Samstag, 14. April 2012

erstaunt

…war ich, als ich heute morgen die Zugriffszahlen meines Blogs betrachtete. Ja ich geb’s zu da bin ich ziemlich eitel. Doch was sah ich da ? Die Zugriffszahlen auf mein Blog haben sich im Vergleich zu einem schon guten Sonntag verfünffacht.

Fünf mal so viele Zugriffe wie an einem schon guten Sonntag, ich konnte es kaum glauben. Bei der Analyse musste ich dann aber doch lachen. Diese 50 Besucher wurden mir direkt von Google vermittelt. Dabei hatte ich und das könnt’ ich schwören gar nicht im Sinn beim Google Pageranking zu schummeln. Die meisten Menschen kamen via Google auf mein Blog indem sie als Suchbegriff die Stempelnummer Dioxin belasteter Eier eingaben. Jene Stempelnummer, die mir beim letzten Post als Überschrift diente.

Screenshot EiJa ich bin, ob ihr’s glaubt oder nicht heute bei den Google Sucherergebnissen an 4. Stelle, wenn man diesen Suchbegriff eingibt. Gleich hinter tagesschau.de,stern.de und ndr.de. Jawohl, für mich der perfekte Hero for a Day Moment, für mich meine 15 Minuten Ruhm, die lt. Wahrhol jedem zustehen.
Yes, I did it – (unbeabsichtigt)

Liebe besorgte Verbraucherinnen und Verbraucher, diese Stempelnummer habe ich nur satirisch überhöht für die kryptische Produktwarnung seitens der Informationspolitik unserer lieben Ilse A. verwendet, jetzt da mir klar ist, dass Ihr wie so viele Andere auch wissen wollt aus welchem Betrieb die Eier kommen habe ich mal versucht etwas herauszubekommen. Viel war’s nicht.

Jubiläum

heute vor 100 Jahren sank die RMS Titanic nach der Kollision mit einem Eisberg. Auch ein Jubiläum.

Freitag, 13. April 2012

1-DE-0354451

…überschreitet lt. Lebensmittelwarnung.de die Grenzwerte für Dioxin.
Mal abgesehen davon, dass Dioxin in Lebensmitteln nichts verloren hat, die Frage: geht’s noch kryptischer ?

1-DE-0354451 eine der Stempelnummern für Hühnerei vor deren Verzehr Lebensmittelwarnung.de warnt. Habe ich mal für Euch Ignoranten recherchiert, da Ihr Euch bestimmt nicht regelmäßig über so etwas informiert.

Nachtrag aus gegebenen Anlass, wenn Ihr wissen wollt aus welchem Betrieb die belasteten Eier stammen, dann 1-DE-0354451:

  • 1 steht für die Haltungsart, hier “Freilandhaltung”
  • DE steht für das Herkunftsland, jawohl richtig geraten “Deutschland”
  • 03 steht für das Bundesland, hier “Niedersachsen”
  • 4451 steht für die Betriebs und Stallnummer.

und da haben wir das Problem, bei dieser 4451, denn Euch interessiert bestimmt aus welchem Erzeugerbetrieb die Eier stammen aber und da zitiere ich das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Zitat):

Veröffentlichung der Betriebsnummer

Die Kennzeichnung der Eier ist EU-weit verbindlich geregelt. Während die ersten beiden Angaben auch zur Unterrichtung der Verbraucherinnen und Verbraucher dienen, handelt es sich bei der Betriebsnummer um eine Information für die zuständigen Kontrollbehörden (vergleichbar mit den Kfz-Kennzeichen). Eine behördenseitige Veröffentlichung der Betriebsnummer in Verbindung mit Name und Anschrift des entsprechenden Betriebes sieht das Marktordnungsrecht nicht vor und ist nicht mit dem Datenschutz vereinbar.

Verbraucher, die sich über die Erzeugerbetriebe informieren wollen, sollten direkt mit dem auf der Verpackung genannten Unternehmen bzw. der genannten Organisation Kontakt aufnehmen. Einige dieser Unternehmen bzw. Organisationen bieten die Möglichkeit, per Internet und mittels der auf dem Ei gedruckten Angaben, Informationen über den jeweiligen Legebetrieb zu erhalten.

Welchem Verbraucher diese Regelung wohl nützt ? Und dann noch dieses feige Verstecken “nicht mit dem Datenschutz vereinbar”, geht’s noch ? Ich wart mal drauf bis die vor Dosen Ravioli warnen aber wegen dem Datenschutz den Hersteller nicht nennen.

Trotzdem, bitte bitte, keine Ursache das habe ich doch gerne für Euch recherchiert.

Nachtrag II
Jetzt hab ich mich richtig in die Materie verbissen. Es lässt mir keine Ruhe mehr, wenn’s dann noch um das Ministerium meiner Lieblings- Quoten- Ministerin (Frau, CSU, katholisch, Technikerin für Elektrotechnik) Ilse Aigner geht entwickle ich nochmal soviel Ehrgeiz.

Also nochmal zu den Herstellerbetrieben. Auf der Internetseite Lebensmittelwarnung.de steht gleich unter Aktuelles (Zitat):

…das BVL publizieren auf dieser Internetseite öffentliche Warnungen und Informationen im Sinne des § 40 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches…

die gesetzliche Grundlage auf der die Warnungen veröffentlicht werden. Wenn man jetzt aber mal den §40 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches (als Laie ! wohlgemerkt, als Laie !) liest findet man dort u.A. folgendes (Zitat):

§ 40 Information der Öffentlichkeit

(1) Die zuständige Behörde soll die Öffentlichkeit unter Nennung der Bezeichnung des Lebensmittels oder Futtermittels und des Lebensmittel- oder Futtermittelunternehmens, unter dessen Namen oder Firma das Lebensmittel oder Futtermittel hergestellt oder behandelt wurde oder in den Verkehr gelangt ist, und, wenn dies zur Gefahrenabwehr geeigneter ist, auch unter Nennung des Inverkehrbringers, nach Maßgabe des Artikels 10 der Verordnung (EG) Nr. 178/2002 informieren. Eine Information der Öffentlichkeit in der in Satz 1 genannten Art und Weise soll auch erfolgen, wenn…

Jetzt bin ich ja nur ein radikalisierter, aufgebrachter Laie aber in dem Artikel lese ich nix von Datenschutz, selbst wenn ich den Paragraph vollständig durchlese sehe ich kein einziges Mal das Wort Datenschutz.

Schon seltsam; oder ?

Nachtrag III und hoffentlich letzter
Ich kenne die Geschichte des schwäbischen Nudelherstellers und dem Schleuderei. Ich weiß, dass das Land Baden-Württemberg damals einen nicht ganz billigen Vergleich (6,5 Mio. Euro, damals natürlich 13 Mio. Mark) im Schadenersatzprozess schloss. Ob das aber berechtigt, sich noch heute so den Erzeugern zu beugen, keine Namen zu nennen, weiß ich nicht.

