Donnerstag, 8. September 2011
abschalten
Aktueller Aufreger folgender Bericht zum Tag des Weltalphabetisierungstages:
In Baden-Württemberg können laut dem Volkshochschulverband mehr als 1 Million Erwachsener nicht richtig lesen und schreibenWenn ich so etwas höre gehen mir die verschiedensten Ding durch den Kopf:
- woher kennen die mich, tu ich mich mit dem richtig schreiben auch schwer
- wer legt fest, wie richtig lesen und schreiben ist
- wie geht das ? Hat da unser Schulsystem so versagt, hat man mindestens 9 Jahre nutzlos verstreichen lassen ?
- wie viel Einwohner hat Baden-Württemberg eigentlich ?
Mal ernsthaft, so ein Rundfunkredakteur, übernimmt der alle Meldungen so ungeprüft ? Vertraut er darauf, dass der Volkshochschulverband schon richtig informiert ?
Baden-Württemberg hat ungefähr 10.755.000 Einwohner (Kinder eingerechnet). Davon können also mehr als 10 % der Erwachsenen nicht richtig lesen und schreiben ? Jeder Zehnte ?
Ich bitte Euch, zehn Prozent Alkoholiker, ja, das ist vermutlich noch zu tief gegriffen, aber das ? Ist man in so einem Funkhaus so weit weg vom richtigen Leben ? Ich bin schon versucht abzuschalten.
Das Ersatzaufreger Thema, also falls das mit dem Weltalphabetisierungstag nicht so richtig zieht: Zehn Jahre Anschläge von Amerika, zehn Jahre Anschläge vom 11.September – was haben Sie für Erinnerungen, wo waren Sie ?
Wieso nicht dieses Thema, hat es doch uns Alle bewegt, weiß doch jeder von uns wie er am 11.September 2001 von den Anschlägen erfahren hat. – Allein, wenn ich heute auf den Kalender schaue haben wir heute den 8.September, und somit auch keinen Jahrestag
Sonntag, 4. September 2011
UNESCO Welterbe Hallstatt
trittsicher
…sollte man sein. Hier in den Chiemgauer Alpen. Stabiles Schuhwerk und einen Allwetter Blazer sollte man besitzen und nutzen.
Der frühe Wurm wird gevögelt - oder so ähnlich lautet das Sprichwort. Wir waren jedenfalls in der ersten Gondel auf den Rauschenberg bei Ruhpolding. Herrlich, “Herrlich ist’s” sagte damals vor 20 Jahren die Pensionswirtin am Telefon, als ich für den nächsten Tag telefonisch eine Unterkunft buchte. Am nächstens Morgen war dann die Aussage eher in der Art, dass es jetzt aber mal wirklich an der Zeit, aber auch gut war, dass es heute Nacht geschneit hat. Verkaufen verkaufen lautete vermutlich schon damals die Devise, wenn man es mit der Wahrheit schon nicht so genau genommen hat. Herrlich ist’s
Samstag, 3. September 2011
der Weg ist das Ziel - II
Wenn einmal
Kurt Mair: Die Hochstraßen der Alpen
zu den Lieblingsbüchern zählt, wenn
Denzel: Großer Alpenstraßenführer
zum Geburtstagsgeschenk erkoren wird, sollte uns doch manches nicht wundern.
Ja, ich fahre seit über einem Jahrzehnt nicht mehr Motorrad, bereue dies immer bei freier Zeit und schönem Wetter, beglückwünsche mich aber auch immer wieder zu diesem Entschluß, wenn ich mal wieder an einem Unfall vorbei komme oder wenn es Katzen hagelt. Fakt ist aber, egal wie stark Sylvia es hasst, ich mindestens einmal im Jahr einen Pass, sehen und befahren muss und wenn es “nur” mit dem Auto ist.
Ist es schon Gletscher ? oder liegt es nur an dem mistigen Sommer ? Die Schnee- und Eisfläche fasziniert. Wir fahren weiter. In 500 Meter Schritten fallen mir die Schilder auf, 1500 ü NN, 2000 ü NN dann der Parkplatz beim Fuschertörl 2428 m. Die Stichstrasse hoch, zur Edelweißspitze, für Busse und Fahrzeuge über 3,5 to gesperrt, aber für uns doch nicht. Bikers-Point. Egal wo die mit dem Moped rauf fahren, fahr ich mit dem Turan allemal 2571 m ü.NN Edelweiß-Spitze. Klar, dass wir da auch aussteigen, imerhin gibt’s 30 Dreitausender zu bestaunen.
Donnerstag, 1. September 2011
Hangar 7
Als Neider kann man viel gegen den Herrn Mateschitz sagen, kann ihm neiden, dass er seit Markteinführung seines Produkts vor demnächst 25 Jahren mehr als 5 Milliarden Euro gescheffelt hat. Mit einem Produkt, das er nicht mal vollständig selbst erfunden hat. Und nur weil die Weltbevölkerung so doof……. ist doch alles egal. Ein wenig läßt er die Allgemeinheit an seinem Reichtum teilhaben.
Am Flughafen Salzburg ist die Basis für Mateschitz’ Technikbegeisterung. Im Hangar 8 werden die fliegenden Spielzeuge gewartet. Leider für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Durch das offene Hallentor seh ich eine P38 Lightning und die B25 steht auch rum. An einer Pilatus wird geschraubt, auf der Freifläche stehen zwei Alpha Jets.
