Dienstag, 30. April 2013

und sonst ?

Wir waren in Wien, zwei Tage. Ein paar Dinge sind uns aufgefallen:

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Respekt. “Sehr geehrte Fahrgäste, bitte geben Sie ihren Sitzplatz Menschen, die ihn eher benötigen” so oder so ähnlich die Durchsage in der Strassenbahn in Wien. Interessanterweise braucht es die Durchsage gar nicht, erstaunlich wie oft wir in den 2 Tagen feststellten wie dies bereitwillig und selbstverständlich von vielen praktiziert wird. Und obwohl man sich gerade mit Männergruß begrüßt hat oder den Kumpel beleidigt oder angegangen hat, egal ob man sich quer durch den Wagen unterhält. Kommt jemand Älteres, kommt jemand Gebrechlicheres wird der Platz angeboten. Nochmal: Respekt.

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2013-04-30 252Art Nouveau oder natürlich Jugenstil, die S-Bahn Station am Karlsplatz. Ein großer Platz, viel Verkehr. Sonnig ist es. “Sorry are you from here ?” in bestem kanakenenglisch “no, we are tourists too”  - ja die Dekoration der Säulen, der Schriftzug, die Ornamente. Jugendstil, sieht man öfter in der Stadt, wirklich nett. Das Gebäude, wird als S-Bahn Station nicht mehr genutzt. Die ganze Infrastruktur ist in den Untergrund verlegt worden. Einschließlich Polizeistation. Die Drogenszene sei hier am Karlsplatz gewesen, ein Büro der Drogenarbeit weist noch darauf hin.

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Die Wurst. Enorm ist die Auswahl am Würstelstand, am Imbiss. Debreziner, Käsegrainer, Bosna, Waldviertler, Wiener die hier allerdings Frankfurter heißen. Dazu ‘Backwaren’ ein Stück Brot oder Weckle. Süßer oder scharfer Kren, wie man hier zum Senf sagt. Dazu werden gerne gereicht Essiggurken oder Peperoni oder Paprika, eingelegt und auch in den Geschmacksrichtungen scharf oder mild. Die Wurst immer auf einem rechteckigen Pappendeckel und von Hand in Scheiben geschnitten. Die Wurst aus der Hand wie bei uns gibt es nicht. Ab und zu Hot Dogs, wenn es unbedingt die Wurst togo sein muss.

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2013-04-29 040Palmenhaus. Im Schlossgarten von Schönbrunn. Natürlich beherbergt ein so großer Schlossgarten einen Botanischen Garten, um die Pflanzen zu schützen gibt/gab es die Orangerien, Gewächshäuser oder wie hier das Palmenhaus. Das größte verbliebene seiner gußeisernen Art auf dem Europäischen Kontinent. DieTräger erinnern an das Schiffshebewerk im Schleusenpark Waldrop. Oder natürlich an das Haus in der Wilhelma in Stuttgart, nur dass hier natürlich das Ding ganz ordentlich groß ist. Wegen Bauarbeiten geschlossen. Mehr als schade, das hätte ich mir gerne noch genauer angeschaut.

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Die aufgeregten Schulkinder die mit uns in der S-Bahn saßen sind fast zeitgleich mit uns an der Kasse angekommen. Zwei Schalter sind geöffnet beim Zoo in Wien, in Schönbrunn, dem Ältesten Weltweit. “ja, für Pensionisten gibt es eine Ermäßigung”, die Dame am Schalter zwei, bei uns am Schalter eins versucht Frau Lehrerin ihre Gruppenkarte zu erwerben, “ich weiß ich war schon ein paar mal bei Euch” – anscheinend weiß sie doch nicht, es dauert ewig. 15€ der Eintritt pro Erwachenem, für 3€ mehr gibt es noch eine Fahrt im Prater Riesenrad; wir zahlen 36€.

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2013-04-29 062Leihgabe. Die Volksrepublik China hat die beiden Pandabären dem Zoo Schönbrunn geliehen, vor 10 Jahren. Der Vertrag wird heuer um weitere 10 Jahre verlängert. Schon zweimal gab es Nachwuchs bei den seltenen Tieren. Der weltweit älteste Zoo zeigt sich äußerst modern, natürlich haben die Pandabären ein modernes Gehege. Sowieso haben sie ein Händchen für selten in Zoos zu sehende Tiere, ist doch gleich am Eingang das Haus für die Koalas

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2013-04-29 17.35.51

Legendär. Auch eine Spezialität, die Sachertorte. Original natürlich nur aus dem Hotel Sacher in Wien, gleich hinter der Oper, Phillharmoniker Strasse. Einfach nur reinlatschen geht nicht, das Cafe ist prazellvoll. Am Eingang stellen wir uns in die Schlange wie abends die Discogänger. Die Leute vor uns warten auf einen Vierertisch. Schnell sind wir dran, obwohl mein T-Shirt und die Chucks nicht unbedingt die feinste Bekleidung waren. “2x Sachertorte, 2x Kaffee”, in dieser Welthauptstadt des Kaffees bestellt man aber nicht denselben sondern spezifiziert normalerweise. Als Kaffee erhalten wir somit einen doppelten Espresso.

 

 

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Mamakind. Ja, die letzten 40 Jahre hatte sie ihm täglich das Frühstück gerichtet, das Abendessen übrigens auch. Beide betreten den Frühstücksraum, er schnurstracks an einen eien Tisch, sie ebenso schnurstracks ans Büfett. Einen Korb mit Brot und Backwaren gefüllt und an den Tisch getragen. Zurück, jetzt schnappt sie sich 2 Teller und versucht beide gleichzeitig mit Unmengen von Wurst, Käse, Marmelade, Obst, Wurst, Paprika, Käse, Wurst, Marmelade, Butter, Marmelade, Wurst, Käse, Obst und Wurst zu füllen. Zurück an den Tisch. Nochmal zurück ans Büfett, Eier vergessen. Sie setzt sich zu ihm.

Nochmal hoch, er hat noch keinen Fruchtsaft und teilt es ihr mit.

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2013-04-28 18.58.17Man muss schon genauer hinschauen, auf den ersten Blick, die gelbe Farbe, ein Weckle dazu geht doch, oder könnte doch gehen.

Der erste Abend in Wien, eine Stunde um den Stephansdom Richtung Hofburg gelatscht. Tourist, bloody Tourist auch hier. In den Straßencafes und Restraurants brechend voll, wie wird’s wenn da mal Saison ist ? Platz gibt’s erfreulicher Weise am Würstelstand. Und ja ich konnte mir denken, dass das nicht so wie zuhause ist.

 

 

 

 

 

 

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Steter Tropfen höhlt den Stein. 1683 wurden die Türken vor Wien zurückgeschlagen, heute sitzt neben mir in der U-Bahn eine Tante in der Burka. Wozu dann der Aufwand vor 450 Jahren ?

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wenn für mich etwas wirklich doof aussieht, dann wenn die lieben Touristen mit dem iPad fotografieren.

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IMG_9472 Belvedere – die schöne Aussicht, für den Prinz Eugen von Savoyen auf jeden Fall. Ein oberes wie auf dem Bild und ein unteres Belvedere. Erstaunlicherweise ziemlich kurz die jeweilige Bauzeit, nämlich 2 Jahre pro Schloss. Heutzutage reicht so etwas nicht mal fürs Planfeststellungsverfahren.

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Tourists, bloody Tourists – sind wir auch, und Schwaben noch dazu. Wenn wir die Strecke laufen können nehmen wir kein Fiaker. Wenn wir uns aber entschlossen haben jetzt mal was zu trinken stört uns auch nicht das mondäne Aussehen der Lokalität. Vielmehr stört uns die Blasiertheit des Maitre, der uns noch zwei mal umsetzen will, aber stundenlang nicht in der Lage ist eine Bestellung aufzunehmen. Gut Bursche während wir warten verkaufst du an diesem Tisch auch kein 49 € Menü.
Das Hollunder, Minze Getränk schmeckte dann jedoch hervorragend und war mit nicht mal 4 € für den halben Liter erstaunlich günstig (für hiesige Verhältnisse)

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Es lebe der Zentralfriedhof…

So groß, dass es eine eigene Buslinie gibt, so groß dass man darin mit dem Auto fahren darf. Legendär, der Zentralfriedhof, mehr als 3 Millionen Tote.

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IMG_9532 Sie wollen gar kein Mannhatten oder Mainhatten draus machen. Allerdings gibt es den einen oder anderen Wolkenkratzer. Diese ist noch im Bau, soll ca. 200 Meter hoch werden.

Die Vergnügungsbuden an der Donau und auf der Donauinsel sind noch spärlich besetzt. Trotz traumhaften Wetters haben die meisten noch zu

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fünf ! Ganze fünf Minuten mussten wir an der Haltestelle auf die Bahn der Linie 2 warten. Eine Zeitspanne, die wir nebenbei bemerkt nicht von einem zerissenen, vandalisierten Plan ablasen, die uns digital angezeigt wurde. Fünf Minuten wirklich die längste Zeit, die wir hier auf ein Fahrzeug des öffentlichen Nahverkehrs warten mußten, wir waren begeistert.