Diskussionsbedarf

…gab’s mal wieder. Diskussionsbedarf mit der Rasierapparat schwingenden Haar verkürzungs Akrobatin. Und das kam so. Urlaubsbedingt, aus Langeweile und weil’s nötig war lies ich mir heute die Haare schneiden. Dazu nahm ich im Wartebereich des Billigfrisörs in Schmiden Platz. Neben mir die Mitglieder der lokalen Adipositas Selbsthilfegruppe. Ich musste warten.

Vorhölle. Die Katholischen unter uns wissen was ich meine, die Vorhölle. So stell ich sie mir vor. Die Wartezone beim Frisör. Ablenkung ist bei der gebotenen Literatur nicht möglich, Goldenes Blatt oder die Bunte ist einfach nicht meins. So bleibt das Geplapper der Scherenbedienerinnen und deren Kunden, sowie die Gespräche der Wartenden. Ich kann mir nicht erklären, wieso die fettleibigen aus der Selbsthilfegruppe gerade nicht im Krawallfernsehen sind. Und wieso die glauben mit ihrem Harz IV Smoking auch Trainingsanzug genannt sind sie angezogen. “Nachher muss ich mich eh duschen, da mach i mi nett äxtra schee”

“Der Nächste bitte”. Nachdem der Koloss vor mir auf eine bestimmte Kammartistin wartet bin ich dieser Nächste. “Nein, ohne waschen”, ich weiß was auf mich zu kommt. Nachdem der Umhang um mich drapiert, der Kreppkragen angelegt war konnte es losgehen.

“Was machen wir ?” so die Frage der Dienstleisterin. Was ich mache ist mir klar, ich sitze und hoffe die Haare geschnitten zu bekommen. Ihre Rolle wäre die der Ausführenden, also kein eindeutiges Wir sondern durchaus verteilte Rollen. Schnell ist ihr erklärt, was ich will.

“6mm, die 2. Stufe am Haarschneider bitte. Rundrum”  und damit beginnt dann dieses ganze Gelaber, das mir im vierteljährlichem Abstand ein Deja Vu Erlebnis beschert.
“Es wird Frühjahr, da wollen Sie einen sommerlichen Schnitt ? Wissen Sie wie kurz das ist ?” – diese an mich gestellte Frage höre ich jedes mal. Klar weiß ich wie kurz das ist und um der nächsten Frage zuvorzukommen: “Ja, ich weiß dass man dann meine Geheimratsecken sieht”

Danach kommt dann in Phase zwei wie immer: “Ich mach jetzt erst mal 9 mm, sonst sieht man Ihre Kopfhaut so” – ich weiß, ich weiß und 6mm sind keine Glatze, die ich schon aus politischen Gründen nicht will. Laß uns anfangen. Diesmal ist die Tante besonders clever, sie fräst auf meiner linken Schläfenhälfte eine Spur mit 6mm Länge. “Sollen wir es so machen ?” was hab ich jetzt noch für Chancen ? Soll ich jetzt aufstehen und so gehen ?

Ich versuch’s mit Lob: “Prima, genau so will ich es”. Sie beginnt ihr Werk nur um fünf Minuten später inne zu halten und zu fragen: “Oben auch ?” Ich brech’ zusammen, die Frässpur ist noch immer sichtbar, vorhin erwähnte ich “rundrum” wieso in Dreiteufelsnamen will sie jetzt aufhören ?

“Verkackt nochmal halt die Fresse und mach jetzt endlich fertig” dieser von mir glücklicherweise nur gedachte Satz schießt mir durch den Kopf. Ich belasse es bei einem genervten: “Ja, oben auch”.
Ich muss es büßen, dass sie sich nicht verwirklichen kann. So wie sie jetzt den Rasierapparat einsetzt müsste man im gepflegten SM-Studio Aufpreis zahlen.

Mittwoch, 11. April 2012

Ersatzlösung

2012-04-11 011Wie versprochen, ein ausführlicher Bericht

Karlsruhe. Qype spuckt als besten Treffer zum Thema Currywurst die Curry-Queen bei der Universität in Karlsruhe aus. Tolle Bewertungen haben mich neugierig gemacht und nachdem das Ding ca. 1 km von meinem Standort entfernt ist latsche ich los. Am Schloss vorbei über den Uni Campus gleich neben der Mensa. Leider macht die Königin Osterferien, wie ich feststellen muss. Jetzt ist guter Rat teuer. Weitere ca. 2 km latschen, nochmal weiter weg vom Auto zu Curry 76 oder doch auf gut Glück auf dem Rückweg was suchen.

2012-04-11 019Ich entscheide mich für den sofortigen Rückweg, laufe die Kaiserstrasse entlang. Und auch hier fällt die zunehmende Dönerisierung der Imbisse auf. Wollte ich ein Billigbrötchen, einen Asia Snack oder wie gesagt noch einen Döner, ich hätte mich nicht entscheiden können vor lauter Angeboten. Nur mit Wurst sieht es mal wieder eher bescheiden aus. Kurz bevor ich wieder am Ausgangspunkt meines Trips bin ist mir dann glücklicherweise auf der rechten Straßenseite noch Kofflers Wiener Beisl aufgefallen. Reichlich Würste auf der Reklame … und tatsächlich Currywurst gibt’s auch.

2012-04-11 013

Bestellt war gleich, Hunger hatte ich sowieso. “Eine Currywurst… mit Brötchen …äh und ne Cola”
"Ne weiße !!!", geistesgegenwärtig kann ich eine Katastrophe verhindern, die Brutzel-Braut hatte schon ne Rote in der Zange. Das Procedere wiederholt sich. Die Wurst in die Schnitzelmaschine, mit Fertigsauce tränken, Spuren von Ketchup drüber ein wenig mit Currypulver bestäuben und schon ist’s fertig. “Brötchen habe ich ihnen schon gegeben ?”, doofe Frage, auf dem Tresen liegt’s nicht. Die Kollegin füllt noch richtiges Cola in den Cola light Becher – jetzt ist’s wirklich fertig. 4,90 € kost’ der Spaß.

SAMSUNG

Im Detail, Bratwurst aber halt keine Nackte. Wenig Currysauce drüber aber halt auch wenig Ketchup. Pappschale und Holzspieß ist mehr als o.k. Das Brötchen passt, ist aufgeschnitten, die verkaufen auch Rote im Wecken. Geschmack ist gar nicht schlecht. Könnte mal wiederholt werden.

 

 

Zum Etablissement. Wiener Beisl in Karlsruhe ? Reichlich Auswahl steht auf der Karte. Wie wienerisch eine Currywurst ist bleibt mir unklar. Auch hier wird mit verschiedenen Schärfegraden der Currywurst geworben. Ich verzichte drauf, find’s ein bisschen kindisch, seine Männlichkeit durch hohe Scoville-Grade zu beweisen.