Öffentlich zugänglich und das auch noch k o s t e n l o s den Schwaben in mir freut es. Zwei freundliche Damen händigen uns Eintrittskarten für die Spielzeugausstellung im Hangar 7 aus, nachdem wir ihnen sagte, dass wir diese besichtigen wollen. Wozu Eintrittskarten für eine kostenlose Ausstellung ? Nicht mein Problem, freundlich waren die Mädels auf jeden Fall, die Aussicht sich mit der Besichtigung bis 22.00 Uhr Zeit lassen zu können. – manchmal frage ich mich, wieso wir Deutschen immer so überheblich über all die Anderen lächeln, dies ist doch mal wirklich großzügig und bequem - entspannt betreten wir die futuristisch wirkende Halle.
Suchtdruck
UPS! Zu hungrig gewesen? Auf dem Teller befand sich ein Stück Sachertorte.
Suchtdruck Ersatzdroge - Tag 4. beim. Currywurst Entzug
???
Uns kommt Mustafas Traum entgegen, so ein schwarzer Ninja, bis auf einen schmalen Sehschlitz vermummt.
Wieso braucht die einen Regenschirm ???
UNESCO Welterbe Salzburg (Altstadt)
Zuerst fällt auf, dass wir vermutlich nicht die Einzigen sind, die heute auf die Idee gekommen sind, die Stadt zu besuchen. Würde ich eine freie Strecke zum joggen suchen, würde ich eher an einem sonnigen Herbstsonntag über das Cannstatter Volksfest laufen, als heute durch das trübe Salzburg. Das Gewusel in den Gassen ist schon gigantisch. Souvenirs, Souvenirs sollte man kaufen, Jankerl, Taschen, Becher, Kerzen, Spazierstöcke, Spardosen, T-Shirt – die Meisten mit Amadeus oder halt Salzburg Aufdruck. Mein Traum während ich noch überlege wie sich eine Amadeus-Duftkerze bei uns zuhause machen würde, ist Sylvia schon in so einen Laden des Grauens verschwunden. Ich kann sie (mich) retten, indem ich sie beherzt aus dem Laden raushaue.
Und dann muss ich mich mal wieder selbst zitieren wo bin ich ? Die Beliebigkeit, der Geschäfte entlang der Gassen. Allerliebst da, die “Nordsee” ist ja auch so ein typisches Salzburger Ding, so ein Heringsbrötchen. Die anderen Touristen scheint es nicht zu stören, die Schlange läßt darauf schließen.
Mittwoch, 31. August 2011
Zeitgleich
Fast zeitgleich jedenfalls. Zeitgleich, dass die 60 Watt Glühbirne nicht mehr verkauft werden darf und dass einer der größten Glühbirnen und natürlich auch Energiesparlampen Hersteller Osram eine 20 %ige Preiserhöhung für Energiesparlampen verkündet.
kein weiterer Kommentar
Sonntag, 28. August 2011
Üblich
Als ich das vorletzte Mal auf einer Hochzeitsfeier war, war es üblich, dass in der Kirche noch eine Orgel gespielt hat, die Gemeinde durch die Veranstaltung geführt hat. Es war unüblich, dass nach jedem Lied jedem Wortbeitrag Applaus gespendet wurde.
“Wish you were here” von Pink Floyd wurde üblicher Weise nicht am Anfang gespielt. Üblich war, dass das Brautpaar nach der Gemeinde in die Kirche eingezogen ist. Unüblich, wenigstens für mich, dass nur die Braut, von ihrem Vater geführt wie eine verspätete Diva ihren Auftritt hat. Die anwesenden Kinder und Babys hatten sich still zu verhalten, wurden sonst von einem Elternteil hinaus gebracht.
Üblich war es nicht – früher - dass der Pfarrer so bildhaft die Geschichte Ruth erzählt, dazu Requisiten in Form von 2 Babyschuhen benötigt. Unüblich, für mich, dass der Pfarrer das Brautpaar so gut kennt, dass er vom letzten feucht fröhlichen Fest mit den beiden berichtet. Nein, dass gelacht wurde war nicht üblich.
Ja, üblich war schon auch dass gesungen wurde. Üblich war ja auch, dass die Eine oder andere solo ein Stück sangen. Dass es Hallelujah von Herrn Buckley, bekannt aus einer amerikanischen Krimiserie wurde, ist dann doch eher unüblich.
Üblich, gute Übung war es das Lied “Danke” zu singen – schön dass das noch heute üblich zu sein scheint.
Schön mal auf einer Veranstaltung gewesen zu sein, die nicht nur das traditions bewusstsein der Alten befriedigt. Schön auch mal wieder so ein glücklich und zufrieden wirkendes Brautpaar zu sehen.
Samstag, 27. August 2011
intolerant
Das Gegenteil zur Intoleranz (das Substantiv zur Überschrift), die Toleranz wird auch mit Duldsamkeit übersetzt, ein Geltenlassen fremder Handlungsweisen. Aus dem lateinischen tolerare (erdulden). Somit ist intolerant: unduldsam, keine andere Meinung oder Ansicht zulassen. So viel klug geschissen - von Klugscheisser ;-)
Der zweit heißeste Tag 2011, Sylvia und ich verbringen ihn in Mannheim. Die Stadt genießt die Hitze, weiß doch Jeder, dass es morgen schon wieder deutlich kühler, unfreundlicher werden wird. Und während die Gattin noch das BIP (Brutto Inland Produkt) und den KKI (Konsum Klima Index) pusht gehe ich Richtung Wasserturm.
