Freitag, 1. November 2013

Wunder

2013-11-01 14.03.52Eine Erfolgsgeschichte, wenn ich mir jetzt nachträglich die Homepage von Gerris Grill Imbiss anschaue. Ein Gründer, mit geschick, können und natürlich Erfolg Reschbägt.

Wir in Darmstadt die Straßen rauf und runter gefahren, eine Würschdlesbude war gesucht, Döner, Grillhähnchen Pizza oder Chinafrass gibt es auch dort überall. Fast schon aufgegeben, TZ rechts, ich bieg ins Industriegebiet.

Ein Wunder vielleicht auch nur, dass wir die Bude dann im letzten Eck des Industriegebiets gefunden haben. Achso, Damstadt, Hessen, die Heiden hier haben ja Allerheiligen nicht als Feiertag.

Die Chefin nimmt gewissenhaft die Bestellung für ein bevorstehendes Fest entgegen, vermutlich ist sie auch dick im Würschtles Cattering Bussines,  ihre Kollegin kümmert sich aber sofort um unsre Bestellung.

Rostbratwurst, Rindswurst und Paprikawurst liegen auf dem Rost, mit der Grillzange zeigt die Adjudantin meiner Frau, was zur Auswahl steht. Sie entscheidet sich für eine Bratwurst im Brötchen, ich nehm heute zur Abwechslung mal eine Currywurst mit Brötchen äh und ne Cola. OK. Die Hilfsbräterin dreht am Grill, gibt Power auf den Gitterrost, die sowieso schon leicht aufgeplatzte Bratwurst verschwindet in den Flammen. 

2013-11-01 13.59.42Ein paar Minuten später ist der erste Teil der Bestellung fertig. Am Rande des Grills nimmt die Heizerin ein Brötchen weg, schneidet es auf und knickt die Wurst rein.

“Ketchup oder Senf ?”
” Hey mach da Ketchup drauf und falls Du es überlebst kannst du immer am 01. November einen zweiten Geburtstag feiern.”

Ich bringe das Produkt mal meiner Frau, die im Partyzelt daneben wartet.

Die für mich bestimmte Wurst verschwindet im Schnitzler, Pappschale (sehr gut) und aus einem Topf auf Warmhalteplatte gibt es eine Kelle Sauce drüber. Ordentlich gepulvert noch das Ding und den (wie sich nachher rausstellt) angewärmten Weizenmehl Stein dazu. Noch die Cola bitte ! 6,-- Euro für die beiden Würste und ne Cola ist jetzt mal wieder völlig in Ordnung, findest in Stuttgart nicht.

Jetzt verbrenn ich mir erst mal meinen Mund, die Sauce ist es. Deutlich heißer als die geflammte Wurst. Ich darf nicht so gierig essen. Die Bratwurst in der Haut läßt nur optisch Röststellen erkennen, kau oder merkbar sind sie nicht. Nicht kalt aber halt auch nicht richtig warm. Schade. Dafür haben die Wurststücke den richtigen Biß. Kein Grünzeug im Brät, was will man mehr. Die Sauce ist würzig und als Currysauce durchaus geeignet. Passt scho.

Waldspirale

2013-11-01 004

Waldspirale heisst das Hundertwasser Haus in Darmstadt. Die Hundertwasser Anlage. Nur von aussen gesehen, an einem relativ trüben Tag.

Und ob ich da wohnen wollte bin ich mir nicht schlüssig, interessant ist es aber allemal.

 

 

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Remstal Höhenweg Mögglingen Schwäbisch Gmünd

um 5:42 Uhr fährt der Regionalexpress 19401 von Waiblingen nach Mögglingen. Klar könnt ihr jetzt meinen Geisteszustand anzweifeln, im Urlaub um 5:42 Uhr im Zug zu sitzen, Himmel wann muss man den dafür aufstehen ? - genau, ich bin es gewöhnt. Ankunft in Mögglingen übrigens 6:37 Uhr - falls ihr es wissen wolltet.

2013-10-31 004

Ein paar hundert Meter vom Bahnhof zu der Stelle, an der ich gestern den Höhenweg verlassen habe. Das Kaff schläft noch, Reiff ist auf den Autoscheiben. Drüben war gestern noch der Balkonraucher zu sehen, vermutlich pennt das Rentnerlein noch.

Kurz vor 7:00 Uhr kratzt ein Mann seinen Audi A6 Kombi frei. Ein Einfamilienhaus und keine Garage ? Oder steht da die Karre der Frau ? Wenn er schon fast 50.000 € für die Mühle ausgibt und Laternenparker ist, wieso hat er keine Standheizung ? Sein Problem.

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Remstal Höhenweg Heubach Mögglingen

2013-10-30 007Schon die Anfahrt war heute besonders lange. Zug bis Gmünd, ist klar, dann mit dem Bus bis Heubach. Stadthalle meine Haltestelle. Noch ein paar Meter durch den Ort, dann vorm Triumph links den Berg hoch.

Heute gleich die Tokyo Tapes, von den Scorpions. Dieses Doppelalbum hat mich geprägt, der verhasste Klassenlehrer in der 8. hatte es angesprochen, “na wieder keine Hausaufgaben gemacht, weil man den ganzen Tag Tokyo Tapes gehört hat ?” noch am gleichen Tag hab ich mir das Album geholt.

Verdammt steil geht es den Berg hoch, die Rosenstein Ruine sieht man ab und zu durch die Bäume. Es wird ein schöner Tag werden, bin ich mir sicher.  Seit ein paar hundert Jahre sind die Steine da oben schon so aufgeschichtet, dass es eine Burg ergibt. “we’ll burn the sky” - Junge, Junge das Lied ist heute noch so geil.

 

Montag, 28. Oktober 2013

Remstal Höhenweg Strassdorf - Heubach

2013-10-28 037Ich wollt einfach auch mal weiter kommen, mal wieder einen Schritt, das Projekt Remstal Höhenweg zu einem Ende zu bringen.

Urlaub habe ich gerade (schon wieder) mit S-Bahn Fellbach Schorndorf, dann Regionalexpress bis Schwäbisch Gmünd. Anschließend Stadtbus Nummer 4 bis Ortseingang Schwäbisch Gmünd Strassdorf. Soweit war ich damals gekommen.

 

Probleme mit meinen Handys, richtig Mehrzahl. Smartphones, keine Handys - trotzdem Mehrzahl. Mein Galaxy zickt mit dem GPS Empfang, verliert immer wieder den Standort. Das Galaxy, das ich von Lilo übernommen habe wähn sich vermutlich noch in Korea. Ich bin angepisst. Mein ‘altes’ 3 Jahre altes Base Handy besitzt einen GPS Empfang, daran würden sich Cruise MIssles freuen, oder natürlich Drohnen, das ist aber ein anderes Thema. Leider zeigt mir mein Base Handy nicht die Remstal Höhenweg Route an. Ich dreh gleich wieder um. Nach dem zweiten Reboot wird es dann aber.....zum Glück.

2013-10-28 038Schwäbisch Gmünd Strassdorf. Hinterm REWE raus auf die Felder, ja hier werden Lebensmittel produziert, liebe Hundehalter lassen sie ihre Kötter nicht auf den Acker scheissen. Das Schild formuliert es ein wenig diplomatischer. Die Hunde und seinen Besitzer stört es nicht - auch nicht Montag morgens kurz nach sieben.

Mich stört nicht, dass ich mir am Samstag Ohrhörer gekauft habe. Die Wanderung beginnt mit dem Brandenburgischen Konzert Nr. 2 F-Dur Allegro.

Und nein, bei näherer Betrachtung zeigt die Skulptur nicht ihr Gemächt, es sei die Daphne. Ja auch Schwäbisch Gmünd hat einen Skulpturenweg, ich bewundere unbekannterweise denjenigen, der das den ganzen Remsgemeinden aufgeschwatzt hat.... vielleicht war es auch eine Drückerkolonne, wolle Zeitschriftenabo / Wachturm / Staubsauger / Gutscheinbuch / oder aber Skulpturenweg ?

Toccata und Fuge in D-Moll in der Zwischenzeit, der Johann Sebastian war schon auch eher ein Großer. Ungarische Tänze Nr. 5 g-moll beschwingt und mit schnellem Schritt dank Brahms. Den Feldweg verlassen, am Feldrand entlang, eine Lücke in der Hecke. Ich stolpre weiter durch das Gestrüpp. Die Vermutung täuscht nicht, ich bin nicht mehr auf dem Richtigen Weg, sagt mein Handynavi. Da bei der Lücke hätte ich. ARSCHLÖCHER ! Ist es denn so schwer den Weg ordentlich zu beschriften ? Dieser Gmünder Abschnitt kotzt mich jetzt schon wieder an.

2013-10-28 041Schrebergärten auf meinem Weg von der Höhe runter ins Täle. Es ist so typisch, dieses Schdiggle diese selbst gezimmerte Hütte, diese irgendwo weggefundenen oder von einem Bekannten der einen Bekannten, der im Geschäft schweißen kann ‘jo zwoi Kischda Hofbrei alloi firs Derle’ - zwei Kisten Hofbräu Bier nur für das Gartentörchen -  ja und dieses Gardadörle ist wichtig, ermöglicht es dem Schdiggles und Joreswaaga Besitzer doch seinen Jahreswagen auch auf der Parzelle zu parken. Dafür verzichtet man gerne auf ein paar Kilo Gurken und Tomaten.

Eine Schaukel hat er aufgehängt, extra. Dann können die Kinder mal mit dem Enkele. Und auch Zucchini mitnehmen grad dieses Jahr gibt es doch so viele... Aber wie wir früher nicht raus ins Schdiggle sind, weil es keine Rutsche - und es gab nie eine Rutsche - heute gehn die Kinder nicht raus, weil Opa kein WLAN hat. So isch na au wieder.

Wie aus einem schlechten Horrorfilm schwingt die Schaukel im Wind

 

2013-10-28 047Es geht bergab. Steil bergab. Mit meiner Laune auch, jeder Meter den ich jetzt steil runter gehe muss ich nachher sicher wieder doppelt hoch. Wie der Pfeffer von Stetten bin ich deshalb traurig den Berg runter zu gehen weil ich weiß dass ich nachher hoch muss.