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k.u.k. Kriegsmarine. An der Donau dieses Wunderwerk östreichischer Marinetechnik. Wehrhaft und Kampfbereit liegt dieses Schlachtschiff neben den Flußkreuzschiffen an der Donau.

Ihm stehen alle Wege offen, von hier nach Rotterdam über den Rhein-Main-Donaukanal oder kurz die Schwarzmeerflotte aufmischen.

Montag, 29. April 2013

hektisch

Der öffentliche Nahverkehr in Wien, 48 Stundenkarte für das Stadtgebiet, 11,40 €. Fast schon beängstigend oft kommt aber die Bahn, die fahren hier einen 5 Minuten Takt und schaffen da wirklich was weg. Und auch für die paar Haltestellen mit der Straßenbahn vom Prater bis zum Hundertwasserhaus flott flott.

Freitag, 26. April 2013

don’t eat yellow snow

2013-04-26 014Eine Weisheit die bei den Eskimos von Generation zu Generation weiter gegeben wird. Hier hat es heute auch geschneit, der ganze Weg ist gelb. Allerdings nicht voll Schnee

Donnerstag, 25. April 2013

Tschechen

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Ein kurzer aber steiler Spaziergang, an der Karlshöhe der Imbiss, das Cafe das Ausflugslokal ? Tschechen. Der zweite schöne sonnige Tag in dieser Woche. Einfach mit der Schwiegermutter entlang gelatscht. Viele Menschen liegen im Gras, geniessen auch. Schön.

Oben die üblichen Verdächtigen, das Rentner Paar, er mit Käppi, blaukariertem kurzärmligen Hemd und Weizenbier, sie immer noch begeistert, was für einen tollen Mann sie da vor 40 Jahren abbekommen hat, bewachen die Enkelin, die nach 2 Eis gelangweilt ist, weil Opa mit den Weizen nicht fertig wird.

Fremdgänger. Er mit nervösem gehetzten Blick, sie mit Stuttgart Stadtplan. Vermutlich glauben nicht mal die zuhause gebliebenen Partner- / innen an das Seminar oder den wichtigen Kontakt in Stuttgart. Die beiden haben Augen für sich, nicht für die Aussicht.

 

Achso, Currywurst gibts keine.

Mittwoch, 24. April 2013

Rotwangen-Schmuckschildkröten

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nicht unbedingt eine heimische Reptilienart. Aus Amerika seien sie eingeschleppt oder eingeführt worden. Recht häufig sahen wir sie heute am Bärensee in Stuttgart

bei uns in Leonberg

Die Rentner am Nebentisch, am Bärenschlössle.

“der erste Mai, ist doch nächsten Donnerstag”

“Sigrid, bei uns in Leonberg ist der erste Mai am Mittwoch”

Montag, 15. April 2013

Stoffwindeln

Auch in diesem Thema bin ich (zum Glück) schon seit längerer Zeit nicht mehr. Stoffwindeln sind besser für die Umwelt, fast genau so gut in der Anwendung wie Pampers, etwas aufwändiger im Einsatz, da gewaschen statt weg geworfen wird, sind aber über die Einsatzzeit deutlich billiger. Für unterwegs muss man immer ein bisschen mehr einpacken, oft halten die selbst gebundenen Dinger nicht ganz so trocken, oder laufen aus sind sonst aber fast schon genauso gut wie die Wegwerfwindeln. Genau fast schon genau so gut...

Lilos altes Notebook habe ich bekommen. Nicht mehr ganz in Schuss, das Display wackelt, der Lüfter scheppert, der Akku ist tot. Die Festplatte habe ich formatiert, die alten Daten der Tochter gehen mich nichts an. Das Vista auf der Recovery Partition zickt. Den Lizenzschlüssel für Windows habe ich nicht mehr.

Ein Notebook ohne Betriebssystem und ohne Programme ist aber lediglich ein Haufen Elektronik- und Plastikschrott. Immer mal wieder im Leben läuft mir in solchen Situationen das Open Source, freie Betriebssystem LINUX über den Weg. Kostenlos von ein paar Spinnern und Weltverbesserern ins Netz gestellt.

Oder Brot backen, hat doch so viele Vorteile, man beschäftigt sich mit der Materie, weiß was drin ist, kennt die Zutaten (gut die Herkunft der Zutaten ist auch ...aber lassen wir das), kann stolz sein, auf das was man geschaffen hat. Billiger als gekauftes Brot ist es allemal. Gut alle Sorten gelingen nicht, manche lassen sich fast gar nicht herstellen, viele aber ganz ganz viele sind fast schon genauso gut wie die vom Bäcker. Genau fast schon genau so gut...

Jetzt ist es so, dass wir bei unserer Tochter Wegwerfwindeln verwendet haben, dass wir selbst kein Brot backen und dass wir auf unseren diversen Computern immer schön das Betriebssystem aus Redmond drauf hatten und haben. Aber immer mal wieder hat mich dieses alternative Betriebssystem gereizt. Völlig unvorbereitet habe ich mich dem Vorhaben nicht genähert, immer mal wieder gab es Phasen in denen ich mich mit Linux auseinander gesetzt habe.

Ubuntu soll ja für Menschlichkeit stehen, Ubuntu 13.04 wird diesmal die Linux Version meiner Wahl sein. Runter geladen und auf einen USB Stick gepackt. Es installiert sich ein Livelinux, nachdem man die Bootreihenfolge auf den Stick umgestellt hat. Warten. Das WLAN-Password fehlt noch. Ich richte eine Parallelinstallation ein.
Zähes Vista und Ubuntu, Grub der Bootmanager lässt beim starten die Auswahl.
Reboot. Eine Ewigkeit, bis das System bootet, wirre Zeichen auf dem Schirm, noch habe ich Geduld. Ich komm nicht klar, Vista ist zermüllt, Ubuntu ... ja, immer noch nicht meins, weiss gerade gar nicht woran es scheitert.

Schnell bin ich in einem immer schöner, neuer, weiter Wahn nochmals was anderes auszuprobieren. Mintlinux sei gerade hip. Downgeladen, auf den Stick gepackt. Das alte Vista brauch ich nicht mehr. Diesmal bekommt die Neuinstallation die kompletten 160 GB.

Samstag, 13. April 2013

Tatsachen

Kabarett am Samstag Abend, in Kirchheim/Teck. Rolf Miller, in der Stadthalle, in, ja ich hatte es schon erwähnt, in Kirchheim unter Teck.

Es ist ja nicht immer ganz einfach, Kleinkunst an einem Wochenende in der erweiterten Region zu konsumieren. So viele Künstler kenne ich nicht und manchmal hat man den Eindruck, dass die Künstler die man kennt, die Region kennen und dann lieber weg bleiben.

Wir hatten reichlich Zeit, Saalöffnung 19.00 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr. Wozu eilen ?

– Habt ihr schon mal in Kirchheim unter Teck die Stadthalle ge- und eventuell danach auch noch besucht ? Nein ? Gut so !

Versteckt, in einer Bausünde der späten 1970ern im Teckcenter ist das Ding an seiner Adresse Stuttgarter Str. 2 fast nicht zu finden. Eine Tarnkappen Stadthalle, eine Stealth Town Hall sozusagen. Wir umrunden den Komplex. Döner könnte man essen, wenn nicht gerade geschlossen würde, auch das eine oder andere 1 € Schnäppchen kaufen. Oder auch Mode, gerne auch in Übergrößen.
Dass sich das Sprachgewirr um dieses Teckcenter so babylonisch anhört liegt nicht nur an der höheren Dichte Süd- bis Südost- wenn nicht sogar Osteuropäischer Mitbürger, auch der Idiom der Einheimischen klingt ob des Alb- bis Voralbschwäbisch’ für den Landeshauptstadtschwaben fremd.

Restaurant Stadthalle steht an einem schäbigen Eingang, ein Schaukasten. Im zweiten Stock residiert ein Fachmann für Implantationstechnik. Ein chinesisches Restaurant im Ersten. Wir gehen hoch. Tatsächlich gegenüber dem Chinesen sieht es nach Foyer einer Veranstaltungsstätte aus. Die Tür ist zu, klar Hallenöffnung um 19:00 Uhr keine reservierten Plätze. Wir haben noch ne halbe Stunde bis dahin, gehen Kaffee trinken.

Einen Kaffe später sind wir wieder am Ort des geschehens. Der Aufzug spuckt uns diesmal im ersten Stockwerk aus. 19.10 Uhr. Die Halle ist noch immer verschlossen, allerdings schaffen wir es fast nicht aus dem Aufzug, da der ganze Vorraum mit gespannt bis genevt wartendem Volk gefüllt ist. Pünktlichkeit scheint keine Tugend der Betreiber zu sein. Langsam steigt das Gemurmel und Gemurre vor der Halle zu einem starken Orkan an. Die Mitt- bis Endvierzieger mit Figurproblemen, die innen geschäftig wirken (wollen) sind gechilled. Scheint ein Problem zu sein, die Pünktlichkeit in der Provinz.