Ich fotografiere, knipse. Vor mir drei Jungs, auch die paar Stufen den Wasserturm hoch. Sie unterhalten sich, dass ich die nicht verstehe liegt nicht an deren mannheimer Dialekt, sondern schlicht daran, dass sie eine ganz andere Sprache sprechen. Durch all die C / Z / Ü / K s hör ich noch “Linienrichter” – ja, vermutlich wird das letzte Fußballspiel besprochen. Sie setzten sich auf die Treppe, ich geh um die Plattform rum. Menschen kühlen sich in den Wasserspielen der Augustaanlagen ab.
“Hey Chef, machen Sie ein Bild von uns !” – einer der Jungs fröhlich.
“Ja, ein Bild für die Bildzeitung” – der andere Junge.
Ich muss grinsen, die Jungs sind enger zusammen gerückt, lächelnd winke ich ab.
“Oder für das nächste Casting ?” – scherze ich ablehnend zurück.
Und schlagartig kippt die Stimmung.
“Nur weil wir Ausländer sind !” – schimpft mir der Dritte nach.
Nein, Nein, Nein.
Ich hab keine Lust aber auch keine Veranlassung mich zu rechtfertigen wieso ich die Drei nicht fotografieren will. Ich bin nicht und will es auch nie im Leben sein, der Chef von denen.
Und !
Und mir ist es völlig wurscht ob die Ausländer / Türken / Kurpfälzer / Russen / Schwarze / Weiße oder Karierte oder natürlich Deutsche sind. Ich hätte sie auf keinen Fall fotografiert.
Aber jedes Mal mit der Rassismus Keule zu kommen “Nur weil wir Ausländer sind” kotzt mich sowas von an. Die diskriminieren sich mit solchen Sprüchen doch selbst. Und wenn ich mich jetzt schon mal langsam in Rage schreibe, ja, ja ich bin intolerant, bin unduldsam, unentspannt, bin bekennend intolereant, wenn ich das höre. Ja verdammt noch mal, bloß weil die sich seit ihrem dritten Lebensjahr täglich rasieren. Weil sie verkackt noch eins schon längst Deutsche sein könnten, weil schon ihre Eltern hier geboren sind, sich aber noch 20 Jahre ein Hintertürchen offen lassen wollen. Weil man wenn,s nur von irgendwo warm kommt man plötzlich nicht mehr richtig deutsch sprechen kann. Weil einem dann Überbrückungsgeld, Wohnbeihilfe, und was weis ich noch einfällt, weils sich lohn. Ich bin intolerant, bin unduldsam, weil keine Mädels dabei sind, aus welcher Zeitmaschine sind die entsprungen, dass man Angst vor Mädels hat ?
Ich hör auf, muss runter kommen, bevor noch irgend ein Gutmensch kommt und sein überhebliches “Das kannst Du so aber nicht sagen” los wird….doch ich kann.
Freitag, 26. August 2011
Wo bin ich ?
- Breuninger
- Deichmann
- Apollo
- The North Face
- Saturn
- Douglas
- H & M
- Kaufhof
- Jeans Halle
- Tally Weijl
- Mc Donalds
- Media Markt
- Fielmann
- …
- …
der Weg ist das Ziel
Sylvia und ich haben das Glück, dass unsere Füße bis zum Boden reichen, heißt, wir haben uns zu Fuß auf den Weg gemacht. Zuerst nochmal nach Oeffingen, zur Werkstatt, im Auto lag noch Sylvis Photo. Kein Problem, der Sechzger fährt auch von dort. Respekt. Die junge Frau mit dem Kinderwagen mischt sich in unsere Diskussion mit ein. “Es sind gerade Ferien, da gelten Tageskarten an zwei Tagen. Ob das so ist, weiß der Busfahrer nicht, trotzdem nimmt die junge Mutter eine Tageskarte, wir eine Gruppenkarte.
Die nächste S-Bahn nach Stuttgart kommt erst in 13 Minuten. Die Gelegenheit das Baden-Württemberg Ticket zu kaufen ist günstig. Beim netten Reiseberater im Fellbacher Bahnhof kostet die Karte 32 Euro, draußen am Automat nur 29,-- für die drei Euro Aufpreis, gebe ich dem Mann das Gefühl gebraucht zu werden, außerdem druckt er uns auch noch die Verbindungen bis Freiburg auf Recyceling Papier aus. Für einen Autoholiker wie mich ist es wirklich eine andere Art zu reisen, das merke ich jetzt schon.
Freiburg i. Breisgau, vom Bahnhof sieht man den Turm des Münsters, dann kann der Münsterplatz nicht weit sein.
Mittwoch, 24. August 2011
Warmduscher
Und ich verfall dann natürlich gleich in ein ich bin ein richtiger Man Schema. Natürlich war die Currywurst die richtige für mich. Nordwest Centrum Frankfurt, die Mädels mal wieder beim X-trem Shopping, ich merke wie ich im 10 Minuten Abstand eine Kalorie verliere. Rettung ist aber in Form des Metzgerei Imbiss’ in Sicht. Ich setze mich zu der ungefähr gleich alten Frau an das Tischchen. Eine Konversation ist nur schwer möglich, sie gebärdet.