Musik für alte Säcke ist angesagt, Crosby Stills Nash and Young - Four Way Street. Vor exact 30 Jahren war das meine Lieblingscassette auf dem Weg zum Bund auf dem Weg in die Kaserne in Günzburg. Bin auch heute dankbar und froh, dass ich die damalige frustinduzierte Raserei überlebt habe. Fourty Nine Reasons...

2013-10-28 048Gmünd unten dann. Der Friedhof bleibt links liegen der Weg führt - der Weg führt wie zu erwarten war gleich wieder den Berg hoch. Irgendwie wie zu erwarten auch das Haus an dem ich vorbei komme. Der aktuelle Wagen des Besitzers ein mittelalter Daimler Kombi, das Haus sicher in eigenleistung selbst am richten. Selbst aber sicher auch schon jahrelang selbst am richten und wie man so ein Haus verputzt weiss der Eigenleister sicher auch nicht.

Und so verbringt man mal ein halbes Leben auf einer Baustelle, die man in Eigenleistung... wenn er mal mit dem Haus fertig ist wird er sich dann bestimmt auch um das silberne Käfer Cabrio kümmern, das jetzt vorm Haus mit eingerissenem Verdeck vor sich hin rostet und verottet.

 

Meine heutige Wanderung wird somit hier in Heubach enden. Hunger hab ich. Bei der Volksbank sind zwei junge Frauen draussen und machen Mittag. Meine Frage, wo es hier einen Imbiss, möglichst eine Würstlesbude, kein Döner ! gibt können sie auch nicht beantworten, sie wüsten nichts, vielleicht unten an der Hauptstrasse beim Metzger, der hat einen heiße Theke.

Ich laufe die Hauptstrasse runter. Gegenüber der Stadthalle sitzen ein paar Leutchen draussen, klaro heute ist ja warm. Ich geh in die Metzgerei. Die Madame hinter der heißen Theke scheint aus dem ExJugoslawien zu stammen, ein Restdialekt ist jedenfalls vorhanden.

Eine normale Currywurst mit Brötchen - eine mal ganz neue Bestellung für mich.

Ich kann keine Wurst auf der Grillplatte erkennen, kein Problem für die Grillfee. Sie zaubert von irgendwo her eine lange schmale, weisse Wurst und versenkt diese in der FRITEUSSE. Ich bekomme Herzrhytmusstörungen. Fritteuse geht gar nicht denke ich immer wieder. Ich bin gespannt und setz mich schon mal an ein Tischchen. Der Bus nach Schwäbisch Gmünd fährt gerade ab. Da sollte ich jetzt eigentlich drin sitzen.

2013-10-28 12.37.41Ein paar Minuten später fischt die Lebensmittelvernichterin die Wurst aus dem heissen Fetttrog, packt das Ding in den Schnitzler, die Rädchen in eine Porzellanschale, klopft linkisch Pulver drüber. “Danke, und ein Cola bitte” - das Cola darf ich mir aus dem Verkaufsraum holen und eine Gabel hat es hier.

Ich versuche die Situation mit einem Plastikstupfer zu retten. Schön voll ist die Schüssel ja, reichlich ist es ja. Der Wecken mach einen guten Eindruck, nicht zu rösch, nicht zu lätschad. Ich probier die Wurst. Schön warm ohne heiß zu sein, das Ketchup hat Raumtemperatur, perfekt. Was mir fehlt um meine Vorurteile zu bestätigen wäre ein penetranter Geschmack von ranzigem Fett. Fehlt komplett aber mir auch nicht richtig. Prima. Die Wurst im Biss völlig ok. Gar nicht schlecht, das ganze.

 

 


Remstalhöhenweg Strassdorf - Heubach auf einer größeren Karte anzeigen

Sonntag, 27. Oktober 2013

Midlife Crisis

sei aber auch wenn man die Leiter erklommen hat und feststellt, dass sie an der falschen Wand steht

- keine Ahnung von wem der Spruch ist, hab es letzthin irgendwo gelesen, nett trotzdem

Sonntag, 20. Oktober 2013

burnout

mit der Schwiegermutter nochmal auf der Mainau gewesen, ein schöner Herbsttag. Eine ältere Dame (älter als wir, wenig jünger als die Schwiegermutter) kehrt ein kleines Stückchen Weg.

Man kommt ins Gespräch, arbeiten müssen wo andere Ferien haben versus arbeiten dürfen wo andere auch ihre Freude haben und noch dafür gut und gerecht bezahlt werden. Die Frau macht einen ausgeglichenen Eindruck. Nein, sie habe ja früher auch etwas anderes gemacht, dann konnte sie nicht mehr.

“Noi börnaud däd i ‘s ned nenna, i ha eifach reschdlos gnuag ghet”

 

toll gesagt

Freitag, 18. Oktober 2013

kritische Masse

heute wieder, in Fellbach gewesen beim Einzelhänder, im guten Fachgeschäft. Ich suche Kuverts für Einladungskarten, eine Seniorin möchte Lotto spielen. Die 3 ! Angestelltinnen im Laden sind mit sich selbst vor einem Regal beschäftigt und sprechen miteinander.

Die Seniorin und ich warten geduldig an der Kasse.

Szenenwechsel:

beim Bäcker meines Vertrauens im Industriegebiet in Oeffingen. Der Laden ist knallvoll, eine Angestellte arbeitet flink die Kunden ab und ich bin ratzfatz wieder draussen.

Oder aber Schlimmstenfalls, 5 Backwarenfachverkäuferinnen werkeln hinter der Theke, kehren, schwätzen, richten Kaffee, schwätzen, bestücken den Ofen, schwätzen, telefonieren, schwätzen und der andere Kunde und ich warten... geduldig.

 

und somit glaube ich, dass die kritische Masse für Kundenservice erreicht ist, wenn beim Verhältnis Kunden zu Service die Service Anzahl überwiegt

Sonntag, 13. Oktober 2013

die schicke Currywurst

Lampes-Reich, die schicke Currywurst in Augsburg.

Hoch anzurechnen ist Meister Lampe (hohoho - wie in der Fabel für Hase) auf ein Deppenapostroph verzichtet - ein erster Eindruck. Im ersten Eindruck, ist der Laden schick, nicht mondän aber deutlich schicker, als die Würstlesbuden, die man sonst schon zu Gesicht bekommen hat. Es sieht so aus, dass man sich diesem ‘och, ich ess auch mal gerne ne Currywurst’ Trend angeschlossen hat.

2013-10-12 16.22.53Die Auswahl ist groß, die Grillplatte leer, muß ich verwundert feststellen. Nachdem ich die überm Grill hängende Karte studiert hatte habe ich mich für eine - oh Wunder - weiße, nackte Wurst entschieden.

Der Bräter muss alle Türen seiner Vorratsschränke öffnen um dann in der letzten Ecke einen verschweißten Pack meiner Bestellung zu finden. Er brät die Wurst ganz frisch - ich bin gespannt. 2,80€ erst die Kohle dann die Ware. Nun gut.

Die Wurst aus dem Beutel auf die Grillplatte, etwas Öl drüber und gib ihm. Ich warte betrachte das Ambiente, nett dekoriert die Wände, schön die hohen Tische und Hocker , es fehlt der 45” Flat - nicht schlimm.

10 Minuten später scheint die Wurst ihren Reifegrad erreicht zu haben. Sie verschwindet im Vertikalhäcksler, Soße drüber, ein Bisschen Pulver klopfen und Wecken auf die Schale.

Natürlich ist es eine große Schale, andererseits ist es trotzdem so, dass die Wurst ein Bisschen mickrig ist. Für mich persönlich ist die Wurst einfach zu schlank, sie sollte etwas dicker sein, ein wenig fehlt es auch am Biß sie ist leicht (ganz leicht) breiig. Ich habe normale Sauce gewählt es scheint normales Ketchup zu sein, etwas fruchtsauer und süß.

Das Currypulver versagt. Es bringt nur ein paar Farbtupfer, geschmacklich ist es nicht wahrnehmbar. Das Brötchen wirkt wie ein Aufbackwecken, ist aber gut.

Alles in allem war die ganze Sache einfach - wie soll man sagen - war einfach ‘leis’

Jetzt

Nein, nicht jetzt, sondern gestern Abend wir waren in Landsberg am Lech, schön dort, schönes Abendessen mit Schweinshaxe und Schweinebraten.

‘Jetzt’ heißt das neue Programm von Urban Priol . Im Augenblick keine Regierung, an der er sich abarbeiten kann. Wobei er wäre nicht er, wenn er nicht auch wieder tagesaktuelle Dinge auf das Tableau bringen würde.

Das Publikum, ist auch so ne Sache. Wo verdammt, sind die Jungen ?!? In Stuttgart spielt tritt Mario Barth auf, seid ihr da - muss das sein ? Nein, wir fünfzigjährigen sind fast noch bei den Youngstern unterm Publikum, wo sind die zwanzig bis vierzig Jährigen ? Für jemanden, der Ende der Siebziger des vergangenen Jahrhunderts sozialisiert wurde ist es schlicht und ergreifend unverständlich, wie wenig Interesse für Kabarett, für Politik bei der nachfolgenden Generation anzutreffen ist.

Vermutlich habe ich es schon erwähnt, Urban Priol Kabarettist, in Landsberg am Lech. Wir waren mal wieder dort. Gespannt, was wird er bringen ? Im Auto hatte ich noch mit Sylvia gesprochen, dieses Tebartz van Elst und der Blitzermarathon werden bestimmt verarbeitet. Eine sichere Wette.

Die Jubelperser der deutschen Presse, von Bild, Welt, Focus, Bunte und mittlerweile auch Spiegel nimmt er auf die Schippe. Uns als Dummfolk, dass aus dem Kanzlerduell nur die belgisch farbene ‘Schlandkette’ in Erinnerung hält. Beschämend.