Fazit:
Look: 7,1
Taste: 7,7

Dienstag, 10. April 2012

Satz mit X

sagten wir früher, ein Satz mit X: wahr wohl nix

2012-04-10 13.07.30

Die Currywurst vom Grillmeister in Ulm, political correct in einer abspülbaren Plastik / Keramik ? Schale serviert, mit Tablett und Kuchengabel. Alles ökologisch sinnvoll, es fehlt nur noch die Stoff Serviette.

Und trotzdem d a s verstehe ich n i c h t  unter Currywurst.

 

Aber im einzelnen:
Das Brötchen sieht nach Aufbackbrötchen aus, ist aber wie sich leider nachher herausstellte noch das beste am ganzen Gericht gewesen. Die Bratfee hinter dem Tresen hatte noch “Rote oder Bratwurst” gefragt. Eine Frage die sich für eine 10 Punkte Wurst verbietet. 10 Punkte gibt es nur für eine Bratwurst. Bratwurst nackt, ohne Darm, Pelle oder dem anderen ekelhaften Zeugs das die Masse zusammenhalten soll. Ich entscheide somit “Bratwurst”

Hier dann sofort der erste Punktabzug, zwar eine Bratwurst aber nicht nackt und ausserdem zu dünn die Wurst. Von den Kräuterfragmenten die sich im Wurstbrät tummeln will ich gar nicht erst reden, die haben da wahrlich nichts verloren.
Schon beginnt die Chefin des Grills gleich den nächsten Fauxpas, sie befördert die Wurst in ein so Häckselteil. Ist es denn wirklich so schwer, die Wurst von Hand mit dem Messer selbst zu schneiden ? Ich fasse es nicht und schon wieder ist ein Punkt abgezogen.

Mit einer fließenden Armbewegung der Mätresse de la Grill holt sie eine Kelle voll vor sich hin köchelnder Currysauce und kontaminiert damit die Wurststücke. Jetzt ist nichts mehr zu retten.  Es hat schon seine Gründe, wieso ich die Currywurst in einer Pappschale möchte. Einer davon ist, dass ich es hasse, wenn die Wurst mit irgend einer unbekannten Masse mit der Viskosität von gutem synthetischen 0W40 Motoröl ertränkt wird. So etwas macht man einfach nicht. Da ist es auch klar, dass Pappe innerhalb von Sekunden durchweicht wäre. Ich will aber Currywurst und keine Suppe.

Nun noch alibimäßig ein wenig gelbes Pulver drüber und voila, die Wurstveredlerin ist fertig, reicht mir unter Angabe des Preises 2,70 € das Tablett.

Schnell noch ein Foto geschossen, bevor die gelben Krümelchen in der Suppe untergehen. Was soll ich sagen ? Das Ding schmeckte wie zu erwarten. Nämlich gar nicht, warm war’s wenn man was Positives finden möchte.

Fazit:

 Look: 6,1
Taste: 5,0

Montag, 9. April 2012

U-Boot

es hat mir einfach keine Ruhe gelassen. Meine Freundin die Wikipedia hatte gleich mit den Stichworten U-Boot und Israel einen netten Artikel geliefert, weit ausführlicher gab es dann noch das hier.

Ja es hatte mir einfach keine Ruhe gelassen, Grass hatte in seinem Text davon gesprochen, von dem weiteren U-Boot, das die Bundesrepublik an Israel liefert. Liefert, von verkaufen kann man auch jetzt bei diesem sechsten Boot nicht sprechen.  Gut, die ersten zwei wurden komplett verschenkt, beim dritten wurde nur die Hälfte vom Auftraggeber bezahlt, der Rest kam von der Bundesrepublik. Bei vier und fünf zahlte die Bundesrepublik ein Drittel, das zweite Drittel wurde durch kauf von Rüstungsgütern aus Israel und nur das letzte Drittel wurde alleine von Israel bezahlt.

Nach harten fast dreijährigen Verhandlungen haben Israel und Deutschland im März diesen Jahres nun den “Kauf” eines sechsten U-Bootes beschlossen. Ich will gar nicht wissen wie hoch diesmal unser Anteil ist.

Einige Autoren wundern sich bei den gelieferten U-Booten über die beiden verschiedenen Kaliber (Durchmesser) der Torpedorohre. Neben den in der westlichen Militärtechnik geläufigen sechs 21” Torpedorohren weisen diese Schiffe auch noch vier 25,5” Abschussvorrichtungen auf. Dickere Torpedos oder auch Raketen bedeuten bei gegebener Länge natürlich auch immer gleich eine höhere Reichweite und oder Nutzlast. Dies wäre nützlich, wenn man damit atomare Kurz- oder Mittelstreckenraketen verschiessen will.

So ein U-Boot würde eine “Zweitschlag”-Fähigkeit besitzen, um einem möglichen atomaren Gegner ein gewisses Abschreckungspotential vorzuspielen. Genauso würde ein U-Boot auch ein gewisses Erstschlagpotential besitzen, selbst wenn dieser Erstschlag nicht mit atomaren Mitteln erfolgen sollte. Und wer hat’s geliefert ?

Ordnung


2012-04-09 16.34.39Die (An)Ordnung der einzelnen Abteilungen der Bahnhofsbuchhandlung war genial. Ganz hinten, ganz in der vorletzten Ecke, Eisenbahn, dann Erotik. War lustig zu beobachten, wie die alten Säcke zielstrebig auf die Bahnliteratur stürzen um dann langsam aber sicher nach links abzudriften. 

Mein persönlicher Horror war dann bei den Biografien zu finden:
Hartmut Engler: Engler pur

rechtzeitig

gerade noch rechtzeitig kam der alte Mann mit seinem Gedicht daher. Rechtzeitig um die österliche saure Gurkenzeit zu überbrücken. Und hier will ich ihm wirklich keinen Vorsatz vorwerfen, ihm wird sowieso schon zu viel vorgeworfen. Er hat den Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht mutwillig so gelegt. Prima lässt sich mit so einem Pseudothema die öffentliche und veröffentliche Meinung steuern. Und bevor wir uns jetzt mit unserer Schweizer Steuerfeindschaft, den Spritpreisen, den anstehenden Landtagswahlen oder der FDP beschäftigen müssen können wir uns darauf konzentrieren über Literatur, Krieg, den nahen Osten und Antisemitismus, zu dem jeder auch eine eigene Meinung hat, zu diskutieren.

Die Kanzlerin, Lothar Mathäus, der Bundespräsident, der ehrenhafte Altbundespräsident und Daniela Katzenberger, sind die, die sich bis zur Minute noch nicht zum Fall Grass öffentlich geäußert haben. Sonst scheint jede und jeder eine eigene wohlüberlegte und gefestigte Meinung zu haben, die in den nationalen Medien, wenn nicht auf der Titelseite so doch zumindest bei den Leserbriefen, in den Foren kund getan wird.

