch bitte vorsichtiger”.

Und mal abgesehen, von der Tatsache, dass jeder Schaden höchst ärgerlich und kostenträchtig ist, was für Gründe hat denn der Fahrer nicht vorsichtig zu sein. Ja, wo profitiert er denn, wenn er nicht vorsichtig ist und sich die Lichter abfährt, die Luftschläuche abreisst, die Stecker killt ? Wo ist denn der fucking benefit für ihn ? Richtig, seine Tour muss er trotzdem fahren, er muss entweder das Zeug reparieren, oder nochmal umladen, auf jeden Fall verliert er Zeit, die er später am Tag, der Nacht als Freizeit hätte.

Vielleicht sollte man sich einfach mal Gedanken machen, was noch zu Schäden führt, sind vielleicht die Platzverhältnisse zu eng, sind alle richtig auf ihre Fahrzeuge eingewiesen, wieso ist das Hoflicht nicht an ?

Dienstag, 17. Februar 2015

würzen

mein Tweet des Tages heute:

Samstag, 14. Februar 2015

nochmals Samstags: Sonntag

wie vor knapp zwei Jahren hier, waren wir heute wieder bei Christoph Sonntag. Wieder im Forum Ludwigsburg, wieder hervorragende Plätze. Die Schwiegermutter hatte uns heute begleitet.

Christoph Sonntag, Stammcommedian des Staatsrundfunks hier in Württemberg. Das Publikum in diesen 50++ Schnitt. Weniger die Lehrerkollegien und Buchhändler, mehr so die “i her dr ganz Dag Radio, doher kenn i deenn, der isch luschdig” Menschen.

Er bezeichnet es als Kabarett, für mich ist er ein ganz normaler Komiker- sich nur an der Aussprache oder der Stimme eines Politikers zu stören ist nicht Kabarett. Andreas Thiel erklärte uns erst letzten Monat, dass Witz vor allem von der Überraschung, dem Unerwarteten lebt. Wir bekommen heute doch sehr viele facebook-Spruch Pointen um die Ohren gehauen, da bin ich ein wenig enttäuscht.

Ganz doof wird es dann als er die ‘Promi geht nicht gerne aufs Pissoir, weil irgend ein Depp sich beim Pinkeln zu ihm rum dreht’ Nummer mit sich als Promi spielt, das kenn ich schon aus den Endsiebzigern von Carell und Hallvervorden - das eher schlichte Publikum zum Großteil nicht, oder die lachen nur aus Höflichkeit.

Sowieso, weiß er nicht so recht, wo er hin will, der Sonntag. Wie gesagt, Witze übers Aussehen oder die Stimmen von Politikern zu machen ist kein Kabarett. Seehofers Maut Finte, die letztendlich darin enden wird, dass Alle (In- und Ausländer) die Maut bezahlen und die EU verbietet das zum Teil mit der KFZ Steuer zu verrechnen und somit die Deutschen doch zahlen, blogge ich schon seit 2013. Der Rest ist bekannter Witz in nur schwach abgepackter Verpackung, eher nicht ganz links. Aber mit diesem Italiener, Deutscher, Franzose, Pole muss ins Rettungsboot Witz punktet auch der Leitrentner in Wandergruppe vom Klub sonniges Alter. Und Witze über einen nicht fertig werdenden BER oder einen tiefergelegten Bahnhof...ich bitte Euch, wie unerwartet und überraschend (siehe oben) ist denn das.

Gehn 2 die kein Geld haben (hier natürlich die Griechen, wer gilt denn zur Zeit als nicht Geld haber) in den Puff, wer zahlt ? - ich sag es Euch nicht, den Witz habt ihr doch auch schon tausendmal gehört. Bahnbashing, die erste Lektion in “Humor und Komik für Anfänger” bei der VHS mittleres Remstal

Um schließlich kurz vor der Pause noch nach der Geige zu greifen und versuchen das Ding noch mit Gesang zu wenden.  - gut war auch nicht zündend, dann halt noch die Promo für seine Produkte - die Stiphtung will ich nicht kritisieren, da glaube ich durchaus, dass Herr Sonntag etwas sinnvolles macht.