Ja, es gibt gerade keine neue Regierung, somit macht er sich erst einmal über die bayrische Regierung und deren Windrädchen her. Es sind die einfachen Punkte, die diesen Verein abzuledern - trotzdem schön. Selbst hier lacht dieses bayrische Publikum.

Wobei vielen das Lachen dann doch im Hals stecken bleibt, wagt es Herr Priol, die Flüchtlingsproblematik auf Lampedusa anzusprechen. Bei einem Publikum, das zwar gerne auch mal ins Kabarett geht, gerne auch mal was Kritisches verträgt, aber halt auch denkt, dass das Boot voll und Lampedusa in Italien ist. Da will man nichts hören von Leichen zählen. Ist so (leider).

Besser mit der Stimmung des Publikums wird es dann wieder, wenn er sich mit Steuerrecht, Unterhaltsausgleich oder der vergangenen Regierung auseinandersetzt.

Schlag auf Schlag, dabei auch jeder Schlag ein Treffer schnell vergehen die ersten 1 3/4 Stunden bis zur Pause. Danach habe ich den Eindruck, dass er sich sogar nochmal (rein)steigert. Noch besser, noch analytischer und noch zynischer, wenn er die Märkte, die Finanzwirtschaft aber auch den Deutschen mal ordentlich die Meinung geigt.

Situationen schildert, wo das Lachen jedes mal im Hals stecken bleibt, man am liebsten kotzen würde oder über den bewaffneten Kampf nachdenkt.

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Vorbereitung

die Geschichte setze ich mal als bekannt voraus. Der Limburger Bischoff geht verschwenderisch mit Kirchengeldern um und hat einen sehr sehr luxeriösen Lebensstil.

Interessant, wie auf der einen Seite, die katholische Organisation scheinbar aus allen Wolken fällt, andererseits wie hämisch die Öffentlichkeit reagiert.

Wenn ich aber die Zeitungsartikel und die Leserbriefe richtig deute läuft das Ganze dann auf ein ‘nicht zurechnungsfähig’ Rücktritt aus gesundheitlichen Gründen hinaus.

Schon jetzt lese ich von ‘autistischen Zügen’, ...

die Süddeutsche zitiert den Kölner Stadtanzeiger mit: Den Bischof bezeichnete Schüller als "unfähig, uneinsichtig und offensichtlich krank"

die Süddeutsche selbst zitiert: Auch Jochen Riebel, Mitglied im Vermögensverwaltungsrat des Bischöflichen Stuhls in Limburg, sagte: "Ich kann es mir nur so erklären, dass der Bischof von Limburg entweder ein raffinierter Betrüger oder krank ist."

die Welt hat die gleichen Quellen, der Tenor ist gleich:

krank

Dienstag, 8. Oktober 2013

7 Minuten

länger hat es nicht gedauert, bei meinem ersten Arbeitstag nach dem Urlaub....

Samstag, 5. Oktober 2013

Fragen

Jetzt im Urlaub ist es mir aufgefallen. Wir sind auf Grand Canaria einmal die komplette Küste entlang um die Insel gefahren und einmal quer durch. Die einzige Nutzung der Sonnenenergie war bei einer Appartementsiedlung eine Warmwasseraufbereitung. Wieso verstromen sie hier bei mindestens 350 Sonnentagen im Jahr die Sonne nicht, wieso ist das bei uns auf der schwäbischen Alb so ein tolles Konzept ?

Freitag, 4. Oktober 2013

Datenlimit

 SC20131004-131410mein nicht ganz so leistungsfähiger aber billiger Provider schickt mir in den Urlaub diese SMS. Klar, es war nicht ganz clever das Handy als Thetering-Station fürs Notebook zu benutzen, da sind die ersten 80 MB schon in den ersten 4 Stunden durchgerauscht. Und ich hatte mich schon vorm Urlaub versichert, dass das Kostenlimit auf 59,?? € eingestellt ist.

Angepisst war ich aber trotzdem. Habe dann via Hotel WLAN und Netbook nachgeschaut, was diese *142# denn so bedeuten soll.

 

Und kaum hatte ich da gesehen, was mir mein Provider da vorschlägt war ich mehr als angepisst, seriös ist etwas anderes. Ich zitiere mal wörtlich:

*142# Schaltet das Kostenlimit vollständig aus. Anschließend nutzen Sie mobiles Internet zu den Konditionen Ihres Roaming-Tarifs ohne Kostenschutz.

Toller Vorschlag den ihr mir da mit euren insgesamt 8 SMS macht wirklich clever, nach 3 Tagen 59,—€ verbraten und dann das Limit raus nehmen, macht dann im Monat vermutlich schlapppe 590,--  €.

Nett und fair wäre einfach gewesen, auch auf die anderen Optionen vor allem auf *141*100# (das Limit auf 100€ zu erhöhen) hinzuweisen. Fair, wär das gewesen. Unbenannt

Urlaub: Tag 9

die Abreise. Nach schlecht geschlafener Nacht, erst mal nur Positives. Der Toaster.
SIE HABEN EINEN NEUEN TOASTER das Glück scheint für manche nicht zu fassen sein.

Und das Wetter, kein Wunder war die Terrortochter so von Grand Canaria begeistert, kein Wunder sind so viele von Grand Canaria begeistert. Keine Wolke am Himmel, kein Dunst, tiefblau und mit Ende des Frühstücks steht die Sonne am Himmel. Wir sollten verlängern.

Aber nein, wir müssen ja das Zimmer bis um 12.00 Uhr räumen. Schade, wäre schön gewesen, jetzt bei diesem Wetter noch ein paar Tage dran zu hängen.

Noch immer rotzen und husten sie hier um die Wette, und natürlich kostet die Schachtel Zigaretten hier irgend etwas zwischen 1 und 2 €, ich finds trotzdem widerlich. Und einige der Huster hören sich schon nach Endstadium an.

 

ACHTUNG MIETER Teuerster Winter aller Zeiten kommt !

die Bild-Zeitung weiß selbstverständlich auch heute was, kein Wort zur Regierungsbildung, oder der US-Pleite, In Washington haben Sicherheitsleute eine unbewaffnete Frau getötet. Um diese Zeit habe ich den Pool für mich alleine, die paar dünnen Seiten nehmen die ganzen kognitiven Fähigkeiten meiner Mittouristen in Anspruch, nur einmal geht das Umblättern etwas schneller, auch heute hat der Media-Markt eine Doppelseite Anzeige geschaltet. Wie viele ‘Zeitungs’-Seiten sind das ? 8 ? – die Dichter und Denker auf Urlaub- erschütternd.

Ich versuche noch, mir einen ordentlichen Sonnenbrand zuzulegen, Zuhause berät mich der Apotheker sicher gerne, welche Salbe dagegen hilft.

Jupp ist heute Sieger, Jupp mit den pechschwarzen Haaren und dem silbernen Schnautzer. eine Goldkette am Linken arm, eine über der wollenen Brust.Gold auch die Armbanduhr, nein keine kleine filligrane. Marlboro. Marlboro schon immer, drei Stück hat es trotz dem gedauert. Drei Marlboro lang hat er die Bild-Zeitung gelesen. Jetzt ist er fertig. Er ist heute schnellster Bildzeitung Leser des Tages.

Noch nie, nie, nie in meinem wenig Flieger Touristen Leben habe ich wir schneller mein unser Gepäck abgegeben als heute. Der Bus läßt uns raus, wir nehmen den Koffer, sehen den TUI Schalter und werfen unsere Koffer auf das Band, am meisten Zeit haben wir damit verbraten, unsere Tickets und Pässe raus zu kramen. Dann ist mal wieder Zeit totschlagen auf dem Flughafen angesagt. Einer der Gründe, wieso ich die Urlaubsfliegerei so hasse. Wie zum Hohn scheint jetzt natürlich die Sonne wieder volle Kanne. A riesa Gschicht. Was anziehen, um 12.00 Uhr das Hotelzimmer räumen, bis um 15.00 Uhr auf der Hotelanlage rumgammeln bei 27° C. dann Bus, klimatisierter Flughafen – Flugzeug und nachher bei der Landung in Stuttgart gg. 23.15 Uhr Ortszeit vermutlich fast schon Frost.

Ich entscheide mich für Strümpfe und den hohen Chucks, ne Jeans, für heute nacht in der S-Bahn bestimmt wärmer als die Leinen Hose. Das gute Schiesser Feinripp Unterhemd muss sein, habe ich doch sonst nur T-Shirts eingepackt.

Im Duty – Free nach Alkoholica für die Tochter geschaut. Na ja, ich hab die Preise nicht im Kopf.

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Urlaub ? Tag 8

Mittlerweile überlege ich mir ob ich überhaupt noch von Urlaub sprechen soll. Das Wetter, die Wolken kotzen mich schlicht und ergreifend an. Fahr nach Grand Canaria, liegt fast am Äquator, unten bei Afrika, da scheint immer die Sonne. Scheißele, auch der heutige Tag zeigt sich bewölkt. Und so richtig warm ist es jetzt um kurz vor 10.oo Uhr auch noch nicht. Kotzen könnt ich.

Eine Viertelstunde später hat es die Sonne dann doch geschafft, sich durchzusetzen, kurzfristig bin ich versöhnt. Jetzt den Sonnenschirm aufspannen.. Unverständnis meiner Mittouristen schlägt mir entgegen, ein aufgespannter Sonnenschirm ist der Antichrist der Sonnenanbeter.

Seit 20 Jahren käme er hier her, aber so schlecht war es mit der Sonne noch nie, sagt der Nörgelholländer, ein untypischer Vertreter seines Landes. Schon gestern ist er mir aufgefallen, wie er missmutig auf seiner LIege saß und an allem etwas auszusetzen hatte. Anfangs hielt ich ihn sogar für einen Deutschen. Ich hatte den Verdacht, er wolle, dass die LIegen nicht wahllos besetzt werden, sondern immer eine nach der anderen, von links oben angefangen.