Wobei es ein ungleicher Kampf, ein unfairer Streit ist. Wie im angesprochenen Gedicht die eine Seite die Atombombe hat, so haben die Kritiker die Antisemitismus Keule, mit der Atombomben gleich alles und jedes platt gemacht wird. Man braucht sich nicht mehr mit dem Inhalt auseinander zu setzen, es reicht zu erkennen, das Israel kritisiert wird und schon holt man zum Erstschlag seine allmächtige Keule. Es scheint von der Verantwortung sich mit dem kompletten Thema, dem gesamten Text auseinander zu setzen zu entbinden.

Hört hört, er bekommt von den Rechten Applaus und in der Waffen-SS war er auch. So kann man frei von der Leber weg einem zur damaligen Zeit 17 jährigen vorwerfen, dass er zur Waffen-SS eingezogen wurde, kann ihm das das Recht absprechen, je wieder etwas über Israel sagen zu dürfen. Er hat’s geahnt.

Und dann besitzt er die Frechheit, nur Israel zu kritisieren, kein Wort von …von Feinden umgeben…der Andere spricht von der Auslöschung Israels…Bomben und Raketen der Hamas…hat wohl Gründe dass nicht Atomwaffen kontrolliert…geschichtliche Verpflichtung…selbst eure Kanzlerin… geschenkt. Egal wie viel Wahrheit in den vom Dichter nicht aus- und angesprochenen Argumenten steckt, so wenig macht es seine getätigten Aussagen unwahr. Und dass man einer Atommacht eine oder mehrere U-Boot  Abschussrampen für Atomare Mittelstreckenraketen subventioniert kann einfach nicht richtig sein, U-Boote, die im Extremfall auch bis zur Nord- und Ostseeküste… und wieso schenken subventionieren wir nicht auch Pakistan so ein U-Boot ?

Sonntag, 8. April 2012

gefreut

2012-04-08 13.46.28

Gefreut hab ich mich über den kreativen Osterhasen. Es scheint als ob ich in letzter Zeit beobachtet wurde2012-04-08 13.42.18.

Samstag, 7. April 2012

Versuchung

2012-04-07 14.15.47

2012-04-07 14.19.31

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jedenfalls damit nicht die Tauben füttern. Auch wenn die Versuchung noch so groß ist. 3€ scheinen jetzt Minimum für Currywurst in Stuttgart zu sein. Hierfür war’s aber deutlich zu viel.

Geschwurbel

Da hab ich dann mal wieder die Wikipedia bemühen müssen. Hier mal das Vollzitat daraus. Wikipedia->

Geschwurbel ist ähnlich wie Geschwafel ein abwertender Begriff der Umgangssprache für vermeintlich oder tatsächlich unverständliche, realitätsferne oder inhaltsleere Aussagen. Geschwurbel findet sich vorwiegend in Bereichen, in denen sprachliche Ausdrucksformen wichtig sind, z. B. in Politik, Werbung oder den Geisteswissenschaften. In der Literaturkritik wird der Begriff verwendet, um schlechten Stil zu tadeln.

Auf das Wort bin ich im Zuge der Grass, “Was gesagt werden muss” Diskussion gestoßen. Geschwurbel ? Toll !

Freitag, 6. April 2012

Tradition

2012-04-06 17.49.44Karfreitag, deshalb:
Die Gattin

  • 300 gr. Rib-Eye
  • Kräuterbutter
  • Salat vom Büffet

für mich das Gleiche.

Donnerstag, 5. April 2012

Sales Advisor

…gesucht stand auf dem Klappschild vorm H&M in Stuttgart.
Sales Advisor oder “nur” Verkäufer(in) ?

Dienstag, 3. April 2012

und

und wenn er das Stümperhafte, deutlich Selbstgemachte zum Kult erklärt, ja sogar auf seiner Homepage damit wirbt. Ich hasse Seitenbacher Werbung, weiß das der liebe Willi Pfannenschwarz als Firmeninhaber das Ding selber spricht und herstellt, find’s trotzdem grässlich.

Montag, 2. April 2012

schlecht

2012-03-31 13.14.55Schlechtes Foto, schlechte Wurst, schlechte Umgebung und schlechter Preis. Wieso tut man sich so etwas an ?

Stuttgart Königsbau schon der zweigeteilte Plastikteller ist nicht so toll. Dann gibt es keinen Sitz- oder Stehplatz um das Ding in Ruhe zu essen. Ich geh rein, setz mich nimm die Schale auf die Füße. Reichlich ist es. Das war’s dann auch schon. Und 3,20 € find ich ganz schön heftig

Sonntag, 1. April 2012

Palmsonntag

Das Familienmitglied, das am Palmsonntag, also am Sonntag vor Ostern als letztes aufsteht ist der Palmesel. So jedenfalls, wenn man meinem Vater glaubt. Welche Konsequenzen es hat Palmesel zu sein weiß ich bis heute nicht. Tatsächlich bin ich heute auch nicht Palmesel geworden, war ich doch kurz nach sieben am Sonntag Morgen wach. Solange die beiden Damen noch schlafen bin ich weg.

Das Auto in Hegnach unten bei der Vogelmühle an der Rems abgestellt. Frisch ist es hier, wo die Sonne noch nicht scheint. Minus Ein Grad. Über die Brücke, über die Rems, an der ehemaligen Mühle vorbei dann gleich links, den Feldweg entlang. Die Vögel kennen keinen Palmsonntag, scheinen alle auch wach zu sein, von überall her zwitschert und pfeift es. Mir ist noch kalt, die Hände stecken in der Tasche. Der Jogger, der vorhin in den Weg eingebogen ist ist schon ein Weilchen außer Sicht.

2012-04-01 001

Bemooste, verfallende, manchmal auch eingefallene Mauern. Trockenmauern, weil nur Stein auf Stein gesetzt ohne Bindemittel ohne Mörtel ohne Beton. Viele davon, wenn man durchs Gestrüpp den Hang hoch schaut. Auch hier war eine bedeutende Weinbauregion, jedenfalls im 17. oder 18. Jahrhundert. Heute scheint es bessere, ertragreichere Lagen zu geben. Ich weiß nicht wie lange die ehemaligen Weinbergmauern schon verfallen.

2012-04-01 005Das Zwitschern dröhnt schon fast. Das eine oder andere Gärtle, Stückle ist eingezäunt, abgetrennt. Ich hab noch viel zu wenig Strecke gemacht, muss weiter. Die Sonne steigt höher. Kommt über die Bäume am Hang entlang. Gleich wird alles viel freundlicher. Freundlicher und wärmer. Plastikfetzen in den unteren Ästen der Büsche und Bäumen entlang der Rems zeugen von früheren hohen Wasserständen. Heute ist wenig Wasser. Fast unbewegt steht die Rems still. Zu früh am Sonntag Morgen zu weit weg von der nächsten Siedlung ich bin alleine.

2012-04-01 011Der Weg entfernt sich leicht von der Rems, steigt an, führt mich aus dem Wäldchen. Halblinks unten wieder ein Goldregen Forsythien Busch. Eine meiner Lieblings Pflanzen. Der Goldregen bricht Die Forsythien brechen im Frühjahr förmlich aus. Gestern waren da nur ganz, ganz vereinzelte gelbe Stellen und heute eine durchgängige gelbe Blütenbracht. Jetzt ist es Frühling.