Nun denn. Currywurst wie ich es verstehe besteht aus einer nackten Bratwurst, Ketchup und einer gedrittelten Mischung aus Chayenne Pfeffer-, Paprika-, Currypulver. Ganz wichtig ausserdem: ein Brötchen dazu (Weckle, wie wir Schwaben sagen). In einer Schale aus Pappe, sowie mit einem Holzspießchen. Fertig. Alles Andere sollte sich nicht Currywurst nennen dürfen.
Dienstag, 23. August 2011
UNESCO Welterbe
Sie konnten es gar nicht wissen, die Menschen, die vor mehr als 1200 Jahren auf der Bodensee Insel auf der Reichenau ihr Kloster gründeten. Sie wussten noch nichts von Amerika, nichts von Baumsterben, wussten nichts von Digitalcameras und natürlich auch noch nichts von der UNESCO. Von der neuartigen Masche der Menschen wieder solche bunten Wiesen zu haben, wussten sie natürlich auch nichts.
anderthalb
Sie sagt anderthalb, nicht in eins Komma fünf Kilometern oder in eintausend fünfhundert Metern. Nein anderthalb. Dafür könnt ich die Trulla aus dem Gerät knutschen.
Montag, 22. August 2011
genial
Nicht wie im Sinne eines Genies. Einfach dieses von vielen Angehörigen meiner Generation verwendete genial. Adjektiv, nicht einfach cool oder wie das über inflationär verwendete geil – genau, wieso gerade geil ? Auch Dies ein anderes Thema.
Genial. Gut. Gigantisch. Schön. Nett. Super. “Find Synonym” – stand im Englischbuch. Toll.
Das Wetter ! Schlimm genug das man es erwähnen muss. Es ist Hochsommer, ich sitz auf meinem Balkon mit nacktem Oberkörper, Ein mit mindestens fünf Eiswürfeln gekühltes Grapefruitschorle neben mir, das Netbook auf dem Tischle, halb Elfe ist es. Sitze da, sinniere, trinke einen Schluck, Morgen hab ich immer noch Urlaub;, noch fast drei Wochen. Sitze da die dicken Kopfhörer auf, Postpunk. New Punk Wave. Ich brauch keine Schublade um zu genießen.
Träumen. Träumen, davon richtig schreiben zu können, träumen etwas geduldiger zu sein. Nicht bei jedem dreiachtels Gedanken gleich den Send Button zu betätigen, die Geduld aufzubringen es durchzudenken. Auch mal einfach generös zu sagen: “Das ist Schrott, das kannst Du niemanden zumuten”.
Postpunk. Betontod. Auch da die Wortfetzen – Herz Vergessen Liebe Angst Zukunft Vergessen Licht Freunde Leben wir verlieren uns - ist trotzdem mehr als SWR4 auf schneller gespielt. Nein die Jungs sind auch gut. Klaro Viva Punk hören, zwanzig Kilo zu viel auf den Rippen, nie ! nie ! nie ! hätt ich gedacht, dass das mich auch mal beschäftigt. Die Midlife Crisis schlägt durch.
Garantie
Nicht geschmeckt, Geld zurück.
Prima Eure Garantie. Was will man mehr ? Ein Euro fuchzich.
So günstig gibt es die Currywurst im ganzen Umkreis nicht.
Nun gut, wenn man sich das Bild so betrachtet und die größeren Wurststückchen zählt, immerhin fünf Stück, da kann man doch gar nicht sagen ob es geschmeckt hat.
Die Currywurstverkaufsfachkraft lässt durch ihr imposantes Erscheinungsbild aber auch keine Lust auf eine, wenn auch nur verbale Auseinandersetzung, zu (eine körperliche Auseinandersetzung wäre nicht ohne erheblichen eigenen Schaden zu gewinnen). Wäre Bocklosigkeit olympisch, sie wäre auf Medallienkurs – sicher !
gechillt
Ganz gechillt liegt die Geiß da. Den Kopf auf dem Stein abgelegt. Entspannt. Relaxed hätte wir dazu gesagt. Ist warm, ein Sommertag. Endlich. Endlich ein Sommertag. Sie scheint es zu genießen.
“Chill Dich mal” sagt die Terrortochter. Oder auch “Du musst dich chillen”. Auf meine Frage, ob ich den U N E N T C H I L L T sei reagiert sie wiederum nicht gechillt. Ich benutz das Wort einfach falsch.
Chillen (engl.: kühlen, abkühlen; im amerikanischen Slang auch: sich beruhigen, sich entspannen, rumhängen, abhängen)
Sonntag, 21. August 2011
christlich ?
Freitag, 19. August 2011
Zaungast
Zaungäste waren wir am Abend. Im Scharnhäuser Park wird schon seit ein paar Jahren ein Feuerwerkfestival veranstaltet. Den Schwaben in mir freut es, dass sich so ein Feuerwerk schwer von den Blicken der Zaungästen abriegeln lässt.
So standen wir dann Freitag abends irgendwo in Ostfildern im Acker und ließen wie die Anderen unsere Ahhhhhhhhhhhhhhs und Ohhhhhhhhhhhhhhhs los.
Sonntag, 14. August 2011
Freitag, 12. August 2011
Ratten ?