Liegen durch die Gegend tragen, Sonnenschirme quer durch die Anlage befördern, auch so ne deutsche Angewohnheit

Noch eins, eBooks wenn ich es recht überblicke hat jeder der anwesenden Holländer und die meisten Engländer hier einen eBook-Reader. Wir Deutschen haben nicht so eine hohe Quote, gut, wir betrachten uns alle auch als Gutenbergs Erben – irgendwie. Andererseits, vielleicht fehlt es stellenweise auch am intellektuellen Niveau, wenn ich betrachte wie intensiv hier die Bild-Zeitung gelesen wird.

Den Blick senken, das Saarland Rentnerlein ist intensiv auf der Suche nach jemanden den er totquatschen kann.

Hat der hier tatsächlich ne Lesezirkel Zeitschrift dabei – deutsche Touris oder Peinlichkeit im Quadrat.

Und wenn mir die Rentnerlein dann das Gespräch reinwürgen wollen, komme ich sehr schnell zur Frage: Metallicas the Unvorgiven I ? II ? oder III ? welche Version ist die Ausdruckstärkste ?

Gäbe es einen Wettbewerb, im auf der Liege in der Sonne am Pool liegen, würd ich nicht mal die Quali für die Vorrunde schaffen.

Auswahlterror

“und, wie war das Essen ?” – toll, super, gigantisch, lecker, reichhaltig und jetzt kommt das Problem: zu vielfältig. Nachdem mein Fettleib vom rumliegen am Pool kalorierntechnisch im Economy-Mode fährt ist schon mal der Hunger nicht so groß. Dann kommst Du in den Speisesaal und bist überwältigt.

Ein Büffet Salate, Blatt, Tomaten, Grünzeug für Pflanzenfresser halt, auf der anderen Seite ein Büffet Salate, so gemischtes Zeugs mit Mais und Karotten und so. Im nächsten Gang ein Büffet mit Vorspeisen, mal Muscheln, mal Melone mit Schinken, mal Garnelen oder Artischocken.

Dürftiger dann die Auswahl an Suppen, nur 2 zur Auswahl, hin und wiederoptional eine Dritte.

An vier Stationen gibt es Speisen für den Hauptgang, jeweils mindestens Fisch, Rind, Schwein, Huhn, hin und wieder auch etwas anderes. Die Zubereitung ist an allen vier Stationen anders. Dort gibt es dann jeweils auch noch Gemüse, und Beilagen nach Wahl. Ach ein Abschnitt für Vegetarier gibt es auch.

Sollte man sich bis dahin noch nicht entscheiden können, gibt es ja immer noch an einer Station Paelia, Pizza, 3 Arten Nudeln mit Bolognese oder Tomatensoße.

Und richtig, dass man nicht hungrig vom Tisch muss gibt es dann noch eine kleiner Auswahl an Nachspeisen. Käse, mit Knabberzeugs, ein Büffet mit Obst, ein Büffet nur mit Melonen und Mangos, ein Büffet mit fünf verschiedenen Sorten Eis sowie 3 verschiedenen Soßen sowie diversen Streusseln dazu. Ein Büffet mit Backwaren, kleinen Tortensückchen sowie verschiedenen Puddings und Quarks rundet das Angebot ab.

Eigentlich fehlt nur Sahne und eine kleine Kaffee Auswahl.

Da liegt aber das Problem, vor lauter Auswahl weiß man nicht was nehmen. Bei mir ist es bis jetzt fast immer auf Melone mit Schinken, ein Bisschen Fleisch mit Pommes und Sauce, Rosenkohl, Eis mit Melone und Schokosoße hinausgelaufen.

Ich würde mir wünschen, dass der Kellner fragt, Vorspeise ? Suppe, Salat, Sonstiges, Hauptgericht Rind, Schwein, Kaninchen, Fisch, Vegetarisch ? … und mir dann ein zusammengestelltes Menue bringen würde. nur mal so.

 

aus der Nähe von Leipzig kommt das Paar, das heute zu uns an den Tisch gesetzt wird.

“Un Aqua con Gas un Cervece sin alcohol” unsere auch heutige Bestellung, “Zwei richtige Bier für uns” das Paar - “mit Vitamine ?” der Kellner - “Richtig mit Vitamine”. Sie kommen schon seit 1991 nach Grand Canaria. Also schon zu einer direkt nach der Maueröffnung. Damals konnte ich mir das nicht leisten…

ja Stammgäste, die viel zu erzählen wissen, wenige bekannte GEsichter sehen und “am Sonntag gibts ein Sektchen zum Frühstück” – wurde man so sozialisiert im Sozialismus, dass das einzig wichtige der Alkohol und der Suff ist ?

Mittwoch, 2. Oktober 2013

Urlaub: Tag 7

“Hörma, probier ma – die kannst de nicht essen – hier probier ma” der Nörgeltourist jagt mit einer Platte voll Tomatenscheiben den armen Kellner fast durch den Saal. Ich ess keine Tomaten. Andererseits
  • so ein Gezeter zu machen
  • dieses duzen des Personals, wir sind doch nicht bei IKEA
  • die anderen hatten an den Tomaten nichts auszusetzen, vielleicht war es nur ein Einzelfall

Egal, eine junge Frau liefert uns einen Polo vors Hotel, für zwei Tage. “Is it a problem to pay cash ? They don’t gave me the slot maschine” nein, kein Problem. Und wie zum Bossen steht die Sonne überm Pool. Auch das kein Problem, weil für das Auto müssen wir Kohle zahlen, also werden wir das jetzt nutzen.

In den Südwesten soll’s erst mal gehen, Mogan. Da wollte jedenfalls die Tochter hin. Noch kurz tanken das Ding. Fast schon ein Spaß bei 1,08 € für Super.


Erst find ich nicht auf die Küstenstraße, verstricke mich total im Hinterland von Maspalomas, bis ich entnervt die Küstenautobahn nehme. Mogan. Am Autobahnende geht es rechts nach Mogan, den Berg rauf, munter fahr ich zu. Erst nachher dämmert es, dass die von einem Hafen gesprochen haben Puerto Mogan hätte ich ansteuern sollen.


IMG_2223 Es geht bergauf, bergauf auch mit meiner Laune, die Sonne scheint, das Pololein macht richtig Spaß auf den engen kurvigen Straßen. Im Kopf verschiebe ich das Puerto Mogan Ding auf – schau mer mal. Nach der nächsten Kreuzung steuern wir ein Restaurant an.

Madame wischt, freundlich wie das Teil in der Sonne liegt. Dos Espresso.

Wir sind auf der CG 200, ein Blick auf die Karte bestätigt mich. Jetzt geht’s auf der Westseite der Insel hoch bis ganz in den Norden. Prima.


IMG_2255Steilküste, und die Straße schön an den Fels gebaut, letzten Freitag hatte der Reiseführer gesagt, dass dies die Straße der Organspender sei. Wir können es uns vorstellen. Erstaunlich aber wie gut und schön der Zustand der Straßen ist. Und auf knapp 500 mtr. über dem Meer sahen wir einen Trupp, der Sträucher schnitt. Respekt. 


IMG_2260 Der Polo läßt sich leicht über die Straßen bewegen, wobei die Durchschnittgeschwindigkeit höchstens bei ca. 30 km/h liegen dürfte, das längeste gerade Stück hatte höchstens 100 mtr. “Man hat den Eindruck, denen sind hier die geraden Stücke ausgegangen beim Straßenbau” hatte mal ein Bekannter gesagt, als wir noch mit den Mopeds unterwegs waren. Recht hat er auch hier.

 
IMG_2280Gerade wenn du aus dem Musterländle kommst hast du es ja eher nicht mit Meer, Wind und Wellen. Mich fasziniert es immer wieder, ein paar Stunden könnt ich da locker drauf glotzen. Hier ist ein besonders schönes Örtchen, wir haben es per Zufall an der CG 200 entdeckt. Der Reiseführer spricht von einer Top-Sehenswürdigkeit. Puerto de las Nieves


 
IMG_2283Bitte nur organische Abfälle, das Schild ist irgendwie klar. Nett, diese Fischskelett und dieser, wie soll man sagen, ein wenig erinnert es an die Scheißhäufen aus den gallischen Flüchen, bekannt aus Asterix.

Klar aber trotzdem, es gibt Mülleimer, es wird Müll getrennt, was will man mehr.


 





IMG_2294Ich interpretiere das Schild ja so, dass man da bei Regen und Nässe nicht fahren darf. Mich würde es nicht stören, Sylvia ist nicht so begeistert. Andererseits wird die Straße dann auch gleich so schmal, dass man nicht mal mehr wenden kann. Drehen wir halt doch um, in der Hoffnung, dass es an der Küste südöstlich etwas besseres Wetter hat

Dienstag, 1. Oktober 2013

Urlaub: Tag 6

Er entwickelt sich zum Problem.Schon die letzten paar Tage habe ich es beobachtet, die meisten Diskussionen gibt’s bei Ihm.


“Ist schon was raus gekommen ?”
“Nein, ich habe gerade aber erst eines rein getan”
“dann ist das jetzt erst mal meins, wenn es dann raus kommt”
"oder haben Sie vielleicht schon eines weg….”
“ich weiß auch nicht was da los ist”
“letztes Jahr war das noch kein Problem” (ein ‘Stammgast# mal wieder)
“sogar vorletztes Jahr war das kein Problem, und ich meine das Jahr davor auch nicht” (ein ‘premium Stammgast’)

Jetzt hat der DRTV, der deutsche Rentner Touristen Volltrottel, hier die Auswahl an:

  • 7 Sorten Brütchen, incl.Mohn- und Sesam
  • 9 Sorten Brot, incl. aller Körnerarten eines durchschnittlichen Winterfutterknödels
  • 5 Arten Croissant
  • 8 Arten süsse Stückchen

dies sind nur die Backwaren – und dann pisst sich dieser Miesepeter ein, ‘WEIL DER TOASTER SO LANGSAM ARBEITET’


IMG_2128 gegen Nachmittag haben wir mal wieder das für uns (leider) übliche Bild. Der Himmel zieht zu, es ist stark Bewölkt, nicht gut für meine Laune.