Spontan leicht Standup ist Sonntag, als er sich ein paar Menschen in den vorderen Reihen pickt, mit und vor allem über die er Witze macht. Das ist aber auch nur ‘kleine Tierschau’ Niveau aus den 80ern.

Nach der Pause noch zwei Aufnahmen für Sonntags Radio oder TV Sketche, ganz ok soweit. Als ich dann denke, jetzt bringt er nur noch bekannte abgedroschenen Witze, fällt mir zum Glück auf, dass das Szenen aus seinen AZNZ Programm von vor 2 Jahren sind. Gut Zweitverwertung aber eigentlich wollte ich schon richtig unterhalten werden.

Nach 120 Minuten netto Spielzeit ist es vorbei, es war, auch wenn es sich bis jetzt nicht so angehört hatte, doch noch ganz kurzweilig, der Schwiegermutter, die die Karten von uns geschenkt bekommen hatte hatte es gefallen, was will man mehr ?

Freitag, 13. Februar 2015

PICASSO - Der künstlerische Prozess

“Freidags koschd’s nix” oder auf Deutsch: Freitags ist der Eintritt in die Galerie Stihl Waiblingen frei. Ein nicht zu unterschätzender Faktor, für den Schwaben in mir, den das eine oder auch andere mal die jeweils 6€ pro Nase bei verschiedenen Ausstellungen gereut hat.

Heute also PICASSO - Der künstlerische Prozess. Freitag nachmittags nach der Frühschicht, ein midlife crisis geplagter Mittfünfziger macht auf kulturbeflissen. Das grafische Werk des populären Künstlers. Drucke, Radierungen, Lithographien. Keine opulenten Gemälde. Auch mal interessant.

Picasso, das Übliche, Faune, Minotauren, Stiere, Stierkampf, Frauen, und Musen. Am Eingang an der Wand eine Biographie an der Wand, später noch Erläuterungen über die Drucktechniken. Ein paar Photos aus seinem Haus in Cannes 1957 wirken leicht als Füller um die eh schon kleine Galerie zu füllen.

Ein paar Dinge sind jetzt in Erinnerung geblieben. Faune und Ziege, Linolschnitt, davon 5 Entwicklungsschritte. Faszinierend. Im Ersten Blatt nur der blaue Himmel, die grüne Landschaft. Immer detailierter, immer farbiger dann die Fortschreibung. Die Ziege, die beiden musizierenden Faune, Linien, die sich erst im fertigen Druck als die Ufer eines Gewässers entwickeln und im Augenblick noch rätselhaft bleiben. Am Ende eine Picassotypische Ziege, ein trommelnder und tanzender Faun, einer der die Flöte spielt. Es macht Spass, sich die Entstehung dieses Werkes vorzustellen, mit Respekt an den Künstler, der sich hier doch sicher von Anfang an Gedanken über die Herstellung machen muss. So etwas würde ich mir zuhause aufhängen.

Eine weitere Serie fällt auf. Entstanden sind von Anfang Dezember 1945 bis Anfang Januar 1946 einige Blätter eines Stiers. Der im ersten Entwurf fast schon photorealistisch über kubistisch bis letztendlich fast schon abstrakt mutiert. Ein Stier, der schon im dritten Blatt, dieses Picasso Gesicht bekommt, das Maul frontal, die Hörner von der Seite dargestellt. Gerade dies fasziniert mich unter anderem an Picasso. Immer reduzierter verändert sich das Tier, der Kopf geht immer höher, die Striche werden dünner, bis das ganze in einem Stier endet, der analog zum “das ist das Haus vom Nikolaus”, fast wirkt, als wäre er schon fast nur mit einem Strich gezeichnet.