Sind es aber immer die verachteten Ratten ? Gilt bei einem sinkenden Schiff aber nicht auch: “Frauen und Kinder zuerst” ? Somit Menschen, die noch das größte Entwicklungs- und Reproduktions Potenzial aufweisen. Menschen denen die Zukunft gehört. Und während die Einen paralysiert auf dem sinkenden Schiff verharren, sind es nicht die Ratten, die Dieses verlassen, sondern die, die noch die Energie haben etwas Neues anzufangen, die unabhängig von der Schuldfrage sich aufmachen das sinkende Schiff zu verlassen.
Der Kapitän verlässt als Letzter das Schiff ein nächstes Sprichwort. Meint es, dass jemand, der den Untergang verschuldet hat sich bis zum Schluss dafür verantwortet ?
Vor Gott und auf See sind Alle gleich, meint das nächste Sprichwort. Werden dann alle zu Ratten ?
Donnerstag, 11. August 2011
Sternstunden
125 Jähriges feiert der Automobilkonzern aus Stuttgart. Generös zeigt er sich, mietet den Stuttgarter Schlossplatz für eine Woche und veranstaltet dort die Feier. Als Dank an die Restbevölkerung gibt’s subventioniert Karten für unter anderem, ein Rock Konzert. Placebo, 30 Seconds to Mars zum mehr als fairen Preis von 15 €uro. Zählen nur Namen, wollte man, wie bei vielen Festivals einen großen Bereich abdecken oder wie passen die zwei Gruppen zusammen ?
Egal, die Terrortochter wollte zu 30 Seconds to Mars, der Vater mal wieder zu Placebo, so hat es dann gepasst.
Mittwoch, 10. August 2011
Sikh
Der Moderator: “Sikh ?”
Korrespondent: “Sie wollen mir jetzt nicht erzählen, dass Sie nicht wissen, wer die Sikh sind ?”
Prima, ich kann und muss doch erwarten können, dass ein DRadio Wissen Moderator und deren Hörer doch wissen, wer die Sikh sind, sonst könnt ihr Antenne1 hören
Donnerstag, 4. August 2011
smart
Nicht die Auto Marke, der Typ, nein, smart ist mein neues Phone oder Handy. Ja, nachdem ich mal wieder fast 2 Jahre über so ein Ding gelästert habe, mich darüber lustig gemacht habe wurde ich jetzt auch Besitzer von so einem Ding. Ich hab ein Smartphone. Bin jetzt auch Handystreichler geworden.
Als ich zum ersten mal Jemanden mit einem Smartphone telefonieren sah dachte ich noch, der hält sich so ein großes Bundeswehr Wundpaket (das für Bauchschüsse) ans Ohr. Ein Smartphone, so ein Ding, mit der gleichen Grundfläche wie ein Knäckebrot aber doppelt so dick. Meines nenn ich übrigens WASA.
WASA stammt nicht von der Firma mit dem angebissenen Obst, weil… nein das ist eine andere Geschichte. WASA stammt aber auch nicht von dem finnischen Konzern, der auf der suche nach Subventionsgeldern quer durch Europa zieht, ich erinnere mich noch daran, wie man damals in Bochum mit der Dampfwalze über deren Geräte fuhr. Die Bild hatte sich da besonders empört – heute kann man übrigens Handys dieser Firma günstig im Bild Onlineshop als Volkshandy erwerben – aber wie gesagt auch das eine andere Geschichte.
Sonntag, 31. Juli 2011
E-Bike
Nennen Sie das von einem elektrischen Hilfsmotor unterstützte Fahrrad. Ich wart drauf, bis wir verfetteten Wohlstandsbürger, die wir das Fahrrad doch nur zum Spaß, maximal aus sportlichen Gründen benutzen, bis für uns Wohlstandsbürger noch der
E-Rollator
erfunden wird.
Sauregurkenzeit
War klar ? Oder ?
Gruppensieger
Wenn ich mein Radio gerade richtig verstanden haben wurde am Samstag die Gruppen zur Qualifikation für die Fußball Weltmeisterschaft 2014 ausgelost. Da wir (also wir Deutschen, also wir Alle, somit auch ich) nur äußerst schwache Gegner treffen, wie:
- Kasachstan
- Färöer Inseln
- Schweden
- Österreich
- Irland
Zooli
Was macht man oder Restfamilie Leuti, wenn man um 3.45 Uhr aufgestanden ist, um 4.30 Uhr ins Auto gestiegen ist und die beste Tochter der Welt um 5.10 Uhr auf dem Stuttgarter Flughafen abgesetzt hat ?
Sylvia und ich fuhren gemütlich in den Morgen, durch den Schwarzwald, über den Feldberg nach Basel. Vor 20 Jahren waren wir dort schon mal im Zoo - heute wieder.
Samstag, 30. Juli 2011
Kompromiss
Treffen zwei verschiedene Meinungen aufeinander ist es oft nur mit Hilfe eines Kompromisses möglich eine Lösung für den sich anbahnenden Konflikt zu finden.
Bei einem Kompromiss ist es notwendig, dass die eine Seite so weit der anderen Seite entgegen kommt, dass jede der Seiten damit leben kann. Hin und Wieder gibt es einen sogenannten faulen Kompromiss, bedeutet oft, dass man nur die Nachteile der jeweiligen Lösung zusammenführt.
Auf die schnelle betrachtet ist der von Schlichter Geissler für Stuttgart21 vorgeschlagene Kompromiss so ein fauler. Einen Tiefbahnhof bauen (böse) und den bestehenden Kopfbahnhof mit seinem großen Gleisfeld weiter betreiben (auch böse).