Zwanzig nach sieben wird die Halle geöffnet, die Best- und Restager um uns herum machen uns das Windhundprinzip klar. Ein Strudel zieht uns in die Halle.

Freitag, 12. April 2013

geliefert

2013-04-12 17.32.53

Ihr kennt das sicher auch. Ihr habt Hunger auf, sagen wir mal eine Currywurst habt aber absolut keinen Bock noch aus dem Haus zu gehen.

Solltet ihr auch hier in Schmiden wohnen bestellt euch doch einfach mal die Nummer 184. 2 Currywürste mit Bratkartoffeln oder Pommes, 6,50 € Lieferpreis.

2013-04-12 17.20.53

Donnerstag, 11. April 2013

Neueröffnung

…am 12.März 2013. Ich war erst heute da. Im Industriegebiet in Stuttgart-Weilimdorf. Fertig Container Bude, mit Gastraum.

eva’s ess-station
Weilimdorfer Str. 49
70825 Korntal-Münchingen.

Die Lage strategisch günstig, noch ein Parkplatz daneben.

2013-04-11 15.12.56 2013-04-11 15.19.51

Eine Currywurst normal mit Brötchen habe ich mal zur Abwechslung bestellt. 2,50 € ich soll mich an einen Platz setzen, der Maestro wird es mir bringen. Ein paar Befehle nach hinten gebrüllt und die AbspülAufräumTusse werkelt an der Wurst . Fast 5 Minuten warte ich, obwohl die Wurst doch schon auf der Grillplatte liegt. Griechisch wird gesprochen, ich habe die größten Befürchtungen und warte.

‘Ne halbe Stunde vor Geschäftsschluss, bin ich der einzige Kunde. Alles sauber, aber einfach - bisschen Plastikbillig egal. Der Getränkeschrankg hat Bier, Tannenzäpfle und Weizen braucht man wohl am Mittag. Die Getränke übrigens auch alle zum gleichen Preis togo. Nein, es ist nicht mein Regenschirm der neben der Tür an der Garderobe vergessen wurde, immerhin hat er gefragt.

Dann kommt die Wurst. Erstaunt. Eine Oberländer ungeschnitten und ungepulvert, dafür mit längsgeschnittenen Gewürzgurkenstücken garniert auf einem Porzellanteller mit Aufback Baquettewecken . Besteck gibt es dazu. Lassen Sie es sich schmecken.

Samstag, 6. April 2013

Gratulation

Wenn jemand erfolgreich ist, wenn jemand was kann in seinem Beruf, wenn jemand nochmal so richtig schön befördert wird, vielleicht auch noch zwei drei Euro mehr verdient, dann gratuliert man doch schon mal.

Und wie ich aus der Bundeswehr aktuell 12/2013 erfahren habe wurden wieder ein paar verdiente Mitarbeiter ? äh Soldaten befördert, darunter auch mein persönlicher Held:

Gratulation

 

 

 

 

 

Georg, ‘ich hab die Hosen gestrichen voll’, Georg, ‘die lass ich wegbomben’, Georg, damals noch Oberst, Klein, der Held von Kunduz, der deutsche Nachkriegssoldat der die bis jetzt höchste Opferzahl zu verantworten hat wurde nach einer angemessenen Wartezeit zum Brigadegeneral befördert. Gratulation.

Freitag, 5. April 2013

Schnäppchen

NordicWalkingSchlappe 131,51 €, ein wahres Schnäppchen. Bei dem Preis ist doch aber mindestens ein Photonenantrieb verbaut oder wenigstens ein Li-Ion Akku.

Mittwoch, 3. April 2013

zu viel

am Anfang hielt ich dieses ‘IOI’ für einen erfolgreichen Displaytest an meiner Waage.

Langsam aber sicher merke ich, dass die ganzen Klamotten nicht mehr passen. Soll heißen, ab heute probiere ich es mal wieder, ohne Cola, nur Sprudel, weniger Schokolade, weniger Fleischsalat mit Knautschbrot dafür mehr Vollkornbrot, mehr rohe Paprika. Kein halber Liter Kaba jeden Abend. Und nein, Currywurst werde ich weiterhin essen.

Dienstag, 2. April 2013

Cockpit

2013-04-02 10.45.50

Industriegebiet Weilimdorf, Rutesheimer Str. gleich neben dem Cleanpark. Wenig los Montagmittag um 11.00 Uhr. Ich bin der einzige Kunde.

Drinnen alles ordentlich und sauber. Auf der Grillplatte liegt liegen ein paar Würste. Oberländer.

2013-04-02 10.42.27 Viel Umsatz scheint der Laden nicht nur mit dem Tagesessen zu machen, es gibt auch vielfältige Alkoholika. Die eine oder andere Gewohnheitsleber und deren Besitzer werden den Weg hier her schon finden.
2013-04-02 10.41.15 2,40 die Currywurst, die normale. Schnell zubereitet ist das Ding. Und auch wenn es nachhaltiger und ökologisch sinnvoller ist Porzellan statt Pappschalen zu verwenden so mag ich die einfach lieber.

Die Currywurst geschnitten auf dem Porzellanteller. Normales Ketchup, Pulver drüber und gut ist’s.

Montag, 1. April 2013

egal

Immer über die Christen hetzen, aber gerne deren Feiertage mitnehmen. Tönt es schon wieder über die Osterfeiertage durchs Internet.

Gut, ich genieße auch den 1.Mai, den Tag der Arbeit obwohl ich mit dem Sozialismus auch nichts am Hut habe

Samstag, 30. März 2013

Brodbeck

2013-03-30 14.00.41

Ein wenig versteckt, in Pforzheim. Nachdem in Karlsruhe heute mal wieder nur bekanntes zu testen war vertraute ich mal wieder auf das Internet. Brodbeck-Imbiss, das Navi führt uns hin.

In der Bude werkelt eine Madame bzw. werkelt nicht, da wir die einzigen Kunden sind. “Kommen Sie doch rein, ist doch gemütlicher”

“Eine Currywurst, eine Normale” – im Bräter schwimmen im Fett ein paar Rote und ein paar Bratwürste (mit Haut), ich bin abgelenkt und Madame fragt nicht nach, es landet eine Rote in der Schale. Aus einem Topf die fertig Soße drauf, Pulver drüber. Das Brötchen in einem separatem Körbchen zuerst gereicht, danach die Wurst. 3,20 € ein durchaus stolzer Preis, zumal meine beiden Mädels angesichts des Ambientes von dem “Genuss ?” von Speisen absehen.

2013-03-30 13.57.18Der März scheint ein guter Currywurst Monat zu werden. Trotz größter Sorgen schmeckt die Wurst nicht nach altem Fett, nicht nach 3 Tage auf der Platte. Wohl temperiert, die Wurst, die Soße in der Temperatur leicht darunter. Fest ist die Wurst, die Rote, wie eine Curryking Wurst ohne diesen Pökelgeschmack, der den
Roten oft anhängt. Sonst kann man nichts sagen.  “Wenn Sie wollen, da in der Flasche können Sie es scharf machen” – ich probier das mal. Scharf das Zeug, wirklich scharf. Aber gut.  Sie macht es selber, mit Augen- und Mundschutz um sich nicht zu verbrennen.

Das Brötchen fast schon überqualifiziert als Currywurstbegleitbrötchen, es schmeckt auf jeden Fall und beisst sich richtig.

I’ve seen hell

Primark, eine vermutlich Billigmodekette hat neuerdings auch in Karlsruhe eine Filiale. Heute am Ostersamstag, ist die Terrornochteenagerin extra früh aufgestanden um an diesen Ort der modischen Verführung chauffiert zu werden.

Mal angenommen, also nur mal angenommen, ihr werdet gefragt ob ihr eine (noch) Teenagerin in den Primark begleitet lasst euch etwas einfallen. Lasst euch etwas einfallen um eurem Schicksal doch noch eine gute Wendung zu geben.

Freitag, 29. März 2013

traditionell

am Karfreitag Fleisch. Heute zur Abwechslung Maredo. Sylvia und Ich Rib-Eye Steak, Lilo und der Der, Grillplatte. Hat mal wieder wunderbar gepasst

Donnerstag, 28. März 2013

Schwäbischer Imbiss

2013-03-28 11.17.11…so sagt es auch das Schild: SCHWÄBISCHER IMBISS BRENDLE

Donnerstag vormittags. Stuttgart Wangen, vorne am Busdepot, der Imbiss wird umgebaut oder geschlossen. Beim ersten mal bin ich sowieso dran vorbei gefahren. Ein bisschen blöd zum Wenden an der Stelle.

Ein Imbiss mit eigenem Parkplatz, was will man mehr. Eine große Hütte mit einer Art Gastraum. Es herrscht Betrieb. Ich bin gespannt, ob es im “schwäbischen Imbiss” auch eine nicht ganz so schwäbische Currywurst gibt. Ich trete ein.