Achso, Giftpflanze des Jahres 2012 ist er auch, der Goldregen.

 

2012-04-01 012

So wichtig wird es nicht mehr sein was wohl früher mal auf dem Schild stand. Daneben ist jedenfalls kein neues Schild und dieses kann man beim besten Willen nicht mehr lesen, der Baum hat es schon fast vollständig assimiliert. Das ich mich im Naturschutz Gebiet Unteres Remstal befinde daran haben die anderen Schilder, die überall angebracht sind, schon mehrmals hingewiesen.

2012-04-01 017Das Pflanzen abreißen, Wege verlassen und Wildtiere stören zu unterlassen sei denke ich weiß doch eh jeder und die denen es sowieso egal ist stören sich auch an den Schildern nicht. Stören sich dann wenigstens daran, dass eine Zufahrt zum Tümpel am Steinbruch durch die Felsbrocken auf dem Weg unmöglich gemacht ist. Vielleicht hilft’s.

2012-04-01 016Engagierte Vogelschützer warnen nochmals davor sich dem Steinbruch zu nähern, Vögel brüten zur Zeit dort. Man soll sie nicht stören. Verständlich. Verständlich zumindest für mich. Freilaufende Hunde mit ihren freilaufenden Herrchen können eventuell nicht lesen, dann hilft das Schild leider auch nicht weiter.

 

2012-04-01 021

Ich bleibe auf dem Weg, muss sogar das Schild heran zoomen. Noch ein paar Meter weiter, dann ist der Weg wieder asphaltiert. Ortseingang Remseck. Drei vier Häuser weiter geht’s dann gleich über die Rems, am oberen Steg. Der wird in der Zwischenzeit von der Sonne beschienen. An Steg Anfang kann man für die Hinterlassenschaft seines vierbeinigen Freundes “Piccobello” Tüten ziehen, kann sie auch gleich darunter im Mülleimer entsorgen. Irgend ein Vollpfosten hat diesen Mülleimer um einen halben Meter verfehlt, da liegt das Tütchen dann. Was soll’s ?

 

 

2012-04-01 023Die Häuser spiegeln sich in der stillen Rems, die Bewohner schlafen noch, es ist früh, an diesem Palmsonntag Morgen. Sie hatte mich wohl schon entdeckt, als ich wieder nach vorne Blicke sehe ich ca. 50 Meter entfernt eine Frau mit Hund. Die Rasse kann ich auch aus der Nähe nicht bestimmen, interessiert mich nicht. Sie versucht ihn zu erziehen, bei Fuß ! Sitz ! Platz ! Er macht’s, wenn auch erst nach der zweiten Aufforderung. Als ich die Beiden passiere ein Kopfnicken als Danke. Ich mag es wenn die Tiere erzogen sind, mich in Ruhe lassen, nicht anhecheln oder anspringen. Danke. Für den Hund gibt’s von Frauchen zur Belohnung ein Leckerli

2012-04-01 028Auf der Sonnenseite laufe ich jetzt. Gleich vorne am Weg die übergroße Schranke soll vermutlich vor allem die Radfahrer abhalten, die bequem und eben bis nach Waiblingen radeln könnten. Könnten wenn die Schranke nicht wäre. Man will dass sie den Berg hoch nach Hegnach strampeln. Gesehen hab ich keinen. Ein mini Bächle kreuzt den Weg, begleitet ihn dann ein Stück idyllisch das Ganze. Frühjahrsgrün die Pflanzen, in der Sonne. Mir geht es gut.

2012-04-01 032Filigran erscheinen die Zweige im Gegenlicht, rechts noch Frost aus der vergangenen Nacht. Der Ast bemoost, der Weg noch ein wenig mit Laub bedeckt. Die beiden Jogger hinter mir scheinen sich nicht heran zu trauen. Gerade haben sie den Abstand wieder bis auf 20 Meter verkürzt, müssen dann stehen bleiben und schnaufen. Wenn ich so stetig weiter gehe holen die mich nie ein. Für Radfahrer verboten dann aber diese Traktorspuren auf dem Weg – nicht wundern, ist halt so. Kohlmeisen fliegen auf wenn ich mich nähere, Amseln und Spatzen versuchen unbemerkt zu bleiben indem sie nicht mehr zwitschern, sich ruhig verhalten. Bleibe ich stehen fliegen sie weg.

 

2012-04-01 036

“Guten Morgen”, man grüßt sich und jeden, frühmorgens. Das “Guten Morgen” von hinten, der Jogger überholt mich jetzt doch. Bleibt dann wenige Meter vor mir stehen, drückt einen Knopf an seiner Pulsuhr an seinem Fitnesscomputer. Stretcht die Beine sofort. Natürlich hab ich ihn da schon wieder eingeholt. Ich hasse die Typen, hasse das geckenhafte Aussehen, das betont angestrengte, das Aufmerksamkeit erhaschende Stretchen. Und wenn ich der einzige auf weiter Flur bin muss ich als Publikum dienen. Als ich mich zu ihm umdrehe hat seine Frau aufgeschlossen. Sie laufen wieder weiter, die Frau scheint keine Pause zu brauchen. Ein Arsch.

2012-04-01 038Rückwege scheinen mir immer kürzer als die Hinwege. Ja die Spannung was auf einen zukommt ist einfach stärker als wenn man sich dem Bekannten hinwendet. Die Zivilisation hat mich gleich wieder, das Trafohäusle zeigt auch wieder die Nähe zum Ort an. Noch an der Kläranlage vorbei dann schließt sich der Kreis. Ich bin wieder bei der Talmühle.

Samstag, 31. März 2012

Earth Hour

Als Zeichen für den Klimaschutz sollte heute zwischen 20:30 und 21:30 Uhr das Licht abgestellt werden. Stuttgart beging die Earth Hour wie letztes Jahr mit einer langen Einkaufsnacht.

Samstag, 24. März 2012

alt geworden

2012-03-24 22.13.54

Ja, alt geworden ist zumindest das Publikum. Kaum jemand unter vierzig fünfzig. Einige haben ihre erwachsenen Kinder mitgenommen, Oma und Opas werden auch darunter sein. Sowieso ist alles ein Tick spiessiger als bei den Veranstaltungen, die man sonst so besucht. Bei vielen der Gästen kann ich mir auch vorstellen, dass die zu Maffay oder sogar zu Wolfgang Petry gehen.

Bryan Adams in Nürnberg. In der Nürnberger Versicherung Arena in Nürnberg. Arena heißt in der Zwischenzeit jede bessere Schulturnhalle oder Gemeindehalle von Gschlachtenbrätzingen bis Zwiefalten. Egal, auch Nürnberg hat seine Arena. Nürnberg, weil das der Samstagtermin war. Ich hab einfach keinen Bock mehr am nächsten Tag zur Arbeit gehen zu müssen. Mädles Musik hätten wir früher gesagt, früher als wir noch viel viel cooler waren. Mädles oder heute Mütter / Großmüttermusik vielleicht. Oder Mainstream Rock, dies ein bissle höflicher.