 

 

hier die Presseerklärung zur Ausstellung,

besuchen könnt ihr die Ausstellung noch bis 26.April 2015 hier

Galerie Stihl Waiblingen
Weingärtner Vorstadt 16
71332 Waiblingen

(und ihr wisst ja: “freidags koschd’s nix”)

Samstag, 7. Februar 2015

Super Vision

Die Supervision, wie sie oft auch gerne zusammen geschrieben wird, lateinisch für den über Blick, gerne in der Psychotherapie angewendet, um das Beziehungs und Behandlungsgeflecht Therapeut - Patient vielleicht auch von einer äusseren Warte nochmals frisch zu betrachten.  Manchmal auch nur die Therapie für den Therapeuten, damit dieser nicht Betriebsblind wird.

HG. Butzko hatte zur Super Vision gerufen, HG. Butzko, Kabarettist, in die Kelter nach Sockenbach. Das zweite Mal, dass wir in dieser Location sind. Schön. Auch diesmal scheint der Künstler erst mal leicht schockiert, von der Abgeschiedenheit, die alte Kelter in Weinstadt - Strümpfelbach liegt nun mal am Arsch der Welt, was sie als Veranstaltungsort nicht schlecht macht.

Ein Stehtisch, ein Barhocker, ein Bierkrug in der Hand. Mehr ist nicht auf der Bühne. Schnell kommt Butzko auf die Punkte, erklärt zu Reliogion, die Ukraine, die FDP, die NSA Affäre, Snowden und ausführlich Griechenland.

Erklärt logisch und nachvollziehbar die Ukraine Krise, das griechische Schuldenproblem ohne in die üblichen Stereotypen des Staatsfernsehens oder der Presse zu verfallen. Zeigt auch verständnis für eine andere Sichtweise. Pointiert ohne Punkt und Komma aber auch ohne gehetzt, wie zum Beispiel Priol zu wirken zieht er durchs Programm. Respekt. Analytische Schärfe kurzweilig präsentiert wir sind begeistert.

Ein Abend um uneingeschränkt zu sagen, “gehen Sie doch mal ins Kabarett, das Fernsehen ist nie eine Alternative”

läuft

bester Lieblingstweet ever:

Montag, 2. Februar 2015

Anzug

Einen Frack wollte ich mir zulegen, einen Frack mit Schwalbenschwanz, mit  Furzverteiler wie mein Vater dazu sagte.  Zur Hochzeit vor 23 Jahren.  Habe mich dann aber für einen stinknormalen Anzug entschieden.  Einen schwarzen seriösen Anzug, falls ich den mal für eine Beerdigung brauche.

Er hat sich bewährt, der Anzug, bei mancher Hochzeit, bei manchem schönen Fest war er dabei. Leider war er auch schon bei der einen oder anderen Beerdigung dabei, ich fürchte, dass die Beerdigungen in Zukunft die Überhand gewinnen.

Sonntag, 1. Februar 2015

Festival

289 km sind wir dann gefahren, einfache Fahrt. Schon seit 2007 gibt es in Neuwied das Festival der Currywurst, diesmal habe ich es endlich geschafft, vorbei zuschauen.
Ein Festival zu Ehren der Currywurst, wir sind Sonntags zeitig losgefahren,suboptimale Witterungsbedingungen konnten uns nicht bremsen.

Drei Tage geht das Festival der Currywurst, zum Abschluss gibt es dann noch einen verkaufsoffenen Sonntag, ob es sonst noch viel Rahmenprogramm gibt weiß ich leider nicht.

Angekommen nach 3 Stunden Fahrt stellen wir erfreut fest, dass der ganze Luisenplatz mit Wurstbuden gefüllt ist, ein Paradies. Wenn ich es richtig mitbekommen habe, sind es dieses mal 35 Aussteller oder Buden die sich beteiligen.

IMG_20150201_132010So große Auswahl überfordert dann natürlich auch schnell, wir stellen uns mal an. Wirklich tolle Würste auf dem Grill Bratwurst, Chilliwurst, Rote und Krakauer wenn ich richtig erinnere. Auf einem großen Holzkohlegrill, das kann doch durchaus was werden.