Wir machen uns dann mal los, es wird immer trüber. Vorgestern ? Ja, vorgestern sind wir daran vorbei gekommen auf dem Rückweg vom Faro, vom Leuchtturm.

 

IMG_2135 Sind wir am Parque Botánico de Maspalomas vorbei gekommen, eine kleine blitzsaubere Anlage, gepflegt und, das freut den Schwaben besonders: mit freiem Eintritt.
Drinnen viele Palmen und so grünes blühendes Zeuchs. Ich geb’ ja zu, dass ich die Dinger im einzelnen nicht kenne aber schön anzusehen ist es allemal.
Einmal den Weg außen rum, dann noch zweimal innen hoch und runter gelaufen. Schnell waren wir durch, eine kleine Abwechslung war’s trotzdem.

 

Wegen der Dünen und vor allem wegen des Golfplatzes ist es leider nicht ohne weiteres möglich von dort irgendwie schnell ans Meer zu latschen.

Urlaub: Tag 5

‘Er wor sich nommol om beschwera’ das Rentnerlein, ein Dialekt als sei er der Vater von Heinz Becker, Strohhut, karrierte graue lange kurze Hose, ein langärmliges Hemd, Kniestrümpfe und Sandalen.


“‘Fräulein, da sind sie ja, nein, ja, ja ist alles gut, es goht nommol um die Reise vom Januar auf Fuerte- jo ich wees do konnet sie nix… isch han ihne aber trotzdem die Unterlagoge kopiert gehobt” und knallt dem TUI-Mädel einen Leitzordner auf den Tisch.

“ich hab jetzt gleich Begrüßung, ich werd mir das nachher….” – das uniformierte Mädl
“Jo, aber doch nur kurz, jo isch wees, jo ganz annere Gesellschaft jo aber vielleicht kenne sie trotzdem…” – Papa Becker


“Begrüßung” – immerhin muss sie hier arbeiten
“Isch waad” – immerhin hat er ja Zeit


Ich warte nicht, versuche mich an die Stunden in der Antiaggressionstherapie zu erinnern., kann dem Gedanken solche Leute in einem Seniorenzentrum weg zu sperren durchaus etwas abgewinnen. Jetzt fliegt der Geistesdepp mit seinen Beschwerdedokumenten nach Grand Canaria.


Walter Scheel ist im Pflegeheim und es geht ihm nicht gut. Das weiß zumindest die BILD Zeitung heute. Und dass es Winterreifen für 29€ gibt, weiß eine Anzeige auch auf der Titelseite. Bei 25° und ca. 3300 km von zuhause entfernt tangieren mich beide Informationen nicht so richtig. Für diese Information rennen die Touris hier haber zum nächsten Kiosk, man will doch auch informiert sein.

Bewölkt war es, fast den ganzen Tag. Bewölkt, nicht kalt. Meine Laune ist aber stark Sonnenlicht abhängig, somit war ich minder gut gelaunt. Mit dem RIU-Bus sind wir runter zum Strand gefahren, gehen wir diesmal links rum, also links wenn wir von oben an den Strand kommen, eigentlich rechts rum, wenn man sich die Sache auf der Karte betrachtet. Östlich.


Ein klassischer Touristrand, Liege an Liege, kaum Betrieb. Auch wenn vom Wetter her auf Grand Canaria die ganze Zeit Saison ist, ist von den Touristen her jetzt ehre Nebensaison. Ein paar Buden, ein paar Shops, ein paar Bars auf dem weg hoch zur Promenade, Tourinepp halt.

Sylvia bemerkt das Schild mit der Currywurst zuerst. Wir gehen weiter. Wir drehen um. Der holländische Strandbarabschnitt, der Playa del Ingles. Ausladende Korbmöbel, große Tische, über ein 4 gewinnt spiel drauf. “Deutsch ?” fragt der vermutlich Besitzer mit einem leichten holländischen Akzent. wir bejahen.


2013-09-30 18.27.46 “eine Cola, ein Fanta Lemon und eine Currywurst bitte” - “die wourscht mit Pommes oder Brotchen”, ich habe mich Brotchen entschieden. Dieser Henk serviert schnell die Getränke, stellt noch Ketchup, Mayo und ein spezielles Curryketchup. “ick hob zweemol Besteck dazuow gelegt, dann kann die Frouw och mitessen” – nett.


Ein paar kurze Minuten später kommt die Wurst, serviert auf einer Platte, 6 halbe scheiben Toastbrot dabei. Die Wurst ist eine grobe Schweinsbratwurst, überdeckt mit einer Currysauce, ziemlich dunkel, von zäher Konsistenz. Ein paar gelbe Currysprenkel sind zu erkennen. Ja, ungeschnitten das Ding, aber das ist bei einer Porzellancurry auch normal.


Die Geschmacksprobe fällt positiv aus. Die Wurst ist heiß, ohne dass man sich verbrennt beim Essen, sie beisst sich phantastisch, die Currysauce bringt eine leichte schärfe ohne die Süße eines Billigketchups aufzuweisen. Würde zu diesem Erzeugnis noch ein billiges Fabrikweckle gereicht wäre das Ergebnis schon perfekt. Das zusätzlich gereichte spezial Curryketchup, wandelt den geschmack ins süß scharfe, mit einem leichtem hang zur Honigsüße.

Sonntag, 29. September 2013

Urlaub: Tag 4

ein fast ereignisloser Tag wäre es geworden, wäre ich nicht in Versuchung gekommen den hustenden Holländer zu erwürgen. Der Typ hustet im 1-2 Minuten Rhythmus, 99 % vermutlich nur noch aus Gewohnheit. Diese (An)Gewohnheit hat er auch, wenn er neben mir am Frühstückstisch oder sieben Liegen weiter am Pool liegt. In den paar Sekunden die man ihn nicht hört, sieht man an der Zigaretten Rauchsäule, wo er sich gerade befindet. Ich bin genervt.


Nachdem sich die Sonne schon nach kurz nach 12.00 Uhr hinter dicken Wolken versteckt, ist es sowieso nur noch mittel lustig. Nicht dass ich frieren würde, aber ein paar Grad mehr und Sonne würden meine Laune erheblich steigern.


Was tun mit dem angebrochenen Tag ? Vom Hotel aus fährt ein Bus zum Strand, laut dem L’tur Menschen vom Donnerstag läßt sich von dort prima am Strand entlang zum Leuchtturm laufen oder, wenn es nicht so heiß ist durch die Dünen bis zum Leuchtturm. In den Dünen waren wir schon Vorgestern, kühl genug wäre es auch heute aber wir laufen am Meer entlang zum Leuchtturm. Barfuß. Wunderbar, auf dem nassen festen Strand, entlang prima.

Was der liebe L’tur Mann nicht gesagt hat, zwischen Playa del Ingles und dem Leuchtturm in Maspalomas befindet sich der FKK Strandabschnitt.Es ist n icht so, dass mir die Physiognomie der Menschen gänzlich unbekannt wäre und auch die verschiedenartige Ausprägung primärer Geschlechtsmerkmale ist mir nicht grundsätzlich fremd aber…


…was der liebe L’tur Mann auch nicht gesagt hat: die Playa und Maspalomas sind auch bei Homosexuellen ein durchaus beliebtes Reiseziel und so mangelt es nicht an Subjekten, die nichts besser wissen, als ihr Gemächt oder ihre Miniaturen, je nachdem wie man es sieht demonstrativ zu zeigen und herum zu stolzieren.


Den Vogel schoss so eine Figur ab, die uns mit Hut, langem Hemd, Pullover, weiße Socken und Sandalen entgegen kam. Und richtig, wenn ihr dachtet, zwischen Hemd und weißen Socken fehlt doch noch ein Kleidungsstück – genau dieses Kleidungsstück fehlte komplett, eine an solch einer Stelle gewachsene Behaarung übrigens auch.


Vorne am Leuchtturm am Faro von Maspalomas, wird es dann schon ein Bisschen edler, ein Bisschen teurer. Wir schlüpfen in unsere Schlapper, machen uns auf den Heimweg, nicht ohne vorher noch beim Italienier zwar nichts gegessen dafür aber ein Cola, ein Fanta und zwei Espresso getrunken zu haben, 7,10 € für Alles ist mehr als fair.


2013-09-29 20.52.22 Was im nachhinein wirklich keine geniale Idee war, die knappen 6 Kilometer zurück zum Hotel in meinen Ersatzbirkenstocks zurückzulegen. An dieser Blase werde ich die nächsten paar Tage bestimmt noch Spaß haben.

Samstag, 28. September 2013

Urlaub: Tag 3

Ein Vergnügen auch diesen Morgen wieder. So früh beim Frühstück sein, dass es noch für einen Platz auf der Terrasse reicht. Gelungen. Und schon am dritten Tag die vertrauten Gesichter, die vertrauten Gesten.


Wenn man den deutschen Urlauber dann am Frühstücksbuffet schon mal erlebt hat, wie er panisch, fast hysterisch ausruft “Ilse, es gibt kein Schwarzbrot”. Schwarzbrot, richtiges Schwarzbrot natürlich, eine Errungenschaft eine Erfindung der Deutschen, die weit weit vor der Erfindung in der deutschen Kultur- und Wissenschaftsgeschichte steht.


Abgesehen, natürlich davon, dass der deutsche Urlauber zwar stets das Vorhandensein von Schwarzbrot überprüft, dieses aber nicht in seinen Brotkorb legt, sondern eine Auswahl aller Brötchen und Croissant Sorten in zweifacher Ausfertigung in das Körbchen legt. Vielleicht versteckt er es auch nur unter den Bergen von Käse, Wurst und Ei, die er sich vorsorglich auf den Teller häuft.


Und natürlich geht einem lässig ein Spruch über die Ess(un)kultur der Engländer über die Lippen, wieso Heinz und Erna, Jupp und Elfriede, und wie sie alle heissen aber jeweils im Urlaub anfangen Sägemählwürste mit Bohnen, gebratenen Schinken zu essen wird mir ein ewiges Rätsel bleiben.