Die Karten hatte die Gattin von mir zu Weihnachten bekommen, weiß ich doch wie sie auf den Kanadier steht.  Nette Halle, Sitzplatz (dem Alter geschuldet), verheerend geringer seitlicher Sitzabstand. Haben die nicht gehört, dass auch unser Volk immer fetter wird ? Noch fast eine Stunde bis 20.00 Uhr. Wir trinken noch was, günstiger als in Stuttgart. Die Chefin raucht. Wir begaffen das Volk, das weiter in die Halle strömt. Mainstream Chic, Mainstream Publikum.

Stutzig hätten wir werden sollen, als wir sahen, dass am Merchandise Stand auch eine “heather nova” CD angeboten wird. Von Support Act, von Special Guest stand nichts auf der Karte. Und doch – pünktlich um 20.00 Uhr – steht heather nova auf der Bühne. Bei den Kartenpreisen, ne überhaupt, brauch ich so etwas nicht. Ich mag die Bundle Deals einfach nicht. Hätt ich unbedingt heather nova sehen wollen hätt ich mir dafür Karten gesucht. Nun, es gibt Schlimmeres – genervt hat’s trotzdem.

Gute Luft in der Halle, das Rauchverbot wirkt Wunder. Kurz nach Neun geht’s dann endlich los. Der Meister mit Band beginnt das Konzert. Alt geworden ist er. Klar, das erste Mal dass ich ihn sah war vor bald 30 Jahren im Fernsehen, im Rockpalast. So jung kann er ja nicht bleiben, da hilft ein gewünschtes Eighteen till i die auch nicht. Wobei, alt geworden vielleicht auch negativ belegt ist. Reifer geworden vielleicht. Die Videowand direkt hinter der Bühne spielt die allermeiste Zeit die Bilder der Musiker auf der Bühne. Man erkennt die Falten. Ein strenger Scheitel, der mich – Achtung nur ein Bild ! – der mich an die Hitlerjugend erinnert oder zumindest an Robert Widmark. Fast schon wie ein Medley nahezu übergangslos die ersten drei Titel. Spärliche Ansagen, ein zaghaftes “Hallo Nürnberg”. Er muß keine neuen Titel vorstellen, kein neues Album promoten. In den letzten dreißig Jahren haben sich genug Hits angesammelt um die jetzt routiniert runter zu spielen.

Textsicher singt das Publikum mit. Die Stimmung in der Halle ist o.k. Baladen und die rockigeren Stücke wechseln sich ab. Kurzweilig ist’s. Alt geworden bin natürlich auch ich. Sitzplatz hätte es früher nicht gegeben. Ein Platz so weit hinten auch nicht. Heutzutage ist es aber auch so, dass durch den reichlichen Einsatz von Videotechnik auch noch in der hintersten Reihe jede Plombe und jeder Mitesser zu erkennen ist. Gesang, Gitarre und Schlagzeug. Die anderen Mitstreiter sind im Hintergrund. Nur mit Mühe erkenn ich den Bassist. Lustigerweise steht er am Ende des Konzerts noch genauso unbeweglich und festgewurzelt wie am Anfang der Show am gleichen Fleck.

Wie bei Stomp. Ein paar alte Waschmitteltrommeln, ein paar Pfannen und Topfe, genug für den Man hinter dem Drumset etwas weiter vorne Platz zu nehmen. Er bearbeitet das Equipment hervorragend. Mir gefällt so etwas sowieso. Dem restlichen Volk hats auch gefallen.  Dann etwas später “"When you’re gone”, das Duett normalerweise mit Mel C darf heute eine Chrissi aus dem Publikum mitsingen. Sie macht die Sache gar nicht schlecht finde ich. Netter Gag. Sie bekommt ein Tour-Shirt für sich und ihre Begleitung – immerhin.

Nach zwei Stunden nähert sich die Show dem Ende, noch kurz die Mitmusiker vorgestellt, dann sind sie weg. Schön, ich hatte in letzter Zeit auch schon Konzerte erlebt, die nach schon einer Stunde auf die Zugabe warteten. Herr Adams kommt dann nochmal auf die Bühne, spielt alleine noch zwei Titel, dann Hallenlicht an, aus ist’s. Ich war selbst über mich erstaunt, wie gut mir das mal wieder gefallen hat.

Dienstag, 20. März 2012

Do it yourself

2012-03-20 12.20.18So schwer ist es gar nicht. Ihr müsst kein Nouvelle Cuisine Kochbuch von einem Sterne oder wenigstens TV-Koch kaufen. Eine kleine Zutatenliste reicht:

Oberländer Bratwurst nackt, Brötchen, Cayenepfeffer Pulver, Paprikapulver mittelscharf, Currypulver, wichtig Markenketchup, kein Curryketchup.

Die Wurst mit etwas Fett in der Bratpfanne von beiden Seiten braten. Anschließend die Wurst in fingerdicke Stücke zerschneiden. Ketchup darüber. Pfeffer, dann Paprika darüber streuen. Am Schluß Curry. Fertig.

Dazu passt hervorragend ein gekühltes Cola.

Bon Appetit

Frühlingsanfang

Kalendarischer Frühlingsanfang heute. Am 20. März, wir haben ja Schaltjahr, deshalb. Frühjahrs Tagundnachtgleiche. Sagt der Name ja schon, Tag und Nacht sind gleich lang, jetzt werden die Tage länger. Schön. Genug klug geschissen, einfach mal am Wetter und den längeren Tagen freuen.

seltsam

Habe gerade einen Jack Wulfskinn ohne “oben bleiben”-Button gesehen. Seltsam

Freitag, 16. März 2012

Überlegen

2012-03-16 007Man könnte mal überlegen den Scillawald umzubenennen. Klar ist woher der Name kommt. Von den reichlich vorkommenden Scilla, den Blausternen. Jetzt bei einem Frühjahr Spaziergang hab’ ich viele davon gesehen. Was ich aber noch viel mehr gesehen haben, vor allem beim Vier-Burgen-Steg, zwischen Hofen und Mühlhausen oder präziser zwischen Gaststätte Neckarblick oder einfach “Arschlöchle” und Mc Donalds auf der anderen Neckar Seite sind die Verpackungsreste des Schnellrestaurants. Und natürlich tragen nicht die lieben Mitarbeiter des amerikanischen Imbisses diese in die Landschaft. Klar sind es die Kunden. Wieso das Zeug aber überall am Wegesrand liegen muss ist mir schleierhaft. Deshalb, vielleicht sollte man jetzt vom McWald sprechen.

Pfand

2012-03-13 025

Diese Getränkeverpackungen sind von der Pfand- und Rücknahmepflicht verschont. Keine Kohlensäure, es sprudelt nichts. Erstaunlich aber, dass ausgerechnet die Fläschchen dieser Art am Wegesrand, der Wiese oder im Acker landen.