Manche Sachverhalte sind nicht konsensfähig, lassen sich nicht mit einem Kompromiss lösen. Auch Demokratie bedeutet nach meinem Verständnis, doch dass gemacht wird, was die Mehrheit will, und nicht, dass man zu allem einen Kompromiss finden muss.
Sturm
Sie häbe (schwäbisch für hätte) Sturm, sagt die Terrortochter, meint damit, die Eltern sind weg, “Sturmfrei” wie wir dazu sagten. Das fand ich als Kind schon toll, sturmfrei, nicht weil ich mir die Bude mit Leuten einlud, nein einfach die Tatsache, dass man als Kind und Jugendlicher machen konnte, was man wollte. Damals hieß das, Fernsehen bis zum Sendeschluss, Essen wann und was man wollte, die Brote belegen, mit was man wollte (im Rahmen der eigenen Kochkunst).
Sturm, sturmfrei ist ab heute auch wieder. Die Tochter fliegt eine Woche in den Urlaub. W i r haben sturmfrei. Sturmfrei haben bedeutet aber für uns immer auch zu denken, hoffentlich geht’s der Tochter gut in der Ferne, in der Fremde, hoffentlich hat sie viel Spaß und Freude.
Und natürlich kann man sie nicht immer und ewig bemuttern oder bevatern, sie muss und will ja auch auf eigenen Füßen stehen, man muss ja loslassen, wie es zur Zeit immer modisch heißt. Trotzdem – Sturmfrei macht mir immer auch ein bisschen Bauchweh.
Sonntag, 24. Juli 2011
Würde
Würde man ein “Das hab ich kommen sehen” sagen, wäre Sie an Krebs gestorben ?
Würde man es überhaupt mitbekommen, hätte Sie nicht fünf Grammys kassiert ?
Würde überhaupt jemand aufmerksam, wäre Sie nur eine der Tausenden jährlich ?
Würde man es nicht als Willensschwäche, sondern als lebensbedrohliche Krankheit sehen ?
Würde man verzeihen, das die Sucht, jegliche neue Kreativität stoppt ?
Würde man sich mit den zwei Alben bescheiden, nicht trotzdem weitere fordern ?
Würde man den frühen Tod nicht glorifizieren, sondern bedauern ?
Würde man nicht vom Club 27 sprechen, sondern von zu früh Gestorbenen ?
Würden wir Sucht als die große Bedrohung unseres Lebens sehen, und nicht noch den Alkohol glorifizieren.
Würde in die Suchtbehandlung und Suchtprävention so viel Geld wie in die Werbung / Subvention der Suchtmittel fließen
Ja es würde einen Unterschied machen, wäre nicht Amy Winehouse sondern Lieschen Müller, Claudia Mustermann gestorben.
Würde würden wir den Opfern damit geben.
Gründe
Es kann keine Gründe geben. Gar keine Gründe.
Niemand, ausnahmslos Niemand darf andere Menschen verletzen oder töten.
Was für einen Unterschied hätte es gemacht, wäre der Amokläufer
…Briefmarkensammler, Glatzkopf, Soldat, Christ, Radfahrer, Vegetarier, Milchallergiker, Homo- oder Heterosexuell, obdachlos, Fußballer, Moslem, Atheist, verängstigt, Hundert oder zehn, fröhlich, Frau, Hauptschüler, Professor, rothaarig, Schweizer, Hindu, Kleingärtner, depressiv, Pfeifenraucher, Antialkoholiker, Drogenabhängig, Schwarz, Kleinwüchsig, Bruder, Stotterer, Bayer, Norweger, Eskimo, Pfarrer, Jahreswagenfahrer, Schalke-Fan, blauäugig, langhaarig, Frührentner, Erstgebärender, Tierpfleger, Rosenzüchter, Einzelkind, Veganer, selbstbewußt, Bergsteiger, Nobelpreisträger, Onkel, Kleintierzüchter, Orgelbauer, Angler, blind, Schulabrecher, Fußgänger, euphorisch, Nichtschwimmer, Pilot, Bergmann, hellhäutig, Nasenbohrer, Schwester, blond, Speditionskaufmann, traurig, Abiturient, Bäcker, plattfüßig, oder taub…
gewesen ?
Samstag, 23. Juli 2011
Wahl
Als schlichtes Lischen Müller, dachte ich immer, Wahl kommt von Auswahl. In meinem Verständnis, die Möglichkeit zwischen zwei oder mehr Alternativen zu entscheiden, auszuwählen. Fehlt diese Möglichkeit, fehlt mir diese Auswahl, dann ist die Entscheidung wie von unserer Bundeskanzlerin gerne genannt “alternativlos”.
Und dann findet heute in Ludwigsburg der Landesparteitag der CDU Baden-Württemberg statt, bei dem !!! Respekt !!! zum ersten Mal seit langem, nicht nur ein sondern sogar !!! zwei !!! Kandidaten zur Auswahl stehen.
Samstag, 16. Juli 2011
Wer macht so etwas ?
mein Besuch im Ulmer Münster
Beispiel
Erinnere mich an die letzten paar Konzerte, durchaus auch großer neuer Supergruppen, die wir besuchten, da war dann auch mal nach 1 1/4 Stunden Schluss.