 

 

2013-03-28 11.12.18Die Musik im innern hört sich nicht an, als ob Meister Brendle hinterm Tresen steht. Es klingt deutlich multikulturell. “Eine Currywurst, normal mit Weckle”. Der Bocuse der schnellen Wurst geht flott und munter ans Werk. Ratzfatz verschwindet die Oberländer (gut) im Schnitzler, Ketchupsauce und zehnmal aufs Pulver geklopft und gut. Wecken dazu. Das ganze auf ein orangenes Tablett angerichtet. Fertig. 2 € für hiesige Verhältnisse sensationell.

2013-03-28 11.14.13

Das orangene Tablett weckt Assoziationen an UDO-Snack im Stuttgarter Osten. Die Musik klingt um es positiv zu formulieren “mediterran”. Mir schwant Übles. Die drei Herren am Nebentisch unterhalten sich, unverständlich, laut, wenig Vokale, viele Zischlaute. Ich kann es nicht gleich zuordnen.

Ich bin nicht als Ethnologe unterwegs sondern habe schlicht und einfach Hunger, widme mich der Wurst. Eine Oberländer mit einer roten Soße überzogen und orange-gelbem Pulver bestreut, an Pappschale mit einer Variation von Weizenmehl und Wasser auch als Weckle bekannt. Die Wurst in einem für den sofortigen Verzehr exakt getroffenen Temperaturbereich. Keine Spur von altem Fett, keine Spur ranzig, wenn man etwas finden will dann vielleicht, dass die Wurst einen Hauch zu weich ist. Dies wird aber nur dem versierten Tester auffallen.

Pfännle

2013-03-28 11.41.11

 

2013-03-28 11.44.51

Montag, 25. März 2013

Vesper

2013-03-25 07.53.54Montagmorgen im Geschäft (auf Arbeit wie andere sagen würden); im Geschäft also. Dienst seit 5.00 Uhr jetzt um 8:00 stellt sich doch schon leichter Hunger ein. In der Kantine gibt es heute, welch eine Überraschung, Currywurst.

Wenn man weiß, dass es nie eine falsche Zeit für Currywurst geben kann war klar worauf heute meine Wahl fiel.

2013-03-25 07.54.08Currywurst, in der Pfanne erhitzt, Fertigsoße ein bissle Pulver drüber, prima Wecken dazu 2,50 € o.k. Die Wurst gut warm noch, eine hervorragende Grundlage. Keine Spur ranzig, kein µ altes Fett. Prima. Die Soße mehr so ein Convenience Produkt, ähnlich der McDonalds Soße sehr süß. Aber hey, was will man sich beschweren ?

Eine Currywurst am Arbeitsplatz morgens um 8.00 Uhr, das ist das Paradies.

Samstag, 23. März 2013

Samstag: Sonntag

Christoph Sonntag, am Samstag in Ludwigsburg. Im Rahmen von Scala on Tour. Im Forum am Schlosspark.

Wir senken den Altersdurchschnitt des Publikums um mindestens…egal. Wir sind jedenfalls ausser den paar Teenagenden Enkeln die Jüngsten im Publikum. AZNZ alte Zeiten neue Zeiten II das Programm.

(K)Ein politischer Witz zum einstieg. Wobei die Frage aufkommt ist es Kabarett, wenn sich die Pointe nur auf Klischees oder Vorurteile stützt. Ein Behinderter, ein Asiate, ein Schwuler, eine Frau aus dem Osten….. wenn diese Attribute das einzige Problem unserer Regierung wären, wären wir ein tolles Land. Eigentlich niveaulos.

Routiniert aber auch ein wenig leidenschaftslos spult er sein Programm ab. Hat er es eilig ? Vor lauter Tempo verhaspelt er sich. Mir gefallen die Sketche aus der Zeit meiner Jugend. Herr Sonntag ist gerade mal ein Jahr älter als ich. Kretschmann und Kretschmann vs. Oettinger Parodie, nicht schlecht aber auch nicht hundertprozentig. Zumal, diese beiden Schwaben bei jedem VHS-Kurs der Volkshochschule Unteres Remstal im Kurs ‘parodieren für Anfänger’ Studienobjekte sind.

Christoph äh Schuster bleib bei deinen Leisten, der Sketch mit den vertauschten Silben, der Sketch als Politiker mit Körpereinsatz und Fusselvorhang, der Vortrag als Philosoph. Alle nicht schlecht, aber alle auch nicht zwingend. Heino Publikum will auch nicht Heino Rammstein oder die Hosen singen hören.

Nach ein wenig mehr als zwei Stunden netto Spielzeit war es dann auch wieder vorbei. Kurzweilig war es auf jeden Fall und “wetten dass ?” war nie eine Alternative.

Mittwoch, 20. März 2013

dabei

heute, zehn Jahre Einmarsch in den Irak.
Ohne Schröder wären wir dabei gewesen.

 

(wenn ich ihn auch sonst nicht so leiden kann)

Samstag, 16. März 2013

Grill Imbiss

Vorm EDEKA in Endersbach. Curry normal mit Brötchen 2,40€. Nur heute. Ist im Angebot. Normalerweise 2,90€ auch kein Schnäppchen. Heute an einem sonnigen, kalten Vorfrühlingstag. Samstags um 11.00.

Am Stehtischchen einer der sich die Mühe des Kauens bei der Kalorienaufnahme nicht machen kann oder will. Glas Schnaps und Flaschenbier. Neben dem Wagen ein Zelt. Die drei Rentner sind auch schon fast beim gemütlichen Teil des Tages angekommen. Schnaps und Bier. Die einzige Dame isst ne Currywurst.

Grillimbiss Achso, “eine normale Currywurst bitte”  - “a bissle scharf ?” – “ja bitte” – “2,40 isch heit em Ogebod”

Kassiert, ein Brötchen zwischen zwei Servietten auf den Tresen gelegt. Sie macht sich an die Zubereitung der Wurst. Schnell hat sie die Oberländer via Schnitzler von der Grillplatte auf einen schmucklos, schlichten weißen Porzellanteller befördert. Soße mit der Kelle aus einem Bottich drüber. Die obligatorische Blechdose mit Pulver ein paar mal geklopft.

Eine wertvolle Minute verstreicht, in der sich Madame nicht entscheiden kann ob sie zur Wurst eine Plastikgabel zu ihrer Rechten oder ein Plastikstupfer zu ihrer Linken reichen soll. Die Entscheidung ist gefallen. Plastikgabel.

“Ihr Cärriewurscht” – ich seh’s, nehme den Teller und das Brötchen. In dem angebauten Zelt ist es bestimmt ein halbes Grad wärmer. Entscheide mich somit gegen den Zecher mit seinem Einkaufswägele am Stehtischchen und für die Rentner.

9% Akku, das Smartphone macht keine Bilder mehr. Ich ess’ die Wurst trotzdem. Nicht mal schlecht, Oberländer nackt, kaum Bräune, die Konsistenz und Bissfestigkeit ein µ unter optimal. Die Soße gestrecktes warmes Ketchup, etwas zu viskos, in der Temperatur aber auf den Punkt. Schlichter Tomatengeschmack. Das Pulver unspektakulär, etwas zu unscheinbar für die Geschmacksrezeptoren. Eine leichte aber völlig undefinierte Schärfe.

Fazit:

Geschmacklich war die Wurst völlig in Ordnung, die Optik, die ich nicht dokumentieren konnte war mehr als ausbaufähig.

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Was gestört hat war diese Assitreff Atmosphäre, in den 5 Minuten in denen ich da war gingen bestimmt 6 Schnäpse und 6 Bier über die Theke, und Samstag morgens um 11.00 Personen sehen zu müssen, die sich nur mit großem Aufwand an ein Stehtischchen lehnen können oder die sich ihre Geschichtchen entgegenlallen gehen mir persönlich einfach auf den Senkel

weiter

2013-03-16 001Am Rathaus in Strümpfelbach endete für mich im Dezember letzten Jahres die erste Etappe des Remstal Höhenweges. Deshalb geht es auch heute hier weiter. Mit dem Auto zum Bahnhof in Endersbach, dort mit dem 202 Bus bis Strümpfelbach. 6:35 4,5° Samstagmorgen im März.

Ereignisreiche Tage, die letzten. Schorsch ist tot. Vielleicht nur um auch mal wieder ohne Ablenkung nachzudenken jetzt die zweite Etappe des Weges.

Richtig frisch ist es. Bin froh, dass ich die Handschuhe noch im Anorak habe. Muss trotzdem immer wieder einen Handschuh ausziehen, moderne Menschen laufen mit Navi. Ich auch. Einfach aber auch der Tatsache geschuldet, dass der Weg nicht hundertprozentig gut ausgeschildert ist.

2013-03-16 002Ordentlich und aufgeräumt das Kaff. Viele, ganz viele alte Häuser, viele, ganz viele “Privat”, “Parken Verboten”, “Ausfahrt frei halten” Schilder. Klar, der Ortskern ist dicht besiedelt, es ist eng. Um 6:45 Uhr ist nur der Zeitungsausträger unterwegs. Er grüßt.

Richtung Freibad Strümpfelbach. Während eines Schulausflugs war ich da mal, gute 35 Jahre ist das her.