2013-09-28 13.28.35 Und sonst, was soll man berichten über fast einen ganzen Tag am Pool ?


PAULANER HEFE-WEIßBIER 50 CL (SIN ALCOHOL) gerade mal 7,40 € an der Poolbar ist skandalös. Das Verlangen nach PAULANER HEFE-WEIßBIER 50 CL (SIN ALCOHOL) vielleicht auch.


Wobei die ersten wie in einer AI-Anlage mit beginn der Baröffnung ihr Cervesas auf dem Tisch stehen haben. Nicht (mehr) mein Ding auch anbetracht der Temperaturen bin ich froh, dass ich diese Phase hinter mir habe.


Ein Blick über die Melanomfarm, über die Hautkrebsranch, über die Liegenliegewiese zeigt, dass Sylvia und ich wohl die einzigen sind, die auf die Schattenspendende Wirkung eines Sonnenschirms vertrauen. Fast alle anderen Schirme sind zusammengeklappt, dunkel oder wenigstens orange braune Menschen lechzen nach der Sonne. Eine Hautfarbe zu erreichten, die ihnen bei den MItfahrern in der S-Bahn Angst machen würde.


Manch einer ist sich nicht Mal zu blöde seine Liege im Stundenrhytmus zu verdrehen, dass er immer senkrecht zur Sonne ausgerichtet ist.


Abendessen gibt’s um 8:00 abends. Wir latschen noch ins Kaff. Der Strand der Engländer ist auf dem absteigenden Ast so unser Eindruck. Doch schon einige Läden an der Playa del Ingeles stehen leer, die eine oder andere Betonburg gehört saniert.
Egal, in unserer Anlage ist es hübsch und ausserhalb herrschen noch keine Unruhen, es fahren keine Panzer durch die Stadt, man kann sich noch auf die Straße trauen.


Getraut haben wir uns einen Kilometer Kaffwärts. Das große Yumo-Einkaufscenter, relativ offen, auf drei Ebenen, die Verkäufer gehen einen an, Hola, kommen Sie kaufen sie – Hola, essen sie bei uns…, es nervt ein Bisschen.

Freitag, 27. September 2013

Urlaub: Tag 2

Via Whatsapp verkündet die Tochter, dass sie ihr VVS Ticket für den Monat Oktober besorgt hat. Sie wird selbständig. Mein Interesse daran ist nicht sensationell hoch zumal ich noch schlafe / schlafte ? / schlief, bei uns ist es halt doch erst 6:23 Uhr und wir sind im Urlaub.


IMG_1858 Frühstück um 8:00, der Bus fährt um 8:40 vorm Hotel ab, wir sind schon 10 Minuten früher da – der Bus auch.

“der grüne Norden” haben die Tourismusfachleute die Tour genannt. Ein Namen braucht der Trip. Wie üblich klappert der Bus erst mal noch das eine oder andere Hotel ab, ohne jedoch gestopft voll zu werden, von den 60 möglichen Sitzplätzen sind ca. 40 belegt, sehr angenehm.


IMG_1873Nicht nur die freie Platzwahl und Möglichkeit mal links oder rechts zu sitzen sondern auch wie sich später herausstellt einfach die Zeit bis der Bus jeweils geleert oder gefüllt ist. 
So groß ist die Insel ja nicht, 50 km lang und ungefähr auch so breit, vulkanischen Ursprungs. Der Höchste Berg hat 1950 Meter. Deshalb aus dem Kaff raus und schon geht es bergauf, vom ersten Aussichtspunkt sieht man die Dunas, die Dünen die wir schon am Vortag live besucht haben.

Donnerstag, 26. September 2013

Urlaub: Tag 1

Angekommen, die erste Nacht mehr oder weniger geschlafen. Die Aussicht könnte besser sein, 1. Stock in einer 7-geschossigen Wohnanlage. Das Fenster, den Balkon zum Garten, nicht hinters Haus zur Schnellstraße.


IMG_1731 Ab Sieben war nicht mehr an Schlaf zu denken, wir hatten die Uhr eine Stunde zurück gedreht, es war somit sowieso schon acht unserer Zeit.
Vom Balkon schau ich in den dunklen Garten, der Rasen wird gegossen. ‘Bueno Diaz’ vielleicht natürlich auch nur ein ‘Diaah’ ruft eine Frau von unten, schön wie fröhlich und ausgeglichen die Angestellten sind.


Ab 8.00 Uhr gibt’s Frühstück, wir ergattern als erste einen Platz im Garten. Die Auswahl am  Büffet ist viel zu groß, überfordert mich. 2 Eier, 2 Croissant, 2 Mohn, jeweils mit Salami Käse belegt, wieso nicht ? Achja, um im Dualen System zu bleiben, 2 Kiwi, 2 Viertel Honigmelonen gesellten sich zu den 2 Gläser Grapefruitsaft.


Am Nebentisch ein Hölländer, hält das ganze wohl für ein Casting zu Thomas Manns Zauberberg, jener Geschichte aus der Lungenheilanstalt in der Schweiz. Permanentes husten und röcheln. Sowieso, meine Lieblingsbeschäftigung – Menschen beim Frühstück begaffen.

Die Mutter geschätzte 70, die Tochter, der Sohn mit Frau am Nebentisch, die Mutter hat ein R über dem Knöchel tätowiert, die noch ledige 45 jährige Tochter hat nur die Fußkette, typisch 80er.


9:30 Reiseinformationen von meinem L’Tur Reiseleiter, ein Schweizer in meinem Alter, abgeklärt cool, schön. Vor uns das Paar aus Deutschland, bucht die Fahrt auf dem Segelschiff und die Tour in den Norden. “Dann wünsch ich ihnen noch eine angenehme Reise” der Reiseleiter zu dem Paar. Da hatte er noch nicht die Rechnung dieser ‘ich crashe jeden Elternabend durch meine doofen Nachfragen’ gemacht. Und wieso kommen Sie ins Riu Papayas, wenn wir doch im daran gebauten Riu Flammingo sind. An solchen Scheiß Fragen erkenne ich wie gut es uns Deutschen wirklich geht.


Wir buchen die Sightseeing Tour in den Norden der Insel, Morgen, schau mer mal.

Zum eingewöhnen einen Tag am Pool einlegen. Kaum Liegen reserviert, wir finden einen Platz im Schatten. Der Wind ist kühl, der Platz im Schatten auch.
Wir ziehen um, in die Sonne nachdem ich die erste Runde schwimmen war. Komme kaum zum lesen, ich bin mit gaffen beschäftigt, die Menschliche Spezies im Allgemeinen, der Tourist im besonderen….


Am späteren Nachmittag passiert das unfassbare, wie die kleinen Nadelstiche eines eingeschlafenen Körperteils spüren wir ganz feine Regentropfen.  Wir gehen zu Fuß los, wir suchen den Strand. Playa ist ausgeschildert. Wir kommen an Hotels vorbei die durchaus auch schon bessere Tage gesehen haben, zwei drei leere Läden auch. Nach geschätzten 1 1/2 Km sind wir am Strand.

 
Hütten und Buden den ganzen Strand entlang. Sylvia hält ihren Rucksack fest mit beiden Händen. Jetzt um 5 ist die eine oder andere Strandbar durchaus schon gefüllt. Menschen wie wir sie normalerweise um den Cannstatter Bahnhof antreffen sitzen darin und lösen die Probleme der Welt.


Mein Problem ist, dass ich zu gerne mal ne Currywurst essen und testen würde. Hot-Dogs, manchmal auch Bratwürste werden angeboten, nur mit der Curry sieht es schlecht aus. Ein paar Neger verkaufe Uhren und Sonnenbrillen. Sylvia hält den Rucksack noch fester. Mit einem Gracias versuche ich die aufdringlichen Händler und Kellner abzuwimmeln.

SAMSUNGPeters Strandarena, ein S04 Fanlokal direkt an der Playa, direkt am Strand. Und eine Currywurst gibts dort auch. Wir testen.

SAMSUNG

 

 

 

 

 

 

 

 

SAMSUNGEine Cola und ne Currywurst bitte. Wir warten kurz. Das Teil wird auf einer Porzellanplatte serviert. Eine grobe Schweinsbratwurst, mit Sauce, Currypulver und zwei Scheiben Baguette. Die Wurst richtig gut, kein Grünzeug drin, kein Fritteusengeschmack und super Biss. Die Soße ganz ok. was will man mehr ?

 

 

2013-09-26 114Anschließend waren wir dann in den legendären Dünen, in den Dunas Maspalomas, für uns kleinen Schwaben ist das schon mal toll so etwas zu sehen. Die Dünen, ein fast 6 km langer Abschnitt, mit richtigen, sandigen Hügeln, Dünen halt. Schön.

Wir konnten barfuß durchlaufen, war ja nicht so heiß den Tag über.

 

 

Splitter


Splitter und Gedanken während des Grand Canaria Urlaubs. Ungeordnet, manchmal auch doppelt mit der Beschreibung der Urlaubstage:

‘Katy Perry spricht vom Liebes-aus’ so die Bild Zeitung an Pool, ob den Ruhrpotrentner, ob Höma Erwin wirklich tangiert ? Immerhin liest er die Zeitung schon fast 2 Stunden lang. Sowieso interessant, wie intensiv diese Zeitung an so einem Ort gelesen wird.


10:30 die ersten Biergläser sind schon halb leer getrunken an der Pool-Bar.  14 Tage in sonniger Wüstenhitze, 14 TAge im Poloshirt an der Poolbar, 14 TAge die Kippen vor sich auf dem Tisch, den Aschenbecher ist immer nur morgens kurz leer.

Rentner mit Schnauzbart, blaues Käppie, leert genüsslich die erste Dose Bier. in der grünen Tasche ist schon die nächste..


Klar Jesus teilte das Brot seinen Jüngern, der deutsche Tourist teilt die Bildzeitung.


Und wie selbstverständlich sprechen die Holländer an unserem Tisch Deutsch mit uns, sie können es, wir können kein Holländisch.