Freitag, 15. Juli 2011
Apfel
Harley
Sonntag, 10. Juli 2011
kaltblütig
Die Pferde werden vor allem wegen ihres ruhigen Temperaments Kaltblüter genannt. Es sind große, schwere Pferde, die wegen ihrer Zugkraft geschätzt werden. Arbeitspferde eben. Fuhrleute setzten diese Pferde früher gerne ein, heute werden sie hin und wieder in der Forstwirtschaft eingesetzt.
Genug klug geschissen, Fuhrmannstag war in Neuhausen ob Eck, wir waren dabei.
Das Freilichtmuseum veranstaltet diesen Fuhrmannstag, er sei der größte, mit den
im ersten Step
Da stehen Sie da, wollen ihre hohlen Ideen verkaufen, die Planlosigkeit manifestieren und dass es keiner merkt: ein pseudo Management Denglisch sprechen.
Synonyme:
- zuerst
- im ersten Schritt
- wenn schon dann: first step (danach, und wenn es einem nicht gleich einfällt – second – dann einfach next step)
Montag, 4. Juli 2011
nachtreten
Böse, sehr böse, ist es. Man tritt nicht nach, denn irgendwann muss schließlich mal gut sein oder ? Und allen: “Jetzt lass den mal in Ruhe” Sagern – Nein, der geht mir noch immer auf den Sack. Wenn ich dann noch bedenke, dass ich den beim Jahresrückblick 2011 noch einmal sehen werde, könnt ich jetzt schon wieder…
Dr. Karl Theodor zu Guttenberg. Ja, jetzt hör ich es schon wieder: “Den fand ich gut”, “der war toll”, “zurücktreten, nur weil er nicht richtig zitiert hat ?”, “gut ausgesehen hat er auch noch”, “die Bildzeitung hat doch immer so schön über den berichtet”, “immerhin hat er doch die Wehrpflicht abgeschafft”, “und so ne hübsche Frau hat der”
Bevor es mir jetzt wieder hoch kommt. Nein ! Nein ! Nein ! und nochmal Nein !
Ich will mich aufregen, will nachtreten, ich spür schon wieder wie mein Puls…. !
Und kurz hatte ich damals gedacht, ja, ein Junger, kein durch und durch Berufspolitiker, genug geerbtes Vermögen um unabhängig zu sein. Dr. Volkswirt, als Wirtschaftsminister Respekt, wo gräbt die CSU so etwas aus ? Stellt sich hin, will sich nicht von Opel erpressen lassen, spricht sich gegen eine Sanierung um jeden Preis aus. Der traut sich was, dachte jeder. Ja, werdet Ihr jetzt sagen, hinterher da weiß man alles besser… Mich persönlich hat damals schon die Michel Friedman Verehrungsfrisur abgestoßen – bei Michel hätt er sich besser angeschaut wie man Skandale übersteht und nicht wie man sich frisiert. Ich hätte es merken müssen, Gazprom Gerhard hat sich noch bescheinigen lassen, dass er nicht tönt oder färbt, Karle hat nie nachweisen können, dass er nicht schmiert gelt.
Retten hätte er sich können, wenn er öffentlich bekannt hätte, “Ja ich habe beschissen, habe die Dissertation schreiben lassen und nicht mal selbst durchgelesen. Und der Titel ist nicht wichtig” gut wär gewesen. Der könnt heute noch 3x im Jahr zu Wetten Dass. Er wäre der Erste gewesen, der noch vor seinem Tod selig gesprochen wird.
Richtig, man tritt nicht nach.
Aber gut getan hat es mir !
Sonntag, 3. Juli 2011
Kloster Maulbronn
Vorgenommen hatten wir es uns schon eine Woche vorher. Allerdings zogen wir damals wegen des Klosterfests weiter. Heute nochmal ein Anlauf, das UNESCO-Weltkulturerbe, das Kloster Maulbronn zu besichtigen.
Mit der 11. Klasse des technischen Gymnasiums war ich schon mal dort. Ein humanistischer, spät alternativer Klassen- und damals Gemeinschaftskundelehrer, der selbst Verbindungen zur angeschlossenen Klosterschule hatte, hatte uns damals die Anlage näher bringen wollen. Ein hoffnungsloses Unterfangen bei dreißig 17 jährigen Technik Verrückten.
Schwierig, einen erzählerischen Einstieg zu finden. Wir betreten die Anlage durch das westliche Tor. Mauern, Graben, eingeigelt wirkt es. Nicht unbedingt wehrhaft, nicht aggressiv mehr so passiv wie eine Schildkröte, gepanzert, abwehrbereit. Dicke Mauern, früher war da eine Zugbrücke.
Gleich augenfällig, die beiden Werbeaufsteller vor dem geöffneten Geschäft. Wir könnten Bücher über die Anlage, die Geschichte kaufen oder wenigstens ein paar Esoterik Bücher. Im Häuschen davor hätte es Kräuter gegeben. Trotzdem ist es nicht ganz so dramatisch, nein der Kommerz hält sich sonst eher im Hintergrund.
der die das
bestimmter Artikel – definiter Artikel
Über 7 Millionen Menschen in Deutschland können nicht richtig lesen und schreiben.
Lesen und Schreiben lernen im Internet · Um den Text anzuhören, verwenden Sie bitte ReadSpeaker. +49 (0)2 51.49 09 96-0 | Bundesverband Alphabetisierung und …
Clevere Idee, wenn man das dann richtig gegoogelt hat, muss man noch kurz lesen, dass der ReadSpeaker installiert werden muss um sich den Text vorlesen zu lassen. Das aber nur so nebenbei, wollte doch auf etwas Anderes hinaus.