2013-03-16 005Es geht hoch, in die Weinberge. Asphaltierte Wirtschaftswege. Gleich zu Beginn ein Regen Rückhalte Becken oder ein Löschteich ? Weinbau braucht Wasser. Hier wird es gesammelt. Das Bassin ist fast leer.

Das Schild weißt auf den Kulturlandschaftspad, den Strümpfelbacher Rundwanderweg hin. Zu viel Text, zu viel Info. Heute hab ich dazu keinen Nerv. Immer noch im Kopf die Todesnachricht, die Beerdigung, möchte meine Gedanken nicht auf die Idee eines cleveren Werbefuzis  verschwenden.

2013-03-16 007 Ein paar Meter durch den Wald, vorne kommt es schon ganz hell und sonnig. Ich mach den Anorak schon auf. Trete aus dem Wald. Links am Gegenhang kann ich erkennen wo ich letzte Jahr entlang gekommen bin.

Vor mir dann der Blick Nach Fellbach und Waiblingen. Weißer Rauch am Müllheizwerk Münster. Kein Papstwahl Gag jetzt.

Mittwoch, 6. März 2013

Alvin Lee

Musiker. Ten Years After. Damals. Woodstock. Bekannt durch das flinke Fingerspiel an der Gitarre bei I’m going Home.

Easy hieß die Rollschuhdisco, die ehemalige Rollschuhdisco in Stuttgart. 1984 im Sommer hab ich den Meister dort mal erleben dürfen. Fein.

Heute ist er im Alter von 69 Jahren gestorben. Schade.

Sonntag, 3. März 2013

Verkaufsoffener Sonntag

Man hat ja sonst kaum Gelegenheit einzukaufen. Zum Glück gibt es eine gesetzliche Regelung, dass Städte und Gemeinden so ein bis zwei mal im Jahr einen Verkaufsoffenen Sonntag veranstalten können. In der noch nicht richtig Frühling vor Ostern Fastenzeit gibt es da eher wenige Termine. Heute war Kirchheim/Teck dran. Wir waren dabei.

Als Mensch, der nicht so sehr an Materiellen Dingen hängt, der Klamottentechnisch alles hat bzw. sich die T-Shirts sowieso selbst macht, ist so eine Veranstaltung eher sinnlos. Ich habe mich halt treiben lassen und versucht meinem Currywursthobby zu frönen. Nicht einfach in einer kleinen Stadt am Fuße der Schwäbischen Alb, wo es mehr Dönerbuden als irgend etwas anderes gibt.

2013-03-03 14.35.26Nach einigem Suchen fand ich letztendlich doch noch einen Stand, der Currywurst verkauft. Der einzige Stand bei der ganzen Veranstaltung übrigens. Die Metzgerei Dietz hatte ein Zelt vor dem Geschäft aufgestellt. Currywurst mit Brötchen 3 € – kein Schnäppchen, hier aber auch leider mit dem Veranstaltungszuschlag fast schon Standard.

Die Angst schwang mit bei der Bestellung, hinten links auf der Grillplatte lagen schöne weiße Oberländer, nur schwach gebräunt, vorne rechts zwei Töpfe mit Sauce. Flott ging es, die beiden Mädels hatten das prima im Griff. Ne Currywurst bitte. Flink versenkt die kleine die Wurst in – richtig im Schnitzler – das Teil fällt in die Pappschale, die Kollegin kassiert in der Zwischenzeit. “Kechtup oder Paprika- Zwiebelsoße ?” erst mal klassisch bestellt, vielleicht ess ich nacher noch eine. Soße drüber, Currypulver aus der Dose drübergekloppft, gut sieht es aus. Das Weckle ist der einzige Abstrich den man machen muss. Ein Aufbackwecken in der Milchbrötchen Form, schon aufgeschnitten, um evtl. auch eine Rote oder Bratwurst darin zu servieren.

Die Verkostung brachte dann ein Aha-Erlebniss. Die Wurst mit feinem Geschmack und gutem Biss. Die Soße nicht ganz so warm wie die Wurst mit exquisiten leicht fruchtigen Ketchupgeschmack ohne eine entfernte Spur von Süße. Das Pulver würzig ohne mit Schärfe zu dominieren. Schön. Minimale Einbußen beim Brötchen, ich mag den “aufback Geschmack” sonst o.k.

Fazit:

  • Look: 8,7
  • Taste: 8,8

Donnerstag, 28. Februar 2013

recht hat er

Nein, nein und nochmal Nein. Den Peer Steinbrück kann ich gar nicht leiden. Ihn aber jetzt wegen seiner Berlusconi Clown Äusserung zu bashen wäre ja wohl auch falsch.

Wie hätte er den sagen sollen der Herr Steinbrück: “der profilierte erfahrene, seriöse ehrliche Politiker ?”

Nee, nee da hat der P€€R schon recht, da ist Clown doch viel zu geschmeichelt.

Dienstag, 26. Februar 2013

der Verbraucher

der Verbraucher ist Schuld. Renate Künast hatte es erst letzte oder vorletzte Woche erwähnt. Der Verbraucher ist schuld. Kann er sich doch denken, der Verbraucher, dass es nicht möglich ist, eine wohlschmeckende Lasagne für 1,39 € im Laden zu haben. Mit ein bisschen nachdenken hätte er doch drauf kommen können, dass das teure Rindfleisch mit billigerem rumänischen Pferdefleisch ja quasi schon gestreckt werden muss.

Und auch die Schützerin der Verbraucher und oberste Lobbyistin der Lebebensmittelindustrie, sieht von ihrer Seite wenig Möglichkeiten, diesem üblen Treiben einen Riegel vor zu schieben. …schwer auf europäischer Ebene eine Kennzeichnungspflicht…, ist ja nicht gesundheitsgefährdent…, chancen schlecht… bla…bla…bla…Ilse und ein toller 10 Punkte Plan.

Seit gestern bin ich ja aber gespannt, was sich den der Verbraucher gedacht hat, als er mehr Geld für Bio-/Freilandeier ausgegeben hat und dann wieder betrogen zu werden. So ala “hätt er sich doch denken können, dass so viel Bioeier gar nicht hergestellt werden könnnen”

 

A propos können. Ich könnt schon wieder kotzen

Samstag, 23. Februar 2013

Life is (no) Joke

Die Jüngeren kennen vielleicht die Life is a Joke T-Shirts. Mir ist auch was dazu eingefallen.

Joke Roh Pic 01 02

Und ja ich weiß, dass das political nicht correct ist. Und auch noch mit Scheitel rechts.Auf,s T-Shirt wirds vermutlich aber nicht gelangen

No Joke 03 01

Pimp my McCurrywurst, Part II

Was bisher geschah. Wir haben der McCurrywurst in wenigen einfachen Schritten zu Geschmack verholfen. Im heutigen Teil von Pimp my McCurrywurst werden wir uns ausschließlich um die Optik kümmern. Teilnehmern, die den ersten Teil verpasst haben wird dringend empfohlen Diesen zuerst nachzubereiten.

Ein großes Manko, der McCurrywurst ist ihre lieblose Präsentation. Vereinsamte, verlorene Wurststückchen in einer viel zu großen aufklappbaren Pappschachtel, lassen nun wahrlich kein Currywurstfeeling aufkommen. So etwas kann man mit viel, viel Glück und Chuzpe vielleicht ein paar japanischen oder amerikanischen Touristen als typical traditionall ‘German Currywurst’ verkaufen, einem Schnellimbiss Feinschmecker oder Fastfood Gourmet aber auf keinen Fall.

Nun denn. Das größte Problem die McCurrywurst vernünftig optisch zu präsentieren, ist die Beschaffung einer ovalen Pappschale. Von Versuchen mit recyclebaren Plastik- oder gar nachhaltigen Porzellan- oder Keramikschalen rate ich dringend ab. Man fährt auch nicht mit dem LKW auf dem Tanzparkett oder Marmorfußboden.

2013-02-23 16.07.15Nein, original und gut ist eine Currywurst nur in einer Pappschale. In einer   o v a l e n  Pappschale, mit erhöhtem Rand. Pappteller oder Platten, die noch Platz für Frizz lassen sind aus ästhetischen Gründen nicht geeignet und abzulehnen

Currywurst kompatible Pappschalen sind im Einzelhandel eher schwer zu finden, ich benutze hier eine ‘HOSTI Pommesschale 10,5x17,5x3 cm’, sozusagen der Rolls Royce unter den Pappschalen. Würde aber in diesem Fall eine HOSTI 9x16x3 cm vorziehen, damit ein vollerer Eindruck entsteht. Allerdings ist diese nur sehr schwer im Handelshof meines Vertrauens zu erhalten. Sollten Sie Probleme haben, geeignete Schalen zu besorgen, schicken Sie eine Email, Sie erhalten dann von mir ein paar Einkaufslinks.