Den Stand der Sonne kann man ziemlich leicht ermitteln, wenn man sich nur an die Ausrichtung der Liege des Orange Schwarzen Schönlings hält.Kein Grad Abweichung zu einer Senkrechten Position zur Sonne und wenn er seine Liege im 5 Minuten Rhytmus weiter drehen muss.


Dem Rentnerlein den Sonnenschirm richtig hin geschoben, aus Dankbarkeit textet es mich schon 2 Stunden zu. Schon nach einer viertel Stunde waren wir bei seiner Hüftoperation und seinem Krebs. Manchmal weiß ich nicht ob es erstrebenswert ist so alt zu werden.

Der Franzose aus Lothringen fragt, ob er sich die Bildzeitung ausleihen darf, nein nicht Elsass, Lothringen. Kein Saarländer spricht besser Deutsch als dieser Tourist.


Ab dem wievielten Hotelbesuch darf man sich als Stammgast bezeichnen, wird dieser Gottgleiche Titel verliehen, erarbeitet oder vererbt. Ist er in der Hierarchie tatsächlich gleich neben dem Hoteldirektor angesiedelt.


Und trotz Stammgaststatus gehen so Aussagen wie ‘der Pedro, der Kellner, das ist ein ganz fleißiger’ eher nicht. Und ein freundliches ‘Buenos dias’, ein ‘Buenas tardes’, ein ‘Bueno…’ oder ein vernuscheltes ‘…tardes’ freut die Leute dort bestimmt genauso wie ein guten Morgen oder guten Abend, was gar nicht geht sind die fast schon abweisenden Blicke nur weil der Kellner zu einem freundlich ist.


Eingeölter Körpermensch braunst gebrannt, blaues Bandolo, Sonnenbrille sowieso, Ear-Plugs aus Cupertino, ein Kaffee, eine Zigarette, seit mehreren Stunden. die pfannige oben ohne Blonde hat Orangenhaut und einen Kindle. ER hat es mit dem lesen vermutlich nicht so.


Die eReader Dichte ist ziemlich hoch, erstaunlich auch wenn man bedenkt, dass wir mit unseren gerade Mal fünfzig, das untere Ende der Altersskala abbilden. Bild, alternativ de Telegraph und eReader, für den Urlaub sind die Dinger eigentlich auch optimal, und mit ihrem simplen LCD schwarz-weiß Display auch in der größten Helligkeit noch gut zu lesen.


Was heißt gab’s die Lippen als Bonus zu den gemachten Titten gratis ? auf osteuropäisch ?


Beim zurückkommen in die Hotelanlage um 4:30 Uhr morgens dem Liegenreservierungsrentner mit einem lauten ‘Buhhh’ einen Herzinfarkt beschert – kleine Freuden des Alltags.

Geil, gaffen und diesen Mist schreiben ohne einen Blick auf der Tastatur zu haben – das spiegelde Display läßt keine Kontrolle zu. Dankbar, dass ich zehn Finger schreiben kann.


Die liegen hier alle in der prallen Sonne ! Vielleicht 5% der Gäse am Pool haben ihren Sonnenschirm aufgespannt. Verrückt.


Man könnte die Uhrzeit im Halbkreis auf den Boden malen, die Touris richten ihre Liegen nach der Sonne aus, so hat man eine Art Sonnenuhr.

Wieso immer nur Applaus, sollen wir dem Pilot unseres Urlaubsfliegers nicht ein kleines Stück aufführen, ein Musical oder wenigstens etwas singen ? Schlage vor, nach der Bordverpflegung treffen wir uns im Mittelgang zum üben.

Englische Eltern erklären ihren Kindern das Wort ‘Blitzkrieg’ mittlerweile mit dem Verhalten deutscher Touristen am Buffet

Mittwoch, 25. September 2013

klar

klar Massentourismus, ich hab ja auch nicht das Geld, mir alleine den Flieger zu Chartern, mich auf eine einsame Insel zu fliegen und dort zu chillen. Klar, muss ich eine Pauschalreise buchen und machen. Sonne war gefragt, sonst nix. Sonne, Sonnenbrand, nicht mal Strand war wichtig, nur Sonne. Nachdem Ägypten mal wieder reisegewarnt wurde und die Tochter zum zweiten Mal schon begeistert aus Grand Canaria zurück kam wollten wir das auch testen.
Stress pur ist es für mich, diese ganze Urlauberei. angefangen bei der Auswahl des Reiseziels, über den (immer) horrenden Preis, bis zum ersten Tag am Urlaubsort.
klar auch folgendes. beim Boarding: “Passagier XYZ mit Begleitung bitte zu mir kommen, anschließend bitte die Passagiere mit den Sitzreihen 2-17” eine deutliche Ansage. XYZ humpelt, klar, dass er beim Boarding bevorzugt wird. Klar aber auch, dass ab dem Zeitpunkt als der Mitarbeiter der Luftfahrtgesellschaft das Miko ergriffen hat sich eine dichte Masse von Rentnertouris Richtung Gate gelaufen sind. Diese haben sich da zu einer festen, fast schon granitartigen Masse verdichtet.  Weiterhin klar, dass diese Terrorrentner nicht auf die Sitzreihen 2-17 gebucht sind und nur äusserst widerwillig Platz machen. “Sind hier noch Gäste mit den Nummern 2-17 ?”, ja klar, aber die Rentnerlein müssen doch erst wissen,ob sie vielleicht doch schon… ??? Situationen, die mich an einem gesunden Menschenverstand zweifeln lassen.
Im Flieger stellt sich die Frage, wie viel schneller es wohl geht bis jeder seinen Sitzplatz eingenommen hat wenn man im Gang einfach mal seinen Vordermann auf dessen Vordermann schiebt.
Kaum Platz genommen überfallen mich wieder Zweifel an dem Vorhaben in Urlaub fliegen. Klar weiss ich, dass ich nicht firstclass gebucht habe, dass das ein popeliger Urlaubsflieger ist – aber der Sitzabstand sowohl zur Seite wie auch nach vorne und hinten…
Das Kabinenpersonal ist entspannt, wahrscheinlich ist mit Flugende auch Schichtende.  der Chefsaftschubser versprüht am Miko für die Durchsage den Witz eines Radiofrühmoderators. Wir fliegen los.
“Sehr verehrte Damen und Herren, befindet sich medizinisches Personal oder vielleicht ein Arzt an Bord, dann möge er sich bitte beim Kabinenpersonal melden” – 2 Reihen links hinter uns springt ein Paar auf nach Vorne, Typ Landarzt, kurz vorm Ruhestand. Dynamisch, zufrieden entspannt. Dass ich so eine Durchsage noch erleben darf. Das einer der Passagiere ein Problem hat war schon vorher absehbar, die Kabinencrew war seltsam abgelenkt, zeigte sich einen Blutdruckmesser, begleiteten ein älteres Paar nach vorne, holte einen Notfallkoffer aus der Kabinenverkleidung.
Eine Viertelstunde später begleitete Frau Doktor oder Doktors Frau, ich weiß es nicht die Damen an ihren Platz und spricht noch beruhigend aber optimistisch mit ihr. Fünf Minuten später geht auch der Herr an seinen Platz, es scheint alles soweit in Ordnung zu sein.

provinziell

…dann haben wir uns ja mal wieder zu einem Urlaubsflug entschieden. Das Auto im Sommerrain abgestellt und schon 2 Minuten später kommt die S2 – 13,20 €, 4 Fahrten, 3 Zonen. Wenig los, in der Bahn, zum Glück, gibt dann wenigstens nen Sitzplatz für uns und unsere Koffer.

‘Adänschen, Achtung, Achtung, der Zug endet in Stuttgart – Vaihingen, Passagiere zum Flughafen bitte am gegenüber liegenden Bahnsteig in die nachfolgende S3 umsteigen’ im besten Sächsisch. Die Tatsache des Umsteigen müssens besteht nun mal, auch wenn ich auf dem Netzplan die S2 auch bis Messe/Flughafen sehe. Provinzell, wegen 4 Haltestellen, den Zug zu verkürzen.

Glücklich am Flughafen angekommen, muss ich mich schon wieder blähen. In der Richtung in der wir den Bahnsteig verlassen sind 2 Aufzüge. Beide sind da und bereit, die Menschen zu transportieren. Naja, bereit ist eigentlich nur einer. Der andere steht. In meinem Zorn geht es zum Aufgang. Eine Rolltreppe gibt es nicht, ich trage halt unsere Koffer. Provinziell.

Wenn ich mir jetzt in einem sehr abwegigen Gedanken vorstelle, dass der Flughafen und die S-Bahn dazu bis vor wenigen Jahren auch so ein Stuttgarter Prestigeobjekt war, bekomme ich heute schon mal wieder wegen S21 die größten Bedenken.

Sonntag, 22. September 2013

Wahlsonntag

2013-09-22 090

nachdem wir schon Briefgewählt hatten und heute doch auch prima Wetter war, hier ein Wehr in Balingen

Freitag, 20. September 2013

Beaujolais Primeur

der erste Wein des letzten Jahres, das Anbaugebiet machte eine riesen Geschichte daraus. Der Wein wurde an einem bestimmten Tag zum Verkauf freigegeben. Die Freaks standen schon mit dem Porsche bereit um dann in einer wilden Hatz die ersten Flaschen des Primeur möglichst unter Umgehung aller Regeln in ihr Heimatkaff zu bringen.
Es ging nicht um das Produkt, es ging darum die Brühe als erster zu haben. Heute übernachten die Spinner vorm Apple-Store

nicht bewiesen

Ich könnte es auch nicht beweisen. Es ist aber so, dass es mich massiv zum Nachdenken bringt. So Kommunale Betriebe, oder auch Landeseigentum, vor 15 bis 10 Jahren, gerne mal an eine Cross-Border-Leasing verscherpelt, was will die Stadt mit Elektrizitätswerken, Wasserversorgung, Sozialwohnungen ? Kostet die Stadt doch nur Geld, das für .... ja für was wohl ? benötigt wird.