Als bekennender Legastheniker (obwohl es dieses Wort zu meiner Schulzeit noch nicht gab) sollte ich mir weder Rechtschreib- noch Grammatikschwächen Anderer zum Anlass einer kritischen Betrachtung nehmen. Und wie gefürchtet, ich mach es trotzdem.
Mehr noch als das immer noch nicht ausgerottete “tun”, das fast schon als Honoratioren Schwäbisch der Birkenstock-, Toskana-, Doppelnamen- und Impfmüden Generation angesehen werden kann - “Die franzeesischen Kräuder tun mir selber in unserem Garten anpflanzen” oder “der rote Pickobello aus Ravena tut lecker schmecken” – fast mehr noch als diese Hilfsverbattacken geht mir aber folgendes auf den Sack:
Die deplazierte, inflationäre, redundante Verwendung definiter Artikel in gesprochenen Sätzen.
- “Die Lena tut jetzt in den Kindergarten gehen”
- “Die Oma und der Opa kommen am Wochenende”
und ganz schlimm, wenn man dann seine Kinder noch in der dritten Person anspricht:
“Der Jakob tut jetzt aber brav essen”
Da muss doch was zurück bleiben, es kann nicht spurlos an so einem jungen Geschöpf vorbei gehen. Wenn Ihr so etwas in den ersten Lebensjahren eurer Kinder betreibt, könnt ihr anschließend ein komplettes Jahrzehnt Jugendbuchpreisträger Literatur einschließlich (die) Cornelia Funke, (der) Michael Ende und (der) Ottfried Preussler vorlesen um so eine Macke wieder weg zu bekommen.
Einheiten
Gerade mal wieder beim Surfen im Internet drauf gestoßen. Da fiel es mir wieder ein. Wir Menschen nehmen in Kilo zu und in Pfund ab, je nach dem was die “schönere” Zahl verspricht.
“Von den 5 Kilo, die ich im Frühjahr zugenommen habe habe ich schon wieder 4 Pfund abgenommen”
heißt dann aber auch, 3 Kilo sind noch drauf, oder 6 Pfund oder noch viel schlimmer:
3000 gr.
Und jetzt hat das neue super duper Smartphone unter anderem eine
Standbye Zeit von sage und schreibe: 710 Stunden
und eine Sprechzeit von sogar: 1098 Minuten
dann mal den Sprechzeit Wert schnell durch 60 geteilt, macht dann 18 und ein paar verquetschte Stunden. Das sich die 18 da ganz schön mickrig macht hinter den 710 Stunden ist dem Werber bestimmt auch aufgefallen, deshalb die Minuten. Wenn man sich dann noch überlegt, dass da bestimmt auch noch absichtlich von “Sprechzeit” gesprochen und verschwiegen wird, dass so Sachen wie surfen, fotografieren und Display anhaben noch mehr Strom verbraucht als sprechen. Wird wohl besser sein, man entfernt sich mit dem Handy lieber nicht weiter als 1 Stunde von der nächsten Steckdose.
Freitag, 1. Juli 2011
Mittwoch, 29. Juni 2011
Organspender
Update
“Klar, würd ich Organspender werden aber…”, die Ausreden reichen, dann immer von bis. Von: die lassen dich eiskalt sterben, nur um an deine Organe zu kommen. Bis: Ich weiß nicht wie ich an so einen Ausweis komme. Und viele haben es sich vor genommen, sich einen Organspender Ausweis zu besorgen, beim nächsten Mal, wenn sie …
Natürlich verdrängt man den Gedanken an seine eigene Sterblichkeit noch stärker als den Gedanken eventuell selbst mal von einer Organspende abhängig zu sein. Hintergrund meiner ganzen Philosophiererei ist, dass im Radio vom Transplantations Gesetz gesprochen wurde. Vom Gedanken, einer Widerspruchsregelung, das heißt, man muss ausdrücklich der Organentnahme widersprechen, über jeder Mensch sollte einmal im Leben gefragt werden ob er Organspender sein will, bis zur Grundsätzlichen Freigabe der Organentnahme.
Und wie bei allen gesellschaftlich relevanten Themen weiß auch hier die Kirche ihren Senf dazu zu geben. Da geht die Meinung aber selbstverständlich Richtung Egoismus, sprich der Mensch soll wenn er Organspender sein will, dies ausdrücklich Kund tun. Auf die Idee mal beim nächsten Gottesdienst anstelle der Kollekte mal ein Paket Organspendeausweise auszugeben kommt keiner.
Soll jeder halten wie er es will, ich hab mal zur Sicherheit in meinen Geldbeutel geschaut
Update: Es scheint jetzt auf ein “jeder Mensch soll einmal im Leben gefragt werden ob er Organspender sein will” hinaus zu laufen.
Ich habe mich schon gefragt.
Update II: Falls ihr jetzt nicht wisst, wie ihr an so ein Ding kommt, versucht’s doch hier
Dienstag, 28. Juni 2011
heiß
28. Juni 2011 kalendarisch und meteorologischer Sommer ist seit 21.6 beziehungsweise seit 1.6 diesen Jahres. Heute ist es so richtig schön heiß draußen.
Die Vögel zwitschern nicht mehr, auf den Straßen ist weniger los, der Rolladen im Wohnzimmer ist fast ganz unten. Ich genieße es.