 

2013-02-21 21.02.47Der Stupfer. Gerade, vorne und hinten spitz, aus Holz. Bitte achtet hier auf Qualität, gerade die Wahl des richtigen Stupfers ist von größter Wichtigkeit.  Frühere Versuche, im REWE um die Ecke Holzspiesse zu besorgen indem man heimlich die Rückseite der CurryKing Wurst öffnete endeten vor dem Ladendetektiv und mit Hausverbot.  Ausserdem handelt es sich auch hier um die zweizackigen Spiesser. Eine ordentliche Currywurst weist aber eine Konsistenz auf, die gestattet die Wurststücke zu pfählen, nicht zu gabeln.

Ich bevorzuge hier, ganz normale Holzspießchen von ala CASA, 190 Stück in der praktisch verschließbaren verschließbaren transparenten Dose. 0,98 € eine Investition, in ein Stück Lebensart. Ausser der hervorragenden Optik geben diese Spieße der Wurst auch eine angenehm fruchtig-erdige Fichtennote. Das ala CASA Spiesschen, das Barique Faß unter den Holzspiesschen.

2013-02-21 21.06.36Zu guter Letzt, die Farbe. Heute geht es bei unserer McCurrywurst darum, die Optik zu pimpen. Dazu ist es natürlich auch notwendig, die Sauce der Wurst, sowie die Farbe der Gesamtkomposition günstig zu beeinflussen. Ich habe mich heute für das Göttliche Currywurst Würz Trimphirat von Ostermann entschieden. Paprika, Curry und Cayenne Pfeffer. Vor allem das satte Gelb des Curry, das ziemlich genau den RAL 9023 trifft, sowie der Ferrarierote Farbton des Paprikapulvers machen behutsam mit fachkundiger Hand eingesetzt,aus der McCurrywurst eine richtige Currywurst.

Guten Appetit

Menschen, denen dies nicht authentisch genug ist, können natürlich auch das Ambiente je nach ihrem Gusto weiter anpassen, hier dürften nur die Phantasie, eventuell die Finanzen ein Limit darstellen. Nichts ist originaler, als die Currywurst in ihrer natürlichen Umgebung zu entdecken. Hier ein paar Anregungen, wie das gelingen kann:

  • besorgen Sie ein Stehtischchen, reiben es mit je einem 30 ml Beutel Kechup, und Pommessauce ein, nehmen Sie zum verreiben eine grobe Bürste um Struktur und Wischstriche zu erzeugen
  • nehmen Sie einen Serviettenspender und stellen ihn auf. Leeren sie ihn !
  • ganz wichtig, besorgen Sie eine BILD-Zeitung, schlagen den Tittenteil den Teil mit dem BILD-Mädchen auf und tröpfeln Sie Speiseöl, ersatzweise Mayonaise darüber
  • schneiden Sie aus einer Zeitung (möglichst aus der Zeit noch vor Erfindung des Buchdrucks) einen Artikel über ihren Imbiss oder das Pokalaus vom 1. FC Vorderwestermurr gegen den VFB anno 19.. aus und pinnen den an die Wand
  • zwei, drei Jägermeisterflaschen auf dem Boden, evtl. ein 0,1 Weinbrand, auf dem Tisch.
  • besorgen sie sich notfalls vom Flohmarkt einen ELITE (die alte Kaufhof Marke) Ghettoblaster, lassen sich von ihren (Groß-)Eltern eine Modern-Talking, Maffey, Macarena, Pur, Lena Cassette!! zusammenstellen. Am 87” TFT, den Ton abdrehen und HRS24 einstellen.
  • bitten Sie befreundete ihnen bekannte Raucher, Kippen großzügig auf dem Boden zu verteilen. Asche, leere Zigarettenschachteln aber unbedingt auf dem Tisch plazieren
  • besorgen sie ein Plakat: ‘Santorin 1989’ verteilen Sie daneben ein paar Ansichtskarten möglichst mit “Volle Grüße vom Ballermann”, “Pattaya Gang(Bang)” und eine Karte die einen  Dirndelausschnitt mit “Grüßen aus Oberbayern” zeigt
  • Um den unnachahmlichen Geruch einer Frittenbude zu erreichen versuchen Sie mal schon am Vorabend einen Meisenknödel (das Winterfutter für Vögel) auf dem Tischgrill zu erhitzen. Alternativ können Sie ein 200 ltr. Ölfaß in die Ecke stellen und darin Bio-Diesel verbrennen.

So, das war es für heute, besuchen Sie uns wieder zum Staffelabschluss von:

Pimp my Currywurst

 

Und wie immer gilt: Liebe Kinder, die hier gezeigten Prozesse und Arbeitsschritte wurden von extra dafür ausgebildetem Experten durchgeführt, macht das nicht alleine zu Hause nach, fragt bitte euer Elter oder den Bewährungshelfer/Fallberater wenn ihr unsicher seid.

Mittwoch, 20. Februar 2013

Pimp my McCurrywurst, Part I

Das Bessere ist des Guten des NaGehtGradSo Feind (deutsches Sprichwort)
…oder wie ich die McCurrywurst genießbar machte.

Wie ihr sicher wisst gibt es beim Mäcces zur Zeit eine Currywurst. Eine Currywurst, die nicht direkt und unverdaut in den Restmüll geworfen werden sollte, die aber noch reichlich Potenzial für Feintuning hat.

Gestern Abend habe ich mir als Tuningobjekt eine McCurrywurst einzeln, mit Blödchen nach Hause geholt . (Und ja, mit Blödchen weil die asiatische Katalogfrau mal wieder Dienst im McDrive hatte)

  1. Unboxing. Das Auspacken, in der großen Transporttüte befinden sich: eine Tüte für das Brötchen, ein Holzsstupfer mit 2 Zacken, Currypulver normal (statt scharf, die Tuss war vermutlich einfach überfordert), ein Karton mit der McCurrywurst sowie noch 2 Karton mit jeweils 2 HamburgerRoyal TS und 2x extrascharfe Westernsauce, falls das Experiment misslingt.
  2. Analyse. Die Wurst, die als Grundlage für die McCurrywurst dient stammt laut Mc aus der Wurstfabrik von Uli Hoeneß. Es handelt sich um eine relativ dünne Grünzeugfreie weiße Bratwurst mit Haut. Die Wurst ist mit einer Sauce überzogen. Das Brötchen, das weiß ich aus vorhergegangenen Tests ist ein Fabrikweckle und über jeden Zweifel erhaben.
  3. Servieren. Nach der Spätschicht ist und war wegen des nicht unerheblichen Hungers Eile geboten. Somit gibt es die Wurst wie Gott äh McDonald’s sie schuf – im Karton. Die Stücke wirken verloren in dem Karton, ja fast schon einzeln, der Karton ist mit Wurststücken weniger dicht besiedelt, als der Australische Kontinent mit Menschen so scheint es. Um dies optisch zu kaschieren wurde auch hier die Sauce großzügig im Karton verteilt.
  4. Tuning. Aufgrund meiner umfangreichen Erfahrung mit McCurrywurst, war mir klar, dass das mit der Wurst und dem normalen Pulver nichts werden kann. Deshalb habe ich beschlossen, aus meiner Küche, Fuchs’ Tuningkit einzusetzen. Fuchs’ Tuninkit setzt sich hier gegen Ostermanns Gewürzauswahl klar durch, einfach aus der Tatsache dass die Fuchs Döschen noch einigermaßen voll waren. En Detail:
    - Mc, Currypulver (mild) auf die Wurst geklatscht.
    - Ein paar Klopfer Fuchs Paprika edelsüß Pulver, um den gelben Farbton abzumischen
    - Eine komplette Carglass Fernsehwerbung lang Cayenne-Pfeffer darüber gestreut
    - Danach nochmals mit eigenem Currypulver das Schwarz des Pfeffers eingefärbt.

    was soll man sagen ? Schon nach so wenigen Tuningschritten, befindet sich das Produkt in einem Zustand, in dem das erste mal von Genuss gesprochen werden kann.

    Ich hoffe Ihr bleibt mir gewogen bis ich mich dann im 2. Teil nochmals um die Optik kümmern kann. Bis dahin guten Appetit und bis zur nächsten Folge von

    Pimp my McCurrywurst

     

    2013-02-20 10.16.11

    (der in dieser Folge verwendete Currywurst Tuningkit)

     

    hier geht es zur Fortsetzung

     

    to be continued….

    Koalition

    Vermutlich sieht sich die SPD heute schon als der neue Koalitionspartner der CDU. Anders kann ich mir das Verhalten angesichts der aktuellen Themen

    • Schavan
    • Amazon
    • Pferdefleisch

    nicht erklären.

    P€€R haben sie auf Europatournee geschickt, wobei ich mich frage ob Länder wie Griechenland, Spanien oder Portugal sich so einen Auftritt bei den Schulden leisten können, vom Rest ist (zum Glück?) nichts zu sehen oder hören

    Wenn ich Statements der Opposition in den Medien höre und sehe, dann werden diese von Seehofer, Trittin oder Künast vorgetragen

    Sonntag, 17. Februar 2013

    aus gegebenem Anlass

    habe gerade festgestellt, dass Menschen mit dem Suchbegriff Midlife-Crisis bei mir landen. Dann will ich doch gleich mal die Werbetrommel rühren und darauf hinweisen, dass es T-Shirts mit Midlife-Crisis Motiven im Internet zu kaufen gibt.