IMG_20150201_132307Wir nehmen uns einen Probierteller mit Bratwurst, mit den Soßen Amerika, China, Thailand, Hawai. Warten noch kurz, bis die Wurst richtig heiß ist - ist sie.

Eine Bratwurst in der Haut, gut geröstet mit Biss, gar nicht schlecht, die Soßen waren jetzt nicht so der Hit, am ehesten noch die Amerikanische Soße mit der leicht süsslichen Barbeque Note. Wir haben doch noch so viel vor und laufen über den Platz.

Wirklich eine Würschdlesbude an der anderen. Toll.

Und was es nicht alles gibt, mit Wurst von glücklichen Viechern, aus regionalem Anbau, mit Wildwurst, als Debreziner natürlich auch vegan. Mit den verschiedensten Soßen. Aber Himber Senf Soßen reizen mich nicht so. Die Auswahl erschlägt uns fast.

Am Ende des Platzes ist mal wieder Zeit noch ein Würschdle zu probieren. Was magst Du frag ich die Gattin. Nehm mal so ne Diavola. - eine Diavola bestelle ich bei der Chefin während die Gattin schon an einem Stehtischchen Platz nimmt.

Sonntag, 25. Januar 2015

Wimmelbilder

James Rizzi zum Beispiel malte auch so Wimmelbilder, voll und dicht wie ein Asterix Comic. Dazu in einer Art 3D Effekt, der die Personen immer ein wenig vor der Szene plaziert. Oft sind es Miniaturen, die so filigran sind, dass man sich wundert wie der New Yorker diese produziert.

Eine wirklich kurzweilige und erstaunliche Ausstellung in der Kreuzkirche in Nürtingen. Den Eintrittspreis von 6€ haben wir hier nicht bereut und würden Euch empfehlen, selbst bis 22. Februar zu schauen wovon wir reden.

Rizzi sagt euch nichts ? Schaut doch mal in der Wikipedia oder bei Google

Samstag, 24. Januar 2015

geärgert

American Diners, der Trend schon seit ein paar Jahren. Und auch wir gehen öfter mal einen Burger essen, gerne auch mal mit den beiden jungen, Lilo und dem *‘Der’. Nach Ludwigsburg wollte die Tochter mal wieder. Nein, morgen am Samstag wäre nichts frei. Gut dann die Woche drauf am Samstag; um 20:00 Uhr.

Der ‘Der’ lästert schon im Voraus, ob wir nicht gleich Getränke bestellen sollen, da wir wissen, dass es in Herrn Kullmann’s Diner normalerweise nicht ganz so flott abgeht.

Erstaunlicherweise sind wir heute mal überpünktlich, sind schon 10 Minuten vor 8 im Restaurant. “Wait to get seated”- gerne.Der Kellner schnappt sich auch gleich vier Speisekarten um uns an den Platz zu führen. Netter Platz, direkt am Fenster. Wir wählen die Speisen aus.

Das Restaurant ist wie Samstags üblich voll bis auf den letzten Tisch. Eine Kellnerin serviert am Tisch hinter uns, auf dem Rückweg blickt sie - richtig, starr auf die uns abgewandte Seite. Beim nächsten mal auch.

“dürfen wir bestellen ?” - “Moment”

“so jetzt, was darf ich notieren ?” - schon eine Viertelstunde nachdem wir im Restaurant sind, bestellen wir, 4x Getränke, 4x Burger, einen Baskett Vorspeisen für eine Person, das jeder mal testen kann.

Die Getränke kommen und wir unterhalten uns über Gott und die Welt, über Handys und die Omas, über die Arbeit und giftige Tiere. Kurzweilige Gespräche, fällt uns fast gar nicht auf, das schon wieder eine Dreiviertelstunde um ist. Doch, die Gläser sind leer. Wir hätten gerne nochmal das Gleiche zu trinken - “...und könnten Sie nochmal nachfragen wo unsere Vorspeise bleibt” - der Tochter ist es eher unangenehm, ich bin gereizt.