Könnte natürlich sein, dass den Konsumenten bewusster würde, wie oft sie den Inhalt dieser Fläschchen konsumiern. Man/Frau will vielleicht einfach nicht dabei gesehen werden, wie er/sie kistenweise mit diesen Dingern vorm Pfandautomat stehen, wollen ihre Abhängigkeit vor sich selbst und den anderen nicht eingestehen. Da ist es dann einfacher, nach erfolgreichem Konsum das Leergut in die Landschaft zu pfeffern.

Und wenn ich mir auch sicher bin, dass die Flaschen auch bei 25 Cent Pfand trotzdem im Acker landen würde, wundere ich mich dass sie von der Pfandpflicht ausgenommen sind

Irrtum

2012-03-13 040

…anscheinend doch, sonst würde das Schild dort nicht stehen…

Mittwoch, 14. März 2012

zu viel

Neue Rechtschreibung, ich hätt’s ja zusammen geschrieben. Das ist aber nicht das Problem. Zu viel Lebensmittel werden weggeworfen. Dies hat eine Studie ergeben, die meine liebe Ilse (Aigner), unsere Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in Auftrag gegeben hat.

Und diese Studie hat die Ilse gestern vorgestellt, “mit erschreckenden Ergebnissen” so zum Beispiel die Berliner Morgenpost. Und weil zu viel für viele von uns nicht vorstellbar ist kommt die Ministerin mit Zahlen. Jeder Bundesbürger wirft fast 82 kg Lebensmittel in den Müll, das sind dann 61 % von insgesamt 11 Millionen Tonnen Lebensmittelabfall. Dieser vermeidbare Abfall kostet pro Kopf 235 Euro im Jahr oder, Achtung Rechenkunst: oder 940 Euro im Vier-Personen-Haushalt.

Jetzt ist es natürlich nicht so, dass ich es gut finde, dass Lebensmittel weggeworfen werden, wenn doch die armen Negerlein (political incorrect, ich weiß), wenn also die armen Negerlein doch verhungern. Andererseits wisst ihr vielleicht auch, dass mein Ruhepuls auf 180 steigt, wenn ich was in den Medien von der Ilse höre deshalb. Deshalb mal ein wenig online recherchiert und schon wieder einen Hals bekommen.

Webaffin wie die Ilse ist, hat sie sich mit ihrer Studie auch gleich auf ihrer bzw. natürlich auf der Internetseite ihres Ministeriums gefeiert. Diese Pressemitteilung haben dann viele Journalisten fast schon guttenbergartig verbreitet. Ich hab mir mal die Mühe gemacht und die ausführliche Kurzfassung der Studie der Universität Stuttgart gelesen. “Ausführliche Kurzfassung” auch ein lustiger Begriff. Jedenfalls wundere ich mich, dass falls die Ilse das auch gelesen hat, dass die Ilse die Studie den Autoren nicht um die Ohren gehauen hat.

Schon auf Seite vier der Studie im Kapitel 1.2 Ziele und Aufgabenstellung …anfallende Lebensmittel Abfälle abzuschätzen…die Abschätzung der Lebensmittelabfälle in der Landwirtschaft ist sehr aufwändig und wurde in der Studie nicht durchgeführt… lässt mich rätseln wie man dann auf die oben genannten absoluten Zahlen kommt, wenn man abschätzt und nicht durchführt. Insgesamt findet sich das Wort schätzen 32 mal auf den 42 Seiten. Sowieso die Zahlen, wenig belastbar weil einfach nicht vorhanden, deshalb mit Hilfe des Müllvolumens, amerikanischen Verbraucherstudien und Pi mal Daumen interpoliert und hochgerechnet. 30 % des Biomülls und 70 % des Hausmülls werden mal als Lebensmittelabfall angenommen, schon allein wieso gerade diese Zahlen ?

Schön wird dann noch in vermeidbare, teilweise vermeidbare und unvermeidbare Lebensmittelabfälle unterschieden sprich auch das Grün beim Radieschenbund, Putzabfälle oder auch Knochen und Gräten spielen in diese Statistik mit rein. Dies führt dann lustigerweise auf Seite 20 zu der Feststellung, das vermeidbare bzw teilweise vermeidbare Abfälle im Vier-Personen-Haushalt jährliche Kosten von 935 Euro verursacht. Schon mal 935 durch 4 geteilt ? Ich bin erstaunt wie auf Grund der geschätzten Daten dann so schön ungerade pro Kopf Zahlen entstehen.

Nach der Hälfte der Studie kommen wir dann zum interessanten Teil, Vorschläge zur Verminderung der Wegwerfrate. Lebensmittel, die bestimmte Produkt- bzw. Qualitätseigenschaften nicht erfüllen, werden aussortiert und noch etwas weiter hinten kommt die Studie zum Punkt: die Qualitätsnormen für Lebensmittel gehören zusammen mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum abgeschafft.
Wenn ich jetzt mal ganz böse davon ausgehe, das derjenige der eine Studie bestellt, auch die Ergebnisse bestellt wundert mich jetzt mal wieder garnix.

Auf EU Ebene will sie sich für die Abschaffung der Qualitätsnormen einsetzen, die Verbraucher will sie darüber aufklären, dass das Mindesthaltbarkeitsdatum garnix zu sagen hat – wieso es dann bis jetzt drauf muss weiß auch kein Mensch.

Achso, als hätte ich es geahnt

Dienstag, 13. März 2012

Montag, 12. März 2012

noch immer

2012-03-12 10.44.44

Noch immer ist es mir unklar. Nach dem zehnten Versuch meine PE-Sprudelpfandflasche dem Pfandautomaten zu übergeben ist es mir noch immer unklar. Die Kackmaschine nimmt die blöde Flasche einfach nicht an. Somit komm ich nicht zu meinen fünfzehn Cent Pfand. Der Shredder Automat daneben, also der für die nicht Pfandflaschen, der der immer dieses schöne Häckselgeräusch fabriziert. Dieser Automat nimmt meine Pfandflasche dankbar und sofort an. Dass ich auch noch 10 Cent mehr an Pfand kassiere ist ein netter Nebeneffekt. Und wieso Shreddergut mehr Geld als Pfandflaschen bringen ist mir noch immer unklar

Unterschied

Hundescheisse in Tüte verpackt, Piccobello - 2012-03-12 022

Wo ist der Unterschied ? Der Unterschied ob die Scheiße offen in der Landschaft liegt oder in der schwarzen Picobello Tüte verpackt ?

Ich bewundere die Hundehalter. Fühlt sich doch jeder und jede berufen sie wegen ihres Vierbeiners anzumachen. Manchmal hat man den Eindruck, dass sie ganz verschreckt auf die Gasse gehen, immer in Angst gleich vom nächsten Volldepp angemacht zu werden.

Andererseits, seid Ihr schon mal mit Hundescheiße am Schuh durch Eure Wohnung gelaufen ? Eben !