    MidlifeCrisis01

    MidlifeCrisis02

    MidlifeCrisis03

    Freitag, 15. Februar 2013

    Yes, did it

    2013-02-14 14.30.44Auch die amerikanische Fastfoodkette ist immer wieder auf der Suche nach neuen Ideen. Was lag da näher, als sich an der Deutschesten aller Schnellimbiss Produkte, als sich an der Currywurst zu versuchen. Auf 6 Wochen sei der Test mal angelegt. Zum heutigen Rollout habe ich mich natürlich auch in der Mc Filiale meines Vertrauens in Stuttgart-Mühlhausen eingefunden.
    Der Konzern hat sich Mühe gegeben, die Grundlage der Wurst, eine Weiße in der Haut aus Uli Hoeneß’ Wurstfabrik. Ein richtiges Fabrikweckle dazu, nicht die bäbbsüßen Schwammteile, die (meist vergeblich) versuchen die Sauerei aus Fleischklops und diversen Saucen zwischen ihren Deckeln zu halten. Abgerundet wird das Konzept durch die Promotion mit  Mario Barth, der versuchen soll dem ganzen Konstrukt einen typischen, erdigen urberliner Charakter zu geben. Schau mer Mal.
    2013-02-14 14.33.47“Eine Currywurst mit Brötchen, scharf bitte.”  “Einzeln ?”, “Ja einzeln” – im Menü wären Frizz dabei und ne Cola, dafür müsst ich auf das Weckle verzichten. Die Bullettenfachkraft ist noch nicht sehr firm in der Zubereitung. Ein Brötchen in ne Tüte gepackt. Aus einer Schublade zieht sie eine Wurst, eine weiße, wie ich auf die Entfernung sehe. Steckt die Wurst in eine weitere Schublade und schiebt diese unter erheblichen Körpereinsatz zu. Der Schnitzler scheint nicht so problemlos wie in einem stinknormalen Imbiss zu funktionieren. Keine Pappschale, sondern die Mc typische Schachtel wird darunter gehalten. Jetzt noch mit der Kelle die Sauce appliziert und fertig ist mein Lieblingsgericht. 2,99€ nicht unbedingt ein Schnäppchen. Mit meinem Tablett geht,s zum Test.

    2013-02-14 14.36.04
    Versonnen starre ich auf den Currywurst Karton, bis ich merke, dass mir etwas fehlt. Nochmal zur Kasse, die Tuss gibt mir ne Gabel, statt Stupfer. Vermutlich ist das Produkt noch zu neu.Vermutlich entstand das Bild auf der Verpackung unter Zuhilfenahme von Photoshop, reichlich Photoshop. Jetzt geht’s ans unboxing. Vorsichtig öffne ich den Karton.
    2013-02-14 14.36.29Jetzt rächt es sich gleich, dass in dieser Kartonform normalerweise ein Mc Rib dargereicht wird. Eine Currywurst gehört in eine Pappschale, Punkt. Dieser Glibber oder auch die Currysauce großzügig über die Box verteilt geht einfach nicht. Ausserdem wirkt die Portion in dieser Verpackung gleich kleiner. Der Inhalt der Tüte überrascht mich unter optischen Aspekten positiv. Ein wunderbares Fabrikweckle kommt mir da entgegen.
    2013-02-14 14.36.41Noch ohne das beigelegte Currypulver benutzt zu haben probiere ich ein erstes  Stückchen Wurst. Schön warm, ohne die Zunge zu verbrennen, mit angenehmen Biss. Nicht dieses Hartwurstartige der Curryking Wurst, nicht das Teigige der Würste in Stuttgart-Möhringen-Vaihingen-Degerloch. Nein, die Wurst beißt sich klasse. Eine weiße Bratwurst, etwas zu klein im Durchmesser, in der kaum sichtbaren Haut und ganz, ganz wichtig: ohne seltsame grüne Verunreinigungen / Kräuter. Über dem Wursträdchen die Sauce. Gleich temperiert, wie die Wurst, ganz schlecht, die Sauce    m u ß   leicht weniger warm als die Wurst sein.
    2013-02-14 14.40.29Die Viskosität, zäh wie kalter Honig, ich fürchte fast dass die Sauce klebrig ist. Das absolute K.O. Kriterium war dann allerdings der Geschmack. Die Tunke ist viel viel zu süß. Nun gut, McCurrypulver drüber gestreuselt. Obwohl ich die “scharf” Variante gewählt habe schafft es das Pulver nicht, den süßen Grundton zu überdecken, die Schärfe kommt erst im nach-gang.
    Das Brötchen ist ganz leicht über seine Zeit, es krümmelt schön, ist ein ticken zu hart. Geschmacklich gibt’s nichts auszusetzen.
    Fazit:
    Nur weil die Currywurst von Mc Donald’s ist muß sie nicht automatisch schlecht sein, es sind eher die Rahmenbedingungen die nicht passen. Es ist der Geruch, wenn man in diesen Fresstempel geht, es sind die Verpackungen und Tabletts auf den leicht siffigen Tischchen, es ist dass “ey man alder du opfer” Publikum. Es ist das Fehlen einer ordentlichen Pappschale und eines Holzspiesses. Somit:
    • Look: 4,3
    • Taste: 6,9
    ein wie ich denke durchaus ordentliche Wertung

    Weiter geht es mit der Mc Currywurst noch hier (unbedingt lesen !)

    Montag, 11. Februar 2013

    so gesehen

    Sie sei gut vernetzt, Frau Prof. Dr. Johanna Wanka, eine sehr gute Person für diese Aufgabe. Und einfach mal abgesehen davon, dass am Ausflugslokal auch gute Küche und leckeres Essen gepriesen wird, so wird keiner sagen, dass die designierte Bundesministerin für Forschung und Bildung eine Verlegenheitslösung ist.

    Sie sei gut vernetzt, diese Frau. Klingt doch eigentlich prima. Wobei – früher und da vor allem beim Ossi-Bashing sprach man nicht davon gut vernetzt zu sein sondern von Seilschaften. Da war dieses einer hilft dem anderen, mehr so dieses eine Hand wäscht die Andere und es war verwerflich.

    So gesehn.

    Donnerstag, 7. Februar 2013

    Opposition

    Nüchtern betrachtet ist es eine belanglose Sache. Dr. Annette Schavan. Der Doktor Titel, von vor 30 Jahren, damals noch nicht mal so richtig mit cut ‘n’ past, es gab das Internet noch nicht. Muss sie sich wohl noch selbst hingesetzt haben und irgendwo mit der Hand am Arm abgeschrieben haben. Kann man ihr ein Fleißsternchen lassen.

    Was man nicht lassen kann ist das verhalten der Opposition. Jungs, es ist Wahljahr, so dick habt ihr es nicht mit den Argumenten und wenn euch der Ball schon mal hin gespielt wird dann haut auch drauf. Aber was macht mein lieber P€€R ? Erklärt Londoner Bänkern die Finanzwirtschaft (vorgestern) und muntert die Griechen auf (gestern). Falls er je die Absicht hätte sich zum Kanzler wählen zu lassen, wär es doch gar nicht so schlecht, sich mal z.B. um Frau Schavan oder allgemein mal ein bisschen um Bundesdeutsche Innenpolitik zu kümmern.

    Ich habe in meinen bald ca. 40 Jahre, die ich das politische Geschehen verfolge noch nie eine Partei erlebt, einen Kanzlerkandidaten erlebt, die deutlicher gezeigt haben, dass sie die Wahl gar nicht gewinnen wollen. Könnt schon wieder kotzen

    Freitag, 1. Februar 2013

    Angeber

    Ihr kennt das. Sonntag Mittag, ihr beim Spazieren, kommt jemand vorbei gejoggt. Je größer das Gedränge auf eurem Weg, desto größer die Chance einen Jogger zu sehen. Oder ihr sitzt gemütlich Abends zusammen, jemand erzählt, dass er morgen unbedingt joggen muss. Ihr kennt das…

    Jetzt ist es natürlich nicht so, dass mir joggen schaden würde, nicht so, dass ich die Leute eigentlich bewundere, die den Willen aufbringen und ein paar Kilometer laufen. Mich stört nur das Plakative, dieses “seht her, ich jogge”, nichts gegen die Boys ‘n’ Girls, die Sonntagmorgens noch bevor der Bäcker aufmacht ihre Runden über Felder und Wiesen drehen, nichts gegen die, die einfach nur sagen sie kommen eine halbe Stunde später.

    Und natürlich gibt es fürs Smartphone nette Apps, die die Laufleistung twittern oder facebooken.  Das ist angeben 2.0

    Bevor ich jetzt aber vor Neid zerfressen ganz durch drehe, für mich gibt,s auch was womit ich angeben kann:

    CurryApp

    Montag, 28. Januar 2013

    Winterdepression ?

    Vielleicht auch, mir schlägt das Wetter aufs Gemüt. 7 Postings im Januar bis jetzt, ich find keinen Aufraff.

