Mein persönliches Glück
ist durchaus damit vereinbar,
dass er zurückgetreten wurde.
Er selbst wollte seine Zukunft
erst mit der Fraktion besprechen,
„wenn wir uns im September wiedersehen“.
Zum Glück war der Kanzler
konsequent
und vor allem schneller.
Hat ihn zurückgetreten.
Respekt.
Er schreibt,
sein persönliches Glück,
gemeinsam mit seinem Mann
eine Familie zu gründen
und Vater zu werden,
sei nicht vereinbar
mit seinem politischen Amt.
Wie edel.
Dabei waren weder sein Mann
noch sein Kind
noch sein persönliches Glück
mit seinem Amt unvereinbar.
Unvereinbar war nur,
privat eine Leihmutter in Anspruch zu nehmen
und politisch anderen
genau das zu verwehren.
Er nennt es einen Spagat
zwischen privater Entscheidung
und öffentlicher Erwartung.
Dabei beherrschte er den Spagat
doch schon immer:
zwischen dem,
was er anderen predigt,
und dem,
was er sich selbst erlaubt.
Nur diesmal
wurde nicht der Spagat sichtbar,
sondern die Doppelmoral.
Und plötzlich musste er sich entscheiden:
zwischen ehrlich
und unehrlich.
Eine Entscheidung,
die ihm sonst
nie besonders schwerfiel.
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