Meine Befürchtung allerdings, dass das Hauptgericht vor der Vorspeise kommen wird erfüllt sich nicht, wie ich zu einem späteren Zeitpunkt feststellen muss.

“die Getränke, und die Vorspeise kommt jetzt gleich, bitte entschuldigen Sie, wir haben das Restaurant voll....” - der Überbringer der schlechten Nachricht wird geköpft. Immer.

Die Vorspeise kommt, jeder probiert etwas davon, durchaus genießbar aber auch keine Sensation. Zehn Minuten später ist das Teil vertilgt, die Platte steht auf dem Tisch - die Gläser und die Eisteeflasche von der ersten Getränkerunde auch noch. Sie scheint sich nicht mehr so recht an unseren Tisch zu trauen, die Kellnerin.

Fünfundzwanzig nach Neun, die Kellnerin geht nochmal von Tisch zu Tisch und entschuldigt, dass das Restaurant so voll ist, man mit den Bestellung nicht nachkomme...

Mir platzt der Kragen, sage dem Mädel in deutlich gereiztem aber nicht lauten Ton, dass ich das hier so eher mittel finde, was da gerade abgeht, nach 90 Minuten noch keine 4 popelige Burger auf den Tisch zu bringen, sage ihr dass ich weiß, dass sie nichts dafür kann, ich andererseits keinerlei Verständnis mehr aufbringen will und dass sie das so auch gerne ihrem Chef oder der Küche sagen darf.

Der Laden besteht jetzt schon im fünften Jahr hier am Platz, und immer ist Samstags knallvoll und nie funktionierts, die reservieren ja schon die Tische nicht zweimal, weil sie ganz genau wissen, dass da noch niemand nach zwei Stunden das Lokal verlässt. Ich reg mich auf, die Tochter schämt sich für ihren Papa, wir vier haben Hunger.

“Sie sind als nächstes dran” - eine tolle Aussage 90 Minuten nach der Bestellung.

“Sie erhalten einen Rabatt von 10%”, als sie dann 97 Minuten nach der Bestellung das Essen serviert. Nimmt dann doch mal die Schale der Vorspeise mit, die da ja auch schon eine halbe Stunde sinnlos steht, die leeren Eisteeflaschen lässt Sie uns noch ein Weilchen - glaubt Sie wir wollen Flaschendrehen spielen ?

Die Burger sind genießbar, dem vom ‘Der’ fehlt die BBQ-Sauce, die er reklamiert und auch sofort !!!! bekommt, der Tochter wird ein falscher Burger serviert. Essen kann man alle.

Wir müssen ganz aufessen, können wir doch nicht so einen Aufstand machen und dann nachher behaupten, wir waren gar nicht hungrig. Die Kellnerin zu frozeln verbietet sich, die hat es trotz allem auch nicht ganz leicht.

Schade. Geschmacklich sind die Burger durchaus genießbar, das Restaurant, der Diner aber wegen des schlechten Service, der zwar noch nie so schlecht wie heute, aber auch noch nie richtig akzeptabel war, ist ab heute für mich ein NoGo. Das war definitiv der letzte Besuch heute. Nochmal Schade.

* der ‘Der’ ist der Freund der Tochter, der am Anfang der Beziehung immer nur namenlos mit “darf Der mal das und das machen, ?” personalisiert wurde

Donnerstag, 22. Januar 2015

nie verkehrt

nie verkehrt1

oh, schade du hast VOLLKONRBORT statt “Vollkornbrot” geschrieben
macht Currywurst blöd oder wieso hast Du TOUFSCHNITZEZL statt Tofuschnitzel geschrieben

jetzt ist es so, dass wir uns Worte nicht vorbuchstabieren, sondern so erfassen, dass wenn ein paar Buchstaben umgestellt sind, wir das Wort richtig sehen. Das war meine Intention, als ich das T-Shirt entwarf, dass Currywurst nie verkehrt (geschrieben) ist.