    Bin aber auch gerade abgelenkt, die Sucht hat einen Namen: Twitter

    Sonntag, 27. Januar 2013

    Skandal

    Ich wollte mich äussern, in dieser Rainer Brüderle – Sexismus – #Aufschrei – Diskussion, es schien so einfach, dieser Rainer Brüderle ist doch ein gemachter Sündenbock, will das “O…r” Jugend- und Kachelmann Lieblingswort nicht verwenden, es hat für mich dann aber überraschend eine andere Wendung genommen.

    Es ist ja so leicht, diesem Rainer Brüderle, dem ich vorurteilsbehaftet wie ich bin gleich auch noch ne Nähe zum Alkohol unterstellen würde, dem ich zweifellos zutrauen würde,  dass er ein Grabscher, ein Tatscher ein Zotenreisser ist, solche Taten abzunehmen. Der kennt doch sicher keine Niveauuntergrenzen bei seinen Sprüchen. Abends, an einer Hotelbar, der fast 70 jährige eine 28 jährige Journalistin – Sprüche, tatschen…

    Doof wurde die ganze Sache nur als ich diesen Satz las:

    …vor gut einem Jahr abends an der Hotelbar…

    Und jetzt merkt’s die Kuh ? Oder ist gerade sonst nix los ? Oder noch besser hat man gerade mitbekommen, dass Herr Brüderle der Spitzenkandidat der FDP wurde ?

    Schöne Scheiße, wenn es dann schon wieder soweit kommt, dass ich mal Rainer Brüderle in Schutz nehmen muss äh, will. Selbst wenn die liebe Journalistin vollkommen wahrheitsgetreu berichtet, warum ein Jahr.

    Sonntag, 13. Januar 2013

    Entgrünung

    Der Reifegrad von Zitrusfrüchten lässt sich nicht an deren Farbe festmachen. Blöd vor allem bei Orangen, bei denen wir meinen, dass die um reif zu sein orange sein müssen. Orangen sind normalerweise grün müssten eigentlich Grünen oder Grünangen heißen. Bekommen sie Frost werden sie so schön orange.

       Weil wir Verbraucher aber natürlich natürliche orangene Orangen essen wollen werden die Früchte einfach auf unter 0° abgekühlt, praktischer Weise fällt dann auch noch der Stängel ab.

       Die Boys und Girls, die immer wissen, was gut für uns Verbraucher ist, die immer wissen was die Verbraucher wollen, diese Boys und Girls haben diesem Verfahren ihren Segen geben. Richtig, die EU erlaubt das “entgrünen” von Zitrusfrüchten

    Samstag, 12. Januar 2013

    Werner Koczwara

    Am achten Tag schuf Gott den Rechtsanwalt Teil 2 - Die nächste Instanz

    So hieß das Programm des Schwaben. Laut Bio auf der Homepage Jahrgang 1957 aus Gmünd, Schwäbisch Gmünd. Uditorium heißt die Stadthalle in Uhingen. Ich muss kurz abschweifen, bei der Recherche bin ich auf diesen schönen marketing BlaBla Satz gestoßen:

    Mittendrin in Uhingen steht das Uditorium, der neue kommunikative und kulturelle Mittelpunkt der Stadt und des Umlandes. Im Stadtkern ist ein Bauwerk gewachsen, das in seiner konsequenten, geradlinigen Bauweise bereits heute ein architektonisches Highlight darstellt. Durch den intensiven Einsatz von Glas gewinnt das anthrazit farbene Gebäude sehr helle, freundliche und großzügige Innenräume.

     

    • ist ein Bauwerk gewachsen – klingt gesund organisch, fehlt nur noch nachhaltig
    • konsequent, geradlinige Bauweise – ein Klotz wurde hingestellt.
    • anthrazit farbene Gebäude – manche sagen zu anthrazit auch grau

    Fazit, in Uhinga hend se an große, graua Bedongloz nohgrotzt.

    Nein, nur Spaß, der Raum, die Stadthalle ist sehr o.k. Parkplätze gibts, Stäbchen Parkett neu. Kann man lassen, man muss doch nicht alles nieder machen. Die letzte von mir in Uhingen besuchte Veranstaltung war Black Sabbath in der Sporthalle ca 1979.

    Werner Koczwara, fängt pünktlich an – macht auch noch pünktlicher 40 Minuten später Pause – Bühne, Tisch, der Künstler im schwarzen Anzug, keine Krawatte, V-Ausschnitt T-Shirt. Verhaltener Applaus. Fängt gleich, wie das Programm verspricht mit der Entstehung der Welt und des Rechtsanwalts an. Kurzweilig, ohne ins infantil ordinäre abzurutschen. Viele, viele Pointen hab ich so wirklich noch nie gehört. Schön. Wobei er sich wirklich auf dieses Juristen Metier beschränkt. Paragraphen und Urteile zitiert sonst nix. Ja es fehlt jeglicher Bezug zur Politik, zum Zeitgeschehen. Schade.

    Nach der Pause geht’s im gleichen Ton weiter, nochmal 40 Minuten, dann kurzer Abgang, jetzt noch ein bisschen Werbung für die CD… Bla bla bla. 5 Minuten Zugabe – Hallenlicht fertig. Keine zwei Stunden nach Veranstaltungsbeginn sitzen wir schon wieder im Auto.

    Nett war’s. Wieder die deutlich bessere Alternative zu schlag den Raab. Aber, es hat alles so runter geleiert gewirkt, nach Alleinunterhalter auf der Kaffeefahrt, nach da muss sich noch einer noch ein paar Jahre seine Rente verdienen, es hat so angestrengt und andererseits gelangweilt gewirkt, fast schon leblos. Dazu kommen dann noch meine Vorurteile gegen Koczwara, der mir in den letzten drei Jahrzehnten immer nur durch seine Werbungsschnipsel aufgefallen ist. Stimmt, ein Kabarettist, der für sich und sein Programm Radiowerbung macht – seltsam.

    Donnerstag, 3. Januar 2013

    Geburtshelferkröte

    …Tier des Jahres 2013.

    Gelegenheit

    Gelegenheit macht Diebe oder die Möglichkeit etwas zu tun wird über kurz oder lang wahrgenommen.

    Keine vier Wochen ist der Amoklauf von Newtown her. Und außer den Spinnern von der NRA mit deren einfachen “more guns” Antwort machen mir so manche deutsche Foristen angst.

    Wenn man die Forumstränge der Onlinezeitungen zu dem Attentat verfolgt hat sind mir persönlich aufgefallen.

    • Ja, ja, die Amis mit ihrem laschen Waffengesetz.
    • Das war kein Sturmgewehr, das war kein automatisches Schnellfeuergewehr, das war höchstens ein halbautomatisches Gewehr.
    • Das war keine Spezialmunition, das war Spezialmunition – manche haben sich auch darüber ernsthaft Gedanken gemacht, wie groß die Löcher in den Kinderkörpern wohl waren.
    • Der Attentäter hatte nicht seine eigene Waffen sondern die seiner Mutter.
    • War sowieso ein Psycho

    danach schwenkt die Diskussion in die Richtung:

    • In Deutschland ist man hilflos, man wurde ja vom Staat mit seinem Waffengesetz entmanntwaffnet.
    • Und England erst, seit da ein strenges Waffengesetz….
    • Bis bei uns die Polizei kommt ist man doch schon längst erschossen (-wär man selbst bewaffnet hätte man den Angreifer schon längst selbst zur Strecke gebracht-)
    • Die Schweiz. In der Schweiz passiert doch auch nix obwohl jeder Schweizer sein Sturmgewehr unterm Bett hat.

    und dann waren zwei Tage rum und die Diskussion war wieder verebbt.

    Mal abgesehen, dass es die deutschen Medien überhaupt nicht interessiert hat war gestern folgendes:

    Mann erschiesst im Wallis drei Menschen

    Mittwoch, 2. Januar 2013

    skurril

    Unbenannt03

    mit skurill bezeichnen, wie ihr an den anderen Tabs erkennen könnt, die Wikipedia, Duden und Wiktionary als sonderbar, absonderlich, unkonventionell oder seltsam. Kein großer Aufreger deshalb heute, aber hätte es den Subtitel in bei der sueddeutsche.de wirklich gebraucht.

    Dienstag, 1. Januar 2013

    prediction

    “Gibt’s bei ihnen keine Prediction, was sie bei uns nächste Woche anliefern werden ?” – Im besten Logistik-BWL-Denglisch mit Unverständnis vorgetragen, vom Kunden an seinen Spediteur.

    Eine Prediction, eine Vorhersage. Fragt Ihr euren Postler ob er schon weiß wie viele Briefe oder noch besser wie viele Pakete er nächste Woche bringen wird ? 

    Wobei der Januar eines neuen Jahres sich eignet wild zu spekulieren, ein paar Predictions zu treiben deshalb:

    einfach, der FC Bayern wird Fußballmeister, einfach deshalb weil er es jetzt fast schon ist.

    Rössler tritt vor Schavan zurück

    Wünsche 2013

    welche Wünsche hat man jetzt an das neue Jahr ?

    klar Weltfrieden und Gesundheit. Gleich danach aber auch einen fähigen Currywurst Lieferservice.