Dann gehen die raus auf die Strasse, damit der Köter, das was er verdaut hat wieder loswerden kann. Vorbildlich ziehen sich die Besitzer am Wegesrand eine Tüte. Respekt, die körperwarme Masse durch eine dünne Plastikfolie geschützt anzufassen. Dass die dann keinen Bock haben das Ganze noch zwei drei Kilometer in der Jackentasche / Handtasche spazieren zu tragen kann ich mir ja vorstellen.

Da aber in vielen Gegenden die Picobellotütenspender zahlreicher als Mülleimer aufgestellt sind ist mir klar wieso die Tüten in der Landschaft landen.

Donnerstag, 8. März 2012

did it

Ja ich hab’s getan, für einen Menschen wie mich, der alles und jedes auf die lange Bank schiebt, der viel viel schneller Argumente etwas nicht zu tun, als zu tun findet, ist es ein großer Schritt. Und wenn Ihr jetzt eine Heldentat oder Schweinkram vermutet liegt Ihr falsch. Ich hab schlicht und einfach am Auto das Rücklicht sowie das Bremslicht ausgewechselt.

Und wer jetzt glaubt ich blogge jeden Scheiß, der hat recht.

Mittwoch, 7. März 2012

Zapfenstreich

Natürlich bin ich nicht eingeladen, aber Ich persönlich würde auch nicht hin gehen, selbst wenn’s in Fellbach statt in Berlin wäre. Mehrere Gründe hätte das. Mich faszinieren in  die Nacht gebrüllte Befehle im Fackelschein einfach nicht. Mich erinnert das immer ein bisschen an die Nazi Zeit. Seit Guttenbergs Entgleisung mit “Smoke on the Water” von der Bundeswehr Big Band würd ich sowieso nicht hingehen. Und er hat sich sogar vier Lieder gewünscht. Überhaupt, was soll das ? Seit Guttenbergs Zapfenstreich, also seit dem Zapfenstreich zu Ehren des Herrn zu Guttenberg hat das einen fahlen Beigeschmack, wenn Betrüger mit großem militärischen Brimborium verabschiedet werden. Der war zu der Zeit aber wenigstens Cheffe von dem ganzen Verein.

Jetzt der Christian; gut der ist war oberster Repräsentant von uns Allen, somit auch von der Bundeswehr. Und da er sich für einen ehrenhaften Mann hält, möchte er sich auch ehrenhaft verabschiedet wissen, der Zapfenstreich gehört da wohl dazu. Wobei; früher gab’s mal den Spruch “Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin” also heute: “Stell Dir vor es ist großer Zapfenstreich und keiner geht hin”, die Riege der Altbundespräsidenten machen es ja löblich vor, sie sind verhindert, die wollen sich von dem sicher auch nicht repräsentieren lassen.

Andererseits, morgen, dann noch einmal zum Jahreswechsel 2012/2013 im Album 2012 vermutlich mit leicht spöttischem Unterton, mehr werden wir nicht mehr von dem traurigen Schauspiel mitbekommen. Zum Glück

Sonntag, 4. März 2012

Kultur

Beuys Warhol Polke & Co – 40 Jahre Kunsthalle Tübingen, so heißt die derzeitige Ausstellung.
Warhol, klar eine Studie über den Mercedes Silberpfeil, eine Campbell Suppendose, so kennt man’s. Selbstbildnis verschieden farbig. Claes Oldenburg, damit konnte ich noch was anfangen. Bei Beuys war dann Schluss. Damit kann ich nichts anfangen. Egal, ein interessanter Sonntag Nachmittag.

Mittwoch, 29. Februar 2012

Schalttag

Alle vier Jahre, dass man nicht irgendwann im Sommer Weihnachten feiert, weil sich die Erddrehung nicht in dieses 365 Tage pro Jahr Schema pressen lässt.

Der Opa würde heute dann seinen 26. Geburtstag feiern, würde er noch leben.

Freitag, 17. Februar 2012

Samstag, 11. Februar 2012

Gruppenkarte

“Nehmen Sie doch eine Gruppenkarte, die ist billiger als zwei Einzeltageskarten”, sagt der Busfahrer in Hamburg, der uns das Ticket verkauft. 9,90 € für die beiden inneren Ringe also das Stadtgebiet Hamburg gültig ab 9.00 Uhr für bis zu 5 Personen.

Hamburg

2012-02-11 002
Kalt war’s, saukalt sogar. Die Alster durfte offiziell betreten werden, das erste mal seit fünfzehn Jahren. Die Binnenalster am Jungfernstieg war voller Eisschollen.Im Hintergrund die Alster war voller Menschen. Wir waren in Hamburg. Hamburg wohl deshalb, weil die Terrortochter ein sturmfreies Wochenende wollte und uns deshalb zwei Übernachtungen in Hamburg spendiert hatte.
2012-02-11 004
Samstag morgen. Mit der U-Bahn sind wir am Jungfernstieg ausgestiegen. Im Augenblick ist noch nicht viel los. Die Menschen warm eingepackt, vermummt. Die Gruppen Tageskarte ab 9:00 Uhr kostet für bis zu fünf Mitfahrer keine 10 Euro. U-Bahn Jungfernstieg, Stadtmitte sozusagen.

2012-02-11 006Wenig los bei den Arcaden. Zu kalt, vielleicht auch einfach noch zu früh an diesem Morgen. Im Sommer kann man hier bestimmt prima draussen sitzen. Keine Boote an den Anlegern. Links das Rathaus. Wir werden gleich daran vorbei kommen. Die Vögel sitzen auf den Eisschollen.2012-02-11 0092012-02-11 015





Schnell fotografiert, schnell geraucht und schnell gelaufen, die Temperaturen zwingen zur Eile, die Kälte hält uns in Bewegung. Wir gehen weiter. Der Weg zur Hafencity ist ausgeschildert.
2012-02-11 021
Erstmal noch die neuen alten Speicher gesehen2012-02-11 023, auch hier der Kanal vollständig zugefroren. Vorhin das Schild sprach von Überflutungsgefahr. Innerstädtisches Bauland schien oder scheint wichtiger zu sein.

Montag, 6. Februar 2012

Überraschung

Wie heißt unsere aktuelle Jahreszeit ?

Richtig ! Und im Winter ist es hin und wieder kalt.

Mal abgesehen davon, dass mir persönlich eine Rekordhitze im Sommer tausend Mal lieber ist, kann ich das Gejammer über das Wetter nicht mehr hören

Sonntag, 5. Februar 2012

Max-Eyth-See

2012-02-05 004

Ein Sonntagspaziergang, für Max-Eyth-See Verhältnisse ist fast nix los. Viele haben schon mal Schlittschuhe dabei, warten darauf, dass sich die ersten aufs Eis trauen. Die Polizei wartet auch.

Klar ist es kalt. Die paar Vögel die man sieht sind dick aufgeplusterte Raben. Die Wiesen sind verwaist. Heute grillt niemand, niemand spielt Fussball. Deutlich ruhiger als im Sommer.