Falls ihr Bock habt, mit so einem T-Shirt rum zu rennen klickt auf das Bild, wenn ihr an dem Currywurst Thema interessiert seid, dann gibts hier noch mehr Currywurst T-Shirts

Dienstag, 20. Januar 2015

auch nicht

...und dann habe ich nach der Spätschicht doch noch eingekauft. Ich war uninspiriert und wusste nicht so recht, was ich mir noch machen soll. Nach der achten Runde durch den Laden merke ich, wie ich unterbewusst vermutlich schon sechs mal an dem Regal mit der Rügenwalder Currywurst vorbei gekommen bin. Daneben selbstverständlich auch der CurryKönig, aber den kannte ich ja schon.

Nochmal eine Runde vor zu den Backwaren und - ja, für 65 Cent gibt es da auch noch 5 Fabrikwecka. Was will man mehr. Die Brötchen in den Korb und zurück zum Convenienzeprodukt aus Rügenwalder produktion.

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Was natürlich aufs Erste auffällt, ist der extraorbitante Preis, den der Discounter meines Vertrauens für dieses Produkt verlangt, 2,49€ und da ist noch nicht mal der Strom.... und natürlich auch der Wecken für 13 Cent eingerechnet.

Andererseits, die nächste Frittenbude die jetzt noch auf hat, wird der Brunnenwirt sein. Keine Alternative um diese Zeit.

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Zuhause angekommen stelle ich fest, dass die beiden Gsichtla, die schon auf der äusseren Verpackung abgebildet sind, auch auf der Schutzfolie drauf sind, die Schutzfolie, die ich mit einer Gabel durchlöchern soll, wenn ich mir das Ding in einer 600Watt Microwelle warm mache.

Gut, wenn ich die Folie durchlöchern soll mach ich das auch, ein Psychologe würde seine Schlüsse daraus ziehen, wie viele Löcher die beiden auf der Packung abbekommen haben...

Das Ding in die Micro und gut ists. In der Umverpackung befindet sich noch ein Stupfer in Form einer Zweizinkigen Holzgabel und ein Päckchen Pulver.

Wohl denn, Minuten später ist das Ding zum Verzehr bereit und sieht so aus:

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Stücke einer scheinbar gegrillten weißen Wurst in Currysauce. Wenn Soße und Wurst zusammen erhitzt werden läßt es sich schwer ausschließen, dass beide die gleiche Temperatur aufweisen. Ein Systemfehler.

Die Wurst, läßt sich geschmacklich nicht von der Sauce unterscheiden, hat sie doch fast ihr ganzes Wurstleben mit dieser verbracht.  Schade, dass sich die Wurst wie die des berühmten Currywurst