Und so hat man fleissig, für eventuell nicht mal so viel Geld verkauft, irgend ein Schwager vom Schwager, irgend ein Vetterle vom Vetterle wird schon daran verdient haben. Achso, auch Trauzeugen und beste Kumpels könnten davon profitieren...

Mittlerweile ist es so, dass die verkauften Objekte nicht immer unbedingt eine Rendite abwerfen und mal dringend saniert werden sollten. Die Leitungsnetze in Hamburg zum Beispiel sollte man mal wieder sanieren. Kostet halt richtig viel Geld und schmälert die Rendite.

Aber just in so einem Fall kommt man dann wieder auf die Idee, so einen Betrieb zurück zu kaufen - wie in Hamburg gerade die Überlegung läuft. Kann man schön auf Staatskosten auf Vordermann bringen und wird es dann in 10 bis 15 Jahren sicher wieder für einen Symbolpreis an irgend ein Trauzeugen, Schwager oder Vetterle verkaufen.

 

Ja, pure Polemik, ich weiß - aber ein Fünkchen Wahrheit könnte vielleicht.... ?

Donnerstag, 19. September 2013

zu spät

2013-09-18 12.11.59

ich habe gewählt, gebriefgewählt. Was ich gewählt habe das verrate ich euch nicht, das bleibt mein Wahlgeheimnis. Was vielleicht kein Geheimnis ist, dass ich eher ein Wechselwähler, ein Unentschlossener bin.

Klar, den Wahl-O-Mat habe ich auch betätigt. Aber das Ergebnis war genau so breit gefächert wie meine verschiedenen Meinungen zu verschiedenen Themen.

Dann habe ich mich erinnert, was so in der letzten Legislaturperiode gesprochen, versprochen, abgestimmt und durchgesetzt wurde. Gedächtnis statt Wahl-O-Mat sozusagen. Der Meldegesetz Skandal vom Juli letzten Jahres ging mir nochmal den Kopf, habe noch den Grundtenor der Regierung im Ohr: “ja, das Gesetzt wurde jetzt völlig anders beschlossen als besprochen, und jetzt da ihr Stimmvieh das so sagt stimmt es natürlich, dass das Gesetzt ganz schön scheiße ist aber hey macht euch nichts draus, durch den Bundesrat schaffts das Gesetzt dann (hoffentlich) doch nicht” - ich fürchte das war deren Ernst und tiefster Ausdruck abgrundtiefer Wählerverachtung.

Nur so am Rande. Jetzt, die letzten zwei Wochen kommt etwas ganz anderes, wie die kleinen Kinder schmeißen die jetzt mit Scheiße um sich, die Grünen hätten ein Pädophilenproblem - im Gegenzug bevorzugt die CDU Vergewaltigung in der Ehe - die FDP hat einen asiatisch stämmigen Vorsitzen (und dem seine Herkunft ist wohl das kleinste Problem) - der Ex von Sarah Wagenknecht wird von Parteigeldern der Linken allimentiert - die AfD hat ein Unterschlagungsproblem -  Steinbrück zeigt, Skandal, Skandal den (das macht man doch nicht !) Stinkefinger. Und was nicht alles abstruses durch die Medien geistert - Hey Boys und Girls, ich soll euch ernst nehmen, soll euch wählen, soll euch meine Stimme geben, dann seid gefälligst so anständig und beleidigt mich nicht mit so Kinkerlizchen !

Deshalb zu spät jetzt, das Kuvert ist zu und eingeworfen - kümmert ihr euch um wichtigere Sachen als den Wahlkampf als Selbstzweck

Mittwoch, 18. September 2013

Theorie

In Österreich wurden bei der versuchten Festnahme eines Wilderers unter anderem 3 Polizisten erschossen. Auch Mitglieder der Cobra Einheit, vergleichbar mit unserer GSG9. Polizisten, durchaus geübt im Umgang mit Schusswaffen, vermutlich auch mental und körperlich vorbereitet, da sie ja wussten, dass sie den Mann festnehmen sollen, dass er auf der Flucht ist.

Soviel zur Theorie des zurück schießens, die die Waffenlobby gerne verbreitet, letztmalig im Falle Dossenheim  “wäre ein legal bewaffneter im Raum gewesen hätte der Amoklauf gestoppt werden können”

Oder kommt ihr jetzt mit ‘würde jeder so gut und schnell schießen lernen wie Lucky Luke bräuchte es keine Polizei’ ??? ich bitte euch....

Dienstag, 17. September 2013

Hirsch

In Bietigheim, nach dem 3. Versuch ist es mir endlich gelungen, den Imbiss mal offen zu erwischen. Große Auswahl auf der Karte. Großer Andrang jetzt in der Mittagspause.

Die Wurst unspektakulär, etwas zu dünn, aber genießbar. Was will man mehr

Samstag, 14. September 2013

lange Nase

hätte er nämlich auch machen, eine lange Nase zeigen. Wobei da das Problem gewesen wäre, dass es viele schon gar nicht mehr kennen, diese lange Nase. Oder den Vogel, aber auch da, siehe letzter Satz.

Er wurde mit Spott und Witzeleien provoziert, nahm die Provokation auf und hat sehr schön darauf reagiert. Gezeigt, wie egal ihm das einfach ist. Die Zentralorgane, der Schwarzen haben ihn einem letzten Aufbäumen versucht daraus Kapital zu schlagen. 'er zeigt den Stinkefinger' - Skandal, Skandal, Skandal.

Richtig, Peer Steinbrück, der Kanzlerkandidat der SPD zeigt doch quasi öffentlich den Stinkefinger. Gut so.

Freitag, 13. September 2013

13.

Freitag, der 13.    - manchmal wundere ich mich über Robinsons Verschleiss

Donnerstag, 12. September 2013

Wie erkenne ich eine Entführung ?

Unter einer Entführung versteht man einen kriminellen Akt, bei dem eine Person oder Personengruppe, häufig auch ein Kind (daher engl. auch kidnapping), teilweise auch eine Sache (Flugzeugentführung) mit Gewalt oder heimlich an einen anderen Ort gebracht wird.

Ich zitiere hier mal meine Schulungsunterlagen zur Schulung: Anderes Sicherheitspersonal bei Fracht und Post (VO (EU) Nr. 185/2010 Anhang 11.2.3.9) - Überblick zum Thema Terrorismus.

Lustigerweise wird diese Frage bei der anschließenden Prüfung sogar abgefragt.

Tja, wenn ich diese Prüfung und Aufklärung hinter mich gebracht habe bin ich ein sicherheitsgeprüftes Mitglied dieser Sicherheitskette, die in wildem Aktionismus nach 9/11 aufgebaut wurde.

Natürlich stellt sich mir die Frage, was ich als eventueller Luftrachtabfertigungssachbearbeiter mit diesem Wissen mache ?

Früher, wenn ich nach einer anstrengenden Nacht beim Aufwachen nicht mehr wusste, wo ich bin, wie ich da hin gekommen bin, hielt ich das für ein Delirium, nicht für Entführung, geschweige den für kidnapping, teenagernapping, vielleicht sogar für leutinapping.

Sonntag, 8. September 2013

überrascht

diese Überraschung, da steht dann wieder jemand schon 20 Minuten in der Warteschlange vor dir, wenn er dann an der Reihe ist, wird erst mal überlegt, was man eigentlich will, brüllt vielleicht noch nach hinten in den Raum zum Kind, zur Freundin, zu was weiss ich, was noch dazu kommt. “und noch Pommes ?” da dreh ich durch.

Oder diese Überraschung, kaum sind alle Artikel über das Band am Scanner vorbei gezogen und wieder verstaut will doch die Dame tatsächlich plötzlich Geld von uns.

einmal...

im Leben sollte man dies oder das gemacht haben. Und abgesehen von Dingen die mich nicht so interessieren wie Sohn gezeugt, Baum gepflanzt... denke ich, dass jeder mal ein Wort schöpfen sollte das Google noch nicht kennt.

Ich habe mich hierfür entschieden:

fingerfango

es soll die Tätigkeit des Verpackens der noch warmen Hundekacke in die PiccoBello-Tüte beschreiben, wenn die Masse die Finger weich und warm umspielt.

Freitag, 6. September 2013

enttäuscht

ich war schon immer ein großer Fan der Milchbar am Stuttgarter - Killesberg. Ende der 60er an der Hand der Eltern, vielleicht mal mit der legendären Tante war ich schon am Killesberg. Tatzelwurm gefahren, die Kleinbahn. Einmal auch mit der Seilbahn.

An der Milchbar am Flamingosee haben wir immer nur hin geschaut, ein Eis oder ähnliches gabs nie. Doch, die Cousine hatte dort ihre Hochzeit gefeiert, das war toll. So schönes Ambiente, das Gebäude ein Gedicht. Fotografiert hatte ich die Milchbar ein paar Mal, sonst war sie geschlossen, ich hatte keine Zeit oder irgendwo anders etwas gegessen, getrunkten.

Heute war ich mit der Schwiegermutter dort. Liegestühle hinterm Haus an der Milchbar, gar nix los. Wir waren in Eile und wollten kurz einen Kaffee trinken, ein Stückchen Kuchen essen.

“Ein Cola, ein Cappuccino bitte, nein für mich nichts”, ich bin uninspiriert an der Selbstbedienungstheke. Den Cappuccino im Pappbecher, das Cola auch. Der togo Schnabeltassenaufsatz fehlt, 3,30€ für das Kaffeegesöff in dieser Darreichungsform halte ich schlicht für sittenwidrig. Ich war enttäuscht.

Sonntag, 1. September 2013

Emma

“Emma, beschreib mal was Du da siehst”, die Frau zu dem ca. zehnjährigen Mädchen. Und alles was Emma beschreibt wird wiederholt und mit einem “ja, richtig” quittiert.

Mir hat die Trienale, die Ausstellung für Kleinplastik in der Fellbach Kelter streckenweise ganz gut gefallen. Bei Emma hatte ich da so meine Zweifel. Wie ein dressiertes Äffchen von Objekt zu Objekt gehetzt. Vielleicht wäre sie doch lieber in der Wilhelma gewesen. Vielleicht.