Sonntag, 18. Januar 2015

Outback

auf der Rückfahrt von Baden-Baden über Rastatt, Gernsbach Richtung Freudenstadt, sind wir hier Outback des Schwarzwalds durch Loffenau gekommen.
IMG_20150118_151045Ortseingang. Auch hier der freundliche Sie fahren 48 km/h Smiley. Kurz danach ein Kundenstopper, gleich beim Parkplatz. Was bin ich froh, dass ich noch so viel Restsehschärfe habe, dass mir auf dem Schild gleich die Currywurst aufgefallen ist, da ist es auch egal, dass wir vor exakt 6:20 Minuten aus einem Café gekommen sind.
Davor 3 Motorräder, dabei eine Le Mans, und eine !!! metallic Blaue Monza !!! - manchmal juckts mich doch wieder, die Monza ist doch mehr als 30 Jahre alt und weckt Erinnerungen.
Wir gehen in die Bude. Eine offensichtlich mit viel Eigenarbeit selbstgebaute, auf jedenfalls selbst gepimpte Bude. Und, wen wundert’s, im USA-Style. Als wir durch die Türe treten kommt uns erst ein Hund entgegen, berührt uns aber nicht. Im Eck sitzt eine Familie mit Kinderwagen, am anderen Tisch die 3 Biker. 50 bis 60 jährige Midlifecrisisler. Fachsimpeln über das integral Bremssystem der Guzzis.
Wir gehen an einen freien Tisch im Nebenraum. Dort bollert ein Ofen. Ein moderner Ofen. Fast zu Warm. Wir sitzen noch nicht richtig, schon bringt uns ein teenagendes Mädel die Karte.
IMG_20150118_151242 (1)Ob wir gleich was trinken wollen ? Für mich ist der Fall komplett klar, alleine die Gattin steht noch in einem umfangreichen Entscheidungsprozess. Trinken will Sie nichts, ich ein Cola - und eine Currywurst mit Brot.
Eine Currywurst mit Brot übrigens, die als rote oder weiße zu haben ist und für 4,50 € kostet. Heute nennt sich ja jeder Burgerbräter Diner, schön dass diese Steffi, eine Ausnahme vom American Diner macht und auch Schnitzel und Currywurst anbietet.
Als das Mädel, vermutlich die Tochter des Besitzers das Cola bringt, weiß die Gattin, dass sie eine Bratwurst will. Mit Brot. Johnny Cash singt. Vermutlich eine komplette Playlist, Cash. Immer schön abwechselnd ein langsames deprimierendes Lied gefolgt von einem schnelleren deprimierendem Lied. Er hat es mit seiner Singerei nicht leicht der Johann Bargeld. Ich bewundere die Leutchen die sich hier aufhalten müssen, für mich ist diese Countryscheiße massiv überdosiert.
Alte US-Kennzeichen, Werbetafeln, ein Hut, eine Goofyfigur. Ein Stehtisch mit Barhocker, dort setzt sich das Mädel jetzt hin, schaut traurig auf ihr Handy. Das Display ist zersplittert. Ihr Lebenstraum ist sicher nicht, hier Sonntag nachmittags zu bedienen. Das Handy bleibt still. Der Blick aus dem Fenster zeigt überzuckerte Tannenbäume auf dem Berg. Sie hasst den Ausblick. Sie hasst bestimmt noch mehr. Den Hund unterm Tisch liebt sie.
Die Familie mit Kind verabschiedet sich. Er ist Trucker. Oder bei der Straßenmeisterei. Oder aus dem Holzwerk. Und USA Fan. Mit kariertem Baumwollhemd. Er schiebt den Kinderwagen. Seine Frau geht voraus. Das erste mal richtig gesehen haben sich die beiden sicher am Strand von Pataya, nachdem die Liebe schon durch den Katalog oder die Homepage geweckt wurde.
IMG_20150118_152520CARO ! Sie folgt dem Ruf, legt das Handy zur Seite und geht Richtung Küche, um sofort danach mit unserem Essen zurück zu kommen.
Schön angerichtet. Man merkt die Nähe zur Michelin-Sterne-Gourmetküchen-City Baiersbronn. Ein kleiner Fauxpas, die Position von Brot und Garnitur gehört getauscht, die Wurst links ist ok, Brot und Garnitur rechts dann auch, allerdings muss ich jetzt immer um die Tomate rum hantieren.
Die Wurst, eine grobe Bratwurst im Darm, ungeschnitten, überzogen mit einer Currysauce, gut gepulvert. Brot geht eigentlich gar nicht. Angerichtet ist es trotzdem gut. Was mir das Billigweckle ist, ist dem Wirt bestimmt das Billigbrot. Scheint kein gutes Schwarzwälder Holzofenbrot zu sein. Die Wurst, auf dem kalten Teller ist ganz ok, sie ist genügend warm, hat auch deutlich biss. Die Soße ist flüssiger als pures Ketchup, liegt in ordentlichen Temperaturbereichen, sie ist eher süß abgestimmt. Woher die leichte Schärfe kommt, erschließt sich mir nicht ganz.

Das Brot zur Wurst, na ja, wie Pommes gewesen wären werde ich wohl nie erfahren.

Alles in allem war die ganze Sache bis auf die Beschallung